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Depressiver Freund will keine Hilfe

  • Starter*in Starter*in l123lli
  • Datum Start Datum Start
L

l123lli

Gast
Hallo,
ich bin 15 Jahre alt und habe einen besten Freund. Wir erzählen uns alles und mittlerweile weiß ich vermutlich mehr über ihn als seine Eltern selbst.
Mir ist allerdings schon sehr früh in unserer Freundschaft aufgefallen wie extrem unsicher er ist und dass er viele Dinge überhaupt nicht selbstständig hinbekommt. Das ganze ist auch schon vielen anderen aufgefallen, da es schließlich schon seit dem wir 11 Jahre alt sind so geht. Vorallem in den letzten Monaten ist aber noch viel mehr vorgefallen. Wir haben anfang des Jahres angefangen das erste mal auf kleinere Housepartys zu gehen und dort auch Alkohol zu trinken. Das ganze passierte dann auch mehrmals im Monat und er hat sich nie zurück gehalten und mehrere male auch unter der woche alleine zum Alkohol gegriffen. Außerdem habe ich zum ersten mal gesehen wie gestört sein Verhältnis zu seinen Eltern ist und dass er obwohl sie sich selten streiten so mit ihnen redet als würde er sie nicht gut kennen, oder als wären es sehr entfernte Verwandte. Das was für mich persönlich aber am schlimmsten war waren die Gespräche die ich mit ihm über all das geführt habe. Er hat mir unter anderem mehrmals gesagt wie sehr er sich selbst hasst und dass er sich eigentlich gerne umbringen möchte, es aber nicht tut um seinen eltern keine schuldgefühle zu geben. Auch zur Therapie möchte er nicht da er sagt er kann mit niemandem darüber reden und möchte auch hier nicht dass das ganze seine Eltern erreicht.
Ich fühle mich mit der ganzen Situation überfordert, da ich nicht weiß wie ich reagieren soll wenn er von seinen Suizid Gedanken redet. Er sagt immer er würde das ganze niemals tun aber ich merke zunehmen dass etwas mit seiner Psyche nicht stimmt. Sollte ich mit seinen Eltern reden und sie aufklären so dass sie ihm helfen können? Auf ihn einzureden dass er sich hilfe suchen muss ist zwecklos und ich würde ja gerne weiter für ihn da sein jedoch weiß ich dass ich nicht in der lage dazu bin ihn aus seiner situation herauszuhelfen und ziehe mich damit auch selber sehr mit hinein. Was soll ich machen??
 
Ich an deiner Stelle würde mich zurückziehen. Du bist zu jung, um dir solche Probleme aufzuladen. Er muss selber erkennen, dass er professionelle Hilfe braucht.
 
Ich an deiner Stelle würde mich zurückziehen.
Auch wenn ich mir vorstellen kann, dass es für dich als Freund nicht leicht ist mit seinen Problemen umzugehen, denke ich dass ein Rückzug das Falscheste sein könnte, was ihm passieren kann. Denn er vertraut dir und wenn das nun auch noch wegbrechen würde.. wäre das sicherlich für ihn sehr schlimm.

Sei einfach für ihn da, mische dich aber nicht ein.
Er muss selber erkennen, dass er professionelle Hilfe braucht.
 
So hart und traurig das ist, aber leider stimmt es: auch Du bist von dieser Situation überfordert. Wenn er sich etwas antun will, warum auch immer, dann kannst Du wenig dagegen tun. Wenn er wirklich unter einer schweren Depression leidet, hat das nichts mir eurer Freundschaft zu tun. Dann bestimmt diese Krankheit seine Entscheidungen und er braucht Hilfe. Wenn Du ihm helfen willst, dann halte einen gewissen inneren Abstand, damit Du vernünftige Ratschläge geben kannst. Ich weiß nicht, ob es besser ist, wenn Du Dich zurückziehst, denn Du musst auch Dich schützen. Wenn Du ihm beistehen willst und KANNST, dann informiere Dich, wie eine solche Hilfe aussehen kann. Wissen hilft auch Dir. Pass auf Dich auf.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich bin 15 Jahre alt und habe einen besten Freund. Wir erzählen uns alles und mittlerweile weiß ich vermutlich mehr über ihn als seine Eltern selbst.
er kann mit niemandem darüber reden und möchte auch hier nicht dass das ganze seine Eltern erreicht.
Sollte ich mit seinen Eltern reden und sie aufklären so dass sie ihm helfen können?
Hier habe ich Dir mal die Folge Deiner Gedankengänge aufgeschrieben. Und da Du fragst, ob Du es seinen Eltern erzählen solltest, meine ich: lieber nicht, oder noch nicht.
Das wäre ein grosser Vertrauensbruch ihm gegenüber
und der wahrscheinlich nicht mehr gutzumachen wäre. Denn er ist Dein bester Freund. Er ist für Dich also auch sehr wertvoll, und Du für ihn, weshalb er Dir mehr anvertraut als seinen eigenen Eltern.

