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Einfach drauf - Hilfe ich bin der Sündenbock

G

Gast

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Hallo,

ich weiß keinen Rat mehr und brauche bitte eure Ratschläge.

Es geht um meine ganze Familie - Mama, Papa, meine 2 Schwestern und die Großeltern.
Seit ich denken kann, lügt meine Mutter und meine Oma. Das fing mit Kleinigkeiten an und jetzt wirds einfach zu viel! Schon während meiner Pupertät war ich Sündenbock Nummer eins. Wenn mein Papa abends heimkommt erzählt ihm meine Mutter irgendwelche Geschichten über mich, was ich angestellt hatte oder behauptet einfach Sachen die ich gesagt hätte oder verdreht diese. Das Ganze ist vor 20 Jahren so eskaliert, dass ich erstmal 2 Jahren den Kontakt so stark wie möglich reduzierte und weit wegzog.

Es hat auch eine ganze Zeit gebraucht, bis mir das bewusst wurde, dass das nicht an mir lag. Aber leider klappte das mit dem fast Kontaktabbruch dann nicht. Meine Mutter wurde krank und natürlich war ich zur Stelle. Nur ein paar Meter neben unserem Haus wurde eine Wohnung frei und so zog ich zu ihnen. Die alten Geschichten waren da komplett vergessen...
In den letzten 3 Jahren jedoch merkte ich immer wieder wie unehrlich hier alle sind und hab das auch - wenn gerade eine gute Beispielsituation war - gesagt. Aber das interssiert nicht. Ich hab mich dann rausgehalten, mein Ding gemacht, mich um meine Mutter pflegerisch gekümmert, 7 Tage die Woche, 12 Std vor Ort und 12 Std auf Bereitschaft - was oft ausgenutzt wurde. Meine etwas ältere Schwester hat sich um die komplette Verwaltung mit Arzt, Krankenkasse, Terminen etc. und die Finanzen gekümmert. Ich denke hier ist die Arbeitsteilung sehr gerecht gewesen. Mein Vater hat viel gearbeitet und war soweit es ihm möglich war immer zur Stelle. Meine kleine Schwester tat gar nichts ausser schön brav von der Kohle meiner Eltern zu leben und sogar noch ihre Dreckwäsche unter die von Mama gemischt, dass ich die auch noch schön mitwasche. Immer mehr private Dinge musste ich bei meinen und Mama´s Besorgungen für meine Schwester erledigen. Sie ging schick 25 Stunden die Woche arbeiten und machte sich dann ein faules Leben und ging nicht einmal in Notsituationen ans Telefon oder wenn sie vor Ort war, fuhr sie einfach. Hab das Spiel lange mitgemacht bis mir der Kragen geplazt ist als ich ein Vorstellungsgespräch absagen musste, weil sie sich einfach weigerte 3 Stunden bei meiner Mutter zu sein. Tja und das brachte den Stein ins Rollen... Nachdem bei meiner Mutter viele "falsche Medikamente" abgesetzt wurden, der Arzt gewechselt und die Ursache gefunden, ging es ihr binnen 3 Monaten wieder richtig gut. Wie früher. War total erleichtert und da sie ja auch wieder arbeiten geht habe ich zu meiner Mutter gesagt, dass ich wieder weg ziehe weil ich eine neue Stelle gefunden habe (Musste wegen der Pflegephase meine alte Arbeit kündigen). Dann gings los - sie war stinksauer und verließ den Raum. Ich sehr verdutzt, meine Schwester kommt mit dazu und meine Mutter und kl. Schwester waren sich einig, dass ich faul bin und es eine Unverschämtheit sei, mich jetzt auch noch zu "verziehen". Ich hätte auch hier in den letzten Monaten gar nichts gemacht ausser schön das Geld nehmen sich nen faulen Lenz machen. Ich verstand die Welt nicht mehr und das tut auch richtig weh! Hab meinen Job, meine Wohnung aufgegeben und mein komplette Leben bei Seite gelegt.

