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Gast1
Gast
Hallo.
Tut mir Leid wegen des langen, beschissen geschriebenen Textes, aber ich musste das jetzt mal so rauslassen und hab keine Kraft, das noch zu überarbeiten.
Ich brauche dringend ein paar Ratschläge, Tipps, wobei ich nicht glaube, dass ihr mir was anderes sagen könnte als: Geh zum Arzt. Lass dich behandeln. Rede mit deinen Freunden. Andere Studenten. Eltern. Prof. Studienberatung. Arbeitsamt oder sowas. Fall nicht in ein Loch, tu irgendwas. Mach Sport. Triff dich mit Freunden. Ich kann nicht. Denn ich wills mir und vorallem meinen Mitmenschen nicht eingesteht, wie sehr ich alles verkackt habe). Ich wills lieber "diskret" lösen. Ich weiß, "aboluter Fehler" werdet ihr wohl sagen.
Naja, ich hoffe ja immernoch auf den künstlerischen Geistesblitz. Absolute Illusion. Aber so zumindest als Arbeitsansatz, um dann weitersehenzukönnen.
Ähm ja also tut mir echt Leid, dafür muss ich mich bei euch entschuldigen, dass ich euch so nen langen Taxt antue und mir Hilfe erhoffe aber diese (wahrscheinlich klischeehafterweise) im vornherein ablehne.
Ich bin 22 Jahre alt und studiere Freie Kunst. Noch. Nach meinem Abi fing ich direkt mit nem Architektur-studium an, das war dann allerdings nicht wirklich was und ich wollte an die Kunsthochschule. Nachdem ich nach nem Semester (2 war ich eingeschrieben) das Arch.studium abgebrochen hatte, wurde ich an der Kunsthochschule mit der Bewerbungsmappe nicht genommen. Nach dem Sommer machte ich ein Praktikum an der Druckgrafik der Kunsthochschule und wurde dann auch genommen.
Das Problem ist folgendes:
Ich sehe bei mir nunmehr kaum eine künstlerische Befähigung. Ich weiß ÜBERHAUPT nicht, was ich machen soll. Ich weiß garnicht,wie ich es beschreiben soll, damit man mir das abnimmt, aber ich hab wirklich nur Scheiße ohne was dahinter produziert, es sollte wohl nur künstlerisch aussehen. Und ich kann wirklich garnichts mehr arbeiten denn ich weiß weder was noch habe ich die Kreativität oder Phantasie.
Ich habe in letzter Zeit ernsthaft über mich selbst nachgedacht und festgestellt, dass mein Leben nur aus Illusionen besteht. Mir selbst gegenüber und vor (für) anderen.
Mein Leben lang war ich extrem faul und besitze daher kaum Kenntnisse/Fähigkeiten. Ich bin irgendwie immer nur mit verdammt viel Glück durchgerutscht und konnte es gut aussehen lassen.
Ich sehe keine Perspektiven, irgendetwas, das ich schaffen könnte. Weder auf kurzer noch langer Sicht.
Was die nahe Zukunft angeht, bin ich absolut verzweifelt. Nächsten Dienstag ist Plenum (Unsere Klasse trifft sich einmal die Woche mit dem Prof und wir zeigen unsere Arbeiten) und ich kann nicht mehr über meine Gaukelei hinwegtäuschen. Ich kann nichts annähernd akzeptables produzieren, doch alle meine Freunde, die meine Arbeiten und Fähigkeiten nicht kennen, glauben, ich sei kreativ usw.
Das klingt nach einer "künstlerischen Krise" oder nach Übertreibung, doch so ist es nicht! Es ist einfach nur Selbsterkennung. Und ich merke, dass alles nur Beschiss war. Wie meine ganze Persönlichkeit. Ich täuschte ohne wirkliches Vorhandensein Kreativität, Intelligenz und Persönlichkeit vor, das stimmt wirklich.
Und nun ist der Punkt gekommen, an dem ich mir und anderen nichts mehr vortäuschen kann. Im Plenum nicht. Vor meinen beiden Mitbewohnern, die auch Kunst studieren (der eine ist auch in meiner Klasse) nicht. Vor meinen Freunden nicht. Alles wird sozusagen auffliegen. Und das ab morgen, wenn meine Mitbewohner heimkehren.
