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bundeswehr

hallo ihr lieben,
es ist wirklich grausam für mich. ich komme mir sowas von hilflos vor, weil ich wirklich gar nichts machen kann um meinem sohn zu helfen.
er ist seit dem 01 10 beim bund. schon am ersten abend hat er mir ne sms geschickt das er es dort nicht aushält. sie mussten 12 stunden auf einem fleck stehen und zu essen gab es auch er was um 19 uhr. er war aber schon um 10.30 in der kaserne und hatte auch noch nicht gefrühstückt.
seitdem ruft er mich jeden tag an und bettelt darum das ich ihm helfen soll. ich bin nur noch am heulen und trau mich schon nicht mehr raus, weil mein gesicht total augequollen ist von der heulerei.
er will sich jetzt ausmustern lasse, hat auch für montag einen termin beim psychologen. nur denke ich das es so einfach nicht wird.
die einzige behinderung die er hat sind seine migräneattacken. darunter leidet er aber schon seit seiner frühen jugend. wir warten auch deswegen schon bei vielen ärzten und spezialisten.ich könnte die atteste besorgen, wenn es helfen würde, ihn da weg zu bekommen. das weiss ich aber nicht.
er ruft mich immer, wenn er ein paar minuten zeit hat an und gestern abend war er wirklich sehr verzweifelt und ganz merkwürdig am telefon. was ist, wenn er sich etwas antut? ich bekomme echt kein auge mehr zu. was soll, kann ich nur machen. hat vielleicht hier jemand einen tip für mich.
es eilt wirklich sehr.

vielen dank und liebe grüsse
diemitdemworttanzt
 

Hallo diemitdemworttanzt,

schau mal hier: bundeswehr. Hier findest du vielleicht was du suchst.

hej

also mein kollege ist dort nur rausgekommen weil er einen leistenbruch hatte!!
mmhh vielleicht sollte er sich dort mal an irgendwen wenden wie zum beispiel er es ja gemacht hat an einen psychologen. ansonsten kannst du nur fuer ihn da sein und ihm deine schulter bieten!!

liebe gruesse lueletta
 
12 Stunden auf einem Fleck stehen?
Das halte ich für unglaubwürdig. Solche Szenen sieht man doch nur in drittklassigen Anti-Kriegsfilmen.

Egal.
Ich glaub die einzige Chance wie dein Sohn dort rauskommt, ist irgendwie was psychologisches. Das er mit dem Stress wirklich nicht mehr klar kommt, kurz vor dem Zusammenbruch steht usw.
 
12 Stunden auf einem Fleck stehen?
Das halte ich für unglaubwürdig. Solche Szenen sieht man doch nur in drittklassigen Anti-Kriegsfilmen.

Das glaube ich irgendwie auch nicht so ganz. Wenn er dir das so erzählt hat, dann hat er vermutlich übertrieben. Das macht man eben meistens, wenn man eine Situation, die einem nicht gefallen hat, beschreibt.

Ach, und dass er um 10:30 noch nicht gefrühstückt hatte...also, ich will dir und deinem Sohn wirklich nicht zu nahe treten, aber wenn ich weiß, dass ich um 10:30 in der Kaserne sein soll, aber nicht weiß, wann ich dort was zu essen bekomme, dann gehe ich nicht mit leerem Magen aus dem Haus.

Aber zurück zum Thema Ausmusterung:

Hätte er nicht aufgrund der Migräne von vornherein ausgemustert werden können? Ich bin da kein Experte, aber es werden ja schon Leute wegen weniger ausgemustert...

Aber ich denke auch, dass er mal mit nem Psychologen sprechen sollte, das ist wohl die beste Möglichkeit, um da raus zukommen.
 
ja erstmal vielen dank für eure antworten.
ich denke das mit der migräne könnte klappen. das lässt sich ja auch belegen. ich habe hier die untersuchungsergebnisse von neurologen, hausärzten und radiologen.
wenn er am montag zum psychologen geht, werden wir es wissen.

(übrigens, er hat nicht gefrühstückt, weil er ziemlich aufgeregt war. )
denn ursprünglich wollte er ja gerne zur bundeswehr und hat sich schon sehr darauf gefreut. nur hat man ihm diesen zahn wohl sehr schnell gezogen.
sicherlich weiss ich dass auch etwas übertreibung dabei ist, und die ersten tage sicher nicht leicht sind bis man sich etwas eingewöhnt hat, aber erstmal glaube ich ihm, was er mir erzählt. und als mutter, die ihre kinder über alles liebt, geht es mir nunmal sehr schlecht bei dem gedanken, dass er wieder nach hause will und nicht darf.

ich danke nochmal allen für die antworten und grüsse euch lieb.
diemitdemworttanzt
 
Hallo diemitdemworttanzt!

Wenn man einen Suizid verhindern will, gibt es doch bestimmt einige Möglichkeiten. Abgesehen vom Internet, in dem Du eine Vielzahl von Hilfsmöglichkeiten finden dürftest:

Wie wäre es mit einem Anwalt (am besten einem, der sich mit Themen wie Kriegsdienstverweigerung, Menschenrechte etc. auskennt)?

Immerhin beschreibst Du Zustände, die so eigentlich in Deutschland nicht geduldet werden.

Ich habe meine Zweifel, ob man hier mit "Tricks" arbeiten sollte.
 
@ diemitdemworttanzt
Lass dir nichts vormachen, wenn er wirklich da raus will schreibt er einen Brief dass er den Dienst an der Waffe verweigert.
Ich weiß dass die den 1. Brief liegen lassen, beim 2. wird dann mal dein Kompaniechef mit dir reden und beim 3. bist du draußen.
Er kann 3 Briefe hintereinander abschicken, jeden Tag einen dann spart er sich den Rest zwischendurch.

Wenn du weitere Infos wünscht:
1.) http://www.zickenrott.de/
2.) http://www.musterung.de/

Als Hinweis:
Ich kenne ein paar Soldaten (Unteroffiziere) die kurz bevor sie ins Ausland gehen sollten um da Soldat zu spielen den Dienst an der Waffe verweigert haben.
(Also hier in der Armee Geld verdienen, aber nicht in ein Krisengebiet gehen wollen und sich dort erschießen lassen.)
 

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