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Breche alle Freundschaften immer ab.

G

Gast

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Hallo ihr hier im Forum ich habe ein Problem oder eher eine Frage.
Ich weiß nicht wie ich es am besten erklären soll ohne das es zu lang wird aber ich versuche es.

Also "Heute" habe ich irgendwie keine Freunde oder engere Bekannte mehr lasse neue aber auch nicht zu.
Früher hatte ich schon Freunde, doch je älter ich wurde desto mehr von diesen Freundschaften sind weggebrochen.
Anfangs als ich noch klein war durch die üblichen Gründe, Freunde sind weggezogen und schließlich auch ich.

Da begannen die Probleme schon. Ich fand nicht wirklich Freunde dort aber wenn ich so zurück denke wollte ich denke ich auch keine suchen.
Damals musste ich nichts tun Freundschaften haben sich einfach so ergeben ohne das ich groß darüber nachdachte.
Ich ging nicht auf andere zu wenn sie zu mir kamen nahm ich es gerne hin.

Doch mit der lauf der Zeit fand ich immer weniger Freunde und irgendwie haben mich alle Freundschaften irgendwie ermüdet.
Ich hatte eine Freundin, doch trozdem war ich stets auf Kriegsfuß mit ihr weil ich eifersüchtig war und immer irgendwie niedergeschlagen in ihrer Gegenwart. Im Nachhinein sehe ich das ich einfach das sie Dinge hatte die ich auch gern gehabt hätte.
Ich lies sie fallen.
Spätere versuche ihre Freundschaft zurück zu bekomm war vergebens. Völlig verständlich ich versteh sie.

Auch die nächste Freundschaft ging zu Bruch. Sie war die typische "beliebteste" offen, laut und hatte viele Freunde.
Irgendwann brach unser Kontankt nach vielen höhen und tiefen ab, da ich mich nicht mehr meldete.
Nach dieser Freundschaft die sehr oft die Eifersucht in mir hoch hohlte da sie mich oft hat für andere stehen lassen, wurde ich ruhiger.
Ich nahm es hin wenn andere bevorzugt wurden. Ja es machte mir nichts mehr aus.
Ich wollte mein eigenes Ding durchziehn.

Ich lernte im Laufe der Zeit immer mal wirklich nette Leute kennen.
Aber ... aus irgendeinen Grund und das tut mir im Nachhinein immer so leid, fange ich an sie zu ignorieren.
Ich melde mich nicht mehr, gehe nicht an ihre Anrufe und hocke lieber alleine rum bis sie sich nicht mehr melden.
Wenn dann einige Zeit um ist habe ich zwar das verlangen mich bei ihnen zu melden, doch ich mache es nie, da einfach zu viel Zeit vergangen ist.
Ich würde mir auch nicht verzeihen wenn jemand einfach den Kontakt abbricht.

Jetzt habe ich nur noch eine Freundin die es akzeptiert das ich mich länger nicht gemeldet hab und mich immer normal empfängt auch wenn mal wieder länger funkstille zwischen uns war.
Doch leider vertrau ich ihr auch nicht. Ich erzähl ihr alles, kann bei ihr ich selbst sein, doch zwischen uns ist auch schon so einiges schief gelaufen.
Es geht sogar soweit das ich eben noch dachte das sie keine Lust mehr auf mich hat (sehr kompliziert und lange story) , weil sie lieber mit ihrem Kumpel unterwegs ist, der auch mal ein sehr sehr guter Freund von mir war.
Sie ist wirklich und das ist jetzt keine Paranoia von mir bessesen von ihm und würde alles für ihn tun.
Nun ja ... aufjedenfall habe ich sie nicht erreicht.
Schlussendlich hat sich rausgestellt das sie im Knast ist.

Und selbst jetzt hört mein Kopf nicht auf zu rattern und malt sich Bilder aus das das nur eine weitere lüge von ihr ist.
Immerhin sagte sie es ist alles geregelt und dann wird sie ohne Vorwarnung von den Bulln geholt.
Umd ich erfahre es nur von ner Freundin von ihr.

Naja zurück zur eigentlichem Theme.
Nun ist es so das ich wirklich keine Freunde mehr hab (außer die im Knast), weil ich irgendwann einfach keine Lust mehr hab, weil es mir so viel Energie nimmt mit ihnen zu sein, weil es mich so ermüdet und ich einfach meine Ruhe will.
Damit muss ich wohl schon vielen Menschen weh getan haben und es tut mir wirklich leid.
Ich will ja niemanden weh tun. Ich denk mir aber auch immer dennen ist es wurscht ich war ihnen ja auch nicht wichtig.