Selbst wenn ich den Abbruch des Studiums irgendwie überstehen könnte (Ich weiß nicht im geringsten wie; ich bin in absoluter verzweiflung gefangen, ich habe eine 'schwere Depression', heute ist der letzte Tag, an dem die Wahrheit noch nicht ihre Taten folgen lässt), wüsste ich nicht, was ich studieren oder machen könnte. Ich denke ein Studium könnte ich nicht schaffen. Ich hatte Lehramt gedacht. Das am ehesten mögliche wäre da Kunst und Deutsch(falls mein NC reicht) sonst Wirtschaft(hab ich wirklich Null Ahnung von und schaff ich wohl nicht). Das ist in Hildesheim und dann für Real-, Haupt- oder Grundschule. Allerdings trau ich mir weder das Studium zu und erst recht nicht, Schüler zu unterrichten. Aber das wäre halt quasi wieder ne Flucht in etwas, wo ich mir selbst vormache, dass ich es vielleicht doch schaffen könnte. Denn nen anderen Studiengang würde ich wohl auch nicht überstehen, alles Technische oder Naturwissenschaftliche geht bei mir überhaupt nicht, auch von Politik oder Geschichte oder so weiß ich nichts..
Wie gesagt, ich traue mir eigentlich nichts zu und Lehre/Ausbildung wüsst ich auch echt garnichts. Außerdem wäre ich dann wirklich (bin ich jetzt wohl sowieso schon) in meinem Freundeskreis der am tiefst gefallene. Alle studieren irgendwas, machen was aus sich. Mit Erfolg. Und ich könnts ehrlich gesagt nicht ertragen, da soweit ab zu sein.
Aufgrund meiner Probleme habe ich auch nur noch sehr wenige Freunde, zu denen ich einigermaßen Kontakt gehalten hab. Alle anderen habe ich absolut vernachlässigt, bis es sich verlaufen hat. Und die Leute, die ich im Moment sehe, sind alle aus der Kunsthochschule und das ist meist nur oberflächlich, weil ich mich immer zurückgezogen habe.
Ich weiß keine Lösung mehr. Nicht mal Selbstmord ginge, dazu liebe ich meine Eltern zu sehr und die mich. Außerdem die Vorstellung eines schönen Lebens. Das ich bisher hatte und das jetzt nie mehr annähernd so gut werden könnte.
Schon wieder abbrechen? so eine Scheiße. Selbst das Abbrechen ist mir zu viel, das wäre ein Bruch mit meinem kompletten Leben und ich käm damit nicht klar. Und peinlich ist es mir.
Aber wie soll ich NICHT abbrechen, ich kann ja nichts produzieren. Und mit dem Argument "künstlerische Krise" würde mich auch niemand davon kommen lassen und so tun, als ob ich nur ne Pause bräuchte.
Zukunftspläne gibts in dem Sinne dann ja auch nicht, dass es irgendetwas gäbe, was mir erträglich erscheint..
Scheiße.. Ich finde keine Lösung und habe bisher nur mit meinen Eltern relativ offen darüber gesprochen. Bei den paar anderen, mit denen ich gesprochen habe, klingt es noch verharmlost "bin im moment am zweifeln mit dem studium; der druck als freier künstler leben zu müssen ist soo beschissen, der lähmt mich voll, weil ich ständig darüber nachdenke, wie ich etwas 'Gutes' produzieren kann und aus den Augen verliere, was ich eigentlich will/ mag" BLA BLA BLA, da war nie irgendwas großartiges, das ich sehr mochte oder konnte.
Fu** Fu** Fu**, ich weiß keine Lösung.. und ich hab keine Zeit mehr. Hilfe!! Kann mir jemand sagen, was ich malen soll oder wie ich meine Phantasie da anregen kann? Dann hätt ich wohl noch Zeit. Achja, abzeichnen geht nicht, hatte ich schon und das wollte der Prof nicht, nur für nebenbei, aber als eigenständige arbeit natürlich zu passiv. Weil da auch der gedankliche Background fehlt. Nur kann ich leider nix anderes. N Rahmen, ein Thema, ne Zielsetzung.. darüber zerbrech ich mir schon nen Monat nen Kopf und ich dachte, da kommt was, aber dabei sind mir stattdessen nur alle Illusionen aufgegangen.
