Hallo ihr Lieben,
ich habe ein Problem und bin zurzeit etwas überfordert.
Vorab zu mir: Ich bin mitte 20 und arbeite zurzeit noch immer in meinem Ausbildungsbetrieb. Dort hingekommen bin ich durch Vitamin B (genauer gesagt durch einen entfernten Verwandten, der ebenfalls in diesem Unternehmen gearbeitet hat).
Wir waren in den vergangenen Monaten etwas unterbesetzt (Fing Ende 2011 an, zieht sich bis Heute). Bis Februar waren wir zumindest noch zu 2. Danach hat sich meine Kollegin von jetzt auf gleich verabschiedet, mit den Worten "Ich bin dem ganzen Druck nicht gewachsen, habt bitte Verständnis".
Erst sollte ich alles alleine machen, habe ich auch versucht. Aber nach gut 4 Wochen, bin ich zu meiner Chefin hin und habe gesagt, das ich überfordert sei.
Danach hat sie eine zweite Kraft gefunden, die mich unterstützen soll. Derjenige kam und ging aber wann er wollte (Freund der Familie meiner Chefin), sprich er war von 5 Tagen nur 2 oder 3 da und dann auch nur von 12 bis 16 Uhr o.ä..
Das war also nichts.
Danach kam noch eine Kraft, die soll aber ausschließlich Call-Center-Agent-mäßig telefonieren und Kunden anwerben. Damit ist mir dann auch nicht geholfen.
Also bin ich nochmals hin, habe gesagt, das ich überfordert bin und das wir eine erfahrene Kraft aus der Branche brauchen.
Erst danach tat sich langsam etwas. Zumindest haben wir Stellenanzeigen geschaltet. Das "Ergebnis" kommt morgen zum Probearbeiten.
Mir fehlt auch einfach die Erfahrung weil ich dem Arbeitsbereich, den ich jetzt komplett alleine ausführen muss, bisher nur zugearbeitet habe und von meiner Kollegin, die sich dann im Februar verabschiedet hat nichts lernen/abgucken konnte, außer wie man sich 8 Stunden am Tag erfolgreich mit Facebook unterhalten kann. Aber es war ja eine Freundin der Familie, also durfte ich nichts gegen ihre Facebook-Besuche sagen.
Ich bin am Ende meiner Kräfte. Ich musste mich für jeden Müll der passiert ist Verantworten.
Als wäre die Gesamtsituation noch nicht genug, unterstellte man mir plötzlich, ich würde für eine andere Firma spionieren... Dazu folgendes:
Der o.g. Verwandte (durch den ich in dieses Unternehmen kam) hatte sich vor einiger Zeit abgekapselt und seine eigene Firma innerhalb der selben Branche (Zeitarbeit) aufgebaut.
Wir sehen uns nur selten und wenn, dann grüßen wir uns lediglich. Sprechen tun wir selten miteinander, gerade weil die Beziehung während der Zeit, die wir zusammen gearbeitet haben, leicht gelitten hat.
Nun kam vergangene Woche meine Chefin auf mich zu und bat mich um ein Gespräch. Sie sagte mir, sie hat ein Problem mit mir. Sie hat einen Bekannten, der ebenfalls eine Unternehmen leitet. Dieser Bekannte hätte bei uns per E-Mail angefragt ob wir ihm mit Personal aushelfen könnten. Wir hätten darauf gar nicht reagiert und die Firma meines Verwandten hätte sich dann einige Tage später unverbindlich bei ihm gemeldet und ihm auch Personal stellen können. So seine Aussage.
Und für sie ist ganz klar: Ich habe den Auftrag "weitergegeben".
Die besagte E-Mail gab es nie. Allerdings ein Telefonat, in dem auch gesagt wurde, das er eventuell Personal bräuchte, das sei aber nicht so dringend.
Da ich zu der Zeit alleine mit meinen Aufgaben da stand und andere Sorgen hatte, habe ich mich um das "eventuelle Personal, das eh nicht so dringend ist" nicht gekümmert.
Genau 5 Tage später ging die Auftragsbestätigung meines Verwandten bei dem Bekannten meiner Chefin ein. Sprich: Er musste ungefähr zur gleichen Zeit Kontakt zu dieser Firma aufgenommen haben. Das wir "herumtelefonieren" ist nichts ungewöhnliches, das nennt man Akquise und davon leben wir.
Ich habe ihr gesagt, ich habe damit nichts zu tun. Natürlich sieht das komisch aus, wir telefonieren miteinander aber besetzen den Auftrag nicht. Tage später besetzt mein Verwandter diesen Auftrag.
Jedenfalls soll ich mich auf was gefasst machen, wenn ich doch etwas damit zu tun habe. Sie wird mich im Auge behalten. Als Mensch würde sich mir gerne glauben, aber die Tatsachen sprechen gegen mich. Sie wird das weiter verfolgen und ist wahnsinnig enttäuscht von mir. Das waren ungefähr ihre Worte.