Mir werden täglich mehrfach Sachen unterstellt, das es nur noch unfassbar ist. Sie haben mich an einen Punkt gebracht wo ich selbst an mir zu zweifeln begann bzw. tue. Habe ich Wahrnehmungsstörrungen? Spreche ich etwas anderes aus als ich denke? Sie haben mich soweit gebracht, dass ich letzte Woche einen kompletten Tag von mir heimlich vom Aufstehen bis zum Bettgehen per Tonband aufgenommen habe. Und ich hatte den Beweis, ich hab gesagt: "Heut Abend kommt mich meine Freundin XXX besuchen." Ich hab mich wirklich gefreut, weil wir uns schon laaange nicht mehr gesehen hatten und nach diesem Satz verlässt meine Mutter den Tisch und spricht nicht mehr mit mir. Ich bin dann heim gegangen und am nächsten Morgen wurde mir vorgeworfen ich hätte gesagt, sie würden mich im Stich lassen - Ich fiel aus allen Wolken und wusste erstmal auch nicht worauf sie raus will. Sowas hatte ich nie gesagt oder gedacht! Und das Tonband bestätigte es. Ich sagte lediglich ich freue mich auf meine Freundin. - Könnt ihr verstehen was ich meine? Jedes Wort wird einem im Mund verdreht und ich werde nur noch als Lügnerin bezeichnet. Dass meine Mutter mir nicht glaubt nützt meine kleine Schester schön aus und erfindet gerne neues hinzuj oder wenn mal frieden ist zündet sie nen Streit vom Zaun. Das Schlimme ist, meine Oma tratscht das dann schön bei ihren Kaffeekränzchen umher.

Ich kann nicht mehr. Soviel ist passiert und über nichts wird wirklich gesprochen. Beweise etc. gelten einfach nicht und werden ignoriert. Ich habe das Gefühl, die erschaffen sich ihre Welt und was sie denken ist dann auch so.
Die Tage hier sind zwar bald um, aber jetzt geht der Stress mit den Feiertagen los. Ganz ehrlich, ich will wirklich lieber allein zu Hause sein, als mit all denen an einen Tisch. Dieses Maskenhafte makellose Weihnachten was gespielt wird. Aber dann auch wieder diese gemeinen Stichelein, verletzende Worte oder Behauptungen - ich bekomme seit 3 Jahren nur noch Geschenke bei denen ich mich entweder richtig ärgere oder mich frage wie zum Teufel kommen sie darauf z.B. einen Rasenmäher - ich habe aber weder Garten noch Wiese zu mähen. Nach einem halben Jahr habe ich ihn dann bei Ebay verkauft. Das wird mir jetzt vorgehalten, wie Geldgeil ich sei und wie undankbar. Das schlimme ist, die fragen mich dann wirklich ob ich den schon benutzt hätte und warum noch nicht. Ich werde garantiert nicht bei ihnen mähen 😀

Ich will weder morgen zur Nikolausfeier noch an Weihnachten vorbei kommen. Ich brauch Abstand. Jedesmal wenn wir mit einander zu tun haben werde ich verletzt, als Lügnerin hingestellt und wenn ich zu Hause bin heul ich zwei Tage wegen den ungerechtheiten durch. Meinen Freunden will ich schon gar nichts mehr davon erzählen. Ist seit Jahren die gleiche Leiher nur sinkt bei meiner Mutter und Schwester die Hemmschwelle.

Wie soll ich mich verhalten? Wie komme ich damit klar, dass sich meine Familie mich wirklich als Opfer herausgesucht hat und mich damit physisch wie psychisch total kaputt macht. Ich bin ein Wrack und habe einfach keine Energie mehr.

Bin um jeden Tip dankbar.

Liebe Grüße
 
Wie soll ich mich verhalten? Wie komme ich damit klar, dass sich meine Familie mich wirklich als Opfer herausgesucht hat und mich damit physisch wie psychisch total kaputt macht.

Damit sollst du garnicht klar kommen, liebe Gästin! Damit kann keiner wirklich klar kommen, ohne selbst einen Schaden daran zu nehmen. Und es ist nicht gut für die ganze Familie, dass darin solcher Umgang mit jemandem täglich praktiziert wird, finde ich. Du und deine Familie braucht die Grenzen des Normalen, des für alle Erträglichen unbedingt wieder zu erfahren. Und sie braucht es zu erkennen, was passiert, wenn man diese dauernd überschreitet. Nämlich das:

Ich bin ein Wrack und habe einfach keine Energie mehr.

