Diese Ehe ist das Modell der Zukunft. Wir haben Scheidungsraten von bis zu 50%. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, das es sich um ein Auslaufmodell handelt.
Hm, ich sehe es so wie Sigi: Wer sich nicht verpflichten will, braucht ja auch nicht zu heiraten.
Kann sein, dass ich das zu idealistisch sehe, aber ich persönlich konnte mich mit diesem Konzept des Lebensabschnittpartners noch nie so richtig anfreunden. Klar verändert man sich im Laufe der Zeit, aber zu heiraten - oder eine feste Beziehung anzufangen-, nach dem Motto: "Mal gucken wies läuft" fänd ich irgendwie keine sehr faszinierende Perspektive.
Ich finde die Perspektive interessanter, die z.B. von Erich Fromm vertreten wird. Das man von einem Menschen sehr viel mehr lernen kann, als von Hundert Menschen.
Was die Ehe angeht... Irgendwo hab ich mal gelesen, dass die Ehe früher ein Zweckbündnis war, das beide Partner wirtschaftlich abgesichern sollte. Also, das halt die Bäuerin geheiratet wurde, die gut zupacken konnte, und der Bauer der einen guten Hof erbte. In dem Text wurde dann gefolgert, dass die heutigen Schwierigkeiten darin liegen, dass wegen Gefühlen geheiratet wird, die -nach dem Text- nicht ewig bleiben sollen.
Jetzt allerdings zu sagen, es werden die meisten Ehen geschieden, also verändern wir das Konzept - wär das nicht etwas zu pragmatisch ?
Interessanter wäre doch die Frage, warum Beziehungen nicht mehr lange halten. Es hat doch auch etwas mit Verantwortungsbewusstsein und Reife zu tun, ob man es schafft eine Beziehung am Leben zu halten.