R
Rage
Gast
Hallo. Ich bin 29, Lagerist in bei einem Mittelständigen Grosshändler.
Nach der Höheren Handelsschule (1999) habe ich mich nicht um eine Lehrstelle bemüht und für einige Monate in jener Firma gearbeitet. Von Morgens bis Spätabends, Bar und Schwarz auf die Hand. Ich habe in etwa 4 Monaten Hochsaison etwa 9.000DM verdient. Anschliessend kamen einige Monate indem ich wie ein König gelebt habe 😉 Erstes Auto, Partys und ein kleines Vermögen.
Nun kam anfang 2000 der Musterungsbescheid für die Bundeswehr. Da ich noch keine Lehrstelle hatte und auch nicht mehr viel Geld besuchte ich bereits erwähnte Firma wieder. Der Junior-Chef sagte das er theoretisch ausbilden kann. Er gab mir eine Lehrstelle als
"Handelsfachpacker", datierte den Vertragsabschluss soweit zurück das ich damit zur Musterung konnte und nicht eingezogen werden konnte. Darüber hinaus konnte ich ind em Betrieb die 6 Monate zum Ausbildungsbeginn als Festangestellter arbeiten.
Auf Lohnsteuerkarte und nicht mehr Schwarz.
Damit war ich, Clever wie ich mich fand, einige Sorgen los. Ich musste nicht zum Bund, hatte eine Lehrstelle und wieder Geld.
Im nachhinein hege ich starke zweifel. Ich fürchte das ich mir mit dieser Geschichte meine Zukunft verbaut habe. Ich war Faul, Dumm und lebte in den Tag hinein. Mamas Liebling hatte, ne´ Freundin, den Führerschein, ein Auto und eine Lehrstelle. Klingt doch Toll oder?
Ich wollte nie "Handelsfachpacker" werden. Aber alle Welt sagte:
"Hauptsache Ausbildung!"
Die Lehre sah praktisch so aus, das ich die selben Tätigkeiten machte wie meine anderen Kollegen. Schwere Arbeit und Überstunden ohne Ende. Die "Lehre" fand im Grunde nur auf dem Papier statt. Es gab halt nur ein Azubi-Lohn + Überstunden
Schwarz auf die Hand. Zweimal pro Woche war ich in der Schule und der Stoff war geradezu lächerlich einfach. Überwiegend Einsen und Zweien auf den Zeugnissen und die Praktische Abschlussprüfung ebendfalls "Gut".
Während der Gespräche mit meinen Klassenkameraden, über deren Betriebe und internen Abläufen, kam ich schnell zu der Feststellung, dass meine Firma ein Ausbeuter-Betrieb ist. Dazu später mehr.
Da ich die Arbeit, vorallem im Sommer, während der Hauptsaison als extrem Stressig und anstrengend empfand, liess ich es langsamer angehen. Ich machte öfters als von mir gewohnt pünktlich Feierabend und nahm meine Rechte als Azubi öfters in Anspruch.
Das missfiel meinen Chef merkbar aber was konnte er schon dagegen tun?
Am Anfang war es spannend und Neu aber die Arbeit hat sich zu einem frustrierendem Ablauf entwickelt. Ich hielt mich bei Laune indem ich mir immerwieder eingeredet habe, das ich mir nach der Lehre mir was vernünftiges suchen werde.
Das tat ich natürlich nicht. Ich wurde übernommen, bekam das selbe Gehalt wie alle anderen un-gelernten und blieb in dem Betrieb. Die Firma expandierte, die Belegschaft nicht.
Noch mehr Arbeit. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Nun bereits seit insgesamt 10 Jahren!!!
Ich bin im Lager tätig und mache eigentlich alles was anfällt. Ich habe einen weiteren Festangestellten Kollegen sowie Zwei Azubis mit denen ich mein Aufgabenbereich teile.
Im Sommer sind wir chronisch unterbesetzt. Nochdazu sind die Azubis sehr oft Krank...gleichzeitig.
"Rücken-beschwerden"
Wenn ich mir das selber so durchlese müsste ich mich an bestimmten Stellen fragen.
"Wo issen´das Problem?" oder "Deine Sorgen hätt´ich gern!"
Tja, wo fange ich an...
-Ich habe nie den Mut aufgebracht zu kündigen und mir was neues zu suchen.
-Inzwischen bin ich Vater, und einen unbefristeten Arbeitsplatz in Krisenzeiten aufzugeben erscheint mir nicht Klug. Die Tatsache frustriert obendrein.
