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Gast
Hallo,

ich habe beim "googeln" diese Seite gefunden und mich schon ein wenig durch das Forum gewühlt. Vielleicht bekomme ja auch ich ein paar hilfreiche Antworten.

Ich bin mit meinem Partner seit über 3 Jahren zusammen. Von der Traumfrau und Märchenprinzessin habe ich mich wohl zur Alltagslangweile entwickelt.

Reden konnte mein Freund noch nie sehr gut mit mir. Naja - in den ersten paar Monaten. Anfangs hatte ich Probleme, mich auf die Beziehung einzulassen und als ich seine Liebe endlich zulassen und auch erwidern konnte, war es damals schon fast zu spät. Er wollte damals weg von mir und hat sich noch mit einer anderen Frau getroffen. Sicherlich kann ich es nachvollziehen, ich habe ihm ja nicht das Gefühl gegeben, dass er mir wichtig ist und ich ihn liebe. Leider hat er mich diesbezüglich sehr lange belogen. Diese Lügen haben mich so verletzt, dass ich lange Zeit misstrauisch und distanziert war. Erst als er mir vor etwas über einem Jahr die Wahrheit gesagt hat, konnte ich das alles verarbeiten.

Da mein Freund einen sehr stressigen Job hat, hat er mich oft vernachlaessigt und ich war in der Beziehung sehr einsam. Immer hiess es nur, dass er für sowas keine Zeit habe, zu sowas keine Lust habe... Irgendwann - Anfang Juni - habe ich mich dann auch zurückgezogen. Ich konnte ihm nichts mehr geben. Als dann mein 30. Geburtstag nahte, habe ich die Beziehung von uns überdacht und mich für meinen Freund entschieden. 2 Wochen spaeter kam dann der Bruch von seiner Seite. Er hatte sich in der Beziehung nicht mehr wohl gefühlt - so wie ich auch. Statt mit mir darüber zu reden, hat er mit seiner Exfreundin über unsere Probleme gesprochen. Irgendwie hat er sich dann verannt und war sich seiner Gefühle nicht mehr sicher. Ich oder seine Ex? - Wir haben dann viel geredet und wollten versuchen, ob wir unsere Beziehung noch irgendwie retten koennen. Er meinte, dass er mich nicht mehr so liebt wie vor 3 Jahren, dass er mich nicht mehr vermisse, wenn ich nicht da bin. Also bin ich ein paar Tage weggefahren. Er hat nach 2 Tagen angerufen, dass er mich vermisst, dass ich zurückkommen solle ... Ich war so glücklich und dachte, alles wird gut.
Nach ein paar sehr glücklichen Tagen, waren wir dann wieder etwas verkrampft und an diesem Tag musste ich auch feststellen, dass er bei diversen Singlebörsen als Single auf der Suche gemeldet war.
Das hat mir irgendwie den Boden unter den Füssen weggezogen.
Er hat zwar inzwischen die Profile bei den Singlebörsen gelöscht und ich bemerke, dass er sich bemüht, aber hat es überhaupt noch Sinn?

Vor 2 Wochen konnte er mir noch sagen, dass er mich lieb hat, dass ich hübsch bin, obwohl der Bruch da war - jetzt bekommt er kaum meinen Namen über die Lippen und ich habe das Gefühl, dass er sich meinetwegen bemüht. Reden will und kann er nicht mehr. Bin ich zu ungeduldig? Vielleicht könnt Ihr mir ja ein wenig weiterhelfen?

Liebe Grüße
M.
 