Dazu gehören auch die Konsequenzen davon - deine Notwendigkeit, dich zu schützen, dich entschlossen abzugrenezen, notfalls sogar deine Familie zu verlassen. Ob sie dann zu einer Veränderung des Umgangs mit dir bereit ist - das leigt an ihr und muss von ihr kommen. Du brauchst darum nicht weiter zu kämpfen, finde ich, denn die Signale, die du ihr auf diese Weise gegeben hast, müssten dafür ausreichen.

Alles Gute!
Lenja
 
Ich würde diese ganzen Unterstellungen nicht ernst nehmen, weil sie ja auch gar nicht stimmen.
Den Schuh musst du dir nicht anziehen.
Da du ja weist, wie verlogen diese Familie ist, zieh dich zurück und lebe dein Leben soweit es geht ohne sie, sie sind in meinen Augen nicht normal und sehr schädlich für andere Menschen.

Ich würde mich auch nicht rechtfertigen und schon gar nicht das kämpfen anfangen, das ist sinnlos.

Das sind Menschen, mit denen kannst du nicht auskommen, egal wie du dich verhälst.
 
Die Situation ist unhaltbar und Deine Leute verhalten sich, jedenfalls nach Deiner Erzählung, unmöglich.

Du fühlst Dich wie ein Opfer, weil Du Dich so verhältst. Du gehst in Verteidigungsstellung, versuchst zu beweisen, dass Du viel gemacht hast etc.pp. Genau das bestärkt Deine Angehörigen, noch mehr darauf rumzutrampeln etc. Die ganze Sch.... wird ja deshalb massiv ausgetreten, weil man sich gegenseitig hochspielt.

Zuerst mal: Du musst nichts beweisen; es ist doch offensichtlich, dass Du Deinen Job gekündigt hast und 24h zur Verfügung standest. Was musst Du da noch beweisen? Gar nichts und würde ich auch nicht machen. Ist nicht einfach, aber am besten ist, sich immer wieder zusagen: ich habe meine Pflicht getan und werde den Teufel tun und jetzt meine Leistung abwerten, in dem ich mich in Verteidigungsstellung begebe.

Nach außen, zu Deiner Familie: Sobald Du aus dem Spiel aussteigst, dann ist hier ein Ende in Sicht. Wenn die anderen das als so tollen Job empfinden, dann gib Ihnen die Chance, genau das zu tun. Genau das würde ich sagen: wenn ihr glaubt, es ist leicht verdientes Geld, dann könnt Ihr ja, bei der nächsten Gelegenheit das machen.

Das geht natürlich nur, wenn Du eben auch konsequent bist: mach Deinen neuen Job, zieh um und distanziere Dich. Teile allen mit, dass Du in Zukunft nicht mehr in der Art und Weise zur Verfügung stehst, weil Du die jetzige Behandlung nicht akzeptierst und Dich deshalb dieser Situation nicht mehr aussetzen willst. Wenn hierfür keiner Verständnis hat, dann ist das deren Problem nicht Deines. Dies geht aber nur, wenn Du das auch WIRKLICH durchziehen möchtest. SEi konsequent und bring es auch so rüber. Ansonsten werden alle (werden sie sowieso im Notfall) auf Dich einreden und Dich überreden, dass Du das nicht machen kannst. Du kannst aber. Bleib fest.

Ich kann mir auch gut vorstellen, dass alle Angst haben, wenn Du nicht mehr da bist, dass sich eben jemand anders vor Ort kümmern muss. Es war ja bequem Dich da zu haben, im Notfall. Und das wird in Zukunft nicht mehr so sein.

Wie gesagt: ich kann mir gut vorstellen, dass es für Dich wahnsinnig verletztend ist. Weil ja Deine Tätigkeit in keinster Art und Weise anerkannt wird. Deshalb: mach Dich frei davon, Anerkennung von den anderen bekommen zu wollen. Erkenne Dich lieber selbst an, was Du geleistet hast. Du brauchst externe Anerkennung nicht. Wenn Du allerdings genau das unbedingt möchtest und brauchst, mach Dir klar: Du bekommst sie nicht und überlege Dir, wie Du hier selbst an Dir arbeiten kannst.