Viele von dennen die ich habe fallen lassen mag ich auch heute noch und vermisse sie.
Viele von dennen die ich habe fallen lassen sagen entzwischen gerechtermassen schlechte Dinge über mich.
Was ich versteh, was ist das für ein Mensch der zu einem sagt wir sind Freunde und dann sich nie mehr meldet, ohne Vorwarnung, ohne Grund.

Ich bin ein schlechter Mensch. In meinem Kopf schreit alles nach Gerechtigkeit, Frieden, Harmonie, Zivilcourage , doch stattdessen lasse ich meine Freunde fallen und melde mich irgendwann nicht mehr.
Ich sag mir immer tuhe anderen Menschen nichts böses an du selbst willst auch nichts böses erfahren.
Leben und leben lassen.
Es gab früher mal ne Zeit da war ich ein richtiges Miststsück und habe eine richtig gemobbt. In dieser Klasse verstand ich mich mit allen und ich habe mich hineingesteigert. Das bereue ich und es tut mir leid, doch es macht nichts wieder gut, das weiß ich weil es davor auch nr Zeit gab wo ich rumgeschupst wurde.
Heute mobbe ich niemanden mehr vielmehr bin ich die die andere kritisiert wenn sie es tuhen.

Letztendlich bin ich selbst der Grund warum ich alleine bin.
Ich lasse keinen an mich ran, ich würde diese zu guter Letzt ja eh wieder fallen lassen oder ich würde verurteilt oder fallen gelassen.

Kennt ihr das Problem. Weiß jemand wovon ich spreche. Bin ich denn wirklich so ein schlechter Mensch der keine Sympathie für seine Mitmenschen hat.
Oder hat jemand ein ähnliches Problem und weiß wovon ich spreche?

Tut mir leid das es jetzt doch so ein langer Text geworden ist, doch es würde mich freuen wenn es wirklich jemand lesen würde.
 
Du beschreibst hier, was du tust, aber eine sehr spannende Frage lässt du etwas offen. Die da wäre: Warum distanzierst du dich denn von allen?

Freundschaften wollen natürlich gepflegt werden - in welchem Umfang, wie oft, durch welche Methoden, das bleibt ja Sache der Beteiligten. Bei manchen meiner Freunde ist es ganz normal, dass wir uns nur nach Bedarf bzw. sehr sporadisch melden - wir sind alle beschäftigt, wir wohnen weit auseinander, da kommt das eben. Aber ab und an mal z.B. eine SMS schreiben nach dem Motto "Hab grade deinen Lieblingsfilm gesehen und musste an alte Zeiten denken" reicht schon. Man bleibt präsent. Käme so etwas für dich nicht in Frage?

Was versprichst du dir von diesen Freundschaften, wenn du doch sagst, dass diese Menschen dich ermüden? Oder brauchst du einfach Zeit für dich? (Ich bin selbst sehr introvertiert, jeden Tag kann ich nicht mit Menschen.)
 
Mhh ja also ich bin sowieso jemand der lieber sms schreibt als ewig zu telefonieren.

Es ist halt so das ich irgendwann einfach keine Lust mehr habe und einfach ruhe will.
Ich möchte einfach allein sein.
Doch aus irgendeinem Grund zieht sich dieses alleine sein wolln manchmal sogar über Monate.

Bei anderen wiederrum fühle ich mich unter Druck gesetzt wenn sie sich melden und erwarten das etwas von mir zurück kommt, obwohl sie sich auch nicht oft gemeldet haben.

Andere verstehen es nicht wenn ich mal keine Lust hab wegzugehn, sie versuchen mich zu überreden was sie auch anfangs schaffen, doch irgendwann sage ich immer öfter Sachen ab und melde mich schließlich garnicht mehr.

Ich weiß auch nicht genau wann das angefangen hat, war ich doch als Kind in der Grundschule jemand der es liebte viele um sich zu haben und auch ein wenig im Mittelpunkt stehen wollte. Heute bin ich lieber alleine und hasse es im Mittelpunkt zu stehen.

Ich kann es mir auch nicht erklären warum ich lieber alleine bin ich bin es einfach.
Doch irgendwann kommt immer der Punkt an dem ich dann doch merke wie einsam ich bin.