-Ich hasse diese Firma
-Ich hasse den Stumpfsinn und die Blödheit die einen täglich umgibt.
-Ich komme mit einer Handvoll Kollegen bestens aus (auch Privat) aber die meisten nerven/kotzen mich an.
Stumpfsinnige, Oberflächliche Idioten die Stundenlang über Autos diskutieren können und alles glauben was in BILD steht.
-Ich hasse meine Senior-Chefin. Eine Senile Alte Frau mit miesen Charakter. Mit aufgesetzter Freundlichkeit speiht sie ihr Gift gegen Kunden und Angestellte. Eine Stinkreiche Person die längst in Pension sein könnte, aber sich wohl dazu entschieden hat, am PC zu sterben. welch Ironie.
-Ich hasse unseren Personal-Chef. Eine Arrogante Person die zu praktischen Abläufen keinen Bezug hat.
-Ich hasse meinen Junior-Chef. Der fährt das Familienunternehmen an die Wand, ist in der Kundschaft und unter Vertretern als Witzfigur und Heuchler bekannt. Er besitzt die Fähigkeit jeden mit seiner Argumentation an die Wand zu reden. Auch wenn er völlig im Unrecht ist. Er benutzt gerne Subtile Drohungen und sagt selten direkt was er denkt. Ein jeder, der bei uns anfängt kommt zur selben Feststellung. "Was für cooler lockerer Chef." Und nach einem Jahr hat jeder die Erleuchtung.."A****"
Dazu wird bei uns nur ein Schlag von Mitarbeitern gern gesehen. Hoch-Verschuldete. Ich habe mindestens Vier Kolegen die ohne Wiederworte ihre 250-300 Stunden im Monat machen, weil sie
auf das Geld angewiesen sind. Lust haben die dadrauf nicht aber sie machen es.
Fahrer die 18 Stunden am Stück unterwegs sind, sind eine Selbstverständlichkeit. Für jene gibt es nichtmal mehr
geheuchelte Dankbarkeit.
Prinzipiel ist es in dieser Firma eh so das mann permanent heruntergebuttert wird.
Mit Banalitäten von WC-Papier verschwendung bis hin zu der Art Musik die mann nach Feierabend bevorzugt.
Permanenter Fleiss, Einsatz und Überstunden ohne Grenze sind eine Selbstverständlichkeit, während alles dadrunter Gnadenlos mit verbalen Arschtritten vergütet wird. Das Führungs-personal ist Resistent gegen konstruktive Kritik. Darüber hinaus ist mann sehr verwundert/verärgert das die Moral der Belegschaft seit Jahren im Keller residiert. Aufkeimende Euphorie wird cholerisch im Keim erstickt.
Das mögen alles subjektive Aufzählungen sein, doch halte ich sie für gewichtig. Denn etwa 18/20 Angestellten sehen das unabhängig voneinander genauso.
Ich war Dumm und Faul. Statt in den Tag zu leben, hätte ich in meinen zahlreichen Hobbys und Interessen eine Möglichkeit suchen sollen, eine Vernünftige Lehre zu machen.
Ich war Dumm und Faul. Statt mich nach der Lehre umzuschauen habe ich mich ständig selbst betrogen und eingeredet das es alles wieder besser wird.
Nun bin ich 10 Jahre in dieser Firma. Ich schalte morgens um 8:00 mein Hirn ab und ersehne spät-abends den Zeitpunkt wo ich es wieder einschalten kann.
Frustriert und Stumpf arbeite ich vormich hin und versuche den Tag zuende zu bringen.
Ich bin Frust-Esser. Ich habe meine Kondition verloren und Gewicht gewonnen.
Ein weiteres Kriterum, welches mir nicht zugute kommt, für den Fall das ich mich Beruflich Neu-orientiere.
Ich fühle mich Leer und ausgebrannt.
Das Gefühl, durch Dummheit und bequemlichkeit an eine derartige Firma gefesselt zu sein, macht jeden Arbeitstag zu einem seelischen Höllentrip. Und das wo ich noch nichtmal gemobbt werde.
Wenn ich das, was ich hier gerade geschrieben habe, selbst nocheinmal lese, scheint kündigen die einzige Konsequenz zu sein.
Aber wie bereits erwähnt hatte ich da damals schon Angst vor und nun, als Familienvater ist diese auch nocht begründet.
Selbst wenn ich daran denke in der Branche zu bleiben und jedeglich die Firma zu wechseln, nagen an mir Zweifel. Selbstzweifel. Ausgelöst durch die Jahrelangen, "verbalen Arschtritte" ob berechtigt oder nicht.
