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Deutsch- Ausdruck lernen?

Hey ich wollte euch mal fragen ob ihr eventuel Seiten kennt, wo man sich gute Ausdrücke und Satz anfänge usw. für Aufsätze im Deutschen aber auch zb Pädagogischen Bereich ansehen und aneignen kann? Vllt kann mir der eine oder andere tipps geben, nach welchen Schlagwörtern ich suchen sollte um in Google fündig zu werden? Also mir eght es einfach generel darum, dass ich meine Gedanken in einem gut strukturierten, ^'leseflüssigen' Text erfassen kann. Nur fehlt mir dazu meist Gute von lehrern gern gesehen Ausdrücke! wäre dankbar für hilfe 🙂
lg
 
Ich glaube, dass es sinnvoller ist, wenn man sich selbst über die von einem gewählte Sprache Gedanken macht, statt gewisse Redewendungen auswendig zu lernen.

Regel Nummer 1 ist meines Erachtens Verständlichkeit. Um diese zu erreichen, empfehle ich allgemeine Begriffe, die von so gut wie allen Menschen (auch Kindern oder "Ausländern") verstanden werden. Einfachheit ist insofern auch besser als Eleganz.

Als Schüler hat man im Prinzip den gesamten Schulalltag Zeit, sich mit Sprache auseinanderzusetzen. Man hört ja ständig Leute reden. Dabei kann man sich z. B. überlegen, wie man das Gehörte verständlicher sagen könnte.


 
Es gibt eine ganz einfache, wenn auch zunächst etwas mühsame erscheinende Methode hierfür.
Nimm Dir 3 Bücher. Und beginne diese auswendig zu lernen. Wenigstens die ersten 20 Seiten.
3 Bücher deshalb, damit Du etwas Abwechslung hast.
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Ich empfehle Dir dafür:
1. Der kleine Prinz (den lernst Du ganz auswendig)
2. De bello gallico (Caesar, natürlich auf deutsch übersetzt, die ersten 20 Seiten lernen)
3. Die Irrfahrten des Odysseus (lesen, dann irgendein Kapitel aufschlagen und dieses auswendig lernen).
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Diese 3 erhältst Du in jeder Buchhandlung, teilweise fast für ein Taschengeld als Reclam-Heftchen.
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Ich schlage Dir ganz bewußt diese drei vor, da diese zu den herausragenden Büchern gehören,
die einen sehr umfangreichen und sehr präzisen Wortschatz besitzen.
Sämtliche Personen, die wir heute als "große Köpfe" bezeichnen sind genau diesen Weg gegangen.
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Des weiteren verwenden die Autoren dieser Bücher einen vollkommen unterschiedlichen Satzbau,
sodaß Du auch breit gefächert sehr stabil wirst in Deiner Satzformulierung.
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Die meisten Leute, zu denen man heute etwas aufschaut weil sie klare und saubere Gedanken formulieren können waren in Schulen, bei denen dieses Auswendiglernen zum normalen Schulalltag gehörte.
(Goethe, Schiller, Mörike, Hölderlin, Walter Jens, Fontane, Heinrich Heine, Michael Ende (Die unendliche Geschichte), Marcel Reich-Ranicki, Albert Einstein, usw. usw. usw.)
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(Als erstes solltest Du auf das Hey am Anfang verzichten. Am besten dieses Wort sofort aus deinem Sprachgebrauch streichen, auch Deinen Kumpels gegenüber. Alleine durch die Verwendung dieses Wortes besteht die Gefahr, daß Du sofort in eine bestimmte Schublade gesteckt wirst.)
 
Mein Tipp wäre ebenfalls: Lesen. Die drei genannten Bücher kannst du gern nehmen, alternativ aber auch jedes andere Buch. Lesen schult die eigene Ausdrucksfähigkeit ungemein. Ich habe als Kind viele Begrifflichkeiten zum ersten Mal in einem Buch gelesen, durch den Zusammenhang, in dem sie standen, habe ich sie verstanden und konnte sie dementsprechend auch selber anwenden.

Deswegen: Lesen, lesen, lesen🙂
 
Genau, lesen.
Keine Comics und am besten auch keine Comedy-Bücher, sondern geschichten.
Da kannst du dir auch gerne was aus der Science-Fiction Abteilung holen oder was immer gut ist: Weltliteratur. Jules Verne, Oscar Wilde, H.G Wells, Arthur Conan Doyle... Da kommt auch keine Langeweile auf.
 
Herzlichen Dank, für diesen wirklich guten und hilfreichen Beitrag, aber es gibt leider noch sehr viele andere solche Unwörter wie "Hey" und dann auch noch die schrecklichen Abkürzungen, wie "vll, telen" usw., die wir dem unsinnigen Kurznachrichten zu danken haben!

Also, ganz spontan: Ich muß Dich loben.
Alleine daß Du erkannt hast und daß es Dich stört, solche Unwörter zu benutzen, das ist schon ein großer und ein sehr guter Schritt. Der nächste Schritt ist dann darauf zu achten, daß man diese selbst nicht mehr benutzt.
Sicher, anfänglich "flutscht" da vielleicht manches noch durch. Das ist ja auch nicht sooo tragisch.
Aber wenn man darauf achtet (und sich vielleicht sogar ein bischen über sich selbst ärgert, daß sowas wieder "durchgeflutscht" ist) wird es täglich besser. Sehr lobenswert. Sehr.
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An der Sprache erkennt man sehr leicht wie jemand denkt. Denn Sprache ist nichts anderes als in Worte gefaßtes Denken.
Schlampige Sprache - schlampiges Denken.
Höfliche Sprache - höfliches Denken.
Präzise Sprache - präzises Denken.
Großer Wortschatz - weit gefächertes Denken.
usw. usw. usw.
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Als Abschied sozusagen von den Unworten, mit einem Augenzwinkern:
Hey, Alder, des isch geil, wie du des machscht.
 

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