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Bin ich autistisch?

GenerousFly

Mitglied
Hallo,

Ich bin 26(w) und war schon immer sehr introvertiert und schüchtern/sensibel.

Meine Großmutter meinte,dass ich als kleines Kind immer alleine mit mir selbst gesprochen habe, während die anderen Kinder im Kindergarten miteinander gespielt haben.

Ich wurde in der Schule zwar ausgegrenzt, hatte aber auch eine zeitlang Freunde.

Wenn ich Musik höre, höre ich sie meistens im Dunkeln und gehe in meinem Zimmer auf und ab. Ich esse eigentlich fast jeden Tag das gleiche und habe seit ich ein kleines Kind bin immer wieder Hyperfixationen.

Mal war es der Vorgang von Geburten, mit 17 war es Spiritualität und Buddhismus, jetzt ist es Taylor Swift, Queen/Freddie Mercury. Meistens muss ich dann alles über dieses Theme erfahren, kaufe Bücher oder schaue Dokus.

Ich fixiere mich meistens auf einen Song den ich mag und wiederhole dann die Lieblingsstelle oder die Playlist. Nach der Eras Tour hab ich fast nur ihre Musik gehört und einige Performances von ihr immer und immer wieder geschaut.

Als kleines Kind habe ich das auch gemacht. Nur das ich dort Serien und Filme nachgespielt habe.

Ich leide auch an maladaptiven Tagträumen und esse eigentlich jeden Tag das gleiche.

Mein ganzes Leben lang habe ich das Gefühl, dass ich sozial anecke und nirgends reinpassen. Ich habe das Gefühl, dass ich falsch bin und weiß nicht mehr weiter.

[...]
 
Zuletzt bearbeitet:
Huhu,

eine Dignose in diesem Forum das wäre = die Glaskugel nehmen.

Da sollten Profis ran:
Google.:

Die Autismus-Diagnose bei Erwachsenen erfolgt durch spezialisierte Fachärzte für Psychiatrie/Psychotherapie oder in Autismus-Ambulanzen. Der Prozess umfasst meist biografische Gespräche (Anamnese) und standardisierte Testverfahren (z.B. ADOS-2). Wartezeiten sind oft lang. Diagnosezentren erfordern meist eine Überweisung, teils Berichte aus der Kindheit und Fremdeinschätzungen
 
Hallo,

Ich bin 26(w) und war schon immer sehr introvertiert und schüchtern/sensibel.

Meine Großmutter meinte,dass ich als kleines Kind immer alleine mit mir selbst gesprochen habe, während die anderen Kinder im Kindergarten miteinander gespielt haben.

Ich wurde in der Schule zwar ausgegrenzt, hatte aber auch eine zeitlang Freunde.

Wenn ich Musik höre, höre ich sie meistens im Dunkeln und gehe in meinem Zimmer auf und ab. Ich esse eigentlich fast jeden Tag das gleiche und habe seit ich ein kleines Kind bin immer wieder Hyperfixationen.

Mal war es der Vorgang von Geburten, mit 17 war es Spiritualität und Buddhismus, jetzt ist es Taylor Swift, Queen/Freddie Mercury. Meistens muss ich dann alles über dieses Theme erfahren, kaufe Bücher oder schaue Dokus.

Ich fixiere mich meistens auf einen Song den ich mag und wiederhole dann die Lieblingsstelle oder die Playlist. Nach der Eras Tour hab ich fast nur ihre Musik gehört und einige Performances von ihr immer und immer wieder geschaut.

Als kleines Kind habe ich das auch gemacht. Nur das ich dort Serien und Filme nachgespielt habe.

Ich leide auch an maladaptiven Tagträumen und esse eigentlich jeden Tag das gleiche.

Mein ganzes Leben lang habe ich das Gefühl, dass ich sozial anecke und nirgends reinpassen. Ich habe das Gefühl, dass ich falsch bin und weiß nicht mehr weiter.

Könnte ich neurodivergent sein? Einfach nur hochsensibel?

