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Der guten alten Zeiten wegen

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

_Tsunami_

Urgestein
Vermutlich zuvor nicht ganz richtig, dann machen wir das jetzt einfach mal neu:

An die Familie:

Es ist wie es ist.

Ich würde sagen, dass Menschen grundsätzlich das tun, was sie für richtig halten, und versuchen, glücklich dabei zu sein, es zu tun.

Es gibt Tausende und Millionen Wege, dies zu tun. Über eine ganze Lebensspanne wählt eine Person ein paar, abhängig von Zeit und Ort. Einiges wird gewählt, Vieles ist Schicksal.

Das bist du, teilnehmend an den Wegen von Natur, Evolution, du magst es Gott nennen.

Und dieses gesagt, ist es wahr für mich, weil es die meinige Sicht ist, aber es muss nicht zwangsläufig auch für dich wahr sein.

Letztlich hat jedes menschliche Wesen seine ganz persönliche Einzigartigkeit und seine ganz eigenen Herausforderungen, um herauszuarbeiten, was der ganz eigene Platz auf dieser Welt ist. So sehe ich die Welt.

Allerdings, selbst wenn ich versuche zu erklären, wie ich die Welt sehe, so sind Wörter üblicherweise niemals ausreichend.

Meine Sicht der Welt wurde mit tausenden von Menschen und in hunderten von Threads diskutiert. Es ist schwierig, das alles in ein paar Sätze zu packen.

Wir haben alles diskutiert und so ziemlich jede Sicht, die jemand auf irgendetwas haben kann. Sei es Technologie, Wissenschaft, Religionen, Gott, Kulturen, Gesellschaft, Familie, Persönlichkeit, Psychologie, Ehre, Geld, Essen, Musik, Filme, Politik, Geist, Materie, Philosophie, Freiheit, Glück, Partnerschaft, Einsamkeit, Sinn des Lebens. Sage einfach etwas an.

Ich habe das für etwa 12 Jahre getan. Genau weiß ich gar nicht mehr, seit wann ich das tue. Es war meine Kompensation dafür, die reale Welt nicht mehr sehen und nicht mehr an ihr teilnehmen zu können. Die meisten Menschen merkten auch gar nicht, dass ich ein Wrack war. Ich war gut im Vortäuschen.

Alles das, hat mich nicht in irgendetwas zu einem Experten gemacht, mehr zu einem "Jack of all trades, and master of none." Es machte mich dennoch zu dem, wer ich bin. So funktioniert das Leben.

Wenn ich fertig war und meine Augen nicht mehr öffnen konnte, schloss ich meine Augen und dachte die Welt auf die mir ganz eigene Weise. Für Stunden, jeden Tag, für Monate und Jahre.

Schlaf oder das Schließen der Augen hat mich gerettet. Natürlich, Philosophie auch. Das ist wahrscheinlich die Zeit, als ich lernte, dass ich Dunkelheit nicht fürchte und den Tod nicht fürchte. Wenn ich eines Tages nicht mehr aufwache, dann ist das vollkommen okay für mich. Ich gehe dann nachhause.

Oder wie ich hier vor langer Zeit sagte:

~~~

(nicht übersetzt)

Lost Spirits

Maybe we are lost spirits that want to find their way home.
Death is like home - the start and the finish line.
Life and death are not so different, much like brother and sister.
There is no reason to worry, we are brought home anyway.

In life however, we want a home, too. A place of peace and happiness.
Where shall we go and what should we do in order to find that place?
There are all sorts of "drugs" and "religions" to please the need,
but any child, beggar and primitive knows that the most essential in life
can neither be found in a book nor in a pill.

The most sick people know that health alone does not give them peace.
The richest people know that wealth alone does not give them happiness.

We all want to find the place that is no place at all.

~~~

Oder wie sie im Film "Avatar" sagen: "Alle Energie ist geliehen und eines Tages müssen wir sie zurückgeben."

Ja, ich denke nicht, dass Menschen, ob nun ich oder irgendjemand anders, sonderlich wichtig für die Welt oder die Natur ist.

Wir alle wurden durch Mutter Natur geboren und Natur kann uns jederzeit vernichten. Ist es nicht so? Abhängig davon, was wir Menschen in den nächsten Jahrzehnten oder Generationen tun, mag die Zeit kommen, in der kein einziges menschliches Wesen mehr ins Leben finden wird. Ihr wisst schon, was ich meine. Die Macht, die einzelne Menschen und Länder heutzutage haben, ist gigantisch.

Wo war ich stehen geblieben? Ja, da gab es diesen Satz, den ich ein paar Male gerne schrieb: "Wenn du auf der Seite von Natur stehst, steht Natur auf deiner Seite." Weiß nicht, warum ich den Satz mag, aber ich mag ihn.

Für mich gibt es nichts Mächtigeres als die Prinzipien der Natur, und damit meine ich die Prinzipien des Universums, die inneren Mechanismen. Ich habe darüber meine ganz eigene Sicht oder Definition.