Gleichzeitig hat sie einen bitterbösen Brief aufgesetzt und ihn an meinen Verwandten geschickt. Was darin stand wollte ich mir gar nicht durchlesen, aber es ging um diesen Auftrag und das er Abstand von mir halten soll etc.
Nun hat das ganze also die Runde in der Familie gemacht und mir wird unterstellt ich würde die "Familie spallten wollen". Das, was meine Chefin da mit mir macht, sei Rufmord und andere würden keinen Tag länger mehr dort arbeiten, musste ich mir nahören. Ich gehe daran kaputt, sagte man mir. Ganz unrecht haben sie nicht.
Aber es ist nicht so leicht heutzutage mit dem "Job schmeissen". Ich bin darauf angewiesen (wer nicht...).
Einen neuen Job suchen ist auch nicht so leicht. Bürojobs gibt es nicht wie Sand am Meer dafür aber unzählig viele Bewerber.. Das seh ich doch auch an den Zahlen, wenn wir Jobs ausschreiben. Kaufmännische Stelle: 1 Stelle, 30 Bewerber innerhalb der ersten 2 Wochen. Gewerbliche Stelle: 1 Stelle, 1 Bewerber in 2 Wochen.
Vom Arbeitslosengeld was ich bekommen würde, wenn ich aussteige, kann ich nicht leben. Zuschüsse beantragen kann ich versuchen, werden aber wahrscheinlich abgelehnt (lt. einer Freundin, die selbst beim Arbeitsamt tätig ist), weil mein Lebenspartner zu viel verdient in den Augen des Arbeitsamtes (Das er aber tagtäglich 60 km fahren muss, bei den Spritpreisen, das wird dann unter den Tisch fallen gelassen..). Natürlich würde er für mich aufkommen, aber damit würde es mir nicht gut gehen und das Geld wäre recht knapp..
Ich weiß langsam nicht weiter.. Wie soll ich mich verhalten?
Dort weiter arbeiten und genau wissen: Jeder Schritt wird beobachtet und hinterfragt?
Aufhören und mich in die Arbeitslosigkeit stürzen, unwissend ob und wann ich wieder einen Job bekomme? Das kommt nicht in Frage.
Parallel wo anders bewerben, das tue ich sowieso.
Aber ich brauche einen Rat.. Ich will nicht nur darauf warten bis irgendwann mal der Zufall/das Glück vorbei schaut und sagt "Hey ich hab einen anderen Job für dich". Wie soll ich mit der Gesamtsituation umgehen?
ich habe ein Problem und bin zurzeit etwas überfordert.
Vorab zu mir: Ich bin mitte 20 und arbeite zurzeit noch immer in meinem Ausbildungsbetrieb. Dort hingekommen bin ich durch Vitamin B (genauer gesagt durch einen entfernten Verwandten, der ebenfalls in diesem Unternehmen gearbeitet hat).
Wir waren in den vergangenen Monaten etwas unterbesetzt (Fing Ende 2011 an, zieht sich bis Heute). Bis Februar waren wir zumindest noch zu 2. Danach hat sich meine Kollegin von jetzt auf gleich verabschiedet, mit den Worten "Ich bin dem ganzen Druck nicht gewachsen, habt bitte Verständnis".
Erst sollte ich alles alleine machen, habe ich auch versucht. Aber nach gut 4 Wochen, bin ich zu meiner Chefin hin und habe gesagt, das ich überfordert sei.
Danach hat sie eine zweite Kraft gefunden, die mich unterstützen soll. Derjenige kam und ging aber wann er wollte (Freund der Familie meiner Chefin), sprich er war von 5 Tagen nur 2 oder 3 da und dann auch nur von 12 bis 16 Uhr o.ä..
Das war also nichts.
Danach kam noch eine Kraft, die soll aber ausschließlich Call-Center-Agent-mäßig telefonieren und Kunden anwerben. Damit ist mir dann auch nicht geholfen.
Also bin ich nochmals hin, habe gesagt, das ich überfordert bin und das wir eine erfahrene Kraft aus der Branche brauchen.
Erst danach tat sich langsam etwas. Zumindest haben wir Stellenanzeigen geschaltet. Das "Ergebnis" kommt morgen zum Probearbeiten.
Mir fehlt auch einfach die Erfahrung weil ich dem Arbeitsbereich, den ich jetzt komplett alleine ausführen muss, bisher nur zugearbeitet habe und von meiner Kollegin, die sich dann im Februar verabschiedet hat nichts lernen/abgucken konnte, außer wie man sich 8 Stunden am Tag erfolgreich mit Facebook unterhalten kann. Aber es war ja eine Freundin der Familie, also durfte ich nichts gegen ihre Facebook-Besuche sagen.
Ich bin am Ende meiner Kräfte. Ich musste mich für jeden Müll der passiert ist Verantworten.
