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"Chemie" beim Vorstellungsgespräch

Bonnie1312

Mitglied
Hallo Leute,

ich bin gerade in einer unguten Situation und weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.
Bin seit 3 Monaten arbeitssuchend, habe immer wieder Interviews. Durch eine Personalberaterin hatte ich ein Interview mit einem potentiellen Chef und sie sagte mir vorab, dass er ein sehr netter Mensch wäre.
Als ich ihn dann traf, war schon die Begrüßung wenig herzlich. Das Gespräch verlief dann noch viel schlimmer. Er war sehr forsch, dominant und herrisch - ich fühlte mich total eingeschüchtert und in die Ecke gedrängt. Zeitweise war ich so perplex über die Art und Weise, WIE er mit mir sprach, dass ich am liebsten davon gelaufen wäre. Ich dachte mir, dass kann nicht sein, dass man so einen Menschen als "nett" bezeichnet.
Als das Gespräch (endlich!) vorüber war, war ich fix und fertig und hatte den ganzen Tag Magenschmerzen. Mir wurde förmlich schlecht, wenn ich an das Gespräch zurück dachte.
Heute rief mich die Personalberaterin an und meinte, ich hätte ihm von allen Kandidatinnen, die er gesehen hätte, am besten gefallen! Ich konnte es kaum glauben, erkärte ihr aber, dass ich mich überhaupt nicht wohlgefühlt hätte und dass ich nicht glaube, dass wir zusammen arbeiten könnten. Es tut mir sehr leid, aber ich muss auch auf mein Bauchgefühl hören und der erste Eindruck ist im Normalfall der, der bestehen bleibt.
Einerseits tut es mir leid um die Stelle, andererseits kann ich mir nicht vorstellen, für so einen Chef zu arbeiten, da sich bei mir sehr schnell etwas auf den Magen schlägt und ich die Befürchtung habe, unter so einem Chef richtig krank zu werden.
Die Personalberaterin will ihm nun Feedback geben, wie ich das Gespräch "empfunden" hätte. Ich glaube zwar nicht, dass es jetzt noch zu einem Zweitgespräch kommt, aber meine Frage ist: Wie komme ich möglichst gut wieder aus der Situation heraus?
Ich bin der Meinung, die "Chemie" und die Sympathie sollte schon stimmen, wenn man die ganze Zeit eng zusammen arbeitet (und das wäre hier absolut der Fall). In mir sträubt sich alles, mit diesem Chef (!) zusammen zu arbeiten. Die Personalberaterin meinte, man müsste auch mal jemandem eine 2. Chance geben usw. Aber ich kann nicht glauben, dass das in dem Fall was bringen würde.
Wie ist eure Meinung dazu - was würdet ihr tun?

LG,
Bonnie
 
Die Personalberaterin will ihm nun Feedback geben, wie ich das Gespräch "empfunden" hätte. Ich glaube zwar nicht, dass es jetzt noch zu einem Zweitgespräch kommt, aber meine Frage ist: Wie komme ich möglichst gut wieder aus der Situation heraus?
Ich bin der Meinung, die "Chemie" und die Sympathie sollte schon stimmen, wenn man die ganze Zeit eng zusammen arbeitet (und das wäre hier absolut der Fall). In mir sträubt sich alles, mit diesem Chef (!) zusammen zu arbeiten. Die Personalberaterin meinte, man müsste auch mal jemandem eine 2. Chance geben usw. Aber ich kann nicht glauben, dass das in dem Fall was bringen würde.
Wie ist eure Meinung dazu - was würdet ihr tun?
Niemand zwingt dich dazu, jetzt schon den Arbeitsvertrag zu unterschreiben. und wenn eh noch ein Zweitgespräch ansteht, würde ich das tatsächlich wahrnehmen. In so einer Situation war ich auch mal - das Erstgespräch war ein Desaster, das zweite lief um Längen besser, ich bekam den Job und ich als Chef kann diese Person tatsächlich kaum besser sein.
 
Ich hatte einmal damals als Berufsanfängerin ein Vorstellungsgespräch mit einem sehr dominanten Herren, der mein Chef geworden wäre, hätte ich die Stelle genommen. Dabei war noch die Stelleninhaberin, die sich aus privaten Gründen wegbewerben wollte. Sie war sehr nett.

Er hat die klassischen Fragen aggressiv gestellt z. B. "Was sind Ihre Schwächen?" "Warum wollen Sie hier arbeiten?" und hat sich und die zu vergebende Stelle besser dargestellt, als sie eigentlich war, nach meinem Empfinden. Es war eines meiner ersten Vorstellungsgespräche und ich habe mir im Vorfeld natürlich Gedanken gemacht, was man auf Fragen antworten kann. Habe dann aber im Gespräch spontaner und forscher reagiert, was bei ihm sehr gut ankam, weil er einen eher aggressiveren Ton brachte.

Sympathisch war mir der erst mal überhaupt nicht. So der Typ Ober-Macker. Ich denke aber, man hätte im Arbeitsalltag mit den jeweiligen Bereichen gut auskommen können.

Im Gespräch bereits wurde mir die Stelle angeboten. Ich habe erst mal drüber nachgedacht und dann am nächsten Tag abgesagt. Grund war die Lage am A... der Welt und dass die Stelle für mich als Berufsanfänger weniger geeignet war. Allerdings musste ich mich der Stelleninhaberin und ihm gegenüber rechtfertigen, weil sie gedacht hatten, sie hätten die Richtige gefunden!

Das Vorstellungsgespräch ist eine stressige Ausnamesituation für beide Seiten, die versuchen, sich gut zu präsentieren. Außerdem möchten die ja die Kandidaten aussieben. Wer kommt mit Stress gut zurecht? Du kamst dabei als beste weg! Glückwunsch! Dass du Feedback geben konntest, finde ich sehr gut. Vielleich merkt der jetzt, dass er das etwas übertrieben hat mit seiner Art. Der erste Eindruck war befremdend, das war sicher nicht die Absicht.

Lass dich nicht abschrecken, ich würde auch zum zweiten Gespräch gehen, wenn dich die Stelle reizt. Ist dann noch das Gefühl dabei schlecht, dann lass die Stelle sausen!

Alles Gute!
 
Danke für euer Feedback! Mir stellt's noch immer die Nackenhaare auf, wenn ich daran denke.

Es mag ja Fälle geben, wo der Chef beim Erstgespräch sehr fordernd ist, um die Reaktion zu testen - z.B. auf Stress usw. Das alleine hätte mich nicht gestört und damit kann ich umgehen. Es war einfach die Art und Weise und der Tonfall, wie er gesprochen hat, das war fast schon "militärisch" - wenn mich jemand versteht, was ich meine. Und das ist für mich ein absolutes No-go, ich vertrage das einfach nicht. Sympathisch ist er mir auch nicht, ich habe irgendwie Angst vor diesem Menschen. Das passiert mir äußerst selten, immerhin bin ich eine gestandene Frau und habe schon viele Chefs erlebt (aber noch keinen wie diesen).
Ich denke er wird eingeschnappt sein, wenn er mein Feedback von der Personalerin hört und dann kein Zweitgespräch mehr mit mir führen wollen. Ich kann's nicht ändern, denn derartig verbiegen kann ich mich leider auch nicht, dass ich das dauerhaft ertragen kann.

LG,
Bonnie
 
Wenn dein Gefühl ihm gegenüber so schlecht ist, dann würde ich auch das als Erfahrung abhaken und ohne schlechtes Gewissen ein weiteres Gespräch absagen. Noch einmal ein ähnlich unangenehmes Erlebnis musst du dir dann nicht antun.
 
Hallo Bonnie,

ich finde du hast alles richtig gemacht und brauchst nicht mal ansatzweise dich oder dein Verhalten in Frage stellen. Und schon gar überhaupt nicht MUSST du jemand eine 2te Chance geben, erst recht nicht wenn du dich so dabei fühlst. Persönliches empfinden ist ähnlich unterschiedlich wie Geschmack, daher kann es schon sein das die Personalberaterin ihn nett findet. Möglich ist auch, dass er mit ihr ganz anders umgegangen ist. Also zweifle bitte nicht an dir, sondern vertraue weiterhin deinem Bauchgefühl - besser kann man es meiner Meinung nach nicht machen und hake das unter (schlechte) Erfahrung ab. Und noch viel wichtiger, freue dich auf den Moment, wo du einen netten Chef oder Chefin kennenlernst.

Viel Glück!
 
Ich denke, man sollte auch dem eventuell zukünftigen Chef nochmal eine Chance geben. Lediglich einer meiner bisherigen Chefs war mir von Anfang an sympathisch, den Rest konnte ich zunächst gar nicht ab. Aber das hat sich schnell gelegt. Zumindest hätte ich das 2. Gespräch noch genutzt.
Aber wenn du dort wirklich nicht arbeiten willst, ist das deine Entscheidung, für die du dich nicht rechtfertigen musst, da man sich auf der Arbeit einfach wohl fühlen muss.
 

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