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Brauche Hilfe... Komm nicht damit klar..

S

Silvia_LÖWI

Gast
Glaubt ihr, dass, wenn jemand stirbt, es ihm gut geht und er ein schönes Plätzchen hat und, dass er demjenigen nicht böse ist, der vielleicht schuld ist, dass er sterben musste?
Ich komm nicht damit klar.. Wieso müssen manche so früh sterben? Das gibt doch keinen Sinn.. Es ist alles so ungerecht.. Mein Kopf ist so voll mit Gedanken.. Es geht nicht in meinen Kopf..
Möchte jemand mit mir darüber reden? Bitte!?
 
Hallo,

ich versuche mal ein wenig deine gedanken zu sortieren.

Als ich ein kind war,habe ich auch oft nicht geschlafen,weil ich angst hatte einmal zu sterben und weil ich mir das absolut nicht vorstellen konnte.

Als ich dann erwachsen war und meine kinder da waren,war das leben so wunderbar,das ich gar nicht mehr an so einen mist dachte.Ich dachte immer...das ist so schön...du bist eine junge mama und wenn deine kinder erwachsen sind,dann bist du noch nicht zu alt um auch noch viele dinge zu erleben...mir schien das leben unendlich...

Als meine kinder dann gerade so erwachsen waren,bekam ich krebs.
...ich lag dann monate lang im krankenhaus und hab mich vom leben total betrogen gefühlt,weil ich das leben so liebte und das schicksal mir so einen bösen streich spielte.
Ich lag u.a. auch im koma und ich habe da kein licht gesehen zu dem man gehen konnte.Aber es war wirklich nicht schlimm...ich lag da und alles war auf einmal so leicht,ohne sorgen und so unbeschwert.Zu anfang dachte ich immer,eigentlich hätten die ärzte mich mal lieber sterben lassen sollen,denn dann wäre ich einfach so weggeschlummert und wer weiß,was mir nun noch bevor steht.
Aber später habe ich mich über jeden tag gefreut und mir klar gemacht,das es ganz egal ist,wie lange man lebt.Man kann ja lange besch... leben,oder kurz,aber dafür intensiv.Es kommt nicht auf die länge,sondern auf die qualität an,die man lebt.
Vor meiner krankheit waren sehr viele dinge für mich existent und selbstverständlich,aber jetzt weiß ich wie wertvoll jeder atemzug ist.Ich seh die welt mit ganz anderen augen und ich kann nur den kopf schütteln,worüber menschen sich streiten und so,das ist oft so ein kinderkram...zeit die man viel besser nutzen könnte.

Ich glaube das es nicht schlimm ist,wenn man tot ist,auf jeden fall ist es absolut friedlich.Schlimm ist vielleicht,das sterben,aber tod an sich ist nicht schlimm.Vor der geburt ist man ja auch tot,wenn man es genau nimmt.
Man muss auch keine angst vor dem tod haben.Man ist bloß traurig,weil man die welt verlassen muss und man denkt: vielleicht macht der tod bei mir ja eine ausnahme und lässt mich nicht sterben,aber das ist nicht möglich.

Weißt du...der tod wirkt zwar bedrohlich...aber viel bedrohlicher sind die menschen auf diesm planeten...schau doch was sie sich antun und was sie mit dem leben ...dieser kurzen zeit,die wir hier verweilen anstellen!

lg iceflower
 
Hallo Silvia!

Weißt Du, ungerecht ist es nicht, wenn jemand „zu früh“ stirbt. Wir empfinden es nur so, weil wir es nicht verstehen können.

Jeder stirbt dann, wenn es für ihn der richtige Zeitpunkt ist.
Wir sollten uns nur von dem Gedanken trennen, daß er nicht mehr existiert. Denn das ist ein Irrtum.

Wenn der Verstorbene uns sehr nah stand, dann tut er das auch im Jenseits noch. Daran ändert sich nichts.
Im übrigen fühlt er sich „drüben“ in der Regel freier und leichter, da er nicht mehr die schwere körperliche Last mit sich rumschleppt.

Wichtig ist für Dich auch zu wissen, daß er immer dann auf Dich aufmerksam wird, wenn Du an ihn denkst. Das ist dann wie ein Anruf auf der Erde. Du kannst mit der Person (Seele) reden, denn sie hört Dich und liest auch Deine Gedanken, wenn Du sie auf sie richtest.

Somit kannst Du Dich auch im Nachhinein entschuldigen, oder ungeklärte Sachen ansprechen. Alles wird ausgeglichen. Und die Seele hat ja auch eine ganz andere (viel höhere) Sicht auf die Dinge und auf das irdische Dasein. Sie sieht Zusammenhänge und Hintergründe, die unserem Verstand meist unzugänglich sind.

Ich hab von mehreren Leuten gehört, die von ihren Lieben besucht wurden, nachdem sie gestorben waren. Jeder nimmt das anders wahr. Entweder spürt man die Anwesenheit, oder sie zeigen sich in ihrer bekannten Gestalt. Diese verändert sich meist nach dem irdischen Tod und ist auch von vielen Faktoren abhängig.

Aber das Thema ist so umfangreich , daß man es in Tausend Jahren nicht überblicken könnte.

Du solltest versuchen, zu verstehen, daß der Verstorbene jetzt viel glücklicher ist und daß er Dir auch alle „Schuld“ vergibt.

