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bisschen Angst um Freundin

zeitlos

Aktives Mitglied
Hallo Ihr Lieben,
meine Freundin (25) kommt aus Afghanistan und lebt seit 13 Jahren hier in Deutschland. Solange kennen wir uns auch. Sie hat früher ne Menge durchgemacht und auch jetzt hat sie Sorgen. Sie ist meiner Meinung nach trotzdem eine selbstbewusste und starke Persönlichkeit. Die Männer stehen schlange bei ihr. Und sie lebt ganz "deutsch". Hebt sich sehr von ihren Schwestern ab, die ihrer Religion treu bleiben.

Sie hat einige Selbstmordverusche hinter sich. Neulich wieder kurz davor, erzählte sie mir. Sie nimmt jetzt wieder Antidepressvia, jeden Tage eine sagt sie. Glaub die nimmt sie schon seit Jahren.

Muss ich mir da Sorgen machen? Sie sagt, solange sie die Antidepressiva nimmt, gehts ihr besser.

Aber kann man von den Dingern nicht süchtig werden? Zumindest psychisch? Sie sagt, dass sie die Dosis schon bisschen gesteigert hat. Irgentwann wirken die doch nicht mehr, oder?

Liebe Grüße
zeitlos
 
A

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Re: bisschen Angst um Freundin
Hallo Ihr Lieben,
meine Freundin (25) kommt aus Afghanistan und lebt seit 13 Jahren hier in Deutschland. Solange kennen wir uns auch. Sie hat früher ne Menge durchgemacht und auch jetzt hat sie Sorgen. Sie ist meiner Meinung nach trotzdem eine selbstbewusste und starke Persönlichkeit. Die Männer stehen schlange bei ihr. Und sie lebt ganz "deutsch". Hebt sich sehr von ihren Schwestern ab, die ihrer Religion treu bleiben.

Sie hat einige Selbstmordverusche hinter sich. Neulich wieder kurz davor, erzählte sie mir. Sie nimmt jetzt wieder Antidepressvia, jeden Tage eine sagt sie. Glaub die nimmt sie schon seit Jahren.

Muss ich mir da Sorgen machen? Sie sagt, solange sie die Antidepressiva nimmt, gehts ihr besser.

Aber kann man von den Dingern nicht süchtig werden? Zumindest psychisch? Sie sagt, dass sie die Dosis schon bisschen gesteigert hat. Irgentwann wirken die doch nicht mehr, oder?

Liebe Grüße
zeitlos

Hi!
Ich will Dir ja keine Angst machen, aber von den Dingern wird man, zumindest psychisch, irgendwann abhängig, das hängt ganz von der mentalen Stabilität der Person ab. Aber eine pro Tag?
Du musst sie irgendwie stoppen, und zwar ganz schnell!
Die Mutter einer Freundin von mir nimmt Antidepressiva, seit sie 14 Jahre alt ist, das sagt sie zumindest. Du solltest diese Person heute sehen, mit 48...diese Menschen werden irgendwann wie auf die Dauer high, sie reden langsam und leise, durch die unterdrückten Sorgen werden die Haare sehr schnell grau...
Jedenfalls: stopp Deine Freundin von dem, sie verrennt sich da in eine Scheinwelt und irgendwann nimmt sie sie, obwohl sie diese gar nicht braucht. Verstehst Du, dass es gar nicht erst zu einem mentalen Tief kommen kann...
Versuch die einfach, davon abzubringen, aber rat ihr auf keinen Fall direkt einen Besuch bei nem Seelenklempner. So kommt sie sich noch minderwertiger vor und...wer weiss.
Rede mal ganz in Ruhe mit ihr über alles, sowohl über ihre Gründe für Suizid als auch über die Wirkungen von Antidepressiva.

Viel Glück euch beiden!!!

Grutz Chuck
 
@Chuck: Wäre sie nicht in psychologischer oder psychiatrischer Behandlung, bekäme sie in der Regel gar kein Rezept für Antidepressiva.

