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Charakterlich sehr kalt geworden..

G

Gast

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Hallo zusammen,

Ich bin durch Zufall auf dieses Forum hier gestoßen (wohl auch bedingt dadurch, dass ich zurzeit viel google um eventuell eine Lösung meines Problemes zu finden)
Nun um es kurz zu halten ich bin aktuell 20 Jahre alt und mache aktuell mein Abitur (dieses Jahr Ai Prüfungen).
Nun warum wende ich mich an dieses Forum? Im Grunde geht es mir darum ob eventuell jemand weiß, was mit mir los ist.
Nun.. mein Charakter ist über die Jahre merklich kälter geworden. Es ist so als wenn mich überhaupt nichts mehr irgendwie interessiert. Es ist mir im Grunde alles scheißegal. Ich habe keine Lust zu lernen, raus zu gehen, pc zu spielen generell irgendetwas zu machen. Oft mache ich dann garnichts liege nur auf dem Bett.. (Ich war zwar schon immer Faul gewesen bezogen auf Lernen und Hausaufgaben habs dann aber immer noch irgendwie gemacht und war immer gern mit Freunden unterwegs und habe gerne am PC gespielt)
Meine Persönlichkeit auch gegenüber Freunden und Familie ist deutlich kalt geworden. Ich lache zwar äußerlich wenn ich mich mit Freunden über Sachen unterhalte aber innerlich ist mir das was sie sagen im Grunde scheißegal (mag zwar hart klingen, ist aber leider so). Ich empfinde gefühlstechnisch eigentlich garnichts mehr und das macht mich fertig. Ich weiß nicht, was mit mir passiert ist und warum aktuell alles so ist wie es ist.
Es ist als wenn ich ein ganz anderer Mensch geworden wäre - jemand dem alles gleichgültig ist. Ich weiß nicht was vorgefallen ist.. warum ich so bin wie ich bin.

Ich wurde damals gemobbt sollte ich vielleicht dazu sagen. Ich denke das hat auch irgendwie tiefe Narben hinterlassen. Aber ich werde schon seit Jahren nichtmehr gemobbt und weiß auch nicht ob meine aktuelle Situation damit überhaupt zutun hat. Habe auch Freunde und eigentlich alles was man in meinem Alter eigentlich haben möchte. Ich könnte ja eigentlich glücklich sein. Aber ich bin weder glücklich noch traurig. Ich bin gefühlstechnisch praktisch tod. Kann auch für andere nichts empfinden bezogen auf Liebe oder ähnliches.
Wenn ich am Wochenende gefragt habe ob ich vorbei komme zum Kollegen einen trinken sag ich meistens ab und wenn ich mal hingehe habe ich keinen Spaß oder Freude mit meinen Freunden etwas zutun.

Ich fühle mich einfach so leer als wenn mein Körper nurnoch eine Hülle ist ohne jegliches Innenleben..
Ich würde so gerne wieder diese andere Mensch sein..
 
Ich würde so gerne wieder diese andere Mensch sein..

Hallo Gast,
deine Eigenbeschreibung klingt wie die eines exzessiven
Drogennutzers bzw. Kiffers. Aber dazu kannst du sicher
was sagen, ob das eine Rolle spielt.

Was mich mehr interessiert wäre, wie "dieser andere
Mensch", der du gerne wieder sein möchtest, gelebt hat
und wann das war. Vielleicht findest du im Vergleich den
Unterschied zu heute heraus und was du tun kannst, um
wieder "ganz der Alte" zu werden?

Gruß, Werner
 
nein. Drogen habe ich nie genommen und habe ich auch nicht vor in Zukunft welche zu nehmen.
dieser "andere" Mensch hatte noch Spaß am leben. Ich frage mich selbst oft, was ich überhaupt noch auf dieser Welt mache.
Mir wäre es im Grunde scheißegal wenn ich heute oder morgen sterben würde.
Wann genau war das. Ich war da ca 15, 16 da war ich noch glücklich mit meinem Leben zufrieden war viel am lachen auch sehr emotional bei Filmen die traurig sind oft geweint.
Ich wäre gerne wieder so wie ich zu der Zeit war. Ich habe schon die Vermutung, dass ich Depressiv sein könnte, habe mich aber nie getraut mit jemanden darüber zu sprechen gschweigedenn mit meinen Eltern. Die würden eh wieder nur sagen, dass das nichts wäre und mit mir alles in Ordnung ist.
 
dieser "andere" Mensch hatte noch Spaß am leben. (...)
Wann genau war das. Ich war da ca 15, 16 da war ich noch glücklich mit meinem Leben zufrieden war viel am lachen auch sehr emotional bei Filmen die traurig sind oft geweint.