Die Dinge werden immer so geführt, daß jeder die Erfahrungen machen kann, die er sich vor seiner Inkarnation ausgesucht hat. Und das sind oft sehr schwierige Hürden, an denen wir reifen und geistig wachsen können.
Dazu gehört auch die Erfahrung von Schuldgefühlen.
Diese zu überwinden, zu meistern, ist Teil DEINER Aufgaben, die zu Deiner Gesamtentwicklung wichtig sind.

Vielleicht möchtest Du ja etwas näher erzählen, was Dir passiert ist, und um wen es sich bei dem Verstorbene handelt?

Viele Grüße erst mal

Marcus
 
Hallo Silvia,

was ist passiert, dass du dich jetzt schuldig fühlst. So jedenfalls habe ich den Eindruck über dein Post gewonnen. Vielleicht erzählst du mal darüber. Dann könnte man dir vielleicht ein bisschen Mut wiedergeben und dir helfen.
 
Danke!

Erst einmal vielen Dank an euch und eure Antworten.
Das alleine hat mir schon geholfen..
Es stimmt ja, dass für jeden einmal der Zeitpunkt gekommen ist zu gehen.. Nur is es genau in dem Augenblick für die, die ihn lieben das Ungerechteste überhaupt.. Es tut einfach höllisch weh, wenn jemand auf einmal nicht mehr da ist..
Was mich sehr getröstet hat, ist, dass derjenige, der gegangen ist, es vielleicht auf dieser Welt wirklich nicht schön gehabt hätte..
Man weiß ja nicht, was ihm sonst noch zugestoßen wäre..

Wollte also erst einmal sagen, dass es dank euch jetzt schon etwas besser ist.. Aber ich würde trozdem alles tun, um es rückgängig machen zu können..
Ich hoffe, ich kann, wenn ich dann auch irgendwann einmal gehen muss, alles wieder gut machen und vor allem besser machen..

Ich würde zwar gerne genaueres erzählen, aber ich habe Angst, dass ihr mich dann nicht mehr verstehen würdet.. Vielen würden sagen, dass es ja dann nicht sooo schlimm ist.. Ist es aber! Es tut mindestens genauso weh.. Auch, wenn das manche nicht verstehen..

Ich möchte auch nicht, dass ihr meint, ihr habt eure Zeit damit verschwendet, euch mit mir unterhalten zu haben.. Ich war am Ende.. Wollte am liebsten verrückt werden.. Sterben wollte ich nur kurz, denn ich denke immer, ich darf nicht einfach so gehen.. Dass darf ich meiner Familie nicht antun, denn ich liebe sie alle..

Es ist so: Der Verstorbene ist mein Baby-Kätzchen "LÖWI" ..

Ich kann mich nicht damit trösten, dass es ja "nur" ein Tier ist.. Es ist mehr.. Und in meinen Augen mindestens so viel wert wie ein Mensch, wenn nicht so gar mehr..

Wenn ich euch trotzdem noch meine "Geschichte" erzählen dürfte, wäre ich sehr froh darüber.. Darüber, es jemanden erzählen zu können.. Darüber, zu erzählen, wie`s in mir aussieht.. Darüber, wieso ich schuld habe.. Darüber, dass mich jemand versteht.. oder es zumindestens versucht..

Es tut immer noch so weh.. es ist genauso schwer, als wenn ein Mensch gehen muss.. Besonders, weil ich denke, dass ich es verhindern hätte können..

Außerdem habe ich eine große Angst: Ich habe Angst, einmal nicht mehr an LÖWI zu denken.. Das will ich nicht.. Er gehört doch zu mir.. mein LÖWI..

Danke! LG *Silvia
 
Hallo,

ein Tier ist für dich genau so viel wert wie ein Mensch, oder sogar noch mehr?

Du tickst wohl nicht richtig!!!
 
@kopfschüttel

sowas kann es geben.. es kommt eben ganz darauf an, wie "Mensch" einem im eigenen Leben bisher begegnet ist.
Mea culpa - ich ziehe auch so manches Mal das Tier dem Menschen vor. Und schäme mich dessen nicht. Die Menschen täten gut daran sich zu schämen, was sie anderen, insbesondere Kindern antun... dass diese später die Tiere zu besseren Freunden machen müssen.

Gel06
 
Hallo Gel06,

ich versteh das aber bei Silvia nicht, denn sie liebt ja ihre ganze Familie.
Silvia wollte ja sogar sterben.
In diesem Fall kann ich wirklich nur den Kopf schütteln.
 
Wenn man sein Tier über alles liebt und es nicht verschmerzen kann, dass es stirbt, heißt das noch lange nicht, dass man Menschen (hier: die Familie) nicht lieben kann.

Scheinbar hat Kopfschüttel kein Tier, denn sonst wüsste er/sie genau wovon ich rede. Und wenn jemand sehr sensibel ist und noch im Glauben, er sei Schuld am Tod dieses Tieres, kann dieser Mensch sich gedanklich schon mal zu Dummheiten hinreißen lassen.

@ Silvia

Was ist denn passiert? Erzähle es ruhig. Hier gibt es bestimmt viele, die deinen Kummer verstehen können. Dass es auch andere Meinungen gibt musst du schon in Kauf nehmen.
 
Hallo Silvia,

ich kann dich auch gut verstehen.Es ist sehr traurig ein tier,das man sooo liebt zu verlieren.

@kopfschüttel,

wenn man es genau nimmt,sind tiere sogar besser als menschen,denn menschen sind hässlich und gemein zueinander und das auch noch bewusst!Das hat man bei tieren nicht.Sie lieben dich bedingungslos und stellen dich nicht in frage.
Ich könnte so fortfahren,es gibt viele gründe ein tier mehr zu lieben als einen menschen....sieh´dich mal um!

iceflower
 

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