Lost inside
Mitglied
Hallo liebe Forengemeinde,
Erstmal Entschuldigung wegen des plumpen Threadtitels, aber ich irgendwie kann ich mein Thema nicht besser in einer Zeile zusammenfassen.
Erstmal zu mir als Person: Ich bin 21, Student und habe mit einigen Problemen á la Depression zu tun. Allerdings bin ich kein trauriger Mensch - vielmehr habe ich mit psychosomatischen Erscheinungen und chronischer Müdigkeit zu tun. Das ist jetzt aber alles in Behandlung.
Was noch erwähnenswert wäre ist, dass ich in Sachen Beziehungen sehr unerfahren bin, und mich zu Beginn des Studiums ziemlich in die absolute Einsamkeit manövriert habe.
Meine erste, und bislang einzige Beziehung hatte ich vor ein paar Monaten. Ich war da für eine Weile in einem Krankenhaus, damit sich die dort meine Probleme anschauen, und ggf Diagnosen erstellen.
Dort habe ich meine Ex kennengelernt... Wir haben irgendwie auf anhieb einen guten Draht gehabt, und nach einiger Zeit hat es gefunkt. Es war einfach passiert, dass wir zusammengekommen sind, und wir hatten auch eine richtig schöne Zeit - wenn auch nur eine kurze.
Nach einer Woche hab ich Schluss gemacht. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich sie liebe. Vielmehr hat mir ihre Nähe und ihre Zuwendung gut getan, aber ich hatte ständig das Gefühl dass ich nur egoistisch handle, und ihr Gefühlsmäßig keine Basis entgegenbringe.
Jetzt bin ich seitdem wieder Single. Es ist ja nicht so, als ob ich verzweifelt wäre, und mich wertlos finde, wenn ich keine Beziehung habe. Ich weiß auch, dass eine Beziehung mir keinen Lebenssinn vermitteln wird, und auch nicht die Probleme die ich habe (Depressionen, und daraus foglich Probleme mit dem Studium..) lösen könnte.
Jedoch fände ich es trotzdem schön, eine Beziehung zu führen.
Da ich bei meinem Studienort niemanden habe, bin ich recht viel im Internet unterwegs.
Hier kommt ein sehr eigenartiges Bild zustande:
Ich habe hin und wieder "Verehrerinnen". Die eine meinte letztens zu mir wortwörtlich, sie würde mich nicht direkt von der Bettkante stoßen und dass ich ein absoluter Traumtyp sei, eine andere schreibt mir oft Herzchen, :*-Smileys und nennt mich "Schatz" und Ähnliches. Das einzige Problem: Diese Personen sind in der Regel 16 oder 17 Jahre alt.
Meistens sind diese Leute dann auch noch eher ungebildet. Nicht, dass ich das geringschätzig meinen würde, aber ich habe einfach immer das Gefühl, dass wir uns nicht auf Augenhöhe begegnen, und das würde dann sowas wie eine Beziehung wieder substanzlos werden lassen.
Ich lerne dort auch hin und wieder Mädels kennen, die ich interessant finde.
Bei denen läuft einfach die Kommunikation, und ich merke einfach, dass da ein gewisses Grad an Tiefgründigkeit vorhanden ist...
Und solche Frauen wollen mit mir dann nur freundschaftlich zu tun haben. Klar, manche sind vergeben wenn man sich kennenlernt - dann ist das verständlich. Aber grade auch bei Frauen, die Single sind scheint es so, dass sie zwar sehr große Stücke auf mich halten, aber die sehen mich (im Gegensatz zu meinen "Verehrerinnen") eben nicht als potentiellen Partner an.
Da frag ich mich langsam, was die Ursachen sind.
Syffisant ausgedrückt könnte man fast meinen, dass nur Leute um die 16 und 17 noch "dumm" genug sind, um auf jemanden wie mich reinzufallen?
Bin ich einer, der das Niveu einer interessanten Frau dann doch nicht halten kann?
Einige Sachen, die die ganze Sache noch schwerer machen:
Ich sehe jünger aus, wie ich bin. Tatsächlich würde man mich eher auf 19 als auf 21 Jahre schätzen. Zwar ist bei der Partnersuche meist recht wenig vom Aussehen abhängig, aber dass ich jünger aussehe wie ich wirklich bin, scheint mich als möglicher Partner oft zu disqualifizieren. Oder sehe ich das falsch?
