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Bin ich gefangen in meinen Denken?

Angelina82

Aktives Mitglied
Hallo,

also ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, ich denke einfach zu viel. Manchmal kommt es mir vor, ob ich gefangen bin in einer Art Denkspirale.

Mein Kopf ist niemals leer, ich bin niemals alleine.

Das mag vielleicht nicht sehr schlimm klingen, aber für mich ist es die Hölle, ich bin ein sehr sensibler Mensch.
Nachts im Bett kann ich nicht einschlafen, dauernd rasen mir neue Gedanken durch den Kopf und dann sag ich mir nur "schluss jetzt" und hoffe es wird ruhig, nein dann wird es noch schlimmer, dann denk ich manchmal an fünf verschiedene Sachen gleichzeitig, mein Hirn hat keine Ruhe. Das Schlimme ist einfach, dass ich das aber auch garnet abstellen kann, so gerne ich das auch tun würde, es geht nicht.

Ich bin ununterbrochen am denken - über mich selber, über andere, darüber warum man denkt wie man denkt, wo der Ursprung des Verhaltens liegt - diese ununterbrochenen Gedankengänge erschweren einfach mein Leben.

Meine Frage ist, ob ich mich einfach damit abfinden muss, dass ich eine Träumerin oder Nachdenkerin bin oder einfach nur depressiv bin oder gibt es irgendeine Erkenntnis die mir fehlt! Wie finde ich einen Weg meine Gedanken besser zu bündeln und den Spass am denken nicht zu verlieren oder mich zu verlieren?

Mfg Angelina
 
Liebe Angelina,
in dem was Du geschrieben hast, erkenne ich mich wieder. Ich bin genauso. Aber ich hab das nie als großes Problem angesehen. Das kam immer von außen. Das Leute gesagt haben, ich soll nicht so viel nachdenken, etc.
Aber ich kann einfach nicht aufhören.
Und um ehrlich zu sein;
Ich bin sogar ein kleines bißchen stolz darauf...
Manchmal möchte ich das natürlich auch gern abstellen. Aber es geht einfach nicht.
Also würde ich sagen: Wir beide finden uns damit ab das wir denken und denken und denken 😉
Und machen uns einfach mal Gedanken, was daran eigentlich auch Positiv sein könnte 🙄
Wenn Du magst kannst Du Dich gerne mal bei mir melden - Zwecks Gedankenaustausch 🙂😉

Ganz liebe Grüße,
Anna

P.S. Denk bitte nicht darüber nach, ob meine Antwort nicht ernst gemeint sein könnte;
sie ist völlig ernst gemeint!!!
 
Auch wenn ich jetzt gefahr laufe völligen Blödzinn von mir zu geben... 😉

Nein, abfinden musst du dich damit nicht, aber ob du depressiv bist weis ich nicht.

Aber Träumer und Denker sind meist sehr kreative Menschen.

Du scheinst aber auch etwas unter Stress zu stehen, ein Teil davon trägst du dazu bei (dadurch, das du nicht von einigen Gedanken loslassen kannst und dir so, durch das erneute nachden wieder neue erschaffst und manche Dinge viel zu sehr an dich heran lässt), der andere Teil kommt von aussen (jeder Mensch steht unter Stress in der heutigen Welt, nur wie man damit umgeht, das ist sehr individuell).

Um deinen Gedanken etwas Luft zu machen, kannst du ja versuchen (wenn du es nicht schon machst) sie in ein kreatives Hobby umzusetzen (z.B.: Malen, schreiben von Geschichten, Musik), das klingt zwar komisch ist aber gut um sich von Dingen abzulenken und man kann sogar seine Gefühle und Gedanken auf diese Weise mit zum Ausdruck bringen, was wiederum deinen Geist entlastet.

Damit du ruhig schlafen kannst, kann ich dir empfehlen einfach (so blöd wie es auch klingen mag) zu "Meditieren".
Geh einfach mal an einen Ort, wo du ruhe hast, setze oder lege dich dort hin (das kannst du auch machen, wenn du im Bett liegst und schlafen möchtest) und schliesse deine Augen, versuch dir etwas vorzustellen (am besten ein Ort, der dir sehr behagt), nun konzentriere dich weiter auf diesen Ort und ignoriere andere Gedanken.