Nun stehst Du aber vor dem Problem, Deinem Freund helfen zu wollen und es nicht zu können. Vielleicht könntest Du mal ein Gespräch bei einem Therapeuten suchen, da er ja eine Therapie ausschlägt? Es wäre ein echter Freundschaftsbeweis, und das Gespräch könnte Dir und ihm sehr helfen.

Eine andere Alternative wäre, dass Du Deinen Freund dazu überredest, seinen Eltern selber seine Schwierigkeiten mitzuteilen und somit eine Verbindung und Unterstützung bei ihnen zu vermitteln. Aber das wird vermutlich auch zu schwierig sein.

Ansonsten überlege, welche Wege Du ihm zeigen könntest, damit er selbst darauf kommt, das etwas unternommen werden muss.
 
Hallo Du,
ich kann gut nachfühlen, wie hilflos Du Dich fühlst und dass Dir große Sorgen um Deinen Freund machst und Dich unter Druck fühlst irgendetwas zu tun.
Ich stimme meinen Vorschreibern zu, dass es einem Vertrauensbruch gleich käme, seine Eltern von seinem Zustand zu erzählen... und jemand, dem er vertrauen kann, ist das, was Dein Freund meines Erachtens am dringsten braucht.
Gleichzeitig ist es wichtig, dass Du selbst in dieser Situation gut auf Dich achtest, damit Du keinen Schaden nimmst. Dich zurück zu ziehen wäre dabei der allerletzte Schritt, den ich im Sinn hätte. Besser wäre, wenn Du Dir Menschen suchst, denen Du selbst vertrauen kannst und Dir die Halt geben. An die Du Dich wenden kannst, wenn Du jemanden zum Reden oder eine Schulter zum Anlehnen brauchst.
Familie, andere Freunde, andere Vertrauenspersonen in Deinem Umfeld (vielleicht in der Schule), Angebote von außen wie die Telefonseelsorge, die Nummer gegen Kummer, anonyme Beratungchats für Jugendliche und vergleichbare Beratungsangebote, dieses Forum hier...
Mit einer stabilen Basis kann es Dir gelingen, für Deinen Freund da zu sein, ohne allzu sehr in seinen Schmerz hinein gezogen zu werden und in der Lage sein, ihm die Sicherheit zu vermitteln, die er braucht, um sich einges Tages selbst die nötige Hilfe zu holen.
Alles Gute!
Julia
 
Wenn man in dieser Denke ist (depressiv, gekränkt, leidend, trostlos, sinnlos, etc.) dann ist man wie auf einem Trip. Da gehts einem dann entsprechend und beizeiten überlegt man es sich wieder und denkt andersum, oder nicht. Jeder, wie er will. Du musst deinem Freund nicht helfen.
Du kannst mit ihm auch über andere Sachen nachdenken, die sich anders anfühlen, ihr braucht nur das Thema zu wechseln. Mach da nicht mit, wenn er diesen Ideen nachhängt, stups ihn an und geht zum Park, wo die anderen alle sind und macht halt etwas, das sich gut anfühlt. Sich in kümmerliche Ideen verlieren ist eine Variante, die man spielen kann, man kann auch ein Schachbrett hervorholen und sich antrainieren darin gut zu sein, oder in sonst einer Disziplin. Der mag gern grübeln, sei so, dass das bei dir nicht ankommt, interessiere dich nicht für dieses dumme Blabla und sag ihm das auch, er soll damit aufhören, das zieht ihn nur runter und dich auch und dann lach mit ihm, redet über etwas, das gut fühlen lässt. Das wird erhalt lernen müssen, wenn er das noch nicht kann, lerns ihm.
 

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