Was mich persönlich interessieren würde:was sagt eigentlich Deine Mutter dazu? Sie ist ja diejenige, die von Deiner ARbeit profitiert hat. Ist sie auch davon überzeugt, dass Du zu wenig/nichts getan hast? Oder hält sie sich in diesen Gesprächen zurück?

Ach ja: und wegen Weihnachten: Ich gehe mal davon aus, dass Du bereits in den 40ern bist (wenn Du bereits vor 20 Jahren dieses Thema hattest und da scheinst Du ja ausgezogen gewesen zu sein??) - ganz ehrlich: Du bist eine erwachsene Frau; Du darfst machen, was Du willst. WEnn Du keine Lust darauf hast, dann geh nicht hin. Mach Dir nen schönen Tag oder Abend. Treff Dich mit Freunden. Ich finde es schlimm, wenn man gerade an Weihnachten immer wieder hört, wie stressig alles ist - v.a. wenn es um die erzwungene Harmonie geht. Das Leben ist verdammt kurz: willst Du Dein Leben immer nach dem Willen Deiner Familie leben? Wie wäre es mit ein Leben in Freiheit?

Alles Gute.
 
Ich kenne diese Situation auch sehr gut, und alle Ratschlaege, die von Anderen hier schon gegeben worden sind, sind sehr sinnvoll. Eine solche pathologisch verlogene Familienangelegenheit kann ohne Deine Distanz und Emanzipierung nicht geheilt werden. Man muss aber konsequent sein. Und wenn sich diese Dynamik nicht loesst, wenn Du verlangst, dass sie dich anstaendig und fair behandeln, dann mache einfach ganz Schluss mit ihnen.

Das ist sehr schmerzlich, aber in manchen Situationen besser fuer Dich. Gesundheitlich, psychisch, in jeder Art.
Und Du brauchst Dich dabei auch nicht schuldig zu fuehlen.

Meine Mutter ist eine Narzissistin, hat schon seit Jahrzehnten immer auf das eine oder andere Mitglied meiner Familie eine
Hetzjagd gemacht, verdreht alles so wie sie will, kritisiert staendig, und hatte die schlimmste Ehe, welche man sich nur vorstellen kann. Trotzdem erlebt sie ihr eigenes Verhalten als vorbildlich. Wie dem auch sei, ich habe den groessten Teil meines Lebens unter ihnen die Rolle des Suendenbocks gespielt. Auch jetzt, wo meine Mutter aelter ist, hat sich nichts geaendert. Obwohl ich professionell wesentlich erfolgreicher bin als alle anderen und mir ein ganz eigenes Leben aufgebaut habe, werde ich trotzdem immer noch wie der Suendenbock behandelt. Meine Berichte ueber mein Leben werden nicht angenommen. Die ganze Situation ist und bleibt total von der Wirklichkeit abgehoben. Also, habe ich mich endlich entschlossen Schluss zu machen. Jedes Mal wenn ich sie besucht habe kam es immer und immer wieder zu den gleichen Problemen.

Eine Zukunft ohne sie konnte nur eine riesige Befreiung sein.

Nach "Narzissistischer Persoehnlichkeitsstoerung" google kann hier nicht schaden. Ich weiss nicht, ob das fuer Dich der Ursprung dieser Angelegenheit ist. Bei mir ist es bestimmt genau das.

Viel Glueck und viel Mut !
 
Ich kenne diese Situation auch sehr gut, und alle Ratschlaege, die von Anderen hier schon gegeben worden sind, sind sehr sinnvoll. Eine solche pathologisch verlogene Familienangelegenheit kann ohne Deine Distanz und Emanzipierung nicht geheilt werden. Man muss aber konsequent sein. Und wenn sich diese Dynamik nicht loesst, wenn Du verlangst, dass sie dich anstaendig und fair behandeln, dann mache einfach ganz Schluss mit ihnen.

Das ist sehr schmerzlich, aber in manchen Situationen besser fuer Dich. Gesundheitlich, psychisch, in jeder Art.
Und Du brauchst Dich dabei auch nicht schuldig zu fuehlen.