Ich gebe mal richtigen keinen Rat,
weil ich nicht über eine Zukunft entscheiden will und auch zuwenig weiss.
Aber, du musst dich entscheiden wie "du" dich wohl fühlst, oder auch die nächsten Jahre verbringen willst.
Denk mal drüber nach ob du jemals in dieser Beziehung so richtig Glücklich warst und ob du überhaupt Chancen für eine gemeinsame glückliche Zukunft siehst.
Was ist es jetzt: Zweckgemeinschaft oder Liebe...
Ist die Liebe beidseitig?
Desweiteren denke ich, auch Komunikation, ist in einer Beziehung wichtig.
Man muss nicht über alles reden, aber über wichtige Dinge reden können.
Vieleicht musst du mal erklären, das es dir wichtig ist über die Zukunft zu reden.
Eine positive oder negative Reaktion kann aber auch schon eine Antwort sein.
Dann musst du evtl. entscheiden ...und nicht entscheiden lassen.
Sicherlich, wenns nicht mehr klappt, allein sein ist schwer, aber meist nicht für ewig.
Thema andere Mädels:
Wenn man sich nach m Streit schon ne andere sucht,
würd mir das zu denken geben.
Thema Ex: Kann man sich nach ner Beziehung sicherlich auch noch verstehen, ohne was zu haben.
Aber es müssen Grenzen gesetzt werden.
(Telefonieren tue ich auch mal, aber mehr auch nicht)
Die bestehende Beziehung falls vorhanden ist die absolute Nr1
Thema Beziehung:
Wer nichts gibt, bekommt auch nichts.
Aber wer nur gibt, aber nichts bekommt, das solls dann doch auch nicht sein.
Eine Beziehung besteht aus geben und nehmen.
Entscheiden aber muss jeder für sich...

Gruß J. (männl.)
 
Hallo M.!

Vielleicht bin ich nicht gerade „kompetent“, was Beziehungen angeht.
Aber ich denke, daß es wichtig wäre, mal zu überlegen, ob Du wirklich bereit bist, Kompromisse einzugehen, wenn Du weißt, daß Dein Partner nicht 100%ig zu Dir steht. Jeder Mensch hat seine „Macken“ und es ist sicher schon eine Leistung, diese vom Partner aus Liebe zu tolerieren.

Aber wie hier schon erwähnt wurde ist es absolut wichtig, über die eigene Beziehung reden zu können. Denn was einem wirklich wichtig ist will man doch nicht ungeklärt lassen, oder? Und wenn Dein Freund nicht reden kann oder will, dann weißt Du auch, woran Du bist. Viel Arbeit und Streß sollten nicht wichtigen sein, als der geliebte Mensch!

Verschenke Dich nicht an jemanden, der es nicht zu würdigen weiß! Und verrate Dich nicht selbst!

Liebe Grüße

Marcus
 
Hallo M.

als ich Deine "Geschichte" gelesen habe, hatte ich das Gefühl ich schaue in einen Spiegel. Bis auf ein paar kleine Unterschiede erlebe ich gerade sehr ähnliches in meiner Beziehung wie Du. Auch die Selbstvorwürfe (es liegt an mir und ich bin nicht "gut genug" für Ihn kenne ich gut)

Ich bin in meiner Situation mittlerweile zu dem "Ergebniss" gekommen, dass ich viel über mich selbst nachdenken muß. (was will ich?, wieviel Kompromisse kann ich eingehen ohne mich selbst zu verlieren?, liebe ich Ihn?) Eigendlich das, was Dir bereits 2 andere Menschen geschrieben haben.
Ich glaube erst wenn man sich selbst diese Fragen erlich beantworten kann, ist die Möglichkeit gegeben etwas an seiner Situation oder Beziehung zu verändern.

Ich wünsch Dir viel Kraft,
mitfühlenden Gruss
Sunflower
 
Danke für die Antworten 🙂

Manchmal ist es nicht so einfach. Immerhin weiss ich was ich nicht will. Fehler haben wir beide gemacht und Schuldzuweisungen haben in meinen Augen wenig Sinn. Und um auf "J." einzugehen - JA, wir hatten viele glückliche Zeiten.
Wir haben in den 3 Jahren viele Dinge gemeinsam "überstanden".
Beruflichen Stress, Krankheit... usw. ABER - wir haben auch viel gemeinsam gelacht und hatten gemeinsame Träume.

