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Das Leben ist eine Baustelle...

AmeliaS

Aktives Mitglied
Eigentlich bräuchte ich als aktuelle Stimmung: ÜBERFORDERT.

Denn so fühle ich mich. Allerdings eigentlich von Nichtigkeiten.

Nach kürzerer Arbeitslosigkeit habe ich bald wieder einen Job. Superstelle, bin total glücklich, ich muss nicht mal umziehen und ich war ganz sicher: das ist es!!!
Nun bekomme ich völlig unverhofft gestern noch ein zweites Angebot. Eigentlich auch eine tolle Stelle, unbefristet (im Gegensatz zur ersten) in der Verwaltung. Und schon bin ich am grübeln. Es ist wie ein Deja vu, genau die gleiche Konstellation hatte ich vor einem halben Jahr und ich habe die falsche Entscheidung getroffen und bin in der Hölle gelandet. Ich habe panische Angst davor, mich nun wieder falsch zu entscheiden. Wenn ich nochmal einen Job in der Probezeit schmeiße (bzw. geschmissen werde), dann kann ich es wohl zukünftig mit Bewerbungen auch gleich lassen, dann nimmt mich echt keiner mehr.

Dann noch ein Anruf vom Finanzamt und Wohngeldstelle- ich muss noch Unterlagen vorlegen. Die ich erst besorgen muss. Wird etwas aufwendiger. Und schon fühle ich mich heillos überfordert und kriege den ganzen Tag nichts mehr auf die Reihe- der gleiche Zustand, den ich auch im Dezember und Januar hatte.

Dann noch mein Nachbar, der sich völlig in mich verliebt hat und dem ich dringend mal reinen Wein einschenken muss. Und es nicht schaffe. Seit Weihnachten geht es so.

Es sind alles Nichtigkeiten, die andere mit Leichtigkeit an einem einzigen Vormittag hinbekommen würden. Nur ich sitze wie das Kaninchen vor der Schlange und bin einfach nur starr. Wenigstens hatte ich kein Herzklabastern, als ich mich dann doch mal vor die Tür wagte und ich habe es sogar geschafft, heute mit 2 Leuten zu telefonieren. Ein Zustand, von dem ich im Januar noch weit entfernt war 🙁

Ich wollte eigentlich auch ein paar Tage weg, einen Freund besuchen, nur leider habe ich es nicht mal geschafft, nach einem Flug zu schauen. Morgen nun will ich mit der Mitfahrzentrale zu einer Freundin fahren und der Gedanke, pünktlich an einem vereinbarten Treffpunkt zu sein, stresst mich auch schon wieder.

Ich habe das Gefühl, mein Leben ist eine riesige Baustelle und ich sehe den Konstruktionsplan überhaupt nicht mehr.

Kennt das jemand? Hoffentlich geht das bald wieder. Und das seltsamste ist, dass ich nach außen hin meist trotzdem selbstbewusst und fröhlich rüberkomme- wenn ich mich dann mal vor Tür getraut habe. Diese Anlässe im Dez-Jan kann ich allerdings an einer Hand abzählen. Als ich jemanden erzählt habe, dass ich wochenlang kaum aus dem Bett gekommen bin und einfach den ganzen Tag geschlafen habe, wurde ich nur ungläubig angestarrt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

Ich kenne das... ein bisschen zumindest. Man denkt solange über ein Problem nach, bis aus einer lösbaren Sache durch die "Kopfarbeit" eine meterhohe Wand wird. Menschen, die ein bisschen grüblerisch veranlagt sind (wie ich eben auch😉), sind da recht anfällig für.

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass "Machen" echt hilft. Ich hab manchmal schon Dinge, die ich zwei Wochen vor mir hergeschoben hatte, in einer Stunde geklärt. Was meine Stimmung wieder von 0 auf 100 (im positiven Sinne😉) gebracht hat. Jedes Mal nehm ich mir dann vor: Nächstes Mal machst es GLEICH so. Naja, klappt manchmal und manchmal auch nicht.

Was ich auch kenne ist das nach Außen hin immer ausgeglichen und freundlich wirken. Ich hatte vor ein paar Wochen heftigen Stress mit meinem Ex-Vermieter, Umzugstrouble und Co. Ich hab mich manchmal auf Arbeit wie ausgekotzt (sorry) gefühlt. So gewirkt hab ich aber wohl nicht. "Schwierige" Leute wurden grad in diesen Tagen von den Kollegen zu mir durchgestellt, weil ich ja auch zu Idioten so souverän, gelassen und freundlich bin🙄. Hat Vor- und Nachteile diese "Maskerade". Eigentlich find ichs ja gut, dass keiner so in mich "reingucken" kann. Nur kriegt man eben auch nie Verständnis für seine Probleme, weil man ja nach außen hin keine hat.

Ich glaub, die Sache mit den zwei Jobs ist wohl das dringendste Problem: Ich versteh es so, beide Jobs würden Dir inhaltlich zusagen. Einer bietet noch dazu ne unbefristete Stelle. Den würde ich dann wohl nehmen. Eine Garantie dafür, dass einem eine Arbeit dann auch wirklich gefällt, dass man mit den Kollegen klarkommt ect. gibt es nie. Deshalb würd ich mich wohl danach entscheiden, was mir erstmal formal am meisten bringt - das wäre vermutlich die Festanstellung. Wichtig: Triff die Entscheidung, danach kannst du dich mental auf den einen Job einstellen. Das hilft schonmal ungemein.

Finanzamt? Uh...gehörst auch zu den Leuten, die erstmal schlucken, wenn ein Brief von denen im Briefkasten liegt? Mir geht es so. Allerdings haben die Jungs da bei mir echt Priorität und ich mach mich immer gleich dran, Zeugs zusammenzusuchen bzw. Geld zu überweisen. Ein guter Steuerberater hilft, wenn man selber da mal nicht durchsieht oder so wie ich null Bock hat, die ganzen Formulare überhaupt durchzulesen.

Die Sache mit dem verliebten Nachbarn....naja, hast ihm denn irgendwie Hoffnungen gemacht? Wenn nicht, würd ich mich nun auch nicht so dolle in der Pflicht sehen, mich mit ihm auszusprechen. Wenn doch, solltest Du es natürlich machen. Hätte für mich jetzt aber "Priorität 3".

Aus eigener Erfahrung: Trifft eine Entscheidung, fang mit einer Sache an. Es ist erstaunlich, dass so ein "Sorgenberg" schmelzen kann wie Schnee in der Sonne, wenn man nur ein bisschen aktiv wird🙂
 
Ich finde auch , dass es am besten ist eines nach dem anderen konsequent zu erledigen.

Wenn man Entscheidungen trifft, dann können es natürlich auch die falschen sein, sind sie manchmal auch.

Aber das ist normal. Wichtiger ist es überhaupt eine zu treffen und das Ding dann durchzuziehen.

Greife eines nach dem anderen an und zieh es durch.

Das ist das einfachste.
 

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