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Eilige Entscheidung nötig: Tagesklinik und/oder RPK?

LowL1fe

Mitglied
Hallo,
ich stecke in einer sehr kniffligen Situation, zerbreche mir endlos den Kopf und benötige Unterstützung bei einer kurzfristigen Entscheidung, die ich momentan nicht bewältigen kann.

Da es sehr schnell gehen muss, geh ich nur ganz kurz auf meinen Hintergrund ein. Ich leide schon seit meiner Kindheit unter verschiedenen psychischen Problemen: selbstunsichere Persönlichkeitsstörung, Depressionen, Sozialphobie, Zwanghaftigkeitssymptome, diverse psychosomatische Schmerzen, Denk- und Gedächtnisstörungen. Mein Studium musste ich aufgrund dieser Belastungen nach langjähriger Quälerei endgültig abbrechen. Inzwischen bin ich erwerbslos und auf Grundsicherung angewiesen – derzeit mit Krankenschein, doch ich befürchte, dass mir nach der Krankschreibung von den Behörden gleich wieder fragwürdige Maßnahmen oder unzumutbare Stellenangebote aufgedrückt würden. Das ist nur ein Grund, weswegen ich schnell da raus will. Aber an einen selbstständigen Broterwerb und gesellschaftliche Teilhabe ist derzeit nicht zu denken, ich bin wieder bzw. immer noch an einem existentiellen Tiefpunkt.

Die eigentliche Frage ist, ob eine tagesklinische Behandlung in meiner Situation zu empfehlen ist. Um diesen Sommer noch einen Platz dort zu kriegen, müsste ich mich möglichst schnell melden. Gleichzeitig will ich spätestens bis zum Herbst endlich aus meinem Wohnort wegziehen und in die Nähe meines einzigen regelmäßigen Sozialkontakts, mehr als 100km weiter. Ich bin hier total vereinsamt, überfordert, frustriert und die Wohnsituation belastet mich zusätzlich, erinnert mich an viel Negatives, bedeutet Stillstand für mich. Außerdem war mein ursprünglicher Gedanke, der für mich immer noch Vorrang hat, dass ich nach dem Umzug eine RPK, also seelisch-berufliche Reha machen würde. Ohne einen regionalen Wohnsitz kann ich da nämlich vorher gar nicht aufgenommen werden, aber das ist sowieso alles riskant und steht auf ganz wackligen Beinen…

Ich war schon mal stationär in einer Klinik und habe mehrere Jahre ambulante Verhaltenstherapie mitgemacht, beides hat mir praktisch so gut wie gar nicht weitergeholfen. Und die Tagesklinik soll bezüglich der therapeutischen Maßnahmen sehr ähnlich aufgebaut sein… allerdings meinte mein Arzt, dass es dort Sozialarbeiter gäbe, die einen beraten können, was die weitere Zukunftsplanung anginge (das wär mein Hauptanliegen).

Angenommen ich gehe demnächst zur Tagesklinik, stelle aber nach kurzer Zeit fest, dass mir die Behandlung nichts bringt und breche es wieder ab – könnte es sein, dass die Krankenversicherung oder ein anderer Kostenträger mir dann die RPK später eher verweigern könnte? Ist es überhaupt sinnvoll vor der RPK (falls ich sie denn genehmigt bekommen sollte) in die Tagesklinik zu gehen oder sollte ich es ganz sein lassen?

Wäre sehr dankbar für Einschätzungen und ehrlich gemeinte Hilfe,

(ist leider etwas lang geworden)

Danke und viele Grüße!
 
Danke für die schnelle Antwort.
Für deine Situation gibt es eben nur eine mehr oder weniger sinnvolle Vorgehensweise und die wird dir in der Verhaltenstherapie bereits erläutert worden sein. Andere Maßnahmen werden immer in die gleiche Richtung gehen.