Meine schlimmsten Tage waren wohl, als ich für 3 oder 4 Tage ohnmächtig wurde. Sehen war ein richtiger Schmerz. Ich konnte nicht mehr arbeiten. Mein Gehirn arbeitete nicht mehr. Irgendwie bin ich nachhause gekommen und wurde dann ohnmächtig. Danach wusste ich nicht mal, ob ich die Tage etwas gegessen hatte. Könnte sein, dass ich zur Toilette gegangen bin. Irgendwie schlief ich 3 oder 4 Tage durch. Als ich aufwachte, bin ich zum Arzt, aber ich konnte nicht sprechen. So allmählich regenerierte sich mein Gehirn. Der Schlaf musste geholfen haben.

Ich war extrem erschöpft, für Wochen, Monate und Jahre. Und irgendwie lernte ich, damit klar zu kommen. Bier half auch, in der Art, dass es mein Gehirn betäubte, so dass es nicht automatisch und ständig versuchte, meine Sicht zu justieren.

Manchmal trank ich gigantische Mengen an Bier, mehr als ihr mich jemals trinken gesehen habt. "Mengen, die einen Elefanten umbringen können", wie man so schön sagt. Es war viel mehr, als ich heutzutage trinken könnte oder würde. Es machte mich nicht glücklich oder so, nicht direkt, aber es half mir, meine Augen geöffnet zu halten und wenigstens ETWAS zu tun, auch wenn nicht viel. Wenn meine Sicht besser wurde, reduzierte sich mein Bierkonsum entsprechend. Das war, wovon ich ausgegangen war.

Foren wurden zu meinem Leben. Ich dachte und schrieb über “alles" und mit jedem. Ich dachte und schrieb die Hölle aus mir heraus, was das Zeug hergab. Manche mochten mich dafür, andere nicht so sehr. Ich machte mir Freunde und Feinde. Manche von ihnen traf ich auch im real life. Was du ihn Foren finden kannst, ist eine Menge. Ich traf dort einige der eindrucksvollsten und interessantesten Leute. Das ist keinesfalls ein "normales" Leben, aber es ist nicht "unreal". Du kannst viele "Geheimnisse" dort lernen. Man könnte es auch als eine Studie in Sachen Leben, Menschen und vielem anderen sehen. Du lernst über andere Leute, deren Leben, ihre Sichtweisen, ihr Wissen, ihren Charakter, ihre Gefühle und Gedanken. Du lernst über Dinge, die Leute zu keiner anderen Zeit und an keinem anderen Ort teilen würden. Natürlich, bei Vielem geht es auch um Tragödien, Grausamkeiten und Katastrophen. Also muss man teilweise auch einen starken Magen haben. Ansonsten solltest du grundsätzlich fair und ein guter Zuhörer sein. Wenn es nämlich etwas gibt, was du nicht verstehst oder nicht magst, heißt dass nicht auch, dass es falsch oder unwichtig ist. Ja, es war eine Menge, die ich dort gesehen und gelernt habe. Und ich habe auch meinen Teil dazugegeben.

So sehr ich nicht sehe, so sehr sehe ich auch. Ich habe Experten und Erfahrene zu so ziemlich jedem Thema, was man sich vorstellen kann, und aus so ziemlich allen Bereichen des Lebens getroffen. Das alles zu hören, das alles zu sehen, es lässt dich deinen Platz in dieser Welt besser verstehen. Es gibt nicht nur eine einzige Wahrheit, sondern viele.

Was auch immer dieses Leben ist, es geht nicht immer den von dir gewünschten Weg, und das aus gutem Grund.

Was auch immer du in diesem Leben willst, ist deins. Was andere wollen, ist nicht deins. Manchmal konvergieren die Dinge, aber das kann und wird nicht immer der Fall sein.

Wenn du dein ganz eigener Mann oder deine ganz eigene Frau sein willst, dann musst du das auch allen anderen und allen neuen Generationen erlauben.

Manchmal ist es gut, sich an alte Regeln und Traditionen zu halten, und manchmal musst du alles wertschätzen, was neu ist, selbst das Unbekannte.

Gut, meine Freunde, ich könnte endlos so weitermachen, aber lasse mich dir sagen, dass du ganz du selbst sein musst. Es gibt keinen anderen Weg.

Woher ich das weiß? Ich habe es gesehen.

In letzter Zeit fragten mich eine Menge Menschen, wer ich bin und was ich in diesem Leben will. Eine Menge Fragen und ich habe sie alle beantwortet. Denke ich zumindest.

Was auch immer du bist und was auch immer du sein willst, es ist Schicksal und eine von dir zu treffende Wahl, nicht die irgend einer anderen Person auf dieser Welt. Alles berücksichtigend, was ich weiß, bin ich mir sicher, dass das wahr und richtig ist.