Meine Mutter ist eine Narzissistin, hat schon seit Jahrzehnten immer auf das eine oder andere Mitglied meiner Familie eine
Hetzjagd gemacht, verdreht alles so wie sie will, kritisiert staendig, und hatte die schlimmste Ehe, welche man sich nur vorstellen kann. Trotzdem erlebt sie ihr eigenes Verhalten als vorbildlich. Wie dem auch sei, ich habe den groessten Teil meines Lebens unter ihnen die Rolle des Suendenbocks gespielt. Auch jetzt, wo meine Mutter aelter ist, hat sich nichts geaendert. Obwohl ich professionell wesentlich erfolgreicher bin als alle anderen und mir ein ganz eigenes Leben aufgebaut habe, werde ich trotzdem immer noch wie der Suendenbock behandelt. Meine Berichte ueber mein Leben werden nicht angenommen. Die ganze Situation ist und bleibt total von der Wirklichkeit abgehoben. Also, habe ich mich endlich entschlossen Schluss zu machen. Jedes Mal wenn ich sie besucht habe kam es immer und immer wieder zu den gleichen Problemen.

Eine Zukunft ohne sie konnte nur eine riesige Befreiung sein.

Nach "Narzissistischer Persoehnlichkeitsstoerung" google kann hier nicht schaden. Ich weiss nicht, ob das fuer Dich der Ursprung dieser Angelegenheit ist. Bei mir ist es bestimmt genau das. Lg

Viel Glueck und viel Mut !
Mir geht es leider genau so meine Familie missachtet mich und ich bin ständig der Sündenbock angefangen hat es mit 12 als ich meine erste Freundin hatte die sie Kennenlernten ich habe seit dem nur eine andere Freundin und diese verließ mich weil es ihr zu dumm War weil zum einen sie von meinen Eltern blöd angemacht wurde und sie nicht ertrug wie diese mit mir um gehen ich würde sagen dis grenzt an selbst Mord Gefahr ://
 
Hallo,

ich weiß keinen Rat mehr und brauche bitte eure Ratschläge.

Es geht um meine ganze Familie - Mama, Papa, meine 2 Schwestern und die Großeltern.
Seit ich denken kann, lügt meine Mutter und meine Oma. Das fing mit Kleinigkeiten an und jetzt wirds einfach zu viel! Schon während meiner Pupertät war ich Sündenbock Nummer eins. Wenn mein Papa abends heimkommt erzählt ihm meine Mutter irgendwelche Geschichten über mich, was ich angestellt hatte oder behauptet einfach Sachen die ich gesagt hätte oder verdreht diese. Das Ganze ist vor 20 Jahren so eskaliert, dass ich erstmal 2 Jahren den Kontakt so stark wie möglich reduzierte und weit wegzog.