Und nu?
Nach der Höheren Handelsschule (1999) habe ich mich nicht um eine Lehrstelle bemüht und für einige Monate in jener Firma gearbeitet. Von Morgens bis Spätabends, Bar und Schwarz auf die Hand. Ich habe in etwa 4 Monaten Hochsaison etwa 9.000DM verdient. Anschliessend kamen einige Monate indem ich wie ein König gelebt habe 😉 Erstes Auto, Partys und ein kleines Vermögen.
Nun kam anfang 2000 der Musterungsbescheid für die Bundeswehr. Da ich noch keine Lehrstelle hatte und auch nicht mehr viel Geld besuchte ich bereits erwähnte Firma wieder. Der Junior-Chef sagte das er theoretisch ausbilden kann. Er gab mir eine Lehrstelle als
"Handelsfachpacker", datierte den Vertragsabschluss soweit zurück das ich damit zur Musterung konnte und nicht eingezogen werden konnte. Darüber hinaus konnte ich ind em Betrieb die 6 Monate zum Ausbildungsbeginn als Festangestellter arbeiten.
Auf Lohnsteuerkarte und nicht mehr Schwarz.
Damit war ich, Clever wie ich mich fand, einige Sorgen los. Ich musste nicht zum Bund, hatte eine Lehrstelle und wieder Geld.
Im nachhinein hege ich starke zweifel. Ich fürchte das ich mir mit dieser Geschichte meine Zukunft verbaut habe. Ich war Faul, Dumm und lebte in den Tag hinein. Mamas Liebling hatte, ne´ Freundin, den Führerschein, ein Auto und eine Lehrstelle. Klingt doch Toll oder?
Ich wollte nie "Handelsfachpacker" werden. Aber alle Welt sagte:
"Hauptsache Ausbildung!"
Die Lehre sah praktisch so aus, das ich die selben Tätigkeiten machte wie meine anderen Kollegen. Schwere Arbeit und Überstunden ohne Ende. Die "Lehre" fand im Grunde nur auf dem Papier statt. Es gab halt nur ein Azubi-Lohn + Überstunden
Schwarz auf die Hand. Zweimal pro Woche war ich in der Schule und der Stoff war geradezu lächerlich einfach. Überwiegend Einsen und Zweien auf den Zeugnissen und die Praktische Abschlussprüfung ebendfalls "Gut".
Während der Gespräche mit meinen Klassenkameraden, über deren Betriebe und internen Abläufen, kam ich schnell zu der Feststellung, dass meine Firma ein Ausbeuter-Betrieb ist. Dazu später mehr.
Da ich die Arbeit, vorallem im Sommer, während der Hauptsaison als extrem Stressig und anstrengend empfand, liess ich es langsamer angehen. Ich machte öfters als von mir gewohnt pünktlich Feierabend und nahm meine Rechte als Azubi öfters in Anspruch.
Das missfiel meinen Chef merkbar aber was konnte er schon dagegen tun?
Am Anfang war es spannend und Neu aber die Arbeit hat sich zu einem frustrierendem Ablauf entwickelt. Ich hielt mich bei Laune indem ich mir immerwieder eingeredet habe, das ich mir nach der Lehre mir was vernünftiges suchen werde.
Das tat ich natürlich nicht. Ich wurde übernommen, bekam das selbe Gehalt wie alle anderen un-gelernten und blieb in dem Betrieb. Die Firma expandierte, die Belegschaft nicht.
Noch mehr Arbeit. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Nun bereits seit insgesamt 10 Jahren!!!
Ich bin im Lager tätig und mache eigentlich alles was anfällt. Ich habe einen weiteren Festangestellten Kollegen sowie Zwei Azubis mit denen ich mein Aufgabenbereich teile.
Im Sommer sind wir chronisch unterbesetzt. Nochdazu sind die Azubis sehr oft Krank...gleichzeitig.
"Rücken-beschwerden"
Wenn ich mir das selber so durchlese müsste ich mich an bestimmten Stellen fragen.
"Wo issen´das Problem?" oder "Deine Sorgen hätt´ich gern!"
Tja, wo fange ich an...
-Ich habe nie den Mut aufgebracht zu kündigen und mir was neues zu suchen.
-Inzwischen bin ich Vater, und einen unbefristeten Arbeitsplatz in Krisenzeiten aufzugeben erscheint mir nicht Klug. Die Tatsache frustriert obendrein.
-Ich hasse diese Firma
-Ich hasse den Stumpfsinn und die Blödheit die einen täglich umgibt.