Als wäre die Gesamtsituation noch nicht genug, unterstellte man mir plötzlich, ich würde für eine andere Firma spionieren... Dazu folgendes:
Der o.g. Verwandte (durch den ich in dieses Unternehmen kam) hatte sich vor einiger Zeit abgekapselt und seine eigene Firma innerhalb der selben Branche (Zeitarbeit) aufgebaut.
Wir sehen uns nur selten und wenn, dann grüßen wir uns lediglich. Sprechen tun wir selten miteinander, gerade weil die Beziehung während der Zeit, die wir zusammen gearbeitet haben, leicht gelitten hat.
Nun kam vergangene Woche meine Chefin auf mich zu und bat mich um ein Gespräch. Sie sagte mir, sie hat ein Problem mit mir. Sie hat einen Bekannten, der ebenfalls eine Unternehmen leitet. Dieser Bekannte hätte bei uns per E-Mail angefragt ob wir ihm mit Personal aushelfen könnten. Wir hätten darauf gar nicht reagiert und die Firma meines Verwandten hätte sich dann einige Tage später unverbindlich bei ihm gemeldet und ihm auch Personal stellen können. So seine Aussage.
Und für sie ist ganz klar: Ich habe den Auftrag "weitergegeben".
Die besagte E-Mail gab es nie. Allerdings ein Telefonat, in dem auch gesagt wurde, das er eventuell Personal bräuchte, das sei aber nicht so dringend.
Da ich zu der Zeit alleine mit meinen Aufgaben da stand und andere Sorgen hatte, habe ich mich um das "eventuelle Personal, das eh nicht so dringend ist" nicht gekümmert.
Genau 5 Tage später ging die Auftragsbestätigung meines Verwandten bei dem Bekannten meiner Chefin ein. Sprich: Er musste ungefähr zur gleichen Zeit Kontakt zu dieser Firma aufgenommen haben. Das wir "herumtelefonieren" ist nichts ungewöhnliches, das nennt man Akquise und davon leben wir.
Ich habe ihr gesagt, ich habe damit nichts zu tun. Natürlich sieht das komisch aus, wir telefonieren miteinander aber besetzen den Auftrag nicht. Tage später besetzt mein Verwandter diesen Auftrag.
Jedenfalls soll ich mich auf was gefasst machen, wenn ich doch etwas damit zu tun habe. Sie wird mich im Auge behalten. Als Mensch würde sich mir gerne glauben, aber die Tatsachen sprechen gegen mich. Sie wird das weiter verfolgen und ist wahnsinnig enttäuscht von mir. Das waren ungefähr ihre Worte.
Gleichzeitig hat sie einen bitterbösen Brief aufgesetzt und ihn an meinen Verwandten geschickt. Was darin stand wollte ich mir gar nicht durchlesen, aber es ging um diesen Auftrag und das er Abstand von mir halten soll etc.
Nun hat das ganze also die Runde in der Familie gemacht und mir wird unterstellt ich würde die "Familie spallten wollen". Das, was meine Chefin da mit mir macht, sei Rufmord und andere würden keinen Tag länger mehr dort arbeiten, musste ich mir nahören. Ich gehe daran kaputt, sagte man mir. Ganz unrecht haben sie nicht.
Aber es ist nicht so leicht heutzutage mit dem "Job schmeissen". Ich bin darauf angewiesen (wer nicht...).
Einen neuen Job suchen ist auch nicht so leicht. Bürojobs gibt es nicht wie Sand am Meer dafür aber unzählig viele Bewerber.. Das seh ich doch auch an den Zahlen, wenn wir Jobs ausschreiben. Kaufmännische Stelle: 1 Stelle, 30 Bewerber innerhalb der ersten 2 Wochen. Gewerbliche Stelle: 1 Stelle, 1 Bewerber in 2 Wochen.
Vom Arbeitslosengeld was ich bekommen würde, wenn ich aussteige, kann ich nicht leben. Zuschüsse beantragen kann ich versuchen, werden aber wahrscheinlich abgelehnt (lt. einer Freundin, die selbst beim Arbeitsamt tätig ist), weil mein Lebenspartner zu viel verdient in den Augen des Arbeitsamtes (Das er aber tagtäglich 60 km fahren muss, bei den Spritpreisen, das wird dann unter den Tisch fallen gelassen..). Natürlich würde er für mich aufkommen, aber damit würde es mir nicht gut gehen und das Geld wäre recht knapp..
Ich weiß langsam nicht weiter.. Wie soll ich mich verhalten?
Dort weiter arbeiten und genau wissen: Jeder Schritt wird beobachtet und hinterfragt?
Aufhören und mich in die Arbeitslosigkeit stürzen, unwissend ob und wann ich wieder einen Job bekomme? Das kommt nicht in Frage.
Parallel wo anders bewerben, das tue ich sowieso.
Aber ich brauche einen Rat.. Ich will nicht nur darauf warten bis irgendwann mal der Zufall/das Glück vorbei schaut und sagt "Hey ich hab einen anderen Job für dich". Wie soll ich mit der Gesamtsituation umgehen?