Es hat auch eine ganze Zeit gebraucht, bis mir das bewusst wurde, dass das nicht an mir lag. Aber leider klappte das mit dem fast Kontaktabbruch dann nicht. Meine Mutter wurde krank und natürlich war ich zur Stelle. Nur ein paar Meter neben unserem Haus wurde eine Wohnung frei und so zog ich zu ihnen. Die alten Geschichten waren da komplett vergessen...
In den letzten 3 Jahren jedoch merkte ich immer wieder wie unehrlich hier alle sind und hab das auch - wenn gerade eine gute Beispielsituation war - gesagt. Aber das interssiert nicht. Ich hab mich dann rausgehalten, mein Ding gemacht, mich um meine Mutter pflegerisch gekümmert, 7 Tage die Woche, 12 Std vor Ort und 12 Std auf Bereitschaft - was oft ausgenutzt wurde. Meine etwas ältere Schwester hat sich um die komplette Verwaltung mit Arzt, Krankenkasse, Terminen etc. und die Finanzen gekümmert. Ich denke hier ist die Arbeitsteilung sehr gerecht gewesen. Mein Vater hat viel gearbeitet und war soweit es ihm möglich war immer zur Stelle. Meine kleine Schwester tat gar nichts ausser schön brav von der Kohle meiner Eltern zu leben und sogar noch ihre Dreckwäsche unter die von Mama gemischt, dass ich die auch noch schön mitwasche. Immer mehr private Dinge musste ich bei meinen und Mama´s Besorgungen für meine Schwester erledigen. Sie ging schick 25 Stunden die Woche arbeiten und machte sich dann ein faules Leben und ging nicht einmal in Notsituationen ans Telefon oder wenn sie vor Ort war, fuhr sie einfach. Hab das Spiel lange mitgemacht bis mir der Kragen geplazt ist als ich ein Vorstellungsgespräch absagen musste, weil sie sich einfach weigerte 3 Stunden bei meiner Mutter zu sein. Tja und das brachte den Stein ins Rollen... Nachdem bei meiner Mutter viele "falsche Medikamente" abgesetzt wurden, der Arzt gewechselt und die Ursache gefunden, ging es ihr binnen 3 Monaten wieder richtig gut. Wie früher. War total erleichtert und da sie ja auch wieder arbeiten geht habe ich zu meiner Mutter gesagt, dass ich wieder weg ziehe weil ich eine neue Stelle gefunden habe (Musste wegen der Pflegephase meine alte Arbeit kündigen). Dann gings los - sie war stinksauer und verließ den Raum. Ich sehr verdutzt, meine Schwester kommt mit dazu und meine Mutter und kl. Schwester waren sich einig, dass ich faul bin und es eine Unverschämtheit sei, mich jetzt auch noch zu "verziehen". Ich hätte auch hier in den letzten Monaten gar nichts gemacht ausser schön das Geld nehmen sich nen faulen Lenz machen. Ich verstand die Welt nicht mehr und das tut auch richtig weh! Hab meinen Job, meine Wohnung aufgegeben und mein komplette Leben bei Seite gelegt.

Mir werden täglich mehrfach Sachen unterstellt, das es nur noch unfassbar ist. Sie haben mich an einen Punkt gebracht wo ich selbst an mir zu zweifeln begann bzw. tue. Habe ich Wahrnehmungsstörrungen? Spreche ich etwas anderes aus als ich denke? Sie haben mich soweit gebracht, dass ich letzte Woche einen kompletten Tag von mir heimlich vom Aufstehen bis zum Bettgehen per Tonband aufgenommen habe. Und ich hatte den Beweis, ich hab gesagt: "Heut Abend kommt mich meine Freundin XXX besuchen." Ich hab mich wirklich gefreut, weil wir uns schon laaange nicht mehr gesehen hatten und nach diesem Satz verlässt meine Mutter den Tisch und spricht nicht mehr mit mir. Ich bin dann heim gegangen und am nächsten Morgen wurde mir vorgeworfen ich hätte gesagt, sie würden mich im Stich lassen - Ich fiel aus allen Wolken und wusste erstmal auch nicht worauf sie raus will. Sowas hatte ich nie gesagt oder gedacht! Und das Tonband bestätigte es. Ich sagte lediglich ich freue mich auf meine Freundin. - Könnt ihr verstehen was ich meine? Jedes Wort wird einem im Mund verdreht und ich werde nur noch als Lügnerin bezeichnet. Dass meine Mutter mir nicht glaubt nützt meine kleine Schester schön aus und erfindet gerne neues hinzuj oder wenn mal frieden ist zündet sie nen Streit vom Zaun. Das Schlimme ist, meine Oma tratscht das dann schön bei ihren Kaffeekränzchen umher.

Ich kann nicht mehr. Soviel ist passiert und über nichts wird wirklich gesprochen. Beweise etc. gelten einfach nicht und werden ignoriert. Ich habe das Gefühl, die erschaffen sich ihre Welt und was sie denken ist dann auch so.
Die Tage hier sind zwar bald um, aber jetzt geht der Stress mit den Feiertagen los. Ganz ehrlich, ich will wirklich lieber allein zu Hause sein, als mit all denen an einen Tisch. Dieses Maskenhafte makellose Weihnachten was gespielt wird. Aber dann auch wieder diese gemeinen Stichelein, verletzende Worte oder Behauptungen - ich bekomme seit 3 Jahren nur noch Geschenke bei denen ich mich entweder richtig ärgere oder mich frage wie zum Teufel kommen sie darauf z.B. einen Rasenmäher - ich habe aber weder Garten noch Wiese zu mähen. Nach einem halben Jahr habe ich ihn dann bei Ebay verkauft. Das wird mir jetzt vorgehalten, wie Geldgeil ich sei und wie undankbar. Das schlimme ist, die fragen mich dann wirklich ob ich den schon benutzt hätte und warum noch nicht. Ich werde garantiert nicht bei ihnen mähen 😀