Medizinischen Diagnosen sind hier aus gutem Grund untersagt, kläre das bitte mit deinem Hausarzt und weiteren Ärzten ab an die man dich überweisen wird.
 
Das sollten Fachmänner klären. Ich behaupte: Wenn du eine Diagnose möchtest, wirst du eine bekommen. Am Ende bleibt die Herausforderung mit dem Leben klar zu kommen dieselbe. Es sei denn, du strebst eine Therapie oder Medikation an, die dir derzeit verwehrt bleibt. Früher waren es die Sternzeichen, dann waren es die Persönlichkeitsstörungen und nun ist es Neurodivergenz.
 
Hallo GenerousFly,
viele Menschen machen sich darüber Gedanken ob sie ein bestimmtes Krankheits- oder Persönlichkeitsbild wie "Autismus" haben. Der Gedanke ist oft beruhigend, weil er scheinbar alles erklärt und auch den Druck nimmt, sich ändern zu müssen.

Wie bereits erwähnt können wir dir hier keinen medizinischen Rat geben, außer dass du es im Zweifel durch Fachärzte klären kannst. Meine persönliche Erfahrung ist, dass bestimmte Verhaltensweisen (Introvertiertheit, Hyperfixion, Tagträumen etc.) oft eine Sache der Erziehung, der Erfahrungen und der einen Persönlichkeit sind. Manche ziehen sich aufgrund negativer Kindheitserlebnisse sehr in sich zurück, Anderen fehlt einfach soziale Erfahrung.

Vielleicht hilft der auch der Gedanke, dass die wenigstens Menschen wirklich so sind wie sie wirken. In meiner Erfahrung fliegen fast alle Menschen mit "Autopilot". Sie haben gewisse Verhaltensweisen und Werte in ihrer Kindheit gelernt und handeln als Erwachsene Menschen unbewusst danach. Sie halten sich für einzigartig, frei und selbstbestimmt, folgen aber der inneren Programmierung und setzen nach Außen eine Maske auf. Und vielleicht stellt sich dein Chef, dein Lehrer, dein Busfahrer genau die gleiche Fragen wie du, aber sie würden es nie jemandem sagen.

Alles Gute!
 
Für mich klingt das schon so, als wenn an der Autismustheorie was dran sein könnte. Es ist halt leider so, dass man schon auf eine normale Psychotherapie lange wartet, und wenn speziell Autismus bestätigt oder auch ausgeschlossen werden soll, verlängert sich dieser Weg nochmals enorm. Denn das macht längst nicht jeder Therapeut oder Arzt.

Von daher muss man sich halt Gedanken machen was man haben könnte, denn im Grunde ist das die erste Frage des Spezialisten. Woran leiden sie denn, wo liegt das Problem? Wer da keine plausible Antwort hat, fällt gleich mal durchs Raster, leider.

Es geht hier nicht darum irgendwelche Diagnosen zu stellen. Es ist aber auch zu einfach, immer auf irgendwelche Experten zu verweisen, die monate- oder jahrelange Wartelisten haben und sich am Ende dann noch für unzuständig erklären. Das wäre was ganz anderes, wenn jeder der ein psychisches Problem hat nächste Woche mal für ein paar Tage zur Diagnostik anrücken darf. So ist es aber ganz und gar nicht.
 
Mir kommt es so vor, als ob Authismus jetzt das neue Burnout oder Depresion ist....
Das kommt einem so vor, ja.
Aber: Früher blieben solche Störungen oft unendeckt, der Mensch war eben komisch...fertig.
Ist doch gut, wenn da heute genauer hingeschaut wird, wenn der Betroffene das möchte.
Und grade Autismus, wenn er nicht sehr schwerwiegend ist, wird oft erst spät entdeckt.
Ich hatte vor kurzem so einen Fall im weiteren Verwandtschaftskreis.
Der Betroffene bekam eine Diagnose "mittleres Autismus-Spektrum"
und er bekam immer wieder Depressionen, weil er unter seiner Andersartigkeit litt.
Für ihn war das erleichternd, eine Erklärung zu haben.
Und