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biene77!

Neues Mitglied
Hallo,


ich bin eine ziemlich clevere und gutaussehende junge Frau, von der viele Leute echt viel erwarten, weil ich ein selbstbewusstes zielgerichtetes Erscheinungsbild habe und generell sehr taff und kompetent rüberkomme. BLOß, ich glaube es ist nur eine Fassade, die ich nie aufrechterhalten kann. Ich möchte ein bisschen mehr auf meine Vergangenheit eingehen.

Ich bin im Osten aufgewachsen, Mutter, Vater beide Alkoholiker. Meine Mutter war zusätzlich auch Prostituierte und hatte mit der Mafia zu tun. Sie hatte unglaublich viele Partner, die ständig wechselten. Sie bekam mich sehr früh und ließ mich bei der Oma zurück.

Meine Oma war früher eine sehr starke, dominante, herrische und gewalttätige Frau. Sie schlug meine Mutter und verlangte zu viel von ihr. Sie kaufte ihr keine Klamotten und war generell ziemlich herzlos. So lernte meine Mutter nie Liebe und Verständnis kennen. Der Opa war auch Alkoholiker und war seit der Geburt bzw ab dem Alter von 4 nicht mehr dabei und blieb zurück. Als meine Mutter 15 war, traff meine Oma ein Schlafanfall, dann der nächste und ganz später auch noch der dritte. Die linke Seite war komplett gelähmt. Sie baute immer mehr ab. Meine Mutter musste dann die Pflegerrolle sehr früh übernehmen. In der Schule wurde sie gemobbt und ausgeschlossen. Sie dachte, wenn sie ein Kind bekäme und jemanden heiraten würde, wen meine Oma ihr ausgesucht hat, dann wäre sie frei.


So bin ich entstanden. Sie bekam mich sehr früh und ließ mich bei der gelähmten kranken Oma zurück. Ich kümmerte mich um sie, ich musste sehr sehr früh schon kochen, WOhnung aufräumen, meine Oma waschen, auf Klo bringen (auch Nachts), alles für sie tun, weil sie keinen Kontakt zur Familie hatte, da ihr Charakter sehr schwierig war. Freunde besuchten sie sehr selten, da sie weit weg gewohnt haben.


Also war ich viel mir selbst überlassen, niemals war irgendwer bei Klassentreffen, ich war immer das Mädchen mit der Oma. Trotz all dem konnte ich durch meinen Humor und eine witzige Art Freunde für mich gewinnen und war beliebt. Das war irgendwo mein einziger Anker damals. Komischerweise durfte ich mir auch selbst meine eigenen Klamotten aussuchen, worauf ich sehr stolz war, aber was auch sehr dysfunktional war, da ich manchmal sehr unpassend oder übetrieben gekleidet rumgelaufen bin.

Es gab immer viel Gewalt zwischen meiner Oma und meiner Mutter. Sie hatte irgendwann kein Sorgerecht mehr und durfte sich mir nicht mehr nähern. Mir wurde gesagt ich solle weglaufen, wenn ich sie sehen würde. Sie war dauerbetrunken. All Sachen, die ich damals erlebt habe durch sie, weil wenn sie mal mich doch irgendwie bekommen hat, hat sie mich allein zurück gelassen oder ich habe bei ihren Alkoholikersessions als Kind dabei gesessen. Meine erste Zigarette rauchte ich von ihr, sie hat mir gezeigt wie es funktioniert.

irgendwann wurde sie Opfer von Menschenhandel und so kam sie nach Deutschland. In der Hoffnung auf das große Geld wurde sie Sklavin und musste Geld abarbeiten, was ihr angeblich für irgendwas vorgeschossen worden ist. Ihr wurde Papiere weggenommen und sie hat kein Geld mehr bekommen. Da hat sie meinen Stiefvater kennengelernt.