Ich will weder morgen zur Nikolausfeier noch an Weihnachten vorbei kommen. Ich brauch Abstand. Jedesmal wenn wir mit einander zu tun haben werde ich verletzt, als Lügnerin hingestellt und wenn ich zu Hause bin heul ich zwei Tage wegen den ungerechtheiten durch. Meinen Freunden will ich schon gar nichts mehr davon erzählen. Ist seit Jahren die gleiche Leiher nur sinkt bei meiner Mutter und Schwester die Hemmschwelle.

Wie soll ich mich verhalten? Wie komme ich damit klar, dass sich meine Familie mich wirklich als Opfer herausgesucht hat und mich damit physisch wie psychisch total kaputt macht. Ich bin ein Wrack und habe einfach keine Energie mehr.

Bin um jeden Tip dankbar.

Liebe Grüße

Dieser Hilferuf ist schon ziemlich alt, heute ist der 13. 7. 2019. Dieser Bericht hat mich sehr berührt und vielleicht geht es anderen auch so. Natürlich hatte ich auch Sündenbockerlebnisse und dachte, ich sei damit durch, aber von Zeit zu Zeit holt einen das immer wieder ein. Bei mir war es die Reflektion auf ein Erlebnis auf der Arbeit, wo jemand - für mich völlig unvorhersehbar und abwegig - sinnbildlich einen Eimer Müll über mir auskippte.

Ich habe mich seit ca. 3 Jahren völlig von meiner Herkunftsfamilie gelöst und habe keinen Kontakt mehr. Das war am Anfang sehr schwer, innerlich habe ich wohl immer noch gehofft, dass in dieser Familie jemand zur Einsicht kommt - aber weit gefehlt! Mittlerweile geht es mir (meistens) gut und ich glaube, dass ich ihnen verziehen habe. Das Vergeben scheint mir ein wichtiger Punkt zu sein, denn damit bin ich nicht mehr damit verknüpft, habe losgelassen - vor allem von den Verletzungen und Schmerzen. Ich kann mir heute sogar vorstellen, dass ich bei einer unverhofften Begegnung freundlich grüße.

Trotzdem scheine ich mich immer noch nicht völlig gelöst zu haben, denn sonst hätte mich das Erlebnis auf der Arbeit nicht so sehr getroffen. Habe mich heute im Netz bzgl. dieser Frage umgesehen und mir fielen 3 Dinge besonders auf, die mir helfen können, mich so zu verändern, dass mich solche Angriffe nicht mehr betreffen:

1. Ich muss nicht sofort darauf antworten oder Stellung beziehen, ich kann auch Redepausen aushalten.

2. Nicht sofort antworten, ich werde in Zukunft nachfragen: "Sie meinen also, dass ich ....." Und dann kann ich sagen: "Tut mir leid, ich verstehe Sie nicht. Vielleicht sollten wir miteinander reden, wenn Sie sich beruhigt haben." und gehen.

3. Ich werde mich nicht verteidigen oder versuchen, mein Verhalten zu erklären. Darauf wird das Gegenüber sowieso nicht eingehen, denn dann könnte es die "Schuld" ja nicht mehr abladen.

Im Anschluss werde ich mich sofort an meine Vorgesetzte wenden und sie informieren, außerdem werde ich mich sofort an die Stelle wenden, bei der sich die beschimpfende Person beschweren will. Dort werde ich den Vorfall und die Angelegenheit, um die es geht, schildern. Eine Kopie davon gebe ich dann meiner Vorgesetzten.

Ich habe mit Absicht weder genaueres über die Familie noch über den Tätigkeitsbereich berichtet. Es wahrt die Anonymität und abstrakt können es andere vielleicht besser für sich verwenden.

Ich wünsche allen, die dies lesen, dass sie sich aus den Fesseln befreien und ein glückliches und zufriedenes Leben führen können.

Von Herzen, Sonne 1
 

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