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Der letzte

Wölkchen1

Mitglied
Hallo,

hier gibts wahrscheinlich schon einige ähnliche Beiträge, aber ich muss mir das einfach mal von der Seele schreiben.

Vor 7 Jahren ist mein Papa gestorben, als ich grade 19 war. Er war einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben. Mein Pa und mein Opa waren immer für mich da. Als allerdings mein Pa (wir haben alleine zusammengewohnt und ich hab ihn auch gefunden...er war grad 44) verstorben ist, war ich monatelang nicht richtig da und es tut heute noch verdammt weh, wenn ich an ihn denke. Er fehlt mir einfach unglaublich doll.
Sehr schlimm war es bei meiner Hochzeit und als mein kleiner Sohn geboren wurde.
Aber mein Opa war in den Momenten ja noch da und das hat meinen Kummer immer etwas gelindert. Und jetzt ist er auch nicht mehr da....Am 9.6. ist er plötzlich verstorben....Ich bin zwar nicht ganz alleine, hab ja meinen Mann und meinen Sohn, aber ich möchte meinen Mann auch nicht mit meinem ganzen Kummer belasten. Es tut ihm einfach auch sehr weh, wenn er mitbekommt wie ich leide.
Es ist einfach schrecklich den ganzen Tag möglichst zu funktionieren und am Abend oder Nachts kommt der ganze Schmerz dann hoch.
Mensch, ich bin doch grade erst 26 und jetzt ist einfach keiner mehr da, der mich so liebt und versteht wie ich einfach bin und war und mit dem ich über alles reden kann, was mir mal so auf der Seele brennt, wenn ich es nicht mit meinem Mann bereden will....(nicht falsch verstehen, wir reden über alles, aber es gibt nunmal Sachen über die man lieber mit jemand anderes reden will).

Warum ist der Verlust eines lieben Menschen einfach immer so schwer? Warum muss ich grade die beiden schon so früh verlieren? Fragen, wo es keine Antwort drauf gibt, aber ich hoffe, dass die Zeit auch diesen Schmerz etwas lindern kann.
Selbst nach 7 Jahren tut es noch verdammt weh und das jeden einzelnen Tag. Und jetzt ist mein Opa auch noch weg.

Wie geht man damit am besten um?

Zum Glück habe ich meinen Mann und meinen kleinen Sohn, die mich nicht immer grübeln lassen und mein Mann nimmt mich auch gerne in den Arm, wenns gar nicht mehr geht und ich bin froh, dass er immer da ist.

Trotzdem ist es unglaublich schwer zu akzeptieren, dass ich jetzt quasi alleine dastehe....
 

Hallo Wölkchen1,

schau mal hier: Der letzte. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Früher gab es die Trauerrituale, die Entlastung brachten, die heute seltener in Anspruch genommen werden. Früher hatten die Leute viel häufiger Erfahrung mit Tod und Sterben und die haben dann eben auf diese Weise getrauert und es muss ihnen wohl was gebracht haben, denn sonst hätten das wahrscheinlich nicht gemacht.
 
Hallo,
erkundige Dich doch, ob es in einer Kirchengemeinde eine Trauergruppe gibt oder eine Selbsthilfegruppe in der Nähe. Oder wäre eine Psychotherapie aufgrund Deiner Niedergeschlagenheit etwas für Dich. Besprich das doch mal mit Deiner Hausärztin!
Ich wünsche Dir, daß Du qualifizierte Hilfe durch persönliche Gespräche bekommst.

Es grüßt Dich Timotheus
 
Hallo,
erkundige Dich doch, ob es in einer Kirchengemeinde eine Trauergruppe gibt oder eine Selbsthilfegruppe in der Nähe. Oder wäre eine Psychotherapie aufgrund Deiner Niedergeschlagenheit etwas für Dich. Besprich das doch mal mit Deiner Hausärztin!
Ich wünsche Dir, daß Du qualifizierte Hilfe durch persönliche Gespräche bekommst.

