Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ein "guter Mensch" am Höllentor

  • Starter*in Starter*in Gast....Na so was
  • Datum Start Datum Start
G

Gast....Na so was

Gast
Ein "guter Mensch" am Höllentor (Autor: Pedro Calderón de la Barca 1600 bis 1681 n. Christus)

Die Hölle war total überfüllt, und noch immer stand eine lange Schlange am Eingang. Schließlich mußte sich der Teufel selbst herausbegeben, um die Leute fortzuschicken. "Bei mir ist nur noch ein einziger Platz frei", sagte er, "den muß der größte Sünder bekommen."


Der Teufel hörte sich die Verfehlungen der einzelnen an. Aber was auch immer sie ihm erzählten, nichts schien ihm schrecklich genug, als daß er dafür den letzten Platz in der Hölle hergeben mochte. Doch da stand noch ein Mann ganz für sich allein, den er noch nicht befragt hatte. , "Was haben Sie denn getan?" fragte ihn der Teufel. "Nichts", sagte der Mann, "ich bin ein guter Mensch und nur aus Versehen hier. "
"Aber Sie müssen doch etwas getan haben", sagte der Teufel, "jeder Mensch stellt etwas an."


"Ich sah es wohl", sagte der "gute Mensch", "aber ich hielt mich davon fern. Ich sah, wie Menschen ihre Mitmenschen verfolgten, aber ich beteiligte mich niemals daran. Sie haben Kinder hungern lassen und in die Sklaverei verkauft; sie haben auf den Schwachen herumgetrampelt. Überall um mich herum haben Menschen Übeltaten jeder Art begangen. Ich allein widerstand der Versuchung und tat nichts."
"Absolut nichts?" fragte der Teufel ungläubig, "sind Sie sich völlig sicher, daß Sie das alles mitangesehen haben?"
"Vor meiner eigenen Tür", sagt der "gute Mensch".

"Und nichts haben Sie getan?" wiederholte der Teufel. "Nein! " "Komm herein, mein Sohn, der Platz gehört dir! "
 
Das gibt mir sehr zu denken Gast. Danke für den Beitrag! Das sollten wir bedenken, dass nicht nur böse Dinge Sünde sind, sondern auch zu sehen, wie man jemanden helfen kann und man tut es nicht, ist Sünde.





Liebe Grüsse
Lena
 
Also als ich die Headline hier las, dachte ich auch an einen Witz.

Mir fiel dazu ein:

Ein "guter Mensch" am Höllentor
sagt: "Ich komme nach Dir, geh´Du vor."

freundlich grinsend:
Landkaffee
 
mir gibt das auch sehr zu denken.
ich gerate da in einen Zwiespalt zwischen "helfen wollen" und

a) Tropfen auf den heißen Stein
b) kommt meine Hilfe überhaupt dort an, wo es hinsoll (wohlwissend, dass diejenigen, die das Geld dorthinbringen wollen/sollen, auch Geld verdienen müssen)
c) verschiedentliche Skandale, wo herauskam, dass diese Spendengelder veruntreut wurden
und d)
wo fange ich an zu helfen? was mich dann wieder zu Punkt a) bringt....

so oder so ähnlich geht es bestimmt vielen. das ist wirklich verzwickt.
und man kann niemandem verübeln, wenn man sein Geld nicht zum Fenster rauswerfen will.


allerdings wäre das wohl anders, wenn das ganze wie in dem Witz "vor meiner eigenen Tür" passieren würde.
wer "vor meiner eigenen Tür" metaphorisch auslegt, für den ist das natürlich kein Argument.


Skynd
 
Es muß doch beim helfen gar nicht immer um Geld gehen. Es gibt ständig so viele Situationen, wo man vor die Entscheidung gestellt ist helfe ich, oder stelle ich die Ohren auf Durchzug, weil es der einfachere Weg ist und ich lieber etwas tun will wozu ich gerade Lust habe.
Damit meine ich jetzt nicht,das man immer und zu jeder Zeit jedem helfen muß. Aber das man offenen Augen und Ohren hat und nicht an dem Menschen vorbei geht wo man helfen sollte.Ich glaube das spürt jeder selber wann er da angesprochen ist.



LG
Lena
 

Anzeige (6)

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben