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Drogen,Klauen,Kriminalität,Schulverweigerung.

mmmr

Neues Mitglied
Hallo,
ich schreibe das hier, weil ich nicht mehr weiterweiss. Vielleicht kennt jemand so eine Situation und kann helfen oder wenigstens zuhören.

Es geht um meinen kleinen Bruder (16).
Er war früher ein kluger, liebevoller Junge. Er hatte viermal eine Gymnasialempfehlung, war sozial, hilfsbereit und hatte das Herz am richtigen Fleck.
Aber seit ein paar Jahren geht es bei ihm komplett bergab – und inzwischen zerstört er sich und die Familie Stück für Stück.

Er hat schon vor 2–3 Jahren in einer Tankstelle gestohlen, dann zweimal Autos unserer Eltern geklaut – beide beschädigt. Eins davon war ein Firmenwagen, was für meine Mutter ein riesiges Problem wurde.
Letztes Wochenende hat er dann 1.000 € gestohlen. Meine Mutter hat ihn zur Rede gestellt – er war kurz defensiv, ging weg, kam vier Stunden später zurück, als wäre nichts gewesen.
Als mein Stiefvater ihn gefragt hat, was er dazu sagen kann, kam nur:

„Hab’s schon aufgeschrieben. Bekommst es irgendwann zurück.“

Jetzt am Freitag kam ein Brief von der Schule4× Note 5, 3× Note 6.
Er hat ihn gelesen, dann laut gelacht – fast wie in einer Art Lachpsychose – und gesagt:

„Jetzt werd ich die Lehrer den letzten Monat richtig fertig machen.“

Er hat keinen Respekt mehr vor irgendjemandem. Für ihn sind Lehrer, alle „Wischer“.
Er hasst Schule, Regeln, jede Art von Autorität.
Er sagt selbst:

„Ich bin zufrieden mit meinem neuen Ich – ich werd immer so bleiben. Ich änder mich für niemanden.“
Und auch:
„Mir ist egal, ob ich in den Knast geh.“

Er war sogar eine Zeit lang beim Psychologen – das hat kurz geholfen, da hat er halbwegs funktioniert.
Aber jetzt ist es noch schlimmer als vorher.
Er blockt jede Hilfe ab, redet sich alles schön und lebt in seiner eigenen Welt.

Gestern hatte ich noch ein ernstes Gespräch mit ihm, nur unter Brüdern.
Seine Antwort war eiskalt:

„Mir ist Familie egal. Ich werd Krimineller – das ist das Einzige, was mir Spaß macht.“

Meine Mutter ist finanziell am Limit (über 3.000 € Schulden durch ihn) und hat bald Prüfungen für ihre Ausbildung. Ich selbst studiere.
Unsere Familie war früher nicht einfach – wir hatten vor 7 Jahren einen alkoholkranken Ex – aber das ist lange vorbei. Heute ist alles stabil, nur er reißt alles kaputt. Beim Psychologen kam noch raus, dass er in der 5. Klasse von Lehrern schikaniert wurde und seitdem keine Autoritäten akzeptiert

Wir sind einfach langsam am Ende und es wird immer nur gewartet bis was wieder passiert.
Ich will nicht, dass er irgendwo eingesperrt wird – aber so wie jetzt geht es nicht weiter.
Er zerstört seine Zukunft und unsere Familie gleich mit.

Ich hab für mein erstes Auto 2.000 € zusammengespart, aber wenn es helfen würde, ihn zu retten, würde ich das Geld sofort hergeben. Er ist mein Bruder – und er ist mir trotz allem wichtig.

Gibt es überhaupt noch Möglichkeiten, bevor alles eskaliert?

Danke, wenn ihr das gelesen habt.
M
 
Ich hab für mein erstes Auto 2.000 € zusammengespart, aber wenn es helfen würde, ihn zu retten, würde ich das Geld sofort hergeben. Er ist mein Bruder – und er ist mir trotz allem wichtig.
Nicht machen. Es hat keinen Effekt.
Da dein Bruder kriminell ist und vermutlich bereits vorbestraft, habt ihr doch sicher Kontakt zum Jugendamt.
Deine Mutter soll versuchen, eine Fremdunterbringung in einer therapeutischen Wohngruppe durchzusetzen. Dein Bruder muss raus zu Hause, er geht sonst komplett kaputt und ihr mit ihm.
Es gibt verschiedene Einrichtung für aggressive, unsoziale Jugendliche mit Hang zur Kriminalität. Lasst euch von außen helfen.
 
Das Problem dürfte sein wenn ihr ihm helft, dann bemerkt er, dass er ja den richtigen Weg geht und von Euch aus dem Schlamassel gezogen wird.

Da hilft leider nur "loslassen in Liebe" und auch sehen, dass er so bald wie möglich (sorry!) das Elternhaus verlässt, dass dort Ruhe einkehren kann.

Teenies sind selten erreichbar, das kann sich später ändern, wenn es dann noch nicht zu spät ist. Jetzt scheint ihr ihn nicht zu erreichen und es geht ihm wohl noch einfach zu gut. Ich hatte übrigens mal einen Exfreund, der wurde auch von den Eltern aus jedem Schlamassel gezogen. Das hat ihm mehr geschadet als gut getan. In dem Alter, in dem er hätte erwachsen sein müssen und seine Folgen selber tragen, da kam dann da dicke Ende.

Je früher Dein kleiner Bruder auf die Nase fällt, desto eher hat er die Chance einen Weg anzutreten. Bis dahin schützt ihr auch als Rest der Familie!!!!

Gruß von Grisu
 
Ich zähle mal 1 und 1 zusammen und sage, das alles hat mit dem alkoholkranken Ex und dem Mobbing durch die Lehrer zu tun. Plus Pubertät, ab der ein Junge nicht mehr gewohnt pflegeleicht ist wie früher. Ich rate auch dringend, schmeiß ihm kein Geld hinterher, das wirst Du kaum wiedersehen, und ihm hilft es garantiert nicht.
Eine Unterbringung anderswo ist eine gute Idee, als Zeichen daß er es anderswo nicht so einfach haben wird wie in der Familie, daß dort keiner sein Verhalten lange tolerieren wird. Ihm muß klargemacht werden daß jedes Fehlverhalten früher oder später auf ihn wieder zurückfallen wird.
 
Für mich als Außenstehenden klingt es, wie eine radikale Metamorphose. Damals lieb und nett, hilfsbereit und gutherzig. Jetzt "urplötzlich" das Gegenteil. Hatte er vor seiner "Verwandlung" Kontakt zu irgendeiner Person oder Gruppierung, mit der er sich von da ab Tag Täglich traf und mit ihnen viel Zeit verbrachte? Es sind nur Indizien, aber für mich klingt es, als wäre er von den falschen Personen auf eine radikale Seite gezogen worden. Wie eine Art Hirnwäsche.
Denn ganz von allein kann man sich nicht einfach so extrem verändern. Erst Recht nicht, wenn das Familiäre Umfeld und das der Freunde stabil ist.
 
Vielleicht muss auch erst ein Entzug gemacht werden, da in der Überschrift ja auch "Drogen" steht.
Welche Drogen mimt er denn, in welchem Umfang oder ist das eher unbekannt?
Stimmt auch wieder, könnte eine Möglichkeit sein. Ich habe das bei einem Youtubekollegen beobachtet, der sich mit allerlei Substanzen immer mehr in seine Misanthropie hinein gesteigert hatte und jetzt ein richtig verachtenswertes Individuum ist. Allerdings hat es bei ihm viele Jahre gedauert. Kann mir nicht vorstellen, dass das schon nach ein, zwei Jahren soweit kommt.
 
Wenn er Drogen nimmt, ist dieses Problem vorrangig. In Jugendhilfeeinrichtungen kann er nur gehen, wenn der Konsum unter Kontrolle ist.

Der richtige Ort für deinen Bruder wäre wohl eine Psychiatrie, in der ein Entzug gemacht wlrd. Jemand muss Kontakt zum Jugendamt aufnehmen, die vermitteln bei solchen Fragen.
 
Mit Sicherheit werden die Eltern so einiges unabsichtlich bei ihm falsch gemacht haben vermutlich aufgrund eigener Probleme.
Der alkoholkranke Ex spielte vermutlich eine grosse Rolle.

Ein krimineller süchtiger Jugendlicher ist ein Alptraum.

Er braucht dringend einen Entzug und Therapie.
Eine Fremdunterbringung mit strengen Regeln wäre besser.
 

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