Sie haben später geheiratet und er hat sich dafür eingesetzt, dass sie das Sorgerecht wieder zurückbekommt und mich nach Deutschland mitnehmen kann. So lernte ich meine Mutter irgendwann mit 14 Jahren wirklich kennen. Als ich nach Deutschland kam, war es ein Schock. Denn ich wurde keinesfalls als Individuum oder Mensch mit Bedürfnissen wertgeschätzt. Meine Mutter hatte heftige Ausraster und Stimmungsschwankungen, geplagt von dauerhaftem Unzufriedensein. Sie haben auch jedes WE sich besoffen zu Hause zu zweit. Und gestritten und gestritten. Ich wusste schon ab dem 3. Bier brauche ich nicht mehr mein Zimmer verlassen. Es war die pure Hölle auf Erden. Der Stiefvater bestach mich manchmal mit Geld Morgens damit ich zur Tankstelle laufe und noch mehr Bier kaufe und währenddessen hat er mir erzählt, dass er von mir geträumt hat und dass wir Sex hatten und ich ja so schön mitgemacht haben soll.Ich habe es meiner Mutter erzählt und war am Ende die Feindin von allen. Es ging irgendwann so weit, dass ich die Polizei rief und ihn aus der Wohnung schmeißen ließ, weil er mich beleidigte, meine Mutter würgte und vor meinem kleinen Bruder laut und aggressiv wurde.

Zu dem Zeitpunkt habe ich angefangen mit Feiern. ALkohol und Drogen. Ich habe schon in Russland in der Überbrückungsphase Kleber und Benzin geschnüffelt und erste ALkoholerfahrungen gemacht. In Deutschland wurde ich dann introvertiert und computersüchtig und brachte mir coole Sachen bei bei Photoshop. Aber meine Eltern haben mich angefangen rauszuschicken aus der WPhnung und wollten, dass ich mich sozialisiere usw. Auf jeden Fall so begann die schleichende Alkoholabhängigkeit auch bei mir und nur Spaß durch Überreizung.

Früher in Russland war ich so etwas wie "hochbegabt", ich konnte mir ein Thema nur einmal anhören und konnte es mit eigenen Worten wieder erklären, ich konnte mit 4 Lesen und die Uhr und war sehr pfiffig. Die erste Zeit in Deutschland hatte ich trotz des Sprachdefiztes überall einsen und zweien. Ich habe einfach nur alles auswendig gelernt 😀 Dann bin ich schnell aufs Gymnasium, dort lief es auch super, auch wenn ich nur eine Note tiefer gerutscht bin.

Bloß dann, zerrten mich meine Eltern aus der Stadt und wollten in eine andere Stadt ziehen, wo sie sich eine größere Wohnung leisten können (es war ein totales ghetto). Ich wurde mitten in meiner Integrationsphase rausgerissen und in ein sozial schwaches viertel gesteckt mitten im Halbjahr in eine andere Stadt. Es hat mir komplett das Ende gegeben. Dann haben sie mich in der 10. Klasse ohne meiner Zustimmung von der Schule abgemeldet und ich sollte Geld verdienen und ausziehen.


Ich habe ALLES gepackt, ich habe eine top ausbildung abgeschlossen, hatte meine eigene Wohnung und studiere jetzt und versuche halbwegs klar zu kommen. BLOss ich kann keine guten Leistung bringen. Ab diesem Zeitpunk des Umzugs ist der Balken gekippt. Ich komme nicht mehr aus der Gleichgültigkeit und Angst heraus. Ich habe aufgehört mich selbst herauszufordern und bin den Drogen verfallen. Ich bin jetzt auf dem Weg zur Besserung und konsumiere nicht mehr regelmäßih.. Aber manchmal kommen Phasen wo ich mich 1-3 Wochen selbst verliere im ALkohol, Rausch, Wachsein mit mir selbst auch. Gefölgt von Selbsthass, Selbstzüchtigung und Unzufriedenheit.


Ich kann mich nicht schwerelos und gelassen durch mein Leben bewegen. Ich habe das Gefühl die ganze Zeit es sei irgendwas nicht in Ordnung. Ich kann mich absolut nicht entspannen. Ich würde gern auch länger abstinent sein, als 14-21 Tage, aber es kommt dann immer dieser Knackpunkt der SInnlosigkeit und Leere. Dann Isoliert und emotionslos fühlen. Wenn es mir ganz schlecht geht, dann werde ich wie paranoid, dass Leute mir was Böses tun oder ich irgendwie mich von allen distanzieren will und niemanden mehr nah lassen kann. Ich mache Therapie und alles mögliche. Aber ich brauche mal ein paar andere Meinungen
 
Hallo, das klingt nach komplexer Traumatisierung und ich würde vermuten, dass dadurch psychische Krankheit entstanden sein könnte. Hast du schonmal Therapie gemacht? Das würde ich machen.
 
Hallo,


ich bin eine ziemlich clevere und gutaussehende junge Frau, von der viele Leute echt viel erwarten, weil ich ein selbstbewusstes zielgerichtetes Erscheinungsbild habe und generell sehr taff und kompetent rüberkomme. BLOß, ich glaube es ist nur eine Fassade, die ich nie aufrechterhalten kann. Ich möchte ein bisschen mehr auf meine Vergangenheit eingehen.

