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Brauche jemanden zum reden

L

Lili

Gast
Hey Liebes Forum,
Ich schreibe zum ersten Mal hier rein und bin mal gespannt 🙂

Ich bin 22 Jahre jung, weiblich und wohne mit meinem Freund zusammen.

Leider ist dies nicht meine erste Beziehung gewesen, mit 19 zog ich damals zum ersten Mal mit einem Mann zusammen, mit dem ich zuvor eine lange Beziehung hatte. Dies scheiterte aus Gründen die jetzt irrelevant sind (kurzgesagt: Religion & seine Eltern).

Seit dieser Trennung hat sich mein Leben komplett verändert. Ich bin komplett zerstört gewesen, habe meine Ausbildung im 2. Jahr von nur 2,5 Jahren abgebrochen, litt an einer starken Angststörung, brach mit allen Freunden und Familie den Kontakt ab und fing auch mit immer mehr Drogen an. Bekam dadurch viele finanzielle Probleme und war in einem neuen Freundeskreis von Leuten die auch im Leben nicht weiter kommen wollten.

Das alles ging bis ungefähr Juni 2020.

Von da an wurde alles besser, ich hab mit allen Drogen komplett aufgehört, hab den Kontakt mit meiner Familie wieder geschaftt zu halten und meine Panikattacken sind deeeeutlich zurückgegangen. Habe viel gejobbt und meine finanziellen Probleme aus der Welt geschafft und befinde mich nun in einem dualen Studium. Einige Freundschaften konnte ich auch 'retten'.

Allerdings ist es so, dass ich nun quasi keine richtigen Freunde mehr habe. Klar, 2 Freundschaften von damals konnte ich 'retten' dh. Aber nur, dass man sich im halben Jahr vielleicht einmal Mal trifft.

Alle andere Freundschaften sind quasi nicht mehr zu retten.

Ich fühle mich einsam, auch wenn ich in einer Beziehung bin. Corona macht es natürlich nicht einfacher.

Keiner schreibt mit mir, ich weiß schon garnicht mehr wann ich zuletzt gechattet habe. Ich würde mich übrigens als gute Mischung von Extro und Intro beschreiben. Dh. Mir fehlt tatsächlich soziales.

Leider hab ich es aber auch total verlernt 'sozial' zu sein. Ich fühle mich wenn ich neue Leute kennenlernen total beobachtet und benehme mich total merkwürdig deswegen. Das ist teilweise sogar so, wenn ich mich mit leute treffe die ich sogar kenne. Dadurch trau ich mir viele Situationen garnicht mehr zu.

Ich würde einfach mal gerne eure Meinung zu allem wissen, vielleicht hab ich auch Glück und finde jemanden zum Austausch der vielleicht sich in einer ähnlichen Lage befindet?

Ich denke übrigens auch, dass ich einfach noch nicht fertig bin mit meiner Charakterfindung, vielleicht im sozialen Aspekt sogar echt unreif für mein Alter bin. Aber ich bin gewillt dran zu arbeiten! 🙂
 
Als erstes bin ich erstaunt, dass Du nicht nur den Absprung gewagt hast, sondern mit dem Studium gleich noch eins drauf setzt.
Lass mich raten, dass Du Dir selbst noch nicht so 100% sicher bist, dass es immer so bleibt.

Dann wäre es aktuell so, dass Du gefühlt "immer" drogenabhängig und Berufsabbrecher warst, aber jetzt neu anfängst.

Das Gegenteil davon tritt ein bisschen später ein: Du warst immer schon Studentin aber hattest "mal irgendwann" eine schlechte Phase.

Aktuell kann es sein dass Du noch Angst hast, dass jemand die Vergangenheit aufdeckt, vielleicht Dich damit konfrontiert ( Dich beobachtet). Du kannst das aber vermeiden, indem Du genau niemandem davon erzählst.
An Deiner Stelle würde ich "so eine Vergangenheit" aber nicht negativ überbewerten: wenn Du nach und nach hinter die Kulissen schaust wirst Du feststellen, dass nicht wenigen Studenten ( also Kollegen) Drogen bekannt sind, und dass es auch welche geben wird, die ihr Studium deswegen aufgeben werden müssen.
Dir passiert das aber nicht mehr, Du hast die Erfahrung bereits hinter Dir und stehst besser da.
Den Rest wie soziale Kompetenz seh ich bei Dir als kleines Hügelchen. Das kommt schon noch von selber.
Viel Erfolg!
 
