• Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Das erste mal nach 3 Monaten am Grab!

Suzana28

Mitglied
Ich war gestern das erste mal nach langen 3 Monaten am Grab meiner Tochter ich hab all meine übrig gebliebene Kraft zusammen genommen und hab meine Tochter am Grab besucht.
Ich kann meine Gefühle nciht beschreiben. Alles was war ist wieder hoch gekommen die Ohnmacht die trauer das leid das wr hatten. Der gedanke dran das andere Spielzeug für ihre Kinder aussuchen und cih den Sarg aussuchen musste oder jetzt ncoh den Grabstein den mein Freund drauf setzen will. Wie unfair ist das denn???
Ich dachte mir geht es drch die Therapie besser aber ich glaube ich habe durch den gang ans Grab einen grossen Fehler begangen doch ich hatte keine ruhe ich wollte sehen wie mein Freund das Grab her gerichtet hat. Und ich wolte ihr Hallo sagen!!!!
Obwohl ich weiss das sie mich nicht hören kann.
Am liebsten würde ich abhauen und nie wieder her kommen einfach von allem weg.
Aber dazu fehlt mir die Kraft und der Mut.
 
Liebe Suzana28,

sie hört dich, jederzeit und überall, sie spürt deine Sorge und auch deine Liebe!

So denke ich und das tröstet auch mich!

Es ist doch eigentlich ganz unwichtig wie das Grab aussieht. Das ist etwas für die Lebenden, für die Menschen hier auf der Erde.
Es geht aber um dich, dein Töchterchen und eure Liebe und das was euch verbindet.
Das Grab ist unwichtig!

Ich sollte auch ein Grab pflegen, das Grab meiner Eltern, zuletzt wurde da meine Ma begraben, die ich über alles liebte und sie sehr vermisse. Sie war mein Fels. Sie ist mein Fels! Denn in meinem Herzen lebt sie weiter und gibt mir Kraft.
Ich tue das nötige, aber doch nur für die Welt hier. Meiner Ma ist das egal, das höre ich sie auch sagen. Aber die Welt möchte ich auch nicht aufgeben.

Und deine Tochter lebt auch in dir!

Hab keine Angst und keine Sorge um das Grab. Das hat nichts mit deiner Liebe und der Verbindung zu deiner Tochter zu tun.

Mag dich trösten

LG

Omana
 
liebe susanna28,
ich persönlich komme mir richtig mies vor... mein papa ist am 10.08.10 verstorben, ich war auf der beerdigung, natürlich, aber an sein grab habe ich mich noch nicht gewagt.
ich schaffe es einfach psychisch nicht, zu meinen eltern zu gehen, die nun beide wieder vereint sind. oft sitze ich in meiner wohnung, und weine dort, wenn ich mir photos der beiden liebsten menschen anschaue, aber das grab.... ich hoffe, das das irgendwann besser wird, und ich hinkann.
ich umarme dich vorsichtig, frara
 
Hallo Frauenrausch.

Das gefühl das du hast kenne ich ich habe mir nciht vorstellen können ans Grab meiner Tochter zu gehen nicht so schnell! Ich hatte mir geschworen nach der Beerdigung nie wieder da hin zu gehen ich habe da im Prinzip nichts verloren denn wenn ich den namen meiner kleinen auf dem Kreuz sehe dann ist das so schlimm und das leid und die wunden kommen alle wieder in meine Gedanken. Doch ich konnte einfach nciht ich hatte keiine ruhe da ich vor dem Friedhof auf meinen freund gewrtet hatte weil er es her richten wollte doch ich konnte einfach nicht mehr warten der drang doch ans Grab zu gehen war doch grösser.
Wenn ich nicht davor gestanden hätte und gewartet hätte dann wäre ich bis heute nicht am Grab gewesen. Der gang über den friedhof bis zum Grab hat mir das Herz zerrissen mein Bauch war ganz grummelig mein herz hat immer schneller geschlagen um so näher ich kam und meine atmung wurde immer schneller.Doch als ich meinen Freund gesehen habe wie er das kreuz seiner kleinen Tochter geküsst hat habe ich mir gesagt ich muss stark sein.Also du brauchst dich nicht im geringsten schlecht fühlen du gehst ans Grab wenn du bereit bist und nciht wenn es andere von dir verlangen. Lass andere sagen was sie wollen jeder trauert auf seine art und weise.Nur ich würde dir einen Vorschlag machen die Bilder von deinen Eltern rst mal weg zu lassen ich kenne das von mir ich habe sie auch immer wieder angeschaut von meiner Maus und mir hat es jedes Fall einen weiteren Stich versetzt. Ich würde vorschlagen so wenig wie mögklich Bilder anschauen. erst wenn du auf dem Grab warst und etwas Zeit vergangen ist dnn wird es dir sicher auch etwas leichter fallen. Du musst natürlich nicht auf mcihhören aber ich gebe dir den Rat.Es wird dir gut tun nicht an dauernd daran zu denken.
Und denke immer daran die letzten die dir böse sein werden das du noch nicht am Grab warst sind deine geliebten Eltern.
 