Es grüßt Dich Timotheus

Danke.
Das sollte ich wohl mal machen. Mit meinem Hausarzt reden. Hoffe, dass er mir erstmal irgendwie weiterhelfen kann.
 
Hallo,
da ich Mitglied der Ev. Landeskirche in Berlin bin, möchte ich natürlich Jesus Christus
nicht unerwähnt lassen:

Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt.
Ich will euch erquicken.
Matthäus 11,28

Der HERR richtet auf, die niedergeschlagen sind.
Psalm 146,8

Vielleicht können Dir auch die Gottesdienste ohne die übliche Liturgie eine neue
Perspektive eröffnen:
www.gottesdienste-als-entdeckungsreise.de

Ich wünsche Dir Zuversicht und Lebensfreude.

Es grüßt Dich Timotheus
 
Mir ging es ähnlich wie dir, meine Mutter war alleinerziehend - meinen Vater kenne ich nicht (bei meiner Hochzeit habe ich "unbekannt" angegeben).
Meine Mutter starb im Sept. 2010 (mit 48) und mein Opa und zwei Tanten zogen sich von mir zurück. Ich war erst stock sauer - anfangs großes Blabla - Familie - mitlerweile ist es mir egal.
Nur die Trauer im meine Mutter wird wahrscheinlich nie ganz weggehen.

Ich halte mich an meinen Kindern fest und Freunde habe ich eh keine; und meine Frau, seufz, anderer Thread.
 
Hallo,
da ich Mitglied der Ev. Landeskirche in Berlin bin, möchte ich natürlich Jesus Christus
nicht unerwähnt lassen:

Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt.
Ich will euch erquicken.
Matthäus 11,28

Der HERR richtet auf, die niedergeschlagen sind.
Psalm 146,8

Vielleicht können Dir auch die Gottesdienste ohne die übliche Liturgie eine neue
Perspektive eröffnen:
www.gottesdienste-als-entdeckungsreise.de

Ich wünsche Dir Zuversicht und Lebensfreude.

Es grüßt Dich Timotheus

Ja dankeschön. Ich bin eine gläubige Christin und gehe eh 1-2 mal die Woche zur Kirche. Es hilft ein wenig für einen kurzen Moment....Aber ich denke, dass ich wirklich mal mit anderen reden muss. Wie dein Vorredner schon meinte, einfach mal mit jemand "anderen" reden....
 
Ja mein Sohn gibt mir auch viel Kraft....aber das Loch im Herzen schmerzt trotzdem......

Es wird glaube ich nie ganz vergehen, ich bin nun ~10 Monate "allein".
Manchmal vergisst man es kurz, aber sobald man irgendwas sieht und sei es noch so etwas unscheinbares, unser Hirn stellt gleich eine Verbindung her zu den Menschen die man verloren hat.

Ich bin teilweise sehr "eifersüchtig" auf Kollegen wenn ich mitbekomme dass dort noch keiner gestorben ist... unfassbar für mich. Oder ein Kollege geht jeden Mittag zu seinen Eltern zum Mittagessen, wenn ich einen schlechten Tag habe, gehe ich erstmal zum WC und heule mich aus.


Du kannst "froh" sein an etwas glauben zu könne, ich bin überzeugter Atheist .
 
Ich bin teilweise sehr "eifersüchtig" auf Kollegen wenn ich mitbekomme dass dort noch keiner gestorben ist... unfassbar für mich. Oder ein Kollege geht jeden Mittag zu seinen Eltern zum Mittagessen, wenn ich einen schlechten Tag habe, gehe ich erstmal zum WC und heule mich aus.


Du kannst "froh" sein an etwas glauben zu könne, ich bin überzeugter Atheist .

Ja, ich kann es auch nicht haben, wenn ich andere glücklich mit ihren Eltern sehe.
Meine Mutter hat mich abgegeben als ich 14 war und da hatte ich nur noch meinen Pa und Opa und jetzt sind beide nicht mehr da.
Ja, das Herz zerreisst mir auch nach so vielen Jahren noch immer wieder. Hmmm, hoffe ich werde noch irgendeinen Weg finden um da besser mit umgehen zu können.
 

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