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Duales Studium und Beziehung

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Clemony22

Mitglied
Hallo zusammen…

Ich bin zur Zeit irgendwie mega fertig wegen diesem Thema und muss es mir von der Seele schreiben.
In einer Woche beginnt mein duales Studium.
Die Hochschule ist in einer Stadt, die 1 1/2 Stunden von meiner Heimatstadt entfernt ist.
Das Unternehmen ist in meiner Heimatstadt.
Ich bin also immer 3 Monate dort und 3 Monate hier.
Bevor ich meine Beziehung hatte, fand ich das super, da ich auf jeden Fall auch von Zuhause weg wollte.
Jetzt bin ich seit einem Vierteljahr mit meinem Freund zusammen und habe nur noch bammel vor dem wegziehen.

Ich habe Angst, dass er merkt, dass er ohne mich besser dran ist.
Ich habe Angst etwas zu verpassen, oder meine „Rolle“ in unserer Freundesgruppe zu verlieren.
Spontan unter der Woche Abends rausgehen wird nicht mehr möglich sein.
Wenn was ist, kann ich nicht mal eben die 10 Minuten rüberfahren- zumindest in den Theoriephasen nicht.
Die Rolle wird dann seine beste Freundin übernehmen.
Generell werden die sich Regelmäßig sehen und wir uns nur Freitag bis Sonntag, da habe ich dann schon auch Angst dass er merkt, dass es so wie es früher war (ohne Freundin, nur mit ihr) besser ist und dass ich überflüssig bin.

Dazu muss man aber auch sagen, dass wir den letzten Monat eine absolute Ausnahmesituation hatten, da ich mit dem FSJ fertig war und er mit seiner Ausbildung. Wir hingen quasi 24/7 aufeinander und hatten immer Zeit und irgendwie realisiere ich noch nicht , dass es auch nicht immer so sein wird.
Er wird bald wieder Vollzeit arbeiten, seine beste Freundin fängt ein Vollzeitstudium an… Wir hätten also wahrscheinlich unter der Woche eh weniger Zeit. Trotzdem wird das spontan rüberkommen nicht möglich sein und die Angst, irgendwie rauszufallen bleibt.

Ich rede viel über dieses Thema, habe manchmal Angst, dass es zu viel ist. Aber mein Freund geht da super mit um. Er hat mir zugesichert, dass wir das hinbekommen und dass es keine allzu große Umstellung sein wird.
Außerdem meinte er, dass er stolz auf mich ist dass ich den Platz überhaupt bekommen habe (habe mich gegen 400 Bewerber durchgesetzt) und dass es absolut bescheuert wäre, ihn nur wegen der Beziehung abzublasen.
Die Angst bleibt trotzdem.
Meint ihr das legt sich, wenn ich erstmal ankomme und merke, dass es nicht schlimm ist und funktionieren kann?
 
Ich kann deine Gefühle verstehen.

Euer Alltag wird sich ändern - aber das ist immer so, wenn Menschen von der Ausbildung, dem Studium ins Berufsleben starten oder ein Vollzeitstudium beginnen.

Nimm deine Chance unbedingt wahr. Wenn du es nicht tust, kann es sein, dass du dir bzw. deinem Freund Vorwürfe machst.

Dein Partner ist der ganzen Sache gegenüber sehr positiv eingestellt und stellt eure Beziehung nicht in Frage. Das ist doch eine super Ausgangsposition. 🙂

Starte auch du mit Zuversicht, es wird sich alles einspielen und dann gut laufen.

Alles Gute
 
Erstmal Gratulation zu dem Studienplatz, toll, dass du dich gegen so viele Bewerber durchsetzten konntest 😊 und ja, wenn große Lebensverlängerungen anstehen, ist das erstmal aufregend und macht auch Angst! Ich kann dich also total verstehen. Dein Freund klingt super lieb, und es ist auch toll, dass du schon mit ihm über deine Sorgen gesprochen hast und er dich gut auffängt.

Vielleicht wäre es für dich schön dir zu überlegen, wie du dich von deinem jetzigen Leben verabschieden kannst. Gibt es Dinge, die du noch unbedingt machen willst, die dann vielleicht etwas schwieriger werden? Versuche die Zeit richtig zu zelebrieren und auszuschöpfen. Vielleicht könnt ihr euch auch gemeinsam überlegen, wie ihr es schaffen könnt unter der Woche Kontakt zu halten, durch regelmäßige calls, dinner dates, etc.

1,5h sind auch nicht sooo lange - je nachdem wie eure Tage strukturier sein werden, kann man sich da auch unter der Woche mal besuchen. Solche großen Veränderungen im Leben sind ganz normal, und die Kunst ist es Wege zu finden trotzdem in Kontakt zu bleiben, ob mit Freunden oder Partner. Und mit den richtigen Menschen klappt das auch.
 
Das wird sich legen. Eure Umstände ändern sich, aber nicht Eure Liebe. Er ist stolz auf Dich, Du kannst es sein und jeweils drei Monate gehen auch schnell rum.

Ihr schafft das! Deine Zweifel werden sich legen! 🙂
 
Natürlich macht solch eine Veränderung Angst. Was ich auch überhaupt nicht verstehe: wozu braucht denn Dein Freund ausgerechnet in Deiner Abwesenheit die "beste Freundin"? Ist diese sonstwie gebunden?
 
Natürlich macht solch eine Veränderung Angst. Was ich auch überhaupt nicht verstehe: wozu braucht denn Dein Freund ausgerechnet in Deiner Abwesenheit die "beste Freundin"? Ist diese sonstwie gebunden?
Sie hat einen Freund, aber die beiden hängen massiv aufeinander. Seit ich weg bin fühle ich mich da ziemlich ausgegrenzt und es gibt eigentlich jedes Wochenende Streit. Sonst kommen wir zwar recht gut klar mit der Entfernung, aber das gestaltet sich doch sehr schwierig
 
Befürchtest Du, dass Eure Beziehung wegen Deines Studiums zerbricht?
So oder so würde ich erstmal meine Angst in Angriff nehmen, daran arbeiten und auch hinterfragen, warum das Vertrauen zum Partner so gering ist. Parallel dazu könntest Du ihn bitten, von den Besuchen seiner Freundin während Deiner Abwesenheit Abstand zu nehmen. Er kann in der Zeit ja Sport mit einem Kumpel machen, und die Freundin seht Ihr dann gemeinsam, wenn Du die drei Monate sowieso zu Hause bist.

Ansonsten fand ich seine Bemerkung, Du solltest dieses Studium ja nicht wegen Eurer Beziehung aufgeben, als sehr verantwortungsvoll.
 
Ich hatte irgendwie das Bedürfnis, meine alten Threads nochmal durchzugehen und habe entdeckt, dass ich in diesem ersten Beitrag damals gar nicht weiter geschrieben habe, deshalb falls es jemanden interessiert, das Ende der Geschichte.
Befürchtest Du, dass Eure Beziehung wegen Deines Studiums zerbricht?
Tatsächlich habe ich das damals befürchtet. Wir hatten im Dezember eine schwere Beziehungskrise, nach der ich echt dachte, das war es jetzt.
So oder so würde ich erstmal meine Angst in Angriff nehmen, daran arbeiten und auch hinterfragen, warum das Vertrauen zum Partner so gering ist. Parallel dazu könntest Du ihn bitten, von den Besuchen seiner Freundin während Deiner Abwesenheit Abstand zu nehmen. Er kann in der Zeit ja Sport mit einem Kumpel machen, und die Freundin seht Ihr dann gemeinsam, wenn Du die drei Monate sowieso zu Hause bist.
Auch das war damals ein großes Thema, aber berechtigt, was sich später herausgestellt hat.
Ich glaube dass ich deshalb damals nicht mehr geantwortet habe, da es sehr lange gebraucht hätte, da die Hintergründe zu erklären. Ich fasse mich kurz: mein Freund und seine beste Freundin klebten zu dem Zeitpunkt noch unfassbar aneinander. Sie musste ihn nie teilen, er hatte davor noch nie eine Beziehung. Es musste sich erstmal einpendeln und es mussten erstmal Grenzen gezogen werden. Ihn bitten, Abstand von ihr zu nehmen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Also das hätte überhaupt gar nicht funktioniert, da hätte er sich direkt getrennt damals. Ich würde nicht sagen dass ich eifersüchtig war, aber ich habe auch einen besten Freund und für mich ist es eine Selbstverständlichkeit mich zurückzunehmen, wenn er in einer Beziehung ist. Für sie nicht. Das war für mich damals schwer, weil sie wirklich jede Gelegenheit genutzt hat mir gegenüber darzustellen, dass sie die erste Frau in seinem Leben war. Inzwischen hat sich die Lage beruhigt, da wir auch schon seit über 2 Jahren zusammen sind. Es gibt immer noch manche Situationen in diese Richtung die man klären muss, aber ich habe inzwischen meinen Platz etabliert und auch gelernt, ihr mal den Riegel vorzuschieben und jetzt klappt das ganz gut. Gibt immer noch Personen die die Konstellation nicht verstehen und meinen wir führen eine Dreierbeziehung, aber inzwischen hat sie auch einen neuen Partner mit dem sie glücklicher ist und wir werden ja auch alle älter und erwachsener, so dass das inzwischen echt ausgeglichen ist.
Aber zu dem Zeitpunkt, zu dem ich den Thread eröffnet habe war es schon so, dass ich das dritte Rad an deren Wagen war.
Ansonsten fand ich seine Bemerkung, Du solltest dieses Studium ja nicht wegen Eurer Beziehung aufgeben, als sehr verantwortungsvoll.
Das war sie auch. Letztendlich habe ich das Studium nicht wegen der Beziehung aufgegeben, sondern weil ich gemerkt habe, dass weder das Studienfach (bin 2 Mal durch Mathe gefallen), noch das duale Studienmodell etwas für mich sind. Inzwischen hat sich auch herausgestellt, dass ich ADHS habe. Dadurch brauche ich mehr Zeit zum Lernen, und das ständige Umziehen im Rahmen des Studiums ist für mich auch nicht geeignet, da ich feste Bedingungen brauche.
Inzwischen studiere ich im 3. Semester an einer normalen Uni eine halbe Stunde weg von meinem Wohnort und bin damit sehr happy.
Nach dem Studium plane ich, ein Volontariat zu machen und kann mir auch vorstellen, dafür wieder etwas weiter weg zu gehen.

Hier kann geschlossen werden 🙂
 
24/7 aufeinanderhängen klappt eh nicht längerfristig. Ich versteh deinen Bammel, aber wenn die Beziehung daran scheitern sollte, wäre sie auch so auseinandergegangen.
Tatsächlich hat es was für.sich, sich sobzu vermissen. Weniger Alltag, mehr Vermissen und Vorfreude. Jedes Wochenende fühlt sich an wie ein Date. Hat schon auch was. 😃 du bist ja nicht für Jahre auf einem anderen Kobtinent.
 
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