Liebe Suzana28,

sie hört dich, jederzeit und überall, sie spürt deine Sorge und auch deine Liebe!

So denke ich und das tröstet auch mich!

Es ist doch eigentlich ganz unwichtig wie das Grab aussieht. Das ist etwas für die Lebenden, für die Menschen hier auf der Erde.
Es geht aber um dich, dein Töchterchen und eure Liebe und das was euch verbindet.
Das Grab ist unwichtig!

Omana

Liebe Suzana.

Ich empfinde das auch so wie Omana.

Ich kann deine Abneigung, zu diesem Grab zu gehen, verstehen.
Ich kann mich, jetzt nach 2 Jahren, noch immer nicht überwinden, an das Grab meines Freundes zu gehen.

Und bei dir ist alles noch so frisch. Und ein Kind dazu..

Vielleicht kannst du eine Verwandte oder Freundin bitten, das Grab hübsch zu gestalten und zu pflegen,
denn sonst quält dich immer zusätzlich zu deiner Trauer ein schlechtes Gewissen.
Aber ich finde es auch als Qual, da hingehen zu müssen.

Ich bin auch fest überzeugt davon, daß unsere lieben Toten immer und überall bei uns sind, uns hören und wissen, wie sehr wir sie vermissen.

Ich wünsche dir viel Kraft um diese schwere Zeit durchzustehen,

liebe Grüße
Claudia
 
Hallo, es tut mir leid, ich kenn das, meine Oma ist am 16.12.09 gesrorben und ich war auch noch nicht am Grab, ich kann es nicht... es tut so weh....
 
Hallo Susanna28,

ich finde auch, dass du selbst entscheiden musst, ob du an das Grab deines Kindes gehen möchtest oder nicht.
Ich habe meinen Freund verloren und bin jedes Wochenende an seinem Grab. Manchmal weine ich, manchmal aber lache ich auch. Stelle mir vor wie es gewesen wäre, wenn wir Kinder bekommen hätten und zusammengezogen wären. Für mich ist das eine Möglichkeit ihn zu besuchen und ihm zu erzählen, wie mein Leben weitergeht. Seine Mutter geht auch regelmäßig an sein Grab.

Das Problem, das du mit dem Grab hattest hatte ich mit der Unfallstelle. Ich habe mich 11 Wochen nicht hingetraut und habe es dann aber getan (vor 2 Wochen). Seitdem geht es mir noch schlechter.
Einerseits denke ich, vllt hätte ich nicht hingehen sollen, aber andererseits ist es auch ein wichtiger Punkt, um sich bewusst zu machen, dass dies die Realität ist. Man möcht so ein schreckliches Ereigniss nicht wahrhaben und fühlt sich gefangen in einem Albtraum. Aber man muss sich irgendwann bewusst werden, dass dieser Albtraum Realität ist.
Es gab viele Dinge, vor denen ich Angst hatte. Zum Beispiel in anzuschauen, oder anzufassen, sein Grab zu besuchen die Unfallstelle. Aber ich bin im Nachhinein froh, dass ich es so gemacht hatte, denn es war wichtig um es zu realisieren.
Es ist immer schlimm, wenn so junge Menschen sterben. Mein Freund war 19 und ich sage immer es gibt nur eine Sache die mir in meinem Leben noch passieren kann, die schlimmer sein kann als der Tod meines Freundes. Der Tod meines eigenen Kindes, wenn ich mal eins bekomm!
 
Am liebsten würde ich abhauen und nie wieder her kommen einfach von allem weg.

Die Idee ist Gut. Weil sie natürlich ist.

Die Entscheidung kannst Du nur Selbst treffen.

Wenn es aussichtslos ist, dann ist es oft besser, zu gehen.

Deine Zukunft wird immer dort stattfinden, wo Du bist.

Alles andere passiert in Deinem Kopf.

Ich habe Selbst lange gebraucht, das zu begreifen.
 
Hallo Trauernde und Tröstende, gestattet einen Einwurf,
aber der fällt mir hier grad ein und ich kann mich nicht erwehren, ihn zu äußern:

Ist es nicht auch schlimm, wenn Lebende sterben, obwohl sie noch existieren?

Wenn Geschwister oder Elternteile einfach tot sind, unansprechbar? Wenn sie einem keine Chance geben, sich auszusprechen, wenn etwas dazwischen steht, was wie der Tod ist?

Auch das gibts, und man kann nicht mal weinen, weil es ist, wie bei denen, deren Kind einfach verschwunden ist, etwas, was noch schlimmer als alles Erwähnte scheint.

Eure Trauer ist von Liebe benetzt, wenn auch abgrundtief, aber sie hat eine Richtung, ihr habt keine "Leiche im Keller", sondern im Grab, eindeutig und klar.

Ein verschwindend kleiner Trost, hoffentlich nicht unangebracht,
aber das Spüren eurer Trauer, wühlte dies grad auf.

Alles Gute

Sigi
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.
      Oben