Ich bin im Osten aufgewachsen, Mutter, Vater beide Alkoholiker. Meine Mutter war zusätzlich auch Prostituierte und hatte mit der Mafia zu tun. Sie hatte unglaublich viele Partner, die ständig wechselten. Sie bekam mich sehr früh und ließ mich bei der Oma zurück.

Meine Oma war früher eine sehr starke, dominante, herrische und gewalttätige Frau. Sie schlug meine Mutter und verlangte zu viel von ihr. Sie kaufte ihr keine Klamotten und war generell ziemlich herzlos. So lernte meine Mutter nie Liebe und Verständnis kennen. Der Opa war auch Alkoholiker und war seit der Geburt bzw ab dem Alter von 4 nicht mehr dabei und blieb zurück. Als meine Mutter 15 war, traff meine Oma ein Schlafanfall, dann der nächste und ganz später auch noch der dritte. Die linke Seite war komplett gelähmt. Sie baute immer mehr ab. Meine Mutter musste dann die Pflegerrolle sehr früh übernehmen. In der Schule wurde sie gemobbt und ausgeschlossen. Sie dachte, wenn sie ein Kind bekäme und jemanden heiraten würde, wen meine Oma ihr ausgesucht hat, dann wäre sie frei.


So bin ich entstanden. Sie bekam mich sehr früh und ließ mich bei der gelähmten kranken Oma zurück. Ich kümmerte mich um sie, ich musste sehr sehr früh schon kochen, WOhnung aufräumen, meine Oma waschen, auf Klo bringen (auch Nachts), alles für sie tun, weil sie keinen Kontakt zur Familie hatte, da ihr Charakter sehr schwierig war. Freunde besuchten sie sehr selten, da sie weit weg gewohnt haben.


Also war ich viel mir selbst überlassen, niemals war irgendwer bei Klassentreffen, ich war immer das Mädchen mit der Oma. Trotz all dem konnte ich durch meinen Humor und eine witzige Art Freunde für mich gewinnen und war beliebt. Das war irgendwo mein einziger Anker damals. Komischerweise durfte ich mir auch selbst meine eigenen Klamotten aussuchen, worauf ich sehr stolz war, aber was auch sehr dysfunktional war, da ich manchmal sehr unpassend oder übetrieben gekleidet rumgelaufen bin.

Es gab immer viel Gewalt zwischen meiner Oma und meiner Mutter. Sie hatte irgendwann kein Sorgerecht mehr und durfte sich mir nicht mehr nähern. Mir wurde gesagt ich solle weglaufen, wenn ich sie sehen würde. Sie war dauerbetrunken. All Sachen, die ich damals erlebt habe durch sie, weil wenn sie mal mich doch irgendwie bekommen hat, hat sie mich allein zurück gelassen oder ich habe bei ihren Alkoholikersessions als Kind dabei gesessen. Meine erste Zigarette rauchte ich von ihr, sie hat mir gezeigt wie es funktioniert.

irgendwann wurde sie Opfer von Menschenhandel und so kam sie nach Deutschland. In der Hoffnung auf das große Geld wurde sie Sklavin und musste Geld abarbeiten, was ihr angeblich für irgendwas vorgeschossen worden ist. Ihr wurde Papiere weggenommen und sie hat kein Geld mehr bekommen. Da hat sie meinen Stiefvater kennengelernt.

Sie haben später geheiratet und er hat sich dafür eingesetzt, dass sie das Sorgerecht wieder zurückbekommt und mich nach Deutschland mitnehmen kann. So lernte ich meine Mutter irgendwann mit 14 Jahren wirklich kennen. Als ich nach Deutschland kam, war es ein Schock. Denn ich wurde keinesfalls als Individuum oder Mensch mit Bedürfnissen wertgeschätzt. Meine Mutter hatte heftige Ausraster und Stimmungsschwankungen, geplagt von dauerhaftem Unzufriedensein. Sie haben auch jedes WE sich besoffen zu Hause zu zweit. Und gestritten und gestritten. Ich wusste schon ab dem 3. Bier brauche ich nicht mehr mein Zimmer verlassen. Es war die pure Hölle auf Erden. Der Stiefvater bestach mich manchmal mit Geld Morgens damit ich zur Tankstelle laufe und noch mehr Bier kaufe und währenddessen hat er mir erzählt, dass er von mir geträumt hat und dass wir Sex hatten und ich ja so schön mitgemacht haben soll.Ich habe es meiner Mutter erzählt und war am Ende die Feindin von allen. Es ging irgendwann so weit, dass ich die Polizei rief und ihn aus der Wohnung schmeißen ließ, weil er mich beleidigte, meine Mutter würgte und vor meinem kleinen Bruder laut und aggressiv wurde.