Also mir gehts ähnlich wie dir. Ich hab auch keine Freunde. Ich würde ja fragen, ob du keine im Studium finden kannst, aber ich studiere auch und finde dort auch keine^^
Bist du sehr einsam? Hast du darüber mal mit deinem Freund geredet?
 
Als erstes bin ich erstaunt, dass Du nicht nur den Absprung gewagt hast, sondern mit dem Studium gleich noch eins drauf setzt.
Lass mich raten, dass Du Dir selbst noch nicht so 100% sicher bist, dass es immer so bleibt.

Dann wäre es aktuell so, dass Du gefühlt "immer" drogenabhängig und Berufsabbrecher warst, aber jetzt neu anfängst.

Das Gegenteil davon tritt ein bisschen später ein: Du warst immer schon Studentin aber hattest "mal irgendwann" eine schlechte Phase.

Aktuell kann es sein dass Du noch Angst hast, dass jemand die Vergangenheit aufdeckt, vielleicht Dich damit konfrontiert ( Dich beobachtet). Du kannst das aber vermeiden, indem Du genau niemandem davon erzählst.
An Deiner Stelle würde ich "so eine Vergangenheit" aber nicht negativ überbewerten: wenn Du nach und nach hinter die Kulissen schaust wirst Du feststellen, dass nicht wenigen Studenten ( also Kollegen) Drogen bekannt sind, und dass es auch welche geben wird, die ihr Studium deswegen aufgeben werden müssen.
Dir passiert das aber nicht mehr, Du hast die Erfahrung bereits hinter Dir und stehst besser da.
Den Rest wie soziale Kompetenz seh ich bei Dir als kleines Hügelchen. Das kommt schon noch von selber.
Viel Erfolg!

Danke erstmal für deine ausführliche Antwort 🙂

Ja, es ist tatsächlich so, dass ich Angst habe jemals wieder in so ein Loch zu fallen, auch wenn ich gleichzeitig daran glaube, dass gerade ich, jetzt gelernt habe damit umzugehen und wüsste wie ich es auch wieder raus schaff. Die Drogen sind da aber garkein Thema, da find ich es ohne viel zu schön jetzt.
Viel eher geht es mir um meine Angststörung und die Panikattacken. Solang ich wie aktuell maximal Viertel jährlich damit konfrontiert werde, komme ich damit sehr gut klar (hab auch super Mechanismen die für mich klappen dafür), sollte es aber wie früher um mehrfache tägliche Panikattacken gehen, hab ich gaaarkeine Lust drauf.

Ich denke ich probiere es tatsächlich so wenig wie möglich groß zu einem Thema zu machen, schließlich ist es bereits sehr gut überstanden.
 
Also mir gehts ähnlich wie dir. Ich hab auch keine Freunde. Ich würde ja fragen, ob du keine im Studium finden kannst, aber ich studiere auch und finde dort auch keine^^
Bist du sehr einsam? Hast du darüber mal mit deinem Freund geredet?

Ich hab tatsächlich mein Studium mit meinem Freund gestartet d.h. wir sind in den Vorlesungen überwiegend immer zusammen. Das hat leider die Folge, dass wir beide ein Grüppchen zu zweit bilden und somit garnicht groß den Bedarf haben andere kennenzulernen.
Das kann sich aber mit der Zeit bestimmt noch ändern.

Auch ist es aber so, dass ich die einzige Frau im Studium bin, möchte nicht Aufdruck nur männliche Freunde suchen, vorallem um meinem Partner kein komisches Gefühl zu geben.

Mit ihm geredet hab ich über die Einsamkeit tatsächlich noch nie.. es ist mir irgendwie peinlich mit meinen 22 Jahren neue Freunde suchen zu wollen.
Wie ist es denn bei dir? Magst du über dich ein wenig zu erzählen?
 
Mit ihm geredet hab ich über die Einsamkeit tatsächlich noch nie.. es ist mir irgendwie peinlich mit meinen 22 Jahren neue Freunde suchen zu wollen.
Wie ist es denn bei dir? Magst du über dich ein wenig zu erzählen?

Naja, ich bin 21 und hatte noch nie Freunde oder eine Freundin. Bin also auch auf der Suche, so wie du^^ Ich studiere, aber da ich hab den passenden Studiengang noch nicht gefunden. Du bist mir also einige Schritte voraus^^ Hat dein Freund vielleicht Freunde, die du auch gut findest?
Partys, Konzerte, Hobbys sind ein gutes Mittel, glaube ich. Das wird ja alles langsam wieder hochgefahren. Ich persönlich hoffe ja, dass ab Ende des Jahres wieder das meiste möglich ist, und man dort neue Leute kennenlernen kann.
 

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