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Der Berg

Lipizaner

Aktives Mitglied
Flach geht Dein Weg dahin,
und versüsst mir den Aufstieg
mit dem Bach, der sich neben mir schlängelt.

Doch denn fängst Du erst richtig an
und steil wird er, war alles zuvor nur Routine?
Jetzt mich anstrengen muss um vorran zu kommen

Wo kommt plötzlich diese Senke her?
Kann ich mich dort ausrasten
und den Gipfel bewundern?
Dort will und muss ich hin!

Kaum gewohnt, wie leicht es dahingeht
steigt der Steg erneut und immerewieder von neuem
Aufstieg-Senke-Aufstieg-Flachstück

Und eh ich mich versehe, stehe ich auf Deinem Gipfel
genieße die Aussicht, atme tief durch, fühl mich stark, voller Tatendrang, bin übermütig, einwenig müde von den
Strapazen ja, aber mir geht es trotzdem gut

Doch jetzt endlich am Ziel angekommen,
stelle ich mir die Frage: Warum war das jetzt so wichtig?
Wieso hab ich Dich nicht einfach von unten bewundert, anstatt die ganze Anstrenung sein zu lassen?
Immerhin muss ich ja wieder runter!

Tja, es ist vermutlich wie im Leben;
man möchte etwas unbedingt erreichen und zum Schluss fragt man sich, für was das so wichtig war,
nur rückgängig machen kann man es nie..............
 

Hallo Lipizaner,

schau mal hier: Der Berg. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Grüß Dich Yvonne,

danke für die Vorgabe, darf ich Deine Gedanken weiterführen?

Das Ziel zu erreichen...
das war mir schon sehr wichtig...
das Nächste in weiter Ferne,
doch mir ist wohl...
an Leib und Seel!

Zurück?... Oh nein!
Nie mehr dahin, in dieses
tiefe, dunkle Tal...
Nur weiter, noch ist es leicht,
denn es geht... ja hinab.

Auch der nun folgende Anstieg...
zum nächsten Ziel...
ist noch zu schaffen,
denn ich bin nicht allein...
auf dem Weg.

Oben angekommen,
ist wieder eine Höhe, ein Ziel...
in weiter Ferne zu sehn...
Geh ich zurück? ...NEIN!

NEIN! Erst wieder hinab...
dann werd ich weitersehn...
Was nun?... Es geht nicht mehr,
es fehlt mir die Kraft!...
Wo ist jetzt nur Hilfe?
Ich will weiter, doch allein...
ALLEIN gehts nicht mehr!

Christian Fürchtegott Gellert schrieb dazu folgendes:

Der Narr, dem oft weit minder Witz gefehlt,
als vielen, die ihn gern belachen,
und der viilleicht, um andre klug zu machen,
das Amt des Albernen gewählt -
Wer kennt nicht Tills berühmten Namen? -,
Till Eulenspiegel zog einmal
mit andern über Berg und Tal.
So oft als sie zu einem Berge kamen,
ging Till an seinem Wanderstab
den Berg ganz sacht und ganz betrübt hinab;
Allein, wenn sie berganwärts stiegen,
war Eulenspiegel voll Vergnügen.
Warum, fing einer an, gehst Du bergan so froh?
Bergunter so betrübt? - Ich bin, sprach Till, nun so.
Wenn ich den Berg hinuntergehe,
So denk ich Narr schon an die Höhe,
die folgen wird, und da vergeht mir denn der Schmerz;
Allein wenn ich berganwärts gehe,
so denk ich an das Tal, das folgt, und faß ein Herz.

Willst du dich in dem Glück nicht ausgelassen freun,
im Unglück nicht unmäßig kränken,
so lern so klug wie Eulenspiegel sein,
im Unglück gern ans Glück, im Glück ans Unglück denken.

Sei lieb gegrüßt!
Georg
 
Vielen Dank für Deine Antwort Georg!

Und wie wahr, das Deine passt sehr gut dazu, bzw. meines
Denn immerhin ist ja Christian Fürchtegott Gellert schon ein paar Tage älter als ich *g*

Toll, vielen Dank!

ganz liebe Grüsse
 

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