Tut mir Leid wegen des langen, beschissen geschriebenen Textes, aber ich musste das jetzt mal so rauslassen und hab keine Kraft, das noch zu überarbeiten.
Ich brauche dringend ein paar Ratschläge, Tipps, wobei ich nicht glaube, dass ihr mir was anderes sagen könnte als: Geh zum Arzt. Lass dich behandeln. Rede mit deinen Freunden. Andere Studenten. Eltern. Prof. Studienberatung. Arbeitsamt oder sowas. Fall nicht in ein Loch, tu irgendwas. Mach Sport. Triff dich mit Freunden. Ich kann nicht. Denn ich wills mir und vorallem meinen Mitmenschen nicht eingesteht, wie sehr ich alles verkackt habe). Ich wills lieber "diskret" lösen. Ich weiß, "aboluter Fehler" werdet ihr wohl sagen.
Naja, ich hoffe ja immernoch auf den künstlerischen Geistesblitz. Absolute Illusion. Aber so zumindest als Arbeitsansatz, um dann weitersehenzukönnen.
Ähm ja also tut mir echt Leid, dafür muss ich mich bei euch entschuldigen, dass ich euch so nen langen Taxt antue und mir Hilfe erhoffe aber diese (wahrscheinlich klischeehafterweise) im vornherein ablehne.
Ich bin 22 Jahre alt und studiere Freie Kunst. Noch. Nach meinem Abi fing ich direkt mit nem Architektur-studium an, das war dann allerdings nicht wirklich was und ich wollte an die Kunsthochschule. Nachdem ich nach nem Semester (2 war ich eingeschrieben) das Arch.studium abgebrochen hatte, wurde ich an der Kunsthochschule mit der Bewerbungsmappe nicht genommen. Nach dem Sommer machte ich ein Praktikum an der Druckgrafik der Kunsthochschule und wurde dann auch genommen.
Das Problem ist folgendes:
Ich sehe bei mir nunmehr kaum eine künstlerische Befähigung. Ich weiß ÜBERHAUPT nicht, was ich machen soll. Ich weiß garnicht,wie ich es beschreiben soll, damit man mir das abnimmt, aber ich hab wirklich nur Scheiße ohne was dahinter produziert, es sollte wohl nur künstlerisch aussehen. Und ich kann wirklich garnichts mehr arbeiten denn ich weiß weder was noch habe ich die Kreativität oder Phantasie.
Ich habe in letzter Zeit ernsthaft über mich selbst nachgedacht und festgestellt, dass mein Leben nur aus Illusionen besteht. Mir selbst gegenüber und vor (für) anderen.
Mein Leben lang war ich extrem faul und besitze daher kaum Kenntnisse/Fähigkeiten. Ich bin irgendwie immer nur mit verdammt viel Glück durchgerutscht und konnte es gut aussehen lassen.
Ich sehe keine Perspektiven, irgendetwas, das ich schaffen könnte. Weder auf kurzer noch langer Sicht.
Was die nahe Zukunft angeht, bin ich absolut verzweifelt. Nächsten Dienstag ist Plenum (Unsere Klasse trifft sich einmal die Woche mit dem Prof und wir zeigen unsere Arbeiten) und ich kann nicht mehr über meine Gaukelei hinwegtäuschen. Ich kann nichts annähernd akzeptables produzieren, doch alle meine Freunde, die meine Arbeiten und Fähigkeiten nicht kennen, glauben, ich sei kreativ usw.
Das klingt nach einer "künstlerischen Krise" oder nach Übertreibung, doch so ist es nicht! Es ist einfach nur Selbsterkennung. Und ich merke, dass alles nur Beschiss war. Wie meine ganze Persönlichkeit. Ich täuschte ohne wirkliches Vorhandensein Kreativität, Intelligenz und Persönlichkeit vor, das stimmt wirklich.
Und nun ist der Punkt gekommen, an dem ich mir und anderen nichts mehr vortäuschen kann. Im Plenum nicht. Vor meinen beiden Mitbewohnern, die auch Kunst studieren (der eine ist auch in meiner Klasse) nicht. Vor meinen Freunden nicht. Alles wird sozusagen auffliegen. Und das ab morgen, wenn meine Mitbewohner heimkehren.
