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Depressionen im Bewerbungsprozess

Hallo da draussen,
Kurz zu mir: 40 Jahre alt, gelernter Altenpfleger, Studierter Ökonom.
Grund für meinen Hartz4 Bezug: Depressionen
Mein Lebenslauf: Ausbildung, danach Studium. Bis dahin ein solider Lebenslauf. Nach dem erfolgreichen Studienabschluss wurde ich massiv depressiv und traute mich nicht, irgendeine Stelle in meinem Studienberuf anzutreten. Also arbeitete ich wieder als Pfleger, war aber mit den Arbeitsbedingungen massiv überfordert.
In den letzten 8 Jahren habe ich 5 Arbeitsgeber gehabt, dazwischen immer wieder ALG II. Mein Lebenslauf ist nun, nach 8 Jahren "Job-Hopping", massiv zerflückt.
Mittlerweile bekomme ich auf Bewerbungen nichtmal mehr eine Antwort.

Mittlerweile geht es mir bzgl. der Depressionen wieder recht gut und ich will einen neuen Versuch wagen, beruflich unter zu kommen.

Meine Frage: Gibt es hier Erfahrungen, wie im Rahmen einer Bewerbung auf "Depressionen" reagiert wurden? Hat sich ein Arbeitgeber darauf eingelassen?

Insbesondere positive Erfahrungen würden mich interessieren.
 
Ich würde "Depressionen" nicht bei einer Bewerbung erwähnen. Wenn, dann "große Probleme mit deiner Gesundheit". Trotzdem sind 8 Jahre eine lange Zeit und der neue AG muss dir erst mal glauben, dass die gesundheitlichen Probleme jetzt (wahrscheinlich) verschwunden sind und (wahrscheinlich) auch nicht wiederkommen.

Wenn du einen wenig gefragten, sehr speziellen Job machen willst, ist das wohl weniger schwierig als wenn es es sich um einen sehr gefragten Job handelt. Du willst jetzt aber nicht mehr als Pfleger arbeiten, sondern in deinem Studienberuf, richtig? Hat der noch was mit Pflege zu tun, oder ist das eine ganz andere Ecke?
 
Ich würde "Depressionen" nicht bei einer Bewerbung erwähnen. Wenn, dann "große Probleme mit deiner Gesundheit". Trotzdem sind 8 Jahre eine lange Zeit und der neue AG muss dir erst mal glauben, dass die gesundheitlichen Probleme jetzt (wahrscheinlich) verschwunden sind und (wahrscheinlich) auch nicht wiederkommen.

Wenn du einen wenig gefragten, sehr speziellen Job machen willst, ist das wohl weniger schwierig als wenn es es sich um einen sehr gefragten Job handelt. Du willst jetzt aber nicht mehr als Pfleger arbeiten, sondern in deinem Studienberuf, richtig? Hat der noch was mit Pflege zu tun, oder ist das eine ganz andere Ecke?
Danke für deine Antwort, aber diese geht an meiner Frage vorbei.
Ich frage nicht, ob Du Depressionen in einer Bewerbung erwähnen würdest.
Ich frage -ausgehend von der Erwähnung der Depression in einer Bewerbung- nach Erfahrungen.
 
Huhu,

Ich bin nach einer längeren Krankheitphase (rezidivierende depressive Störung und noch eine andere psych. Erkrankung), vor 5 Jahren wieder in das Berufsleben eingestiegen.

Ich war einfach ehrlich und habe von vornherein gesagt warum ich so lange raus war aus dem Berufsleben und habe so zu meiner Diagnose und mir selbst als Person gestanden.
Ich habe dem Arbeitgeber natürlich signalisiert das ich wieder stabil bin und bereit zu diesem Schritt bin, während des Gesprächs.

Auch im Anschreiben habe ich das erwähnt.
"nach Krankheit wiedereinstieg"

Ich bin im Übrigen seit 5 Jahren in dem gleichem Seniorenheim beschäftigt.

Es gibt natürlich immer auch Arbeitgeber die dich ablehnen könnten.
Lass dich davon nicht entmutigen, mach einfach weiter und du wirst den richtigen Arbeitgeber finden.

Alles Gute
 
Ich bin selbst Depressionspatient. Ob man so eine Sache im Vorstellungsgespräch erwähnen sollte, ist der berühmte Ritt auf der Rasierklinge. Hier muss man ein bißchen das Bauchgefühl entscheiden lassen, je nachdem, ob man den Arbeitgeber im Vorstellungsgespräch dafür als zugänglich empfindet oder nicht. Leider sind gerade psychische Krankheiten in Arbeitgeberkreisen oft noch als "Dauerproblem" verschrien. Sprich: Man bekommt da schnell den Stempel als unkalkulierbares Risiko aufgedrückt und wird im Zweifelsfall lieber abgelehnt. Von daher ist man manchmal vielleicht besser dran, wenn man eine Notlüge benutzt, warum man seinen Job verloren hat und für etliche Monate keinen neuen gefunden hat (z.B. komplizierter Beinbruch mit mehreren OPs usw). Das mag zwar nicht die feine englische Art sein, einen AG schon im Vorstellungsgespräch anzulügen, aber körperliche Erkrankungen werden nach meiner Erfahrung viel eher toleriert als psychische Sachen. Obwohl es dem Arbeitgeber ja nun herzlich egal sein kann, ob der Arbeitnehmer nun 2x im Jahr wegen einer depressiven Episode krank ist oder weil er sich bei irgendwelchen Extremsportarten mal wieder die Knochen gebrochen hat.
Wie anfangs schon erwähnt, muss man ein wenig Gespür haben, wie der Arbeitgeber drauf ist...wenn man jemanden erwischt, der auf empathischerEbene empfänglich ist, wird der ganz anders drauf reagieren,wenn man sagt, dass man Depressionspatient ist, als ein Arbeitgeber, der Menschen eher wie ein Werkzeug beurteilt.
 

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