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Der Schmerz und die Verarbeitung.

G

Gast

Gast
Hallo


ich habe sehr viele Verluste in meinem Leben erfahren. Jetzt durch eine Trennung fühle ich einen sehr starken Schmerz in der Gegend des Solarplexus.

Ich versuche diesen anzunehmen, frage diesen Schmerz, was willst du mir aufzeigen, warum trittst du erneut auf, immer und immer wieder.

Die eigentliche Frage, die ich mir stelle, wie schafft man es, diesen Schmerz zu überwinden - aufzulösen? Ich stelle mir gedanklich - ein kleines Kind vor, dass sich schutzlos und verletzt fühlt, ich schicke diesem Wärme und Liebe, dennoch taucht dieser Schmerz immer wieder auf. Ich verstehe nicht warum er sich nicht auflösen lässt.

Gedanklich, will ich nicht mehr leiden, aber der Schmerz kommt unbewusst, gewisse Ereignisse triggern ihn. Ein Lied läuft und erinnert mich an eine schöne Zeit, da diese nicht mehr ist, leide ich. Ein Gedanke lässt mich vergangenes Sehen und der Schmerz drängt sich pochend, ruhig und rein den Solarplexus.

Ich versuche mich bewusst zu beobachten, sind es die Gedanken die den Schmerz hervorrufen oder unbewusste Vorgänge. Meist ist erst der Gedanke da und dann der Schmerz.

Neurologisch sehe ich dies so: Da ich sehr viele Verluste im Leben hatte, haben sich wohl meine Rezeptoren stark an diesen Vorgang gewöhnt, daher tritt der Schmerz auch öfter und leichter auf, als bei jemanden der keine Verlusterfahrungen hatte.

Ich nehme Johanniskraut und gewisse Bachblüten, allerdings hatte ich früher auch mal Citalopram genommen. ( bei Chemie fühle ich mich müde und wie ein Zombie, außerdem sehe ich es zwischenzeitlich so, es überdeckt gewisse Zustände, bereinigt aber nicht die Ursache).

Wer hat Erfahrungen, Gedanken zum Thema Schmerz? Was macht ein Therapeut, wie löst er diesen Schmerz auf? Würd mich über rege Anteilnahme freuen.

LG
Gast
 
Hallo,
ich habe sehr viel Schweres erlebt,und das ist noch nicht zu Ende,denn der mir liebste Mensch starb anfangs des letzten Jahres.
Verarbeitung?Wie soll das gehen?Der Schmerz ist immer da und quält mich.Jahrzehnte lange Freundschaft.Die Erinnerungen sind mehrheitlich positiv,trotzdem sind da auch negative vorhanden.
Schuldgefühle lassen mich nicht zur Ruhe kommen,obwohl sie keine Veränderungen mehr zulassen können.Depressionen kommen und gehen.Physische Schmerzen sind auch da😛sychische Probleme
"steuern" sie.Trotzdem geht es weiter,irgendwie.Medis und Therapie
nützen wohl,die Verarbeitung aber ist (noch?)nicht im Gange.Vergessen werde ich niemals,-aber WIE leben mit einem vollen Rucksack?
Vielleicht kann ich mal zur Ruhe kommen,-das wäre eine Gnade.
Herzlichen Dank fürs zulesen,Vindobona.

.
 
Hallo,
also Therapeuten können meiner Meinung nach Schmerz nicht auflösen. Aber sie können einen sehr gut unterstützen einen Weg mit dem Schmerz oder weg vom Schmerz zu finden. Gefühle kennen keine Zeit. Sie dauern solange sie dauern. Ein Arzt sagte mal zu mir: Und wenn dieses Leben für ihre Tränen nicht reicht braucht es vielleicht noch ein nächstes.(Das kam auf meine Beschwerde das ich ständig heulen muß, auch auf der Straße, mit und ohne Grund, über Jahrzehnte) Inzwischen habe ich viel Schmerzen und ich denke der Satz des Arztes gilt auch dafür, eben für alle Gefühle. Klingt erst mal schlimm. Aber bei näherer Überlegung hat es mir den Druck genommen, ich sei zu doof mir selber zu helfen. Ein Therapeut, und es muß der richtige sein was schwierig ist, wirkt glaube ich am meisten durch sein Mitgefühl (kein Mitleid) und den Abstand den er zu der Geschichte hat. Mit den zur Ruhe kommen ist das so ne Sache. Ich wünsche mir das auch, habe aber festgestellt, man kann es glaube ich nur über Aktivität (Unruhe) erreichen. Nur mit der Auseinandersetzung mit den Menschen die noch auf der Welt sind, und das so viel wie möglich, kommt man zum Frieden mit denen die nicht mehr sind. Jetzt mach ich Pause, bis bald Upps
 
ich habe die erfahrung gemacht, in tehrapiestunden das meine schmerzen verschwinden,sobald ich annehme was ist und es raus lasse. insofern eben heulen und zulassen , das ich traurig bin.

aber dann auch diese sache mit dem kleinen kind. das ist ein guter anfang. sich selbst bemuttern beschützen,dann auch weiter gehen und wieder ins leben kommen, das kleine kind in dir mit der schützenden mutter.
schmerzen im solarplexus bereich halte ich für unsicherheit, habs mal gelesen und kenne es aus meiner evrgangenheit ähnlich.

du musst lernen das du mit dir sicher bist und für dich stehst.vertrauen aufbauen,das du das richtige tust.
so habe ich es in therapie gelernt...
 
Hallo zusammen,

ich habe den obrigen Text geschrieben als Gast, nun habe ich mich doch mal dazu entschieden, mich mit Benutzernamen anzumelden.

Momentan versuche ich mit dem Schmerz bewusst umzugehen, in einfach sein zu lassen, wahrzunehmen und wieder gehen zu lassen.

Ich höre weniger Musik, beschäftige mich mit Meditation, versuche meinen Geist zu bilden, einen inneren Frieden mit mir selbst zu erlangen.

Wie oben geschrieben, habe ich eine große Liebe verloren, sowie gewisse Sehnsüchte nach der Trennung auf jemanden projeziert, der diese von vorne herein nicht erfüllen kann.

Sehnsucht, dass ist der pochende Schmerz, Sehnsucht nach vergangenen Tagen, ah Augenblick verweile doch, bleib hier und doch ist er fort, für immer.

Erinnerungen, Wärme und Sanfheit, Verständnis da dich der Mensch kannte, wie kein anderer und einem nun eine Lücke entstanden ist.

Ich versuche bewusster im JETZT zu leben, Menschen hier und jetzt wahrzunehmen, Wärme geben, Wärme empfangen mit der Gewissheit, dass nichts für die Ewigkeit ist, dass nichts still steht.

Ich werde wieder anfangen Sport zu machen, für mich Interessen zu finden und weiterzuleben, mit weniger Schmerz und mehr bedingungsloser Liebe, denn dass ist für mich die größte Kraft. Liebe, hätte ich dieses Gefühl nicht mehr, wäre ich tod oder würde Selbstmord begehen.

Liebe Grüße
Ying und Yang
 

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