Antidepressiva darf man auf keinen Fall plötzlich absetzen. Sag' Ihr ruhig, daß Du Dir Sorgen machst, und daß Du sie bittest, mit ihrem Arzt noch einmal über Alternativen zu Medikamenten zu reden. Wenn sie sich gegen AD's entscheidet, kann sie dann mit ärztlicher Aufsicht die Tabletten absetzen.

Es ist im Prinzip nicht ungewöhnlich, Anti-Depressiva über lange Zeiträume zu nehmen. ADs wirken nur nach wochenlanger Einnahme, d.h. wenn jemand über Jahre und Jahrzehnte immer und immer wieder Depressionen hat, kann es in Einzelfällen, die nur ein Arzt beurteilen kann, sinnvoll sein, ADs 'vorbeugend' zu nehmen. Im Prinzip sollten ADs wirken wie Fiebersenkende Mittel: Wenn Du Fieber hast, helfen sie Dir, die Temperatur runterzukriegen, aber wenn Du schon auf 37° bist, dann wirken sie einfach nicht. ADs sollten nur dann wirken, wenn man akut depressiv ist. Wenn man nicht depressiv ist, sollten sie auch nicht zusätzlich stimmungsaufhellend wirken. Aber dazu kann sich der verschreibende Arzt sicherlich noch genauer äußern.
 
Hi Ihr Lieben,
ich danke euch beiden für eure Antworten!
ja das habe ich ihr auch gesagt, dass ich glaube, dass sie irgentwann psychisch abhängig machen könnten. Sie hat mir da auch zugestimmt, dass es so sein könnte.
Sie hat schon ein paar Adressen von Therapeuten für sich rausgesucht, von sich aus! Das finde ich gut!
Wenn Sie die AD nicht nimmt, dann geht es ihr manchmal so schlecht, dass sie wie gesagt an Selbstmord denkt. Dass sie nur am heulen ist...
Naja, wenn diese Tabletten sie vom Tod abhalten... Aber ich hoffe sehr, dass sie sich vom guten Therpapeuten behandeln lässt und irgentwann ohne diese Dinger normal weiterleben kann!

Sind die AD eigentlich auch schädlich für die Gesundheit? Also körperlich? Medikamente sind ja im allgemeinen auf Dauer nicht so gesund. Sie hat nämlich untergewicht. Keine Ahnung obs davon kommt.

LG
zeitlos
 
Manche ADs sind appetitanregend, andere wirken appetitzügelnd (Nebenwirkungen). Hängt vom jeweiligen Präparat ab. Wenn sie unfreiwillig untergewichtig ist, könnte Ihr ein Präparatwechsel eventuell helfen. Aber es gibt viele Ursachen, die zu Untergewicht führen können - nicht nur AD-Nebenwirkungen.
 
Hi!
Also sie isst meiner Meinung nach genauso viel wie ich. Sie war immer schon zierlich gebaut. Nur weiß ich nicht genau ob sie durch die AD so dünn geworden ist.

LG
zeitos
 
Hallo zeitlos!

Meiner Meinung nach brauchst du dir wegen der Antidepressiva keine Sorgen zu machen. Die modernen Präparate machen nicht abhängig! Sie sollten lediglich langsam rauf und runter dosiert werden.
Anders sieht es bei den so genannten Tranquilizern und ihrer wichtigsten Stoffgruppe, den Benzodiazepinen, aus. Bei denen besteht körperliche wie psychichische Suchtgefahrt. Frag deine Freundin doch mal, was sie genau nimmt und mach dich übers Internet schlau. Da findest du genug Infos.
Wenn es ihr so schlecht geht, dass sie Suizidgedanken hat, ist eine Therapie, sowohl medikamentös, aber auch bei einem Therapeuten, sicher angebracht. Langfrisig sollte sie aber natürlich auch ohne Wunderpillchen auskommen können und das würde sie, wie gesagt, vielleicht mithilfe eines Fachmannes schaffen.
Alles Gute!
 

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