Du magst nicht zustimmen. Das ist deine Wahrheit, ich habe meine.

Und ja, ich habe meine Wahrheit und meinen Frieden im Leben schon vor Jahren gefunden, tief im Inneren.

Wenn ich ganz für mich war, lernte ich das Meiste über das Leben.

Wir alle müssen unsere Entscheidungen treffen. Das definiert, wer wir sind.

Vielleicht sollten wir alle ein bisschen mehr Zuversicht in unser Schicksal und in das Schicksal anderer haben.

Happy Day.
 
A

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Re: Der guten alten Zeiten wegen
Ich bin ja noch nicht lange in diesem Forum unterwegs.
Aber zwischendurch kam mir tatsächlich der Gedanke, warum Menschen so viel Zeit in einer virtuellen Welt verbringen.
Flucht vor der analogen Welt? Vor dem Leben?

Für mich habe ich in einer sehr schwierigen Zeit allerdings auch andere Antworten gefunden.

Ein Forum kann auch ein Strohhalm sein. Ein Kontakt mit der Welt, wenn man es anders nicht mehr schafft, Menschen um sich zu haben.

Gerade durch die Anonymität gelingt es, über Dinge zu schreiben, die man seinen Freunden nicht erzählen würde. Und es finden sich mitfühlende Seelen, die antworten und auch hochinteressante Gedankengänge.

Danke, Tsunami, für den Beitrag und für den Blick in deine Welt.
 
Menschen sprechen so gerne über die guten alten Zeiten und fürchten die neuen? Warum ist das eigentlich so?

Irgendwie ist Zuversicht Mangelware, oder?
 
Was genau bedeutet es nun schon, eine bestimmte Sichtweise bzw. Plan im Leben zu haben?
Bei dem Thema "Plan" bin ich tatsächlich raus. Ich hatte nie einen Plan für mein Leben. Zufälle, glückliche Fügungen, wahrscheinlich auch so etwas wie Zuversicht, dass es sich irgendwie fügen wird. Einfach einmal Neues ausprobieren und sehen, was passiert.
Eine gewisse Hartnäckigkeit und wohl auch einiges an Vertrauen in mich selbst. Und Vertrauen in einige wenige Menschen. Die Zuversicht, dass ich es schon irgendwie schaffen werde. Neugier.
Interesse an der Welt und an einem Blick über den Tellerrand hinaus.

Warum fahren viele Menschen jedes Jahr an den selben langweiligen Urlaubsort? Weil sie sich dort auskennen und nichts mehr fürchten, als Dinge und Orte, die sie nicht kennen. Angst vor Veränderungen. Furcht vor dem Unbekannten. Wir alle haben Scheu vor neuen Situationen.

Aber wie du selbst geschrieben hast, vielleicht müssen wir uns wirklich ab und zu neu erschaffen. Eine Metamorphose durchleben.
 
Bei dem Thema "Plan" bin ich tatsächlich raus. Ich hatte nie einen Plan für mein Leben. Zufälle, glückliche Fügungen, wahrscheinlich auch so etwas wie Zuversicht, dass es sich irgendwie fügen wird. Einfach einmal Neues ausprobieren und sehen, was passiert.
Eine gewisse Hartnäckigkeit und wohl auch einiges an Vertrauen in mich selbst. Und Vertrauen in einige wenige Menschen. Die Zuversicht, dass ich es schon irgendwie schaffen werde. Neugier.
Interesse an der Welt und an einem Blick über den Tellerrand hinaus.

Warum fahren viele Menschen jedes Jahr an den selben langweiligen Urlaubsort? Weil sie sich dort auskennen und nichts mehr fürchten, als Dinge und Orte, die sie nicht kennen. Angst vor Veränderungen. Furcht vor dem Unbekannten. Wir alle haben Scheu vor neuen Situationen.

Aber wie du selbst geschrieben hast, vielleicht müssen wir uns wirklich ab und zu neu erschaffen. Eine Metamorphose durchleben.

Mir fällt gerade assoziativ ein Video über Elon Musk ein, welches ich gesehen habe:


~~~

In dem Video sagt Musk, dass ihm auch unzählige Fehler und Ängste nicht unbekannt sind. Und ich denke, dass das wichtig ist, sich Fehler und Ängste einzugestehen, weil man sonst gar keine Chance hat, diese zu überwinden.
 
Do one thing every day that scares you...

Oder "To go all out", wobei das nicht ganz dasselbe ist.

Die Königsdisziplin bzw. Abkürzung ist aus meiner Sicht, keine Angst mehr vor dem Tod zu haben, wobei das vermutlich nicht gerade das natürlichste und einfachste ist.

Viele andere Ängste reduzieren sich dann allerdings auf nahezu Null. Wenn die Angst vor dem Tod nicht mehr da ist, bleibt eigentlich nur die einigermaßen diffuse Angst, dass man nicht genug aus seinem Leben macht?
 
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