Doch ich hab Angst wieder neue Freundschaften aufzubauen.
Angst das ich sie enteusche oda sie mein Vertrauen missbrauchen oder sich lustig über much machen.
 
Hallo!

also ich kann Dir sagen, dass Du mit Deinem beschriebenem Problem nicht alleine bist. Ich bin nämlich genau so wie Du. Ich bin auch jemand, der sich nie bei Freunden meldet. Ich denke immer nach dem Motto: "Keine Nachrichten sind gute Nachrichten". Meiner Meinung nach bleibt man Freunde, auch wenn man sich mal eine Zeit lang nicht meldet.

Das klingt jetzt vielleicht schmalzig, aber ich behalte Freunde in meinem Herzen. Wenn ich mich mal eine Zeit lang bei ihnen nicht melde, heißt das bei mir nicht, dass ich sie nicht mehr mag. Zum einem bin ich einigermaßen viel beschäftigt (ich bin Student), und zum anderen mag ich einfach nicht meinen Freunden zur Last fallen.
Natürlich freue ich mich, wenn ich meine Freunde seit Ewigkeiten einmal wieder sehe (das bedeutet bei mir oft auch nach mehreren Monaten). Aber zu einem Wiedertreffen kommt es bei mir in der Regel nur durch:
1. meine Freunde melden sich bei mir
2. durch Zufall
Etwas zu meiner Person: Ich bin Student im 3. Semester, 21 Jahre alt, männlich. Ich bin vor dem ersten Semester aus meiner Kleinstadt nach Stuttgart ausgezogen, wo ich derzeit studiere.
Es ist ja mehr oder weniger normal, dass man da seine alten Freunde eher selten sieht. Bei mir ist das so, dass ich vielleicht einmal in 3-4 Wochen während der Vorlesungszeit mal wieder bei meinen Eltern in meiner Kleinstadt zu Besuch bin, und dann meistens über's Wochenende. Da könnte man ja meinen, dass man an einem Abend innerhalb des Wochendendes mal alte Freunde wiedertreffen kann. Aber ich melde mich meistens nicht. Ok, eigentlich nie. Auch während der vorlesungsfreien Zeit, die bei uns fast 3 Monate dauert, d.h. ich habe 3 Monate frei - nein, selbst da melde ich mich nur extrem selten.
Ich will meinen Freunden einfach nicht zur Last fallen. In meiner Studienstadt fühle ich mich schon oft einsam und auch das Studium selbst lastet manchmal schon auf den Schultern. Und es gibt auch andere persönliche Probleme... Naja, jedenfalls habe ich das große Glück in meinem Studienort ein paar Leute kennengelernt zu haben, mit denen man herumhängen kann. Aber denen will ich auch nicht meine Sorgen zumuten. Mein Bild von einer guten Freundschaft ist, dass man sich alles erzählen kann. Aber bisher habe ich eher die Erfahrung gemacht, dass die Leute bei so etwas "abneigend" reagieren, wenn man mal bei Konversationen persönlicher wird. "Abneigend" ist hier nicht böse gemeint; sie geben mir einfach nicht das Gefühl, dass sie mich verstehen. Ein paar Leute versuchen einen zu trösten, aber dann ist das Thema für sie auch erledigt.
Ich muss an dieser Stelle aber auch sagen, dass ich schon ein emotional sehr empfindlicher Mensch bin. Aber ich denke da immer: Ok, irgendwie bin ich wohl doch anders, als andere Menschen. Wenn ich anderen von meinen Sorgen erzähle, verstehen sie mich nicht. Aber ich bin nicht böse auf sie, ich bin nunmal anders. Ich habe andere Bedürfnisse als andere.
Das resultiert dann in der Tatsache, dass ich mich nicht bei meinen alten Freunden melde. Die Leute in meiner Uni sehe ich ja noch regelmäßig, da sieht man sich halt jeden Tag. Doch die Leute aus meiner alten Stadt, die seh ich extreeeem selten. Ich kann schon vorhersagen, dass ich mich bei den Leuten, die ich in der Uni so treffe, nach dem Studium auch nie wieder melden werde. Und dass wir uns allerhöchstens mal zufällig begegnen werden.