Zu dem Zeitpunkt habe ich angefangen mit Feiern. ALkohol und Drogen. Ich habe schon in Russland in der Überbrückungsphase Kleber und Benzin geschnüffelt und erste ALkoholerfahrungen gemacht. In Deutschland wurde ich dann introvertiert und computersüchtig und brachte mir coole Sachen bei bei Photoshop. Aber meine Eltern haben mich angefangen rauszuschicken aus der WPhnung und wollten, dass ich mich sozialisiere usw. Auf jeden Fall so begann die schleichende Alkoholabhängigkeit auch bei mir und nur Spaß durch Überreizung.

Früher in Russland war ich so etwas wie "hochbegabt", ich konnte mir ein Thema nur einmal anhören und konnte es mit eigenen Worten wieder erklären, ich konnte mit 4 Lesen und die Uhr und war sehr pfiffig. Die erste Zeit in Deutschland hatte ich trotz des Sprachdefiztes überall einsen und zweien. Ich habe einfach nur alles auswendig gelernt 😀 Dann bin ich schnell aufs Gymnasium, dort lief es auch super, auch wenn ich nur eine Note tiefer gerutscht bin.

Bloß dann, zerrten mich meine Eltern aus der Stadt und wollten in eine andere Stadt ziehen, wo sie sich eine größere Wohnung leisten können (es war ein totales ghetto). Ich wurde mitten in meiner Integrationsphase rausgerissen und in ein sozial schwaches viertel gesteckt mitten im Halbjahr in eine andere Stadt. Es hat mir komplett das Ende gegeben. Dann haben sie mich in der 10. Klasse ohne meiner Zustimmung von der Schule abgemeldet und ich sollte Geld verdienen und ausziehen.


Ich habe ALLES gepackt, ich habe eine top ausbildung abgeschlossen, hatte meine eigene Wohnung und studiere jetzt und versuche halbwegs klar zu kommen. BLOss ich kann keine guten Leistung bringen. Ab diesem Zeitpunk des Umzugs ist der Balken gekippt. Ich komme nicht mehr aus der Gleichgültigkeit und Angst heraus. Ich habe aufgehört mich selbst herauszufordern und bin den Drogen verfallen. Ich bin jetzt auf dem Weg zur Besserung und konsumiere nicht mehr regelmäßih.. Aber manchmal kommen Phasen wo ich mich 1-3 Wochen selbst verliere im ALkohol, Rausch, Wachsein mit mir selbst auch. Gefölgt von Selbsthass, Selbstzüchtigung und Unzufriedenheit.


Ich kann mich nicht schwerelos und gelassen durch mein Leben bewegen. Ich habe das Gefühl die ganze Zeit es sei irgendwas nicht in Ordnung. Ich kann mich absolut nicht entspannen. Ich würde gern auch länger abstinent sein, als 14-21 Tage, aber es kommt dann immer dieser Knackpunkt der SInnlosigkeit und Leere. Dann Isoliert und emotionslos fühlen. Wenn es mir ganz schlecht geht, dann werde ich wie paranoid, dass Leute mir was Böses tun oder ich irgendwie mich von allen distanzieren will und niemanden mehr nah lassen kann. Ich mache Therapie und alles mögliche. Aber ich brauche mal ein paar andere Meinungen

Welch eine Lebensbeschreibung.
Man liest sie - und wird traurig.

Was wünschst Du Dir?
 
Die Therapie ist ja schon mal ein richtiger Schritt, und falls Du spürst dass es gar nicht weiter geht, dann könntest Du auch in Absprache mit dem Behandler einen Wechsel des Therapeuten vornehmen, oder auch eine stationäre Therapie in einer für Suchterkrankungen spezialisierten Fachklinik in Betracht ziehen.