Ich kann und möchte nicht behaupten, dass mir mein Freund in all der Zeit nichts gegeben hat. Er hat mir lange Zeit das Gefühl gegeben, ich sei der wichtigeste Mensch für ihn. Bevor ich ihn kennengelernt habe, habe ich nicht mehr an die Liebe, Treue, Geborgenheit geglaubt. Gebrannte Kinder eben. Aber er war so unermüdlich und hat nie aufgegeben. Wir hatten die gleichen Werte - vielleicht ist es jetzt deswegen so schmerzhaft. Ich war mir seiner wohl viel zu sicher. Ich hätte nie gedacht, dass sich seine Gefühle zu mir so "ändern" könnten.

Ich war schon immer eher der emotionale Mensch und er ist ein Kopfmensch. Reden kann er nicht sehr gut - er macht die Dinge mit sich aus und dann steht man vor fast vollendeten Tatsachen. Das war eigentlich immer unser größtes Problem. Ich rede viel - er nicht 🙂 Man muss nicht über alle Dinge reden, das sehe ich genauso, aber eben über wichtige Dinge. Und manchmal sind Gesten und ein Lächeln auch mehr wert als Worte.

Leider bin ich ein sehr ungeduldiger Mensch. Abwarten fällt mir schwer. Das wird wohl meine Prüfung 🙂 Ich weiss nicht, ob er sich wirklich eine andere Frau suchen wollte. Er meinte, dass er nur mal Selbstbestätigung gebraucht hatte - er hätte sich sowieso mit keiner getroffen. (Naja - das ist mir eigentlich auch egal) Er dachte wohl, dass ich mich von ihm trennen werde, weil ich mich so von ihm distanziert hatte. Wir haben ja wochenlang wie WG-Bewohner nebeneinander gelebt. Er war ausgepowert von seinem Job und wollte am Abend erst einmal eine Stunde seine Ruhe haben. Ich habe viele Dinge getan, um ihm das Leben zu erleichtern. Er hat nie von mir verlangt, dass ich das mache und trotzdem habe ich ihn oft vorwurfsvoll angesehen, wenn ich nach der Arbeit mal wieder am Herd stand und er sich "faul" an den Tisch gesetzt hat.

Allerdings sehe ich die Fehler nicht nur bei mir. Auch wenn der Job noch so stressig ist, man muss sich um seinen Partner kümmern. Die Beziehung - Familie oder Freunde sollten immer an erster Stelle stehen. Hätte er mich nicht immer ignoriert oder als selbstverständlich betrachtet, hätte ich mich nicht von ihm zurückgezogen. Immer nur geben ist eben auf Dauer keine Basis.

Als das erste Trennungsgespräch kam, wußte ich nicht was ich machen sollte. Will ich bei ihm bleiben, weil es bequem ist, weil es Gewohnheit ist, aus Angst vor dem Alleinsein??? Inzwischen weiss ich das ziemlich genau. Ich liebe ihn wirklich und will ihn, weil er eben er ist. Nur bedingungslos werde ich ihn eben nicht mehr nehmen. Keiner sollte sich für jemand anderen "verkaufen" - da kann ich Euch nur Recht geben 🙂

Ich finde es irgendwie erschreckend, dass so viele Menschen in dieser Situation stecken. Ist die Partnerschaft/Liebe auch ein Opfer unserer Wegwerfgesellschaft geworden? Haben sich die Menschen früher mehr Mühe gegeben, oder waren sie so dumm, dass sie zusammengeblieben sind, obwohl es nicht mehr passte. Meine Eltern haben nach 3 Monaten geheiratet und sind jetzt nach über 30 Jahren Ehe noch glücklich. Sicherlich gab es auch manchmal Schwierigkeiten, aber sie haben gekämpft.

Liebe Grüsse
M.
 
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