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Desinteressiert an Beziehungen

  • Starter*in Starter*in FutureExMsConnolly
  • Datum Start Datum Start
F

FutureExMsConnolly

Gast
Hallo,

zunächst einmal bin ich mir nicht sicher, ob man folgendes überhaupt als Problem sehen kann, doch ich muss gestehen, dass es mich in letzter Zeit doch ziemlich beschäftigt ind ich gerne andere Meinungen hören würde.
Ich bin 21 Jahre alt, studiere Germanistik und habe eine eigene Wohnung relativ weit weg von meinen Eltern, bin finanziell von diesen unabhängig und habe ein, meiner Meinung nach, gesundes Sozialleben. Mein "Problem", wenn man es so nennen kann, ist mein nicht vorhandenes Interesse an einer amourösen Beziehung. Ich hatte noch nie einen Freund oder eine Freundin, nicht, weil es keine Personen gegeben hat, deren Aufmerksamkeit ich erregt hatte oder welche mir sympathisch waren, sonden einfach, weil ich gar keine Lust auf jemanden an meiner Seite habe. Eine Beziehung ist für mich unvorstellbar und definitiv auf einem unteren Platz meiner Wunschliste. Keine Ahnung, warum es so ist, aber ich schätze mal, dass ich bisher niemanden gebraucht habe, um glücklich zu werden und ich deswegen auch weiterhin so zu leben versuche. Verliebt war ich ebenfalls noch nie und habe, mal von meinem Eltern und meiner jüngeren Schwester abgesehen, noch nie für jemanden tiefere Gefühle gehegt. Ich bin mit meiner Lebenslage (s.o) zufrieden, dennoch muss ich mich in letzter Zeit fragen, ob an dem, was mein Umfeld mir sagt, vielleicht etwas dran sein könnte. Von den wöchentlichen Anrufen meiner Mutter beispielsweise bin ich nur noch genervt, da diese sich die Nachfrage " Und? Wie sieht es aus? Gibt es einen süßen Kommilitonen an deiner Uni?" nicht nehmen lässt. Von sowas bin ich einfach nur noch genervt und da ich dies jedes Mal verneinen muss, enden unsere Gespräche häufig mit einem "Mit 21 noch nicht über einen Freund nachzudenken, ist einfach unnormal!" ihrerseits. Auch Freunde, welche mich nach meinem Beziehungsstatus fragen, gehen mir mit ihrem "Schau mal, wer der nicht was für dich?" und "Ich hätte da einen, der würde super zu dir passen!" nur noch auf den Geist. Ich lasse mich nun einmal nicht gerne drängen und bin der Meinung, dass, sollte mal ein Wunder geschehen und ich mich verlieben, das eben Zeit braucht. Gefühle kann man eben nicht erzwingen.
Dieser "Druck" von außen besteht seit... Meinem sechzehnten Lebensjahr, glaube ich. Mich hat es nie gestört, nur der Kumpeltyp zu sein oder mit meinen Freunden, die alle schon einen Partner oder eine Partnerin hatten, etwas zu unternehmen und das berühmte dritte Rad am Wagen zu sein. Auch habe ich mir stets gesagt "Hey, du bist noch so jung, was brauchst du denn eine Beziehung? Du bist doch glücklich so, wie es momentan ist!". Dennoch muss ich gestehen, dass ich langsam durch dieses immer wiederkehrende Nachfragen allmählich Zweifel bekomme, ob meine Mutter nicht doch Recht behalten soll und ich einfach nur ein unromantischer und nicht zur Liebe fähiger Klotz bin.
Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht oder ein paar Tipps, wie ich weiterhin mit dieser Sache umgehen soll? Ich bin jedem sehr verbunden, der sich die Zeit nimmt und sich meinen Schnodder hier durchfließt 🙂

MFG
Connollys Ex
 
Hi Future

Du bist nicht die einzige Person mit diesem "Problem". Ich hab auch deutliches Interesse an Beziehungen verloren. Ich selbst sehe das nicht wirklich als "Problem". Wozu auch?

Du schreibst du bist unabhängig, hast Freunde und Bekannte und kein "Bedürfnis" nach einem festen (oder generell) Partner/-in.

Für viele ist es halt Gang und gebe vergeben zu sein, Kinderwunsch zu haben und/oder verheiratet zu sein. Für andere eben nicht. Deswegen fühlst du dich wohl auch genervt/gedrängt wenn dein Umfeld damit ankommt. Ich finde das manchmal auch ätzend.

ich bin der Meinung eine Beziehung braucht man nicht unbedingt. Es hat beides vor und Nachteile. Jeder muss für sich entscheiden 🙂.

Vielleicht verliebt man sich mal vielleicht auch nicht. Wer weiß das schon?

Aufjedenfall bist du weder sonderbar, krank o.ä. sondern schlichtweg einzigartig wie jeder andere auch 🙂.

Gruß Chronos
 
Hallo Connollys Ex,

mir fällt es gerade schwer, das einigermaßen höflich zu formulieren... Es gibt so viele Leute auf der Welt, die meinen alles besser zu wissen. Die haben die Weißheit mit der Schaufel gefressen und meinen anderen belehren bzw. reparieren zu müssen. (Ok, es gibt auch noch Leute, die meinen es ein nur gut bzw. zu gut und schießen völlig über's Ziel hinaus).