Okay, verstehe (halbwegs) - aber das sind ja nur die
Ergebnisse von damals. Meine Frage zielte mehr darauf,
was du damals (noch) gemacht hast, um Spaß zu haben
und glücklich-zufrieden zu sein. Dem "Sein" geht ja
meist ein Gedanke oder ein Verhalten voraus.
 
Hallo, Gast,

um herauszufinden, warum Du heute bist wie Du bist, erfordert eine Analyse Deines Erwachsenwerdens. Dazu sind so viele Details erforderlich, daß es sachlich kaum möglich ist. Wenn Dein Auto rumpelt und komische Geräusche von sich gibt, ist dies zu analysieren hier nicht möglich. Bei einem Menschen noch weniger.

Ich will versuchen, das Pferd von hinten aufzuzäumen.
Deine Fühlen und Empfinden heute heisst mit deinen Worten „Leere, kein Innenleben, scheiß egal-stimmung“.

So eine Gefühlslage ist mir verständlich, wenn nichts Wertvolles in Dich gelangt sind.
Was meine ich mit Wertvolles?
Nimm‘ einen Hamburger. Im ersten Moment bist Du satt. Aber nach einer Stunde kommt schon langsam wieder das Hungergefühl. Warum? Weil so ein Hamburger nicht nahrhaft genug ist. Wenn Du jetzt mehrere Burger ist, kommst Du über den Tag. Bei gleicher Ernährung über einen längeren Zeitraum hinweg treten Mangelerscheinungen auf. Dein Körper „produziert“ irgendwelche Störungen.

Was will ich damit sagen?
I ) Der Mensch benötigt mehr als Essen und Trinken. Er benötigt auch mehr als Bildung, mehr als irgendwelche Menschen um sich herum. Der Mensch benötigt Liebe sowie das Gefühl der Geborgenheit und dies vor allem in der Kindheit und Jugendzeit. Dadurch wird er ein seelisch stabiler Erwachsener.

II ) Aber das alleine ist auch noch nicht ausreichend. Der Mensch benötigt Werte, für die es sich zu leben lohnt. Manche Menschen haben sogar Werte, für die sie sterben würden. Das genaue Gegenteil erleben Menschen, die keinerlei Werte in sich haben, die es lohnt zu leben. Daher ist es wichtig, dass in der Kind- und Jugendzeit eine Vermittlung von guten Werten erfolgt sowie die Aufgabe, diese Werte zu leben und mit diesen Werten Ziele im Leben zu setzen und anzustreben. Man könnte das auch nennen: Hier hast Du „Werte und nun suche Dir Ziele bzw. den Sinn Deines Lebens.“ Die Werte, die ich meine, sind: Respekt, Dankbarkeit, Fürsorge, Verantwortung, Liebe, Fleiss, Ehrlichkeit.
Und wenn Du Dir jetzt die Menschen ansiehst, mit denen Du zusammenlebst und die Deine Freunde sind, dann sage mir, inwiefern diese Dir diese Werte widerspiegeln. Das nette Miteinanderleben, ohne genaues Ziel und Sinn, das In-Den-Tag-Hineinleben entspricht eher dem Mangel an Sinn, ggf. auch dem Mangel an Werten.
Und wenn Deine Familie, Deine Freunde, diese Werte nicht haben, können sie Dir diese auch nicht vermitteln. Und – was ich vermute, irgendwann in Deiner Vergangenheit begann Deine „Mangelernährung“. Ein bißchen mit den Kumpels abhängen ist ganz nett und chillig, ernährt aber Deine Seele nicht. Du fühlst Dich leer, was ich mit hungrig übersetze. Hungrig nach Wertvollem. Und da müsste Hilfe ansetzen.

Was meinst Du? Kannst Du irgendwas Brauchbares für Dich entdecken?

LG, Nordrheiner
 

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