Aber zu der von Dir angesprochenen Leere und Sinnlosigkeit war mein erster Eindruck, dass es doch schade wäre, jetzt nicht all die Dinge nachzuholen, die Dir früher verwehrt blieben.
Ganz allein für Dich, nicht für andere.
Mit Deinem Potential könntest Du theoretisch genau die Strukturen schaffen, die eben nichts mehr mit Ghetto und Chaos zu tun haben.
Welche Wünsche würdest Du Dir gerne noch erfüllen, wenn Du nur noch ein Jahr zu leben hättest?
Verfolge diese Ziele möglichst jetzt, auch wenn Du hoffentlich noch ein sehr langes Leben genießen kannst. 🙂
 
ich bin eine ziemlich clevere und gutaussehende junge Frau, von der viele Leute echt viel erwarten, weil ich ein selbstbewusstes zielgerichtetes Erscheinungsbild habe und generell sehr taff und kompetent rüberkomme.
Du müsstest den Rest zerschlagen können, ab da losziehen und die Tatsache feiern, dass du dank deiner Kraft und Intelligenz alles überstanden hast.
Ob es nicht die beste Therapie wäre, wenn du beizeiten auf Entzug gehst, dich für einige Wochen mal ausruhst in einer Klinik?
Hut ab, Gratulation und willkommen in der Neuen Zeit. Jetzt wäre Rehabilitation dran und zwar so richtig und ausgiebig lange. Nach dieser Erholung und während dieser bau an deinem zukünftigen Sein- es soll schöner nicht sein.
Ob dazu nicht Ruhe gehört, Einfachheit, ein Verzicht auf taff sein und Applaus? Es kann ja sein, dass du deshalb immer wieder ausgelaugt bist, weil dieses "Fassaden-Aufrecht-Halten" enorm viel Energie braucht, die könntest du für etwas anderes nutzen.

Wenn man so gelebt hat, dann ist verständlich, dass man sich Sadisfaktion wünscht, einen Ausgleich, es ist dann der Wunsch da, dass man als besonders "schön" dastehen möchte vor der Öffentlichkeit.
Spar dir das für später auf. Liebe Biene, mach mal Pause, Verdaupause- ziehe deine Antennen mal zurück.
 
Ich kann in meiner Biographie auch sehen, hoppla, was gabs da alles zu sehen- von tiefster Gewalt, höchste Nöte, extremster Dramatik, schreckliches Weh, oft nur knapp am Tod vorbei- einmal wurde ich sogar mal widerbelebt, also auch diese "Einsicht" gabs- das ist und war wie ein Film in einem Film.

"Als wir auf die Erde kamen, da haben wir viel mit eigenem Leib mitgekriegt, was es alles gibt.." und nu?

Nun sind wir im Bilde. So geht es zu, wenn man im Dschungel aufwächst. Ich sage mir, das war ein früheres Leben, das Heutige ist anders und dieses wird bedächtig und sehr behutsam gelebt. Ähnlich wie: ich bin raus, ihr könnt mich mal, ich mach da nicht mehr mit. Um mein Haus gibts einen Zaun und innerhalb dieses Zaunes gibts mein Paradies. Genau das brauchts auch bei dir jetzt.
Alles abhaken und froh sein, dass man in einer neuen Zeit angekommen ist.
Was bei dieser neuen Zeit noch nicht gerade steht, das hol halt so nach und nach nach. Dräng dich nicht, lass dir Zeit, geh in aller Ruhe vor und bedächtig.

Was mir noch einfällt- man lernt sehr viel, man ist sehr "gut bewaffnet" mit der Zeit- ich habe ein riesiges Arsenal an Feinheiten angelegt, mit jedem Hieb ist ein neuer Trieb gewachsen, so scheint es auch bei dir zu sein. Taff, gut ausgestattet, viele Zeugnisse in der Tasche, alles dient als Schutz vor weiteren Schmerzen, oder? Weil ich nie wieder arm sein wollte, gabs viele Bemühungen und ein Trachten nach Erfolg. Das ist eigentlich die Ausbeute auch bei dir- du bist gut gerüstet, dafür kannst du dich mal loben. Was du alles gelernt hast, das wird dir ein großer Nutzen sein. Irgendwann, nach den Ferien. Die wären jetzt bei dir dran.
Eine wunderschöne Zukunft wünsch ich dir noch. Für die bereite alles vor. "Mach mal leer und plane, was du jetzt alles hinstellst". Nur das Beste... das hast du dir verdient.
 
Du hast extrem viel durchgemacht und du wurdest traumatisiert.
Solch eine Sucht ist eine Form von Selbstzerstörung.

Hast du eine feste Beziehung, welche dir einen Halt gibt ?

Welch eine Therapie machst du ?
Bist du mit der Therapie und dem Therapeuten zufrieden ?
 

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