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course of my life

  • Starter*in Starter*in MagicSun
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M

MagicSun

Gast
aus eigenen Sicherheitsgründen habe ich diese Seite gelöscht und einige Folgebeiträge ebenfalls
 
Zuletzt bearbeitet:
Na das war wirklich das Beste was dir passieren konnte,das dein Mann sich verliebt.
Nu kannste ja mal durchatmen.

En halbes Jahrhundert hab ich auch schon auf den Buckel,mit mehr Tiefen als Höhen,in einigem haben wir auch die gleichen Erfahrungen gemacht.
Ich kann dir nur sagen,atme nu mal tiiiiiiiieeeeeeef ein,die Ellbogen anwinkeln und falls nötig,sie auch gebrauchen...jetzt bist DU mal an der Reihe..

Deine Mutter..git es da niemanden der dich unterstützen kann?
Einen Pflegedienst oder sowas in der Art?
Oder das man sich die Pflege mit anderen Familienmitgliedern teilt?
Ich weiss wie es einen einzelnen Menschen belasten kann.
Du darfst dichselbst auf keinen Fall darÜber vergessen,irgendwoher muss ja auch DEINE Kraft kommen!

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Mut,viel Kraft und nimm das mit dem halben Jahrundert nicht so genau😉..es kann eigentlich nur besser werden!


Liebe Grüsse
Lise
 
Hallo MagicSun,

ein Teil deiner Geschichte könnte meiner sein. Habe auch schon viel durch mit meinem halben Jahrhundert. Immer stark sein, nichts die Anderen merken lassen und und und. Doch irgendwann kommt der Tag, da klappt man zusammen wie ein Klappmesser. All die Kraft ist wie weggeblasen, man kann einfach nicht mehr.

Gerade im Bezug auf deine Mutter möchte ich dir antworten, weil gerade das hier auch eingetroffen ist. Knappe 6 Jahre lebte meine Mutter mit in meinem Haus (eigene Wohnung). Sie hat schwere Polyarthritis, einen Kleinhirninfarkt etc.. Die Versorgung klappte ganz gut, bis zum April dieses Jahres, wo auch noch ihr Hüftgelenk kaputt ging. Ab da musste ich sie Tag und Nacht versorgen, bis die Hüfte operiert wurde. Die Hoffnung, dass sich dadurch was verbessern würde, traf nicht ein. Sie kann sich nicht mehr selber helfen.

Als ich sie gepflegt habe über die Monate, ist mir ganz klar geworden, ich schaffe das nicht mehr. Bin ja selbst gesundheitlich nicht auf der Höhe. Ich war einfach nur noch fertig, konnte für mich selber gar nichts mehr tun. Meine Depressionen kamen wieder verstärkt zum Vorschein, die Schmerzen waren unerträglich. Da musste eine Entscheidung getroffen werden.

Auch, wenn ich früher immer gesagt habe, Heim - nein danke, niemals, so ist es nun doch passiert. Meine Mutter ist seit knapp 4 Wochen in einem Altenheim untergebracht. Zum Glück fühlt sie sich dort wohl. Sie hat auch eingesehen, dass mir zur Pflege zuhause einfach die Kraft fehlt, denn nicht alles ist helferisch abgedeckt, dazu sind die pflegerischen Rundumkosten privat viel zu teuer. Zur Heimpflege gibt es ja noch andere Zuschüsse, als nur das Pflegegeld.

Da sie sich, wie schon geschrieben, dort wohl fühlt, ist mir eine große Last von der Seele genommen. Das hat nichts mit Abschieben oder so zu tun, es ist eine Art Selbstschutz, denn wenn man selber daran zugrunde geht, ist keinem geholfen. Wenn solche Situationen eintreffen, braucht man sich selbst keine Vorwürfe machen.

Wie lise schon schrieb, erkundige dich, welche Pflegemöglichkeiten es gibt. Evtl. Pflegestufe beantragen etc. und wenn es nicht anders geht, einen schönen Platz für sie zu suchen.

