Hallo Gast,
meiner Meinung nach solltest du deiner Mutter auch mal in den Hintern treten...natürlich nur verbal, denn wenn sie sich so was von ihrem Mann bieten lässt macht sie sich tatsächlich zu seiner Sklavin. Sie hat anscheinend arge Probleme mit ihrem Selbstwert und sollte DRINGENG selber was dahingehend unternehmen. Es bringt wenig, wenn du sie verteidigst, wenn sie keine Einsicht hat, dass sie ein verteidigungswürdiger Mensch ist. Sie muss lernen sich selber zu mögen und zu achten und dahingehend auch gegen schlechte Behandlung zu verteidigen. Es ist nicht unverantwortlich ggü sich selbst sich nicht abzugrenzen und selber zu verteidigen, sondern auch ggü ihren Kindern, die ja unter dieser Situation leiden. Ich finde es gut, dass du zu deiner Mutter stehst...und ihr helfen willst....es sollte jedoch eine Hilfe zur Selbsthilfe sein und du solltest ihr klar machen, dass es an sich ihr Mutterjob ist dafür Sorge zu tragen den Vater einigermaßen zu sozialisieren oder aber in den Wind zu schiessen, wenn er nur um sich kreist und sich nicht genügend um das Wohl der anderen Familienmitglieder schert. In einer Familie haben alle ihre Verantwortlichkeit und es sollte ein weitgehendst ausgeglichenes Verhältnis von GEben und Nehmen da sein, ansonsten gibt das nur unnötigen Stress und zu große Belastungen..insbesondere für die Kids, die an sich ihre Energie benötigen um sich selber lebensfit für spätere Selbständigkeit zu machen in Schule oder Berufsausbildung etc. Definier deine Rolle also besser nicht als Familien- und Mutter-Retter, sondern grenz dich da auch ein wenig ab und mach auf die Verantwortlichkeit deiner Eltern für sich selber aufmerksam. Falls du volljährig bist ist es ggf. besser zu gehen, konzentrier dich genügend auf dein Leben!
Zum Alkoholiker-Vater kann ich nur sagen: ich würde da Druck machen, dass er sich um diese Krankheit kümmert. Von einem Alkoholiker ohne Einsicht, dass er ein Problem hat und der null Ansporn hat etwas gegen seine Sucht zu tun, sollte man die Finger lassen und so schnell wie möglich so weit wie möglich von dem Weg. Die Sucht ist nämlich ein Konkurrent gegen den man nicht ankommt. Dein Vater muss sich entscheiden: Sucht oder Familie und dafür dass er seine Familie behält kämpfen, ansonsten ist er ein egozentrischer Mensch, den man am besten schnell verlassen und vergessen sollte.
Letztlich ist jeder Mensch selber verantwortlich für sein Tun und Handeln, aber darauf muss der Einzelne oft immer wieder hingewiesen werden, denn nur allzugern wird Verantwortlichkeit weggeschoben auf andere abgeschoben.
Diese These, dass sich deine Eltern aus finanziellen Gründen nicht scheiden lassen können halte ich für ne faule Ausrede...man muss halt abwägen: Sklaverei und von einem Alkoholiker wie der letzte Dreck behandelt werden oder Freiheit mit Einschränkungen. DA ist halt der Selbstwert gefragt....Freiheit und Selbständigkeit kann natürlich manchmal anstrengend und unbequem sein, hat aber den Vorteil sich nicht ständig erniedrigen und beleidigen zu lassen. Jeder muss seine eigenen Grenzen kennen, setzen und verteidigen oder es lassen und sich ggf. an Leid gewöhnen. Jeder hat die WAhl. Man sollte weise und bedacht wählen und nicht nur immer mit dem Blick aufs Geld, sondern in allererster Linie auf sich selber und was man sich wert ist.
Gruß
Tyra
P.S noch wichtig: Gewalt und den Vater veprügeln bringt wenig...da ist fachkundige Hilfe von außen notwendig! Also Familienmediation, Eheberatung oder Psychologe. Es bringt nix wenn du die Position deiner Mutter stärken willst indem du den Alpha raushängen lässt und Papi vermöbelst. Das programmiert nur weitere Konflikte vor...es ist besser wenn ein neutraler Dritter da mal die Herrschaftsverhältnisse und Rollen eurer Familie aufdröselt und ein paar Verhaltenstipps gibt...Und Papi sollte vielleicht mal ne Weile auf Entzug in eine Klinik und ganz raus aus dem Geschehen und sich auch schön brav therapieren lassen, in Sachen Sozialverhalten so einige hundert Stündchen Nachhilfeunterricht nehmen...könnte nicht schaden denke ich...