Früher als man noch jünger war, da hat man zusammen gespielt. Aber je älter ich wurde desto mehr sind dann die Interessen auseinander gegangen. Die meisten meiner alten Freunde betrinken sich gerne, rauchen Shisha, gehen in die Bars und Diskos usw. Ich persönlich trinke zwar ab und zu auch gerne etwas, aber dann auch nur mit engeren Freunden. Aber wie oben erwähnt - ich fühle mich da bei Unterhaltungen nicht so verstanden wie ich es gerne hätte. Das klingt jetzt zunächst vielleicht eingebildet, das ist mir bewusst.
"Ich bin was besseres als andere. Die verstehen solche Probleme gar nicht, die ich habe. Also gebe ich mich mit denen nicht ab." - aber so denke ich ganz bestimmt nicht! Ich halte mich nicht für etwas besseres. Ich denke nur, dass ich anders bin als andere.

Ich glaube ein Schlüsselbegriff ist hier "Introversion. " Erst vor kurzem habe ich mich ernsthaft damit auseinandergesetzt. Ich weiß, dass das hier jetzt furchtbar wissenschaftlich klingen wird, aber mir persönlich hat's geholfen, meine Situation zu verstehen, deswegen möchte ich das hier gerne etwas ausführen.
Hier zunächst eine Definition aus Wikipedia: Introversion (von lat. intra „innerhalb“ und vertere „wenden“) ist der Gegenpol zu Extraversion. Introvertierte Charaktere wenden ihre Aufmerksamkeit und Energie stärker auf ihr Innenleben. In Gruppen neigen sie eher zum passiven Beobachten als Handeln und werden häufig als still, sorgfältig und bedächtig beschrieben. Introversion ist nicht unbedingt gleichzusetzen mit Schüchternheit.
Also um das vielleicht etwas anders auszudrücken - introvertierte Menschen neigen dazu, dass sie eher allein sein möchten, weil soziale Kontakte für sie Kraft kosten, im Gegensatz zu extrovertierten Menschen. Deswegen vermeiden introvertierte Menschen oberflächliche soziale Kontakte, weil das ihnen Kraft und Energie kostet, die sie lieber für Menschen verwenden, die ihnen nahe stehen oder für andere Dinge die ihnen wichtig sind. Das heißt, dass introvertierte Menschen oft einen sehr kleinen Freundeskreis haben. Aber die wenigen Leute, die dazugehören, sind dann oft sehr sehr enge Freunde.

Ich vermute, dass Du einer der eher introvertieren Menschen bist, genau wie ich. Das würde vieles Deiner Verhaltensweisen erklären, nämlich auch, dass Du lieber alleine sein möchtest, anstatt dich bei anderen zu melden.
Aber eins möchte ich hervorheben: Du bist auf keinen Fall ein schlechter Mensch!!! Jeder Mensch ist nun einmal anders.

Nur noch ein paar kleine Sachen:
Free personality test | 16 Personality Types
Ich würde Dir gerne diese Website empfehlen (ich hoffe, Du kannst Englisch!). Ich habe dort diesen Persönlichkeitstest gemacht, bei mir ist da INFJ dabei herausgekommen. Was das mit der Abkürzung auf sich hat, erfährst Du dort. Jedenfalls bedeutet das für mich, dass ich auch introvertiert bin - noch dazu ist bei mir die Introvertiertheit sehr ausgeprägt, anscheinend in einer sehr seltenen Form. Meinen Persönlichkeitstyp haben nur 1% der Weltbevölkerung. Also mir hat das schon geholfen zu erfahren, dass mein Persönlichkeitstyp einfach nur selten vorkommt. Das nimmt einen das Gefühl nicht normal zu sein. Vielleicht hilft es Dir ja auch.
Und dann würde ich Dir noch gerne das Buch "Still" von Susan Cain empfehlen. Aus diesem Buch habe ich mein Wissen über Introversion gewonnen, und es erklärt viele Dinge, warum Introvertierte so sind wie sie sind. Und auch warum Extrovertierte so sind wie sie sind. Es hat mir auch viel geholfen zu verstehen, wie man mit Menschen mit verschiedenen Persönlichkeitstypen umgehen kann. Ich will nicht, wie jemand rüberkommen, der nur blöde Werbung für das Buch machen will. Ich möchte Dir aber trotzdem das Buch ans Herz legen, es hat mir einfach geholfen viele Dinge zu verstehen, über mich und über andere.

So mein Text hier ist verdammt lang geworden. Ich hoffe, Du bist beim lesen nicht eingeschlafen. 😀
Und ich hoffe, dass ich Dir damit in irgendeiner Weise weiterhelfen konnte. Ich wünsch Dir alles alles Liebe!
 

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