Selbst wenn ich den Abbruch des Studiums irgendwie überstehen könnte (Ich weiß nicht im geringsten wie; ich bin in absoluter verzweiflung gefangen, ich habe eine 'schwere Depression', heute ist der letzte Tag, an dem die Wahrheit noch nicht ihre Taten folgen lässt), wüsste ich nicht, was ich studieren oder machen könnte. Ich denke ein Studium könnte ich nicht schaffen. Ich hatte Lehramt gedacht. Das am ehesten mögliche wäre da Kunst und Deutsch(falls mein NC reicht) sonst Wirtschaft(hab ich wirklich Null Ahnung von und schaff ich wohl nicht). Das ist in Hildesheim und dann für Real-, Haupt- oder Grundschule. Allerdings trau ich mir weder das Studium zu und erst recht nicht, Schüler zu unterrichten. Aber das wäre halt quasi wieder ne Flucht in etwas, wo ich mir selbst vormache, dass ich es vielleicht doch schaffen könnte. Denn nen anderen Studiengang würde ich wohl auch nicht überstehen, alles Technische oder Naturwissenschaftliche geht bei mir überhaupt nicht, auch von Politik oder Geschichte oder so weiß ich nichts..
Wie gesagt, ich traue mir eigentlich nichts zu und Lehre/Ausbildung wüsst ich auch echt garnichts. Außerdem wäre ich dann wirklich (bin ich jetzt wohl sowieso schon) in meinem Freundeskreis der am tiefst gefallene. Alle studieren irgendwas, machen was aus sich. Mit Erfolg. Und ich könnts ehrlich gesagt nicht ertragen, da soweit ab zu sein.
Aufgrund meiner Probleme habe ich auch nur noch sehr wenige Freunde, zu denen ich einigermaßen Kontakt gehalten hab. Alle anderen habe ich absolut vernachlässigt, bis es sich verlaufen hat. Und die Leute, die ich im Moment sehe, sind alle aus der Kunsthochschule und das ist meist nur oberflächlich, weil ich mich immer zurückgezogen habe.
Ich weiß keine Lösung mehr. Nicht mal Selbstmord ginge, dazu liebe ich meine Eltern zu sehr und die mich. Außerdem die Vorstellung eines schönen Lebens. Das ich bisher hatte und das jetzt nie mehr annähernd so gut werden könnte.
Schon wieder abbrechen? so eine Scheiße. Selbst das Abbrechen ist mir zu viel, das wäre ein Bruch mit meinem kompletten Leben und ich käm damit nicht klar. Und peinlich ist es mir.
Aber wie soll ich NICHT abbrechen, ich kann ja nichts produzieren. Und mit dem Argument "künstlerische Krise" würde mich auch niemand davon kommen lassen und so tun, als ob ich nur ne Pause bräuchte.
Zukunftspläne gibts in dem Sinne dann ja auch nicht, dass es irgendetwas gäbe, was mir erträglich erscheint..
Scheiße.. Ich finde keine Lösung und habe bisher nur mit meinen Eltern relativ offen darüber gesprochen. Bei den paar anderen, mit denen ich gesprochen habe, klingt es noch verharmlost "bin im moment am zweifeln mit dem studium; der druck als freier künstler leben zu müssen ist soo beschissen, der lähmt mich voll, weil ich ständig darüber nachdenke, wie ich etwas 'Gutes' produzieren kann und aus den Augen verliere, was ich eigentlich will/ mag" BLA BLA BLA, da war nie irgendwas großartiges, das ich sehr mochte oder konnte.
Fu** Fu** Fu**, ich weiß keine Lösung.. und ich hab keine Zeit mehr. Hilfe!! Kann mir jemand sagen, was ich malen soll oder wie ich meine Phantasie da anregen kann? Dann hätt ich wohl noch Zeit. Achja, abzeichnen geht nicht, hatte ich schon und das wollte der Prof nicht, nur für nebenbei, aber als eigenständige arbeit natürlich zu passiv. Weil da auch der gedankliche Background fehlt. Nur kann ich leider nix anderes. N Rahmen, ein Thema, ne Zielsetzung.. darüber zerbrech ich mir schon nen Monat nen Kopf und ich dachte, da kommt was, aber dabei sind mir stattdessen nur alle Illusionen aufgegangen.