Weitere stützende Maßnahmen wie beispielsweise durch Sozialarbeiter werden auch nur auf dieser essentiellen Vorgehensweise basieren.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich dich richtig verstehe; auf mich klingt das recht abstrakt. "Essentielle Vorgehensweise" bezieht sich genau auf welche Ebene? Wie kommst du zu der Gewissheit, dass mir diese "richtige" Vorgehensweise bereits erläutert worden sein soll?

Fakt ist: Du musst trotz deiner Einschränkungen arbeiten gehen. Nur so kannst du diese Einschränkungen überwinden. Dabei ist es nebensächlich welcher Tätigkeit du nachgehst. Solange du körperlich und geistig (nicht seelisch!) dazu in der Lage bist, die Tätigkeit auszuführen, ist sie die richtige.

Hm, es tut mir leid, auch hiermit weiß ich nicht viel anzufangen.

Also ich versuche das erst einmal zu übersetzen. Deiner Antwort habe ich entnommen, dass du meinst, sowohl Tagesklinik als auch RPK würden aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen bei mir sowie nichts bringen, da sich die Methoden, der Aufbau usw. weitgehend gleichen würden. Und die von dir oben beschriebene "einzige" sinnvolle Maßnahme entspricht dem Inhalt deines zuletzt geäußerten Vorschlags?

Wenn ich mit dieser Interpretation falsch liegen sollte, dann kläre mich bitte auf.
 



Hallo LOWL1fe;

Ich muss nochmal nach Fragen.

Hast du eine Erwerbsminderung ?..weil du schon bei der Grundsicherung bist?
Wurde ein Gutachten beim medizinischen Dienst,von der Rentenversicherung oder vom Jobcenter gestellt?
So wie du das darstellst ,hast du auf Grund deiner Problem,eine seelische Be-hinderung.

An Arbeiten ist nicht zu denken,weil es oft triggert und alles noch schlimmer macht und du Z.zt gänzlich andere Sorgen hast um eine geregelten Arbeitstag nach zu gehen.,

allerdings meinte mein Arzt, dass es dort Sozialarbeiter gäbe, die einen beraten können, was die weitere Zukunftsplanung anginge (das wär mein Hauptanliegen)

RICHTIG :

-Tagesstätte.. (denke das Hilft dir nicht)
-Tagesklinik (wenn du Alltag/Rhythmus/Struktur und Gespräche/Menschen brauchst)
+ambulante Betreuung = Hilfe-Plan-Erstellung mit Sozial Pädagogen und Klinik/Ärzte suche.

Dies bezüglich und auf Grund deiner unglücklichen Wohnsituation würde ich dir zur "ambulanten Betreuung" raten.
Da sind Sozial-Pädagogen die alles dafür tun,das du deine Ressourcen ausschöpfen kannst und deinen Weg/Klinik/Wohnsituation/Arbeit/Finanzen usw Ordnen und Vorbereiten kannst,für die eigentliche Therapie/Klinik.

Eine Tagesklinik gibt Dir Struktur und hat auch Therapeutische Gespräche,aber das nur nebenbei und wird dir nicht wohl genug Helfen.Du könntest aber auch beides beantragen.

Eine ambulante Betreuung vom "Sozialmedizinischen Dienst"/deine Region - Träger: "Der Landesverein".
Kommen zu dir und erstellen mit Dir zusammen entsprechend einen Hilfe-Plan.
Punkt für Punkt.
Das Wichtige/Gute ist,.. hinzu wird ein neues Gutachten erstellt um dann zu sehen,mit WELCHER Therapie/Klinik man dir wirklich weiter Helfen kann.
Auch könntet ihr eine "Erwerbsminderung"beantragen über deinen Rententräger,bis du wieder auf den Beinen bist,damit du die Ruhe/Sicherheit hast.

Ein Anruf und deine Probleme kurz Schildern,und sagen du dringend Hilfe brauchst,alles weiter hörst du dann.

Die Kosten für die Hilfestellungen werden beim Träger beantragt,das machen Sie aber alles für Dich,..erstmal für ein halbes Jahr.
Durch deinen Umzug passt das gut,und Sie werden eine weiterführende Hilfe suchen im neuen Wohnort,damit du dort in die Klinik/Therapie kannst.
In ALLEM aber ist die Arbeit/Umdenken an Dir selbst,aufgrund deiner Kindheitlichen Erfahrungen, Wichtig. Sei offen und lass Dich führen und lerne neue Möglichkeiten um all das zu tragen was dich so seelisch Belastet.Dafür sind Therapien da.^^

Also Hilfe Planung /Umsetzung und ein "Gutachten".
Beim Gutachter: DORT kannst du dein seelisches Leid ausführlich und in Ruhe erzählen,du wirst auch gefragt werden.Antworte ehrlich,offen und mit deinen Gefühlen,dann machst du nix verkehrt..damit auch evtl Doppel Diagnosen erkannt werden können.
Daraufhin wird nach einer gezielten Klinik/Therapie gesucht, an die du mit arbeitest und lernen kannst,es zu tragen,damit Vergangenes/Blockaden und Verletzungen sich positiv auflösen können.Das braucht natürlich auch viel Zeit und Geduld deinerseits.


Also toi toi toi
 
Zuletzt bearbeitet:
Diejenige Vorgehensweise, die dir höchstwahrscheinlich bereits in Therapien nahegelegt wurde, ist essentiell die weitgehend alternativlose Lösung deines Problems.

Absolute Gewissheit habe ich nicht, aber eine starke Vermutung, weil ich weiß, wie Therapeuten in der Regel in einer solchen Situation verfahren. Die Basis hierfür ist eine Mischung aus persönlicher Erfahrung und Erfahrungsberichten anderer.

Ich ändere an dieser Stelle mal die Reihenfolge:



Ja, die einzig sinnvolle Maßnahme entspricht der von mir hier erwähnten:



---



Ja und nein: Sie werden dir nichts bringen, wenn du die oben erwähnte Vorgehensweise nicht annehmen solltest. Ich vermute, wie bereits erwähnt, dass du genau das in der Vergangenheit nicht getan hast und die Verhaltenstherapien daher unerfolgreich blieben.

Die Tagesklinik kann dir aber womöglich dabei helfen diese Maßnahme, die du bereits in der Verhaltentherapie hättest lernen sollen, doch durchzuführen.

Meine Beiträge sollen keine Demotivation hervorrufen, sondern lediglich darauf hinweisen, dass keine Behandlungsform ein Wundermittel darstellt und in deinem Szenario die Behandlungsmöglichkeiten alle sehr ähnlich sind. Diese Erkenntnis ist in meinen Augen wichtig, um einer möglichen Enttäuschung vorzubeugen.


Okay, verstehe... danke für die Aufklärung. Wenn du schreibst, dass du da auf von einer gewissen Erfahrungsbasis ausgehen kannst, glaube ich dir das und ich bin ehrlich dankbar dafür, dass du das Wissen teilst!
Ich bin aber dennoch extrem skeptisch.

Aus folgenden Gründen: 1.) Es kommt mir ehrlich gesagt ziemlich schematisch, stark heruntergebrochen vor. 2.) Es betrifft meine konkreten Fragen, glaube ich, nur indirekt 3.) Die empirisch zugängliche „Wirklichkeit“ meiner Erfahrung widerlegt die Vorgehensweise

Ich kann hier wie gesagt nicht bis ins Detail auf jede Einzelheit meiner Entwicklung und meiner Lebenssituation eingehen (wird vielleicht auch nicht nötig sein), aber worauf ich hinaus will, ist, dass doch jeder Fall sehr individuelle Facetten hat, die Problemkonstellationen stark voneinander abweichen können, genauso die existenzbezogenen Rahmenbedingungen, gemachten Erfahrungen usw. Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass man da beliebig alle einfach in einen Topf schmeißen kann. Aber das ist gar nicht mal unbedingt der springende Punkt.

Um doch mal konkreter zu werden: Von der essentiellen Vorgehensweise ist mir bei meinem Umgang mit Psychotherapeuten, Psychiatern, Pädagogen, wohlmeinenden Gruppentherapiemitmenschen oder sonstigen „Fachpersonen“ nie berichtet worden. Ich bin mir nicht mal besonders sicher, ob ich überhaupt ein essentielles Problem habe oder nicht doch viele verschiedene, die kompliziert miteinander zusammenhängen. Dazu kommt, dass ich den allermeisten Fällen anscheinend nicht einmal verstanden worden bin, obwohl man ja zumindest theoretisches Lehrbuchwissen erwarten durfte (ob die Zuständigen es vllt. einfach nicht erkennen, wenn sie mal im echten Leben damit konfrontiert sind?)

Ich habe einige ambulante Therapeuten „ausprobiert“. Viele waren schlicht überfordert und konnten mit Menschen sogar noch wesentlich schlechter umgehen als ich (was bemerkenswert ist) oder hatten krasse Wartelisten. Da die therapeutische Versorgung in Deutschland nun mal sehr mau ist, habe ich aus praktischen Gründen dann schließlich den Therapeuten akzeptiert, der auf menschlicher Ebene vertrauensvoll wirkte und eine akzeptable Wartezeit hatte. Das habe ich mit der einen oder anderen Unterbrechung vier Jahre lang gemacht und in dieser Zeit sind verschiedenste Dinge unternommen und vorgeschlagen worden… von simplen Verhaltensprotokollen über endlose Vergangenheitsaufarbeitungen bis hin zu Imaginationsübungen und traumatologischen Verfahren. Teilweise widersprachen sich die Vorschläge und Aussagen auch direkt. Der Therapeut war zwar engagiert, wirkte aber fachlich zunehmend aufgeschmissen und ratlos, wie ich selber.

Die Klinik empfand ich als unpersönlich, als würden nur Termine abgearbeitet, eine geölter Apparat ohne Konzept für das Individuum. Diese Institutionen sind nun mal Wirtschaftsunternehmen und das merkte ich als Patient auch leider schnell. Der Stationspsychiater hat scheinbar über mehrere Wochen meines Aufenthalts hauptsächlich versucht herauszufinden, ob ich autistisch sein könnte, was ich dann am Ende erfuhr (Befund fiel aber negativ aus). Übrigens: Der zuständige Einzeltherapeut wusste nicht, wie er helfen könne und sah sich daher gezwungen mir die ganze Zeit zu erzählen, dass ein Therapeut eben keine Wunder vollbringen oder Patentlösungen anbieten kann. Ich solle auf das Prinzip der Hoffnung setzen.

Zur Info: Ich bin früher zur Schule gegangen, habe dann eine Ausbildung gemacht, anschließend studiert, dabei irgendwann nach Unterbrechungen auch dieses furchtbare Pflichtpraktikum hinter mich gebracht. All das habe ich trotz zahlreicher Beeinträchtigungen und Hürden unternommen, die mich seelisch noch kaputter gemacht haben als ich es vorher war. Mit der Zeit wurde alles immer schlimmer, deswegen musste ich das Studium ja letztlich auch abbrechen. Es ist wirklich komplett unlogisch, dass ich bei den gleichen Dingen in nahezu vergleichbarer psychophysischer Verfassung (vllt. sogar schlechter) plötzlich genau da ein „heilender“ Effekt einstellen soll, wo ich bislang sonst unglaublich gelitten habe.

Ich habe nicht geschrieben, dass ich niemals unter keinen Umständen in diesem Leben „arbeiten gehen“ würde, aber ein unbestreitbarer Fakt ist auch, dass ich nach heutigem Stand erwerbsarbeitsunfähig bin (meine Vita ist ja sowieso schon versaut…) und es mir nicht guttäte...

RPK/Klinik bedeutet nicht das Gegenteil von Arbeiten. RPK verspricht zumindest auf dem Papier, dass ich da langsam ans Arbeiten herangeführt werden soll und individuell angepasste psychische Unterstützung bekäme.

