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Dilemma bzgl. Fetisch

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abitqueer

Gast
Hallo liebes HR-Forum,

ich habe lange damit gerungen mich hier anzumelden und meine Probleme zu offenbaren. Ich bin 22 Jahre alt und seit meiner frühen Jugend habe ich leider einen sexuellen Fetischismus, der wohl mit Sicherheit mit Gefühlen in meiner Kindheit zutun hat. Eines vorweg: dieser Fetisch ist ein mittlerweile relativ weit verbreitet, wobei für Außenstehende und Unwissende auch sehr ungewöhnlich und fremd, wahrscheinlich auch ein bisschen ekelig ist.

Ich werde hier mal mein Dilemma auflisten:
- Ich kann meinen Fetisch, den ich grundsätzlich auch alleine ausleben kann, nur mit größter Vorsicht und Angst vor dem Entdecktwerden zuhause ausleben.
- Wenn ich ihn auslebe überkommen mich immer Selbstzweifel. Es besteht schon seit Jahren das Problem, dass ich mich mit der Vorliebe nicht akzeptieren kann.
- Es ist ein Fetisch, der nicht zwingend etwas mit sexueller Erregung zutun haben kann. Bei diesem Objektfetisch geht es mehr um das Tragen und Benutzen. Ein Problem stellt dabei das Verstecken und Entsorgen dar.
- Nach all den Strapazen die ich schon hatte, diesem ewigen hin- und hergerissen sein zwischen Ablehnung der eigenen sexuellen Identität und der Freude am Ausleben, würde ich den Fetisch mittlerweile am Liebsten loswerden. Sexualtherapie kostet allerdings richtig Geld. Also scheidet diese Option aus.
- Ich muss dazu erwähnen, dass man sich solche Vorlieben nicht aussucht. Das ist sozusagen tief im Unterbewusstsein verankert.

Ich möchte hier um Rat fragen, weil es in Szeneforen immer dieselben Antworten nach dem Motto "akzeptier' dich doch einfach selbst", "den Fetisch wirst du nie los", "ist doch alles nicht so schlimm", etc. gibt. Das Problem ist hier, dass die Ratschläge allesamt sehr parteilich sind und mir nicht wirklich weiterhelfen. Ich habe meinen Fetisch jetzt mal ein bisschen beschrieben ohne dabei unnötig ins Detail zu gehen, weil ich es fast schon penetrant finde, Jemand so offensichtlich damit zu konfrontieren. Ich denke, Jemand der ansatzweise mit Objektfetischismus vertraut ist, wird es auch erraten.

Meine Frage lautet, was ich nur tun soll. Wie kann ich damit leben? Wie kann ich es loswerden und "genormt" werden? Für welchen Weg soll ich mich entscheiden? Ich kann den Status Quo auf lange Dauer nicht ertragen. Der Status Quo ist nämlich, dass ich es gar nicht auslebe, aber trotzdem den ganzen Tag davon "träumen" muss und mich so danach sehne. Wer kann mir aus dieser Zwickmühle helfen?
 
Ich hab eine Idee, worum es geht. Und ja, das scheint es doch häufiger zu geben, als man so denkt.

Sexualtherapie kostet nicht "richtig" Geld, sofern Du in Deutschland lebst, krankenversichert bist und einen Therapieplatz findest.

Ich weiß nicht, ob man einen Fetisch wirklich wegkriegt. In dem speziellen Fall hat es wohl tatsächlich etwas mit Kindheitserfahrungen und Verlust zu tun, mit Trost, den man sonst nicht anders kriegt.

Wenn Du einen Ersatz fändest, der Dir die gleiche Geborgenheit bietet, vielleicht etwas Erwachseneres, Reiferes, dann könntest Du bestimmt darauf verzichten.

Beide Wege sind nicht leicht. Die Entscheidung musst Du finden. Vielleicht hilft auch die Therapie auch erstmal dahin, was der richtige Weg für Dich ist. Ich denke, das muss nicht mal ein sexualtherapeutischer Ansatz sein, etwas Tiefenpsychologisches oder vielleicht sogar eine Analyse (scheint mir hier passend).

Es wird leichter sein, wenn Du eine klare Linie für Dich findest. Bedenke, dass die Entscheidung ja nicht irreversibel ist. Du kannst Dich jederzeit wieder umentscheiden.
 
Nein, die gesetzlichen Krankenversicherungen übernehmen eine Sexualtherapie leider nicht. :wein:
 
Aber das lässt sich doch umgehen, indem Du eine/n Therapeut/in suchst, der das "auch" kann. Und wie ich schrieb, ich halte nicht einmal eine spezielle Sexualtherapie für nötig, das lässt sich sicher auch mit einer allgemeiner gehaltenen Therapie bearbeiten.
 
Das Problem ist sicher auch, dass ich über meine Eltern mitversichert bin und hier die Gefahr bestünde, dass sie davon erfahren, dass ich zu einem Psychotherapeuten gehe.
 
Nein, das erfahren sie nicht. Die Schweigepflicht besteht auch für Familienversicherte.

Oder bist Du privat versichert und sie müssen dann Rechnungen abzeichnen oder so?
 
Aber theoretisch bestünde die Möglichkeit, dass sie davon erfahren, dass ich zu einem Psychotherapeuten gehe. Das will ich eben nicht! Und zuvor benötige ich noch eine Überweisung vom Hausarzt.
 
Wenn deine Eltern nicht privat versichtert sind, besteht auch theoretisch keine Gefahr. Du musst auch nicht zwingend zum Hausarzt und dich überweisen lassen. Du kannst dir einen Therapeuten mit Kassenzulassung suchen, wobei du dich da auf relativ lange Wartezeiten einstellen musst und der Therapeut regelt dann alles mit der Krankenkasse.
 
Was für ein Fetisch denn? Damenwäsche? Analplugs? Latex? Peniskäfig? Essstäbchen, mit denen man sich die Eier abklemmt?

Mir fällt jetzt nichts Schlimmeres ein, ist aber auch egal. Die Frage ist doch eher, warum das für dich so belastend ist. Warum willst du es los werden? Schränkt es dich ein? Willst du das nicht, weil es "unnormal" ist? Schämst du dich, weil dich jemand verabscheuen könnte? Oder kannst du gar keine Sexualität mehr ohne deinen Fetisch ausleben?

Insofern du keine Therapie machst, bleibt dir eigentlich nur, deinen Fetisch gewaltsam zu unterdrücken.
 
Was für ein Fetisch denn? Damenwäsche? Analplugs? Latex? Peniskäfig? Essstäbchen, mit denen man sich die Eier abklemmt?
Nichts von alledem. Im Gegensatz zu den genannten sogar eher harmlos. 😉

Schränkt es dich ein? Willst du das nicht, weil es "unnormal" ist? Schämst du dich, weil dich jemand verabscheuen könnte? Oder kannst du gar keine Sexualität mehr ohne deinen Fetisch ausleben?
Ja - Ja - Ja - Ja

Insofern du keine Therapie machst, bleibt dir eigentlich nur, deinen Fetisch gewaltsam zu unterdrücken.
Gewaltsam 😕
 
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