Nun kannst du dir eine kleine Geschichte aufbauen (ein beispiel für die Geschichte wäre z.B.: Du liegst auf einer Wiese und hörst dem Wind zu, du drehst deinen Kopf nach links und siehst wie ein Marienkäfer einen Garshalm entlang klettert, ein kleiner Grashüpfer hüpft dir auf die Hand... usw), dies hört sich zwar jetzt merkwürdig an, hat aber den Zweck, das du dich nun auf diese Geschichte konzentrierst und du voll kommen damit beschäftigt bist diese zu erschaffen,so das andere Gedanken keine Chanche haben dieses Bild zu stören (autogenes Training nennt sich das auch).
Anfangs wird dir dies etwas schwerfallen, aber nicht aufgeben. ^^

Für den Alltag würde ich dir empfehlen vieles Dinge (gesagtes, erlebtes) nicht so nah an dich herankommen zu lassen (so einfach es auch klingt, es ist sehr schwer)...

Ich hoffe, das dies dir etwas helfen konnte...

P.S. Sry für die ganzen Rechtschreibfehler, aber um 5 Uhr geht nix mehr. 🙂
 
hallöchen...
also mir gehts auch so nur das das für mich auch ein riesen problem dastellt...da meine gedanken immer zu negativ sind...ich denke so viel nach aber nur über dinge die falsch gelaufen sind und was alles ncht in ordnung ist...nacht kann ich nicht abschalten und fang dann einfach an zu heulen weil es mir duch dieses ganze denken nur noch schlechter geht...
man macht sich zu oft zu viele gedanken....manchmal auch zu viel über andere und zu wenig über sich selbst....
aber es hilft sehr darüber zu reden...aber es ist nicht einfach...ich finde es sehr schwer über die eigenen gedanken zu reden....

lieben gruß
 
ob ich gefangen bin in einer Art Denkspirale.

Das Denken hat im menschlichen Leben eine Berechtigung, ist sinnvoll und nützlich, ebenso wie das Träumen, Nachdenken, aber auch die Leere. Die Dosis macht das Gift. Wer sich nur noch auf sein Denken verlässt und nicht mehr auf seine Intuition hören kann, fährt eingleisig. Manchmal kann es sogar schädlich sein, auf den Verstand zu hören oder einen daran hindern, Neues in seinen Kopf zu lassen, das weit über den Menschenverstand hinaus geht. Ob jemand glücklich ist in seinem Leben hängt gottseidank nicht von der Qualität seines Gehirns ab. Auch ein Mensch mit geringem IQ kann sehr viel erreichen und glücklich sein. Die Arroganz der Menschen mit Hirn gegenüber den Menschen, die sich auf ihre Intuition verlassen, ist unberechtigt - das eine ist so schlecht wie das andere. Wir haben rechte und linke Gehirnhälften, die erst im Zusammenspiel ein ganzes Bild erstellen. Würden wir nur denken, wäre es vergleichbar mit einem Menschen, der nur sein rechtes Auge benutzen möchte oder nur seinen rechten Arm.

Wenn Gedanken anfangen weh zu tun - im wahrsten Sinne des Wortes - und Kopfschmerzen machen, weil sie zu viel und zu laut auf uns niederprasseln, kann Meditation oder der Aufenthalt in der grünen Natur hilfreich sein, um wieder die innere Ruhe zu finden. Ich mag Zen, aber ich verfolge auch nicht das Ziel mein Gehirn absolut zu leeren, um dann wie ein Schaf auf der Wiese nur noch vor mich hin zu blöken. Doch von Zeit zu Zeit muss man aufräumen in den verstaubten Gemächern der Gedanken. Es braucht frischen Wind und Input, sonst verdauen sich die Gedanken gegenseitig.

Wenn du das Gefühl hast in deinen Gedanken gefangen zu sein, dann wird das wohl auch so sein. Doch zumindest hast du die Grenze erkannt und wahrgenommen - das können viele Menschen nicht. Sie überschätzen ihr eigenes Denken und sie schätzen es so hoch, dass sie keine anderen Meinungen mehr gelten lassen können als nur die ihre.

Auch das Träumen ist für den Menschen wichtig, aber auch hier die Gefahr der Übertreibung, wenn der Mensch anfängt mehr im Land seiner eigenen Vorstellungen, Ideen und Träume zu leben als in der Realität. Das richtige Maß zu finden ist nicht so einfach.

Frei bin ich, wenn ich frei wählen kann und selbst entscheide, wohin ich mich wende. Will ich jetzt träumen oder denken, will ich intuitiv leben oder geplant, will ich arbeiten oder spielen...und dazu benutze ich die geeignetesten Mittel, die mir zur Verfügung stehen. Alles hat seinen Platz im Leben und seine Zeit.
 

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