Die andere Sache ist, dass ich überdurchschnittlich intelligent bin. Das mag zunächst arrogant klingen, aber eigentlich hat man mir das auch von außen immer wieder bestätigt... Eltern, Lehrer und Psychologen. Ich stelle auch selber immer wieder fest, dass ich vielen Leuten nicht auf Augenhöhe begegne... Oft ist es so, dass ich jemanden verstehe (und diese Rückmeldung krieg ich auch oft... dass ich jemanden soo gut verstehe, und weiß wie er/sie sich fühlt), aber ich hingegen werde nie verstanden. Ich mach mir Gedanken über philosophische Themen, schreibe Musiktexte voller Metaphorik, und da versteht mich eigentlich niemand. Diese Intelligenz ist schon etwas, das mir bei Frauen im Weg steht... Ich kann mich schwer in eine Frau verlieben, die mich nicht versteht, oder mit mir nicht "mithalten" kann... Tut mir leid, wenn das vollkommen arrogant rüberkommt, aber so ist das nunmal. Ich will mit einer Beziehung auf Augenhöhe sein.
Und meine soziale Isolation kommt dazu. Ich hab sogut wie keine Freunde, und ich passe sonst auch sehr schwer in "Gesellschaft" rein... Grade die Orte, wo sich viele Paare kennenlernen mag ich nicht, oder kann wenig damit anfangen. Ich bin auch nicht der Typ, der soo cool ist, oder einfach mal in die Disco geht, und wildfremde Mädels antanzt und kein Problem damit hätte, sie auch für eine Nacht mit nach Hause zu nehmen. Ich bin einfach nicht dieser "Partytyp" 😵
Schüchtern bin ich dagegen nicht direkt. Für mich ist es mittlerweile kein Problem jemand wildfremdes anzuquatschen, nur dass sich aus sowas dann nie Bekanntschaften ergeben. Einerseits scheint das so der Regelfall zu sein, andererseits fragt sich, ob ich nicht auch irgendwie schlecht rüberkomme?
So, jetzt habe ich schon viel zu viel über mich geschrieben...
Ich würde gern von euch wissen, was ich wohl falsch anstelle? Wieso bin ich in den Augen "interessanter" Frauen uninteressant?
Wo lernt man überhaupt Frauen kennen? Grade außerhalb des Internets scheint es für mich auch noch so zu sein, dass jede halbwegs interessante Frau obendrein vergeben ist. Zurzeit ist das Internet meine einzige wirkliche Kontaktplattform, allerdings birgt das einiges an "Tücken"...
Wo liegen in meiner Denkweise vielleicht "Fehler"? Gedanken, die dazu führen dass ich diese ganze angelegenheit verzerrt, oder schwärzer wie eigentlich nötig sehe?
Bin froh um jede Antwort, und danke fürs Lesen.
Gruß, Lost inside
Erstmal Entschuldigung wegen des plumpen Threadtitels, aber ich irgendwie kann ich mein Thema nicht besser in einer Zeile zusammenfassen.
Erstmal zu mir als Person: Ich bin 21, Student und habe mit einigen Problemen á la Depression zu tun. Allerdings bin ich kein trauriger Mensch - vielmehr habe ich mit psychosomatischen Erscheinungen und chronischer Müdigkeit zu tun. Das ist jetzt aber alles in Behandlung.
Was noch erwähnenswert wäre ist, dass ich in Sachen Beziehungen sehr unerfahren bin, und mich zu Beginn des Studiums ziemlich in die absolute Einsamkeit manövriert habe.
Meine erste, und bislang einzige Beziehung hatte ich vor ein paar Monaten. Ich war da für eine Weile in einem Krankenhaus, damit sich die dort meine Probleme anschauen, und ggf Diagnosen erstellen.
Dort habe ich meine Ex kennengelernt... Wir haben irgendwie auf anhieb einen guten Draht gehabt, und nach einiger Zeit hat es gefunkt. Es war einfach passiert, dass wir zusammengekommen sind, und wir hatten auch eine richtig schöne Zeit - wenn auch nur eine kurze.
Nach einer Woche hab ich Schluss gemacht. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich sie liebe. Vielmehr hat mir ihre Nähe und ihre Zuwendung gut getan, aber ich hatte ständig das Gefühl dass ich nur egoistisch handle, und ihr Gefühlsmäßig keine Basis entgegenbringe.
Jetzt bin ich seitdem wieder Single. Es ist ja nicht so, als ob ich verzweifelt wäre, und mich wertlos finde, wenn ich keine Beziehung habe. Ich weiß auch, dass eine Beziehung mir keinen Lebenssinn vermitteln wird, und auch nicht die Probleme die ich habe (Depressionen, und daraus foglich Probleme mit dem Studium..) lösen könnte.
Jedoch fände ich es trotzdem schön, eine Beziehung zu führen.
Da ich bei meinem Studienort niemanden habe, bin ich recht viel im Internet unterwegs.
Hier kommt ein sehr eigenartiges Bild zustande:
Ich habe hin und wieder "Verehrerinnen". Die eine meinte letztens zu mir wortwörtlich, sie würde mich nicht direkt von der Bettkante stoßen und dass ich ein absoluter Traumtyp sei, eine andere schreibt mir oft Herzchen, :*-Smileys und nennt mich "Schatz" und Ähnliches. Das einzige Problem: Diese Personen sind in der Regel 16 oder 17 Jahre alt.