Ein großer Knackpunkt (dein Nochmann) scheint sich ja gut zu lösen. Auch wenn er reumütig wieder zurückkehren würde, würde ich die Scheidung im Auge behalten. Du musst endlich mal wieder durchatmen und etwas für dich tun können. Du hast in den ganzen Jahren schon so viel durchgemacht, da sollten für dich die zukünftigen Jahre wesentlich besser werden. Das hast du verdient.

Ich schicke dir eine Portion Kraft rüber und drück dich mal ganz lieb.
 
Mir kommt da so ne Idee...
Wenn du deine Mutter nun zu dir ins Haus nehmen würdest.
Du bräuchtest nicht immer hin und her zu pendeln,
hast dadurch Zeit und Unkosten gespart,
Die Mama wäre vll ruhiger,würde sich wohler fühlen ..Ich könnte mir vorstellen,das ihr euch beide besser fühlen würdet,mehr "Arbeit" wäre
es nicht und finanziell sähe es auch vll besser aus?
 
Ja da hast du sicherlich Recht..
In seinen eigenen vier Wänden kann man sich mal zurückziehen und alles ablegen.
Ist ja auch ok so,sie ist in deiner Nähe.
Darf ich dich mal was fragen?
Mir scheint,alsob du daran zu nagen hast,das nun "schon" über 40 bist,stimmts?
Das Leben ist an dir vorbeigerauscht,ohne das du selbst was davon hattest,ausser Fusstritte,Erniedrigungen und schlechte Erinnerungen.
Sag mir wenn ich falsch liege..
Habe selbst so gedacht,bis ich einen wundervollen Menschen kennenlernen durfte,der mir zur Seite steht und bei dem ICH mich mal anlehnen kann.
Ab und an überkommt es mich,das ich denke"wieso erst jetzt??"
Aber da darf ich nicht zuviel drüber nachdenken,und es wäre auch undankbar von mir.
Ich habe mir auch selbst zuviel die Schuld gegeben für die unschönen Dinge in meinem Leben,aber das ist ne andere Geschichte,und hier geht es ja auch um dich...und dir wünsche ich von ganzem Herzen,das du die Kraft hast,neue Energie zu tanken,die Ärmel hochzukrempeln und dir selbst zu sagen,das das Leben auch jetzt,mit (über) 40 noch beginnen kann😉



Schimpf ruhig mit mir falls ich falschgelegen habe*g*


Liebe Grüsse
Lise
 
Hallo MagicSun,

vielleicht solltest du mal versuchen, für deine Mutter die Pflegestufe II zu beantragen. Dann würden auch mehr Kosten für Betreuung und Pflege seitens der Pflegekasse übernommen. Denn ich weiß, dass die Pflegesätze bedeutend höher sind, wenn ein Pflegedienst kommt, so z.B. normalerweise bei Einsatz der Angehörigen ca. 200 Euro in Stufe I, dagegen bei Pflegedienst bis 750 Euro. Genauso in Stufe II, da bei Angehörigen ca. 400 Euro, bei Pflegedienst bis 1.280 Euro. Sprich mal mit dem Hausarzt deiner Mutter darüber, der könnte nämlich so einen Antrag befürworten. Dann ginge es weiter zum MDK und der entscheidet dann.

Dazu sollte der Arzt deiner Mutter evtl. Ergo- und Physiotherapie verordnen, das baut auch ungemein auf. Dazu könntet ihr auch einen Hausnotruf beantragen, dann könnte deine Mutter im Falle wirklich benötigter Hilfe darauf zurückgreifen. Außerdem muss sich dort morgens und abends gemeldet werden, dadurch hat man selber ein besseres Gefühl.

Kannst du dir ja durch den Kopf gehen lassen. Vielleicht bekäme sie ja die Pflegestufe II. Ich wünsche dir alles Liebe und Gute und die nötige Kraft alles so zu bewerkstelligen, wie du es dir vorgenommen hast.
 
Ach so, dann hatte ich was falsch verstanden. Wenn deine Mutter körperlich noch so fit ist, wäre es tatsächlich schwer, die Pflegestufe II zu erhalten. Bei meiner Mutter sieht das ja ganz anders aus.

Wünsche dir weiterhin alles Gute.
 

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