-Ich komme mit einer Handvoll Kollegen bestens aus (auch Privat) aber die meisten nerven/kotzen mich an.
Stumpfsinnige, Oberflächliche Idioten die Stundenlang über Autos diskutieren können und alles glauben was in BILD steht.
-Ich hasse meine Senior-Chefin. Eine Senile Alte Frau mit miesen Charakter. Mit aufgesetzter Freundlichkeit speiht sie ihr Gift gegen Kunden und Angestellte. Eine Stinkreiche Person die längst in Pension sein könnte, aber sich wohl dazu entschieden hat, am PC zu sterben. welch Ironie.
-Ich hasse unseren Personal-Chef. Eine Arrogante Person die zu praktischen Abläufen keinen Bezug hat.
-Ich hasse meinen Junior-Chef. Der fährt das Familienunternehmen an die Wand, ist in der Kundschaft und unter Vertretern als Witzfigur und Heuchler bekannt. Er besitzt die Fähigkeit jeden mit seiner Argumentation an die Wand zu reden. Auch wenn er völlig im Unrecht ist. Er benutzt gerne Subtile Drohungen und sagt selten direkt was er denkt. Ein jeder, der bei uns anfängt kommt zur selben Feststellung. "Was für cooler lockerer Chef." Und nach einem Jahr hat jeder die Erleuchtung.."A****"
Dazu wird bei uns nur ein Schlag von Mitarbeitern gern gesehen. Hoch-Verschuldete. Ich habe mindestens Vier Kolegen die ohne Wiederworte ihre 250-300 Stunden im Monat machen, weil sie
auf das Geld angewiesen sind. Lust haben die dadrauf nicht aber sie machen es.
Fahrer die 18 Stunden am Stück unterwegs sind, sind eine Selbstverständlichkeit. Für jene gibt es nichtmal mehr
geheuchelte Dankbarkeit.
Prinzipiel ist es in dieser Firma eh so das mann permanent heruntergebuttert wird.
Mit Banalitäten von WC-Papier verschwendung bis hin zu der Art Musik die mann nach Feierabend bevorzugt.
Permanenter Fleiss, Einsatz und Überstunden ohne Grenze sind eine Selbstverständlichkeit, während alles dadrunter Gnadenlos mit verbalen Arschtritten vergütet wird. Das Führungs-personal ist Resistent gegen konstruktive Kritik. Darüber hinaus ist mann sehr verwundert/verärgert das die Moral der Belegschaft seit Jahren im Keller residiert. Aufkeimende Euphorie wird cholerisch im Keim erstickt.
Das mögen alles subjektive Aufzählungen sein, doch halte ich sie für gewichtig. Denn etwa 18/20 Angestellten sehen das unabhängig voneinander genauso.
Ich war Dumm und Faul. Statt in den Tag zu leben, hätte ich in meinen zahlreichen Hobbys und Interessen eine Möglichkeit suchen sollen, eine Vernünftige Lehre zu machen.
Ich war Dumm und Faul. Statt mich nach der Lehre umzuschauen habe ich mich ständig selbst betrogen und eingeredet das es alles wieder besser wird.
Nun bin ich 10 Jahre in dieser Firma. Ich schalte morgens um 8:00 mein Hirn ab und ersehne spät-abends den Zeitpunkt wo ich es wieder einschalten kann.
Frustriert und Stumpf arbeite ich vormich hin und versuche den Tag zuende zu bringen.
Ich bin Frust-Esser. Ich habe meine Kondition verloren und Gewicht gewonnen.
Ein weiteres Kriterum, welches mir nicht zugute kommt, für den Fall das ich mich Beruflich Neu-orientiere.
Ich fühle mich Leer und ausgebrannt.
Das Gefühl, durch Dummheit und bequemlichkeit an eine derartige Firma gefesselt zu sein, macht jeden Arbeitstag zu einem seelischen Höllentrip. Und das wo ich noch nichtmal gemobbt werde.
Wenn ich das, was ich hier gerade geschrieben habe, selbst nocheinmal lese, scheint kündigen die einzige Konsequenz zu sein.
Aber wie bereits erwähnt hatte ich da damals schon Angst vor und nun, als Familienvater ist diese auch nocht begründet.
Selbst wenn ich daran denke in der Branche zu bleiben und jedeglich die Firma zu wechseln, nagen an mir Zweifel. Selbstzweifel. Ausgelöst durch die Jahrelangen, "verbalen Arschtritte" ob berechtigt oder nicht.
Und nu?