Für mich ist das ganz simpel und total unmissverständlich: Du bist du und du weißt was du willst (bzw. eben was du nicht willst). Und das ist zu 1000% in Ordnung. Lass dir also auf keinen Fall so einen Blödsinn einreden, sondern mach bitte das, was für dich richtig ist. Und es gibt exakt und ohne jede Alternative nur eine einzige Person, die das beurteilen kann, und das bist du.

Du möchtest momentan niemand? Perfekt, dann ist das halt so. Wenn jemand damit nicht klar kommt? Pech gehabt. Und wenn du in ein paar Monaten, Jahren oder Jahrzehnten deine Meinung änderst (und zwar weil du das wirklich möchtest und dir niemand einredet), dann ist das halt so. Und das ist ebenfalls völlig ok.

LG
 
Dennoch muss ich gestehen, dass ich langsam durch dieses immer wiederkehrende Nachfragen allmählich Zweifel bekomme, ob meine Mutter nicht doch Recht behalten soll und ich einfach nur ein unromantischer und nicht zur Liebe fähiger Klotz bin.

Unromantischer und nicht zur Liebe fähiger Klotz klingt interessant. Hast du dieses und ähnliches schon immer von deiner Mutter gehört, auch als Kind? Wenn ja, dann könnte das einer der möglichen Erklärungen sein.

Wie ist die Beziehung zu deinem Vater? Hat er zu viel für dich getan oder gar nichts? War er kaum anwesend oder zu oft? Wenn er z. B. zu viel für dich getan hatte (Verfolgungsbetreuung, alles bezahlen, alle Probleme abnehmen...- auch bei Müttern möglich), aber sonst emotional ein distanziertes Verhältnis bestand dann könnte das auch einer der möglichen Erklärungen sein.

Die zwei Beispiel würde ich dann unter Angst vor Nähe verbuchen.

Eine andere Möglichkeit wäre auch, dass du kein Interesse an Beziehungen hast, dass du durch Bildung und die Arbeitswelt dein Herz mehr und mehr eingebüßt hattest, da man dort vermehrt immer mehr als Maschine funktionieren soll und nicht als Mensch.

Es kann auch sein, da du dich als finanziell unabhängig angibst, dass du einfach Gefühlt niemanden brauchen willst und kannst. Du willst deine Ruhe haben und einer Arbeit nachgehen.

Die Möglichkeit einer hohen Anforderung an die Männerwelt, ob bewusst oder unbewusst, könnte auch auf Grund deiner sogenannten hohen Bildung vorhanden sein, sodass dir praktisch die Lust vergeht, da nicht alle Männer studierte Menschen sind. Frauen sollen ja weniger nach unten heiraten, sondern nach oben streben.
 
Gute Antworten bisher. Ich spare es mir, nochmal das gleiche zu schreiben.
Eine Sache allerdings würde mich interessieren. Wie reagierst du denn auf solche Nachfragen? Klingt so, als ob da der Nachdruck fehlt.
Du könntest dir das Leben vermutlich sehr viel angenehmer machen, indem du bei den entsprechenden Personen klare Ansagen machst. “Danke, ich habe kein Interesse. Auch in Zukunft nicht.“ Und das auch deiner Mutter gegenüber. Mach eine Absage, vielleicht eine zweite, und in Zukunft ignorierst du jegliche Fragen dazu.
 
Wow, erst einmal danke, dass sich so viele gemeldet haben. Tatsächlich fühle ich mich dadurch besser und habe nicht mehr so sehr das Gefühl, ich sei ein Emporkömmling 😀

@Diune
Ich sage in solchen Situationen klipp und klar, dass ich nicht interessiert bin und sie mich in Ruhe lassen sollen. Leider stößt dies scheinbar auf taube Ohren, besonders bei meiner Mutter. Sie scheint wie besessen von dem Wunsch, mich unter der Haube oder in festen Händen zu wissen, weiß der Geier warum. Meine Freunde scheinen da, trotz meiner ausdrücklichen Anweisung, mich damit doch bitte damit in Ruhe zu lassen, ebenfalls kein Interesse daran zu haben. Ein wenig bedrückt mich dies natürlich schon, da ich zunehmend das Gefühl habe, dass auf meine Wünsche kein Wert gelegt wird.

@Gast
Nein, meine Kindheit war unbeschwert und ich war ein sehr glückliches Kind, das von seinen Eltern und Großeltern geliebt worden ist. Vor allem mein Vater und meine Großeltern waren alles für mich und ich alles für sie.
Die Beziehung zu meinem Vater ist und war immer gut. Er war stets bemüht um mich, hat sich gut um mich gekümmert, mir unterstützt wo es nur geht und sich immer sehr verständnisvoll gezeigt. Auch heute noch sind mein Vater und ich ein tolles Team und unternehmen wann es nur geht etwas miteinander.
Besonders wählerisch habe ich mich eigentlich niemals gesehen. Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern, jemals jemanden innerlich bemängelt oder als nicht für genug abgestempelt zu haben. Nehmen wir als Beispiel mal den generischen Hollywoodschauspieler, der umschwärmt wird und mit Sicherheit mehr verdient als ich es jemals können werde. Ich habe, auch als Teenie, nie für einen Schauspieler /Sänger/Sportler etc.pp. auch nur geschwärmt. Da ich keine Vergleichsmöglichkeiten habe, schätze ich mich eigentlich nicht so ein, besonders wählerisch zu sein, was das betrifft (was natürlich auch nicht heißen soll, dass ich mich jedem an den Hals werfen würde).
 

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