Meistens sind diese Leute dann auch noch eher ungebildet. Nicht, dass ich das geringschätzig meinen würde, aber ich habe einfach immer das Gefühl, dass wir uns nicht auf Augenhöhe begegnen, und das würde dann sowas wie eine Beziehung wieder substanzlos werden lassen.
Ich lerne dort auch hin und wieder Mädels kennen, die ich interessant finde.
Bei denen läuft einfach die Kommunikation, und ich merke einfach, dass da ein gewisses Grad an Tiefgründigkeit vorhanden ist...
Und solche Frauen wollen mit mir dann nur freundschaftlich zu tun haben. Klar, manche sind vergeben wenn man sich kennenlernt - dann ist das verständlich. Aber grade auch bei Frauen, die Single sind scheint es so, dass sie zwar sehr große Stücke auf mich halten, aber die sehen mich (im Gegensatz zu meinen "Verehrerinnen") eben nicht als potentiellen Partner an.
Da frag ich mich langsam, was die Ursachen sind.
Syffisant ausgedrückt könnte man fast meinen, dass nur Leute um die 16 und 17 noch "dumm" genug sind, um auf jemanden wie mich reinzufallen?
Bin ich einer, der das Niveu einer interessanten Frau dann doch nicht halten kann?
Einige Sachen, die die ganze Sache noch schwerer machen:
Ich sehe jünger aus, wie ich bin. Tatsächlich würde man mich eher auf 19 als auf 21 Jahre schätzen. Zwar ist bei der Partnersuche meist recht wenig vom Aussehen abhängig, aber dass ich jünger aussehe wie ich wirklich bin, scheint mich als möglicher Partner oft zu disqualifizieren. Oder sehe ich das falsch?
Die andere Sache ist, dass ich überdurchschnittlich intelligent bin. Das mag zunächst arrogant klingen, aber eigentlich hat man mir das auch von außen immer wieder bestätigt... Eltern, Lehrer und Psychologen. Ich stelle auch selber immer wieder fest, dass ich vielen Leuten nicht auf Augenhöhe begegne... Oft ist es so, dass ich jemanden verstehe (und diese Rückmeldung krieg ich auch oft... dass ich jemanden soo gut verstehe, und weiß wie er/sie sich fühlt), aber ich hingegen werde nie verstanden. Ich mach mir Gedanken über philosophische Themen, schreibe Musiktexte voller Metaphorik, und da versteht mich eigentlich niemand. Diese Intelligenz ist schon etwas, das mir bei Frauen im Weg steht... Ich kann mich schwer in eine Frau verlieben, die mich nicht versteht, oder mit mir nicht "mithalten" kann... Tut mir leid, wenn das vollkommen arrogant rüberkommt, aber so ist das nunmal. Ich will mit einer Beziehung auf Augenhöhe sein.
Und meine soziale Isolation kommt dazu. Ich hab sogut wie keine Freunde, und ich passe sonst auch sehr schwer in "Gesellschaft" rein... Grade die Orte, wo sich viele Paare kennenlernen mag ich nicht, oder kann wenig damit anfangen. Ich bin auch nicht der Typ, der soo cool ist, oder einfach mal in die Disco geht, und wildfremde Mädels antanzt und kein Problem damit hätte, sie auch für eine Nacht mit nach Hause zu nehmen. Ich bin einfach nicht dieser "Partytyp" 😵
Schüchtern bin ich dagegen nicht direkt. Für mich ist es mittlerweile kein Problem jemand wildfremdes anzuquatschen, nur dass sich aus sowas dann nie Bekanntschaften ergeben. Einerseits scheint das so der Regelfall zu sein, andererseits fragt sich, ob ich nicht auch irgendwie schlecht rüberkomme?
So, jetzt habe ich schon viel zu viel über mich geschrieben...
Ich würde gern von euch wissen, was ich wohl falsch anstelle? Wieso bin ich in den Augen "interessanter" Frauen uninteressant?
Wo lernt man überhaupt Frauen kennen? Grade außerhalb des Internets scheint es für mich auch noch so zu sein, dass jede halbwegs interessante Frau obendrein vergeben ist. Zurzeit ist das Internet meine einzige wirkliche Kontaktplattform, allerdings birgt das einiges an "Tücken"...
Wo liegen in meiner Denkweise vielleicht "Fehler"? Gedanken, die dazu führen dass ich diese ganze angelegenheit verzerrt, oder schwärzer wie eigentlich nötig sehe?
Bin froh um jede Antwort, und danke fürs Lesen.
Gruß, Lost inside