Und Arbeiten ist beiweitem nicht die einzige Baustelle. Auf anderen sieht es ebenfalls schlimm aus.

Vielleicht wolltest du mir einfach nur mitteilen, dass ich mir von der psychischen Unterstützung in der RPK nichts anderes erhoffen soll als das, was ich bereits kenne?

Mein Beitrag ist jetzt wieder ziemlich lang geworden, sorry dafür. 😉
 
Ah.. Ich sehe gerade..LowL;


Antwort: RPK ! aber erstmal nur ambulant,alles andere wäre zu Früh.Stationär könntest du nach deinen Umzug gehen,es sei denn es ist Akut bei dir.

Da brauch man dir ja nicht viel Erzählen^^Du hast doch schon einige Erfahrungen,aber hört sich alles tatsächlich ein bisschen nach Schema F an, ab durch die Tretmühle und durch ..:-(

Ich würde für deinen jetzigen Stand der Dinge zur Unterstützung den "medizinischen Dienst/ambulante Betreuung" beantragen.Verlieren kannst du doch nix .
Es sind Sozial-Pädagogen die andere offene Wege haben,an die man selber gar nicht ran kommt..und gibt dir Halt deine Dinge und Alltagsprobleme zu Regeln,es kommt ja einiges zusammen..und,.. zieht deine seelische Not/Entwicklung nochmal durch einen Gutachter vom Kreis, ins neues Licht der gewesene Erkenntnisse.

Ich selber habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht.
 
Zuletzt bearbeitet:

[FONT=&quot]Hallo LOWL1fe;[/FONT]

[FONT=&quot]Ich muss nochmal nach Fragen.[/FONT]

[FONT=&quot]Hast du eine Erwerbsminderung ?..weil du schon bei der Grundsicherung bist?[/FONT]
[FONT=&quot]Wurde ein Gutachten beim medizinischen Dienst,von der Rentenversicherung oder vom Jobcenter gestellt?[/FONT]
[FONT=&quot]So wie du das darstellst ,hast du auf Grund deiner Problem,eine seelische Be-hinderung.[/FONT]

[FONT=&quot]An Arbeiten ist nicht zu denken,weil es oft triggert und alles noch schlimmer macht und du Z.zt gänzlich andere Sorgen hast um eine geregelten Arbeitstag nach zu gehe.,
[/FONT]

Vielen Dank Schokoschnute,

ich habe keine off. Erwerbsminderung, ich bin "gewöhnlicher" H4-Empfänger. Über ein Gutachten ist mir zumindest nichts bekannt. Ich habe in den Formularen vom Jobcenter und bei persönlichen Termimen meine psychische Krankheit und meine Reha-Pläne aber angegeben. Dazu habe ich noch ein psychologisches Attest und einen Krankenschein eingereicht. Mein Psychologe hat mir allerdings nahegelegt über einen Schwerbehindertenausweis nachzudenken. Aber ich habe nach einer kurzen Abwägung entschieden, meine Energie erst mal in andere Dinge zu stecken. War das vielleicht die falsche Entscheidung?

Was würde so ein Gutachten oder eine Erwerbsminderung für mich bedeuten?


[FONT=&quot]RICHTIG :[/FONT]

[FONT=&quot]-Tagesstätte.. (denke das Hilft dir nicht)[/FONT]
[FONT=&quot]-Tagesklinik (nur wenn du alleine nicht deinen Alltags Leben kannst und Gespräche brauchst)[/FONT]
[FONT=&quot]-ambulante Betreuung = Hilfe-Plan-Erstellung zusammen mit Sozial Pädagogen und Klinik suche.[/FONT]

[FONT=&quot]Dies bezüglich und auf Grund deiner unglücklichen Wohnsituation würde ich dir zur "ambulanten Betreuung" raten.[/FONT]
[FONT=&quot]Da sind Sozial-Pädagogen die alles dafür tun,das du deine Ressourcen ausschöpfen kannst und deinen Weg/Klinik/Wohnsituation/Arbeit/Finanzen usw Ordnen und Vorbereiten kannst,für die eigentliche Therapie/Klinik.[/FONT]

[FONT=&quot]Eine Tagesklinik gibt Dir Struktur und hat auch Therapeutische Gespräche,aber das nur nebenbei und wird dir nicht wohl genug Helfen.Du könntest aber auch beides beantragen.[/FONT]

[FONT=&quot]Eine ambulante Betreuung vom "Sozialmedizinischen Dienst"/deine Region - Träger: "Der Landesverein".[/FONT]
[FONT=&quot]Kommen zu dir und erstellen mit Dir zusammen entsprechend einen Hilfe-Plan.[/FONT]
[FONT=&quot]Punkt für Punkt.[/FONT]
[FONT=&quot]Das Wichtige/Gute ist,.. hinzu wird ein neues Gutachten erstellt um dann zu sehen,mit WELCHER Therapie/Klinik man dir wirklich weiter Helfen kann.[/FONT]
[FONT=&quot]Auch könntet ihr eine "Erwerbsminderung"beantragen über deinen Rententräger,bis du wieder auf den Beinen bist,damit du die Ruhe/Sicherheit hast.[/FONT]

[FONT=&quot]Ein Anruf und deine Probleme kurz Schildern,und sagen du dringend Hilfe brauchst,alles weiter hörst du dann.[/FONT]

[FONT=&quot]Die Kosten für die Hilfestellungen werden beim Träger beantragt,das machen Sie aber alles für Dich,..erstmal für ein halbes Jahr.[/FONT]
[FONT=&quot]Durch deinen Umzug passt das gut,und Sie werden eine weiterführende Hilfe suchen im neuen Wohnort,damit du dort in die Klinik/Therapie kannst.[/FONT]
[FONT=&quot]In ALLEM aber ist die Arbeit/Umdenken an Dir selbst,aufgrund deiner Kindheitlichen Erfahrungen, Wichtig. Sei offen und lass Dich führen und lerne neue Möglichkeiten um all das zu tragen was dich so seelisch Belastet.Dafür sind Therapien da.^^[/FONT]

[FONT=&quot]Also Hilfe Planung /Umsetzung und ein "Gutachten". [/FONT]
[FONT=&quot]Beim Gutachter: DORT kannst du dein seelisches Leid ausführlich und in Ruhe erzählen,du wirst auch gefragt werden.Antworte ehrlich,offen und mit deinen Gefühlen,dann machst du nix verkehrt..Daraufhin wird nach einer gezielten Klinik/Therapie gesucht, an die du mit arbeitest und lernen kannst,es zu tragen,damit Vergangenes/Blockaden und Verletzungen sich positiv auflösen können.Das braucht natürlich auch viel Zeit und Geduld deinerseits.[/FONT]


[FONT=&quot]Also toi toi toi[/FONT]
Nochmals danke für die Erklärungen und den Überblick! Sehr nett von dir. 🙂


Ist ambulante Betreuung das Gleiche wie Betreutes Wohnen? Darüber habe ich mal nachgedacht, aber letztlich doch vor zurückgeschreckt, weil ich ja mit dem Haushalt usw. grundsätzlich schon klarkomme (ich verhungere nicht, kann Ordnung halten… bzw. ich habe zwanghaften Ordnungswahn!), darüber hinaus klarzukommen ist allerdings problematisch. Mir wär es auch unangenehm wenn die in meine Wohnung kommen! Ich würde eigentlich lieber irgendwo nach außerhalb gehen, um mir helfen zu lassen 😱
 
Ok^^

Ich fange mal mit der letzen Frage an.

In der Regel kommen Sie zu Dir nach hause um dich zu erleichtern,es aber geht auch erstmal wo anders.
Wenn du Vertrauen hast,kannst es dir ja Überlegen.Sie machen es lieber in deiner persönlichen Umgebung.
Ich habe genau die selber Skeptik gehabt.Ich wollte keinen mehr rein gelassen^^

Es geht nicht um deine Wohnung,WIE du lebst,es wird nicht Zensiert,ob Ordentlich oder unordentlich.Ich denke Sie haben auch schon viel gesehen /Erlebt,da brauchst dir echt keine Sorgen machen.
Das könntet ihr aber Absprechen.Erzähle offen von deinen Zwängen/Problemen.
Sie nehmen so gut es geht natürlich Rücksicht.Aber ambulant heißt eben Zuhause.
Keine Angst.Es passiert nix was du nicht willst.

Auch das du eine Erwerbsminderung beantragst bei deiner Rentenversicherung.Das ist ein Wichtiger Schritt.
Wenn du nicht mehr Krank geschrieben wirst,würde wohl von Jobcenter dieser Antrag als nächstes folgen.
Gutachten von Jobcenter sind immer schwieriger.
Deswegen wäre es Gut es selbst zu beantragen,dafür wäre der Sozial-Pädagoge/in gut.
Es ist 1 Person die Dich Betreut.
Auch fahren Sie dich dort hin,oder zu anderen wichtigen-Termine/Ärtze.
Schreiben für Dich Anträge usw.und begleiten Dich in deiner Problem Lösung.
Nicht Therapeutisch ,sondern "Sozial"mit der Hilfe zur geeigneten Therapie.Du kannst Ihnen Vertrauen.

Also ein Gutachten ist Wichtig und danach oder Zeitgleich einen Erwerbsminderung-Antrag,der Dir eine Pause verschafft,bzgl des Jobcenter..weil Arbeitsdruck und Vorschläge jetzt zu Groß sind.
Vorang hat deine Gesundheit.
Es gibt 3 verscheiden Erwerbsminderungen,wenn du eine bekommen solltest,darüber kannst du Googlen.
Sowie Du auch einen Schwerbehinderten Ausweis beantragen kannst/solltest.Du hast dadurch Schutz und Erleichterungen beim Arbeitgeber und Vorteile für Dich,dadurch das du es schwerer hast.
All das wissen eben auch die Sozial Pädagogen.Schreibe dir die Dinge auf,damit du es nicht vergisst.

-Gutachten bei der Rentenkasse,von Dir.
-Erwerbsminderung...

-Schwerbehinderten Antrag.
Den kannst du erst machen ,wenn deine Gutachten erstellt und ärztliche Befunde da sind.Dafür der Hilfe Plan.
Alles 3 muss in Kopie zum Jobcenter,wenn es da ist.

Ambulant,heißt von Zuhause aus Betreut.
Betreutes Wohnen ist das selbe,nur eben in einer Wohngemeinschaft wohnend Betreut.
Da du Zuhause aber noch gut zurecht kommst,brauchst du das nicht.
Alles ist auf Freiwilligen Basis und wird besprochen,keine Angst.
Das Gutachten ist so Wichtig,damit man eben nicht von hier nach dort verschiebt und jeder etwas anders sagt.-

All diese Fragen und Möglichkeiten,wird dir deine ambulante Betreuung aber besser Erklären können^^
Mach doch einfach mal ein Beratungsgespräch und Google vorweg.

Es gibt auch "die Brücke",die ambulant Betreut.Schau mal was in in deiner Region/Kreis gibt.
Die Brücke läuft über den "
Sozial-medizinische Dienst" .Tagesklinik/Tagesstätte und ambulante Betreuung und der Träger ist der Landesverein in deinem Kreis.Die RPK hat aber im Grunde genau die selbe Arbeit/Hilfen.Es kommt drauf an wo du Z.zt wohnst.
Sie haben gute Ärzte/Möglichkeiten und arbeiten ziemlich genau.

Das war nun bei mir lang^^
 
Zuletzt bearbeitet:
Ok, also über ein mögliches Gutachten, Betreuungsangebote und das Thema Erwerbsminderung werde ich mich dann noch mal informieren.

Unabhängig davon habe ich die Möglichkeit eines Tagesklinikaufenthalts immer noch nicht ganz aus dem Kopf geschlagen, selbst wenn ich mir nicht allzu viel davon verspreche. Wenn es mir nicht passen sollte, kann ich mich bei der Aufnahme (oder später) immer noch anders entscheiden.

Kann jemand etwas dazu sagen, wie das denn mit der Kostenübernahme bzw. der Krankenkasse aussähe?
Tagesklinik liefe ja über die KV, ich setze aber meine mikroskopischen Hoffnungen in eine RPK. Was ich auf jeden Fall verhindern möchte, ist, dass ich nachher keine Reha genehmigt bekomme, weil ich vorher in der Tagesklinik die Behandlung früher abgebrochen gehabt hätte oder so - versteht, ihr was ich meine?
Kennt sich jemand damit aus?
 

(..ich schon wieder^^)

Tagesklinik PLUS ambulante Betreuung,z.b der"Sozial-medizinischer Dienst""RPK" "Die Brücke".. kannst du beides zur Hilfe beantragen und Sie kümmern sich letztendlich auch um die Kosten und Bewilligungen.Sie stellen für Dich den Antrag für die Klinik an deine Krankenkasse,wenn es soweit ist.
Erstmal muss man ja schauen was Du brauchst durch das medizinisch/Psychologische Gutachten. (vom Landrat)

Der Träger von der Tagesklinik und amb. Betreuung,also die Kosten dafür ,werden vom
"Landesverein/Stadt/Land/Kreis",..getragen/Bewilligt und nicht von deiner Krankenkasse
.
Dafür musst du aber auch vorher den Hilfe Plan für ein halbes Jahr/Jahr Unterschreiben ,damit die Kosten für den Hilfe Plan als erstes vom Träger Bewilligt wird.
Dann folgt ein nach dem anderen.

Aber nochmal,PLUS die ambulante Betreuung damit du genau diese Sorgen nicht hast.

DAS ist für die Krankenkasse OK..auch mehrere Folge Kliniken. Wenn du aber Privat immer wieder alleine neue Kliniken oder Tageskliniken beantragst und teilweise ab brichst,ist es natürlich viel Schwieriger und Sie Blocken.,..So sehen Sie aber,das du über den Hilfeplan,(+Gutachten) Fachlich auch sozial Betreuung bist.
Verstehst Du ?^^
Da ist deine RPK nicht verkehrt,weil Sie auch genau dieses Paket haben.

 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin letztens zum örtlichen Verein gegangen, um mich bzgl. Betreuung und ähnlicher Angebote beraten zu lassen. Tatsächlich könnte ich ambulante Betreuung auch außerhalb meiner Wohnung wahrnehmen, das sei kein Ausschlusskriterium. Allerdings bin ich für meinen eigenes Vorhaben wohl leider zu spät dran, da die Beantragung/Bewilligung für die Betreuung noch ein paar Wochen dauern würde und nächsten Monat schon der Klinikplatz bereit steht. Der Berater meinte, dass der Sozialdienst der Klinik quasi diese Aufgaben genauso übernehmen würde. Deswegen habe ich jetzt eigenständig, aber in Abstimmung mit dem Jobcenter die Aufnahme in die Tagesklinik beantragt. Das bedeutet, ich habe jetzt einen Monat, in dem ich mehr oder weniger noch auf mich allein gestellt bin, bevor es zur Tagesklinik geht. Gerade in dieser wichtigen Zeit bis dahin hätte ich Betreuung oder ähnliche Hilfe natürlich sehr gut gebrauchen können, aber das lässt sich leider jetzt nicht ändern... so oder so ist es dafür zu spät :/

Stellt sich mir noch die Frage, ob ich in der Zwischenzeit jetzt erneut eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beim Amt einreichen muss? Ich meine, die wissen ja, dass ich demnächst zur Klinik gehe.. Und wenn da ein paar nicht-arbeitsunfähige Tage zwischen meinen AUs liegen würden, wäre das weiter schlimm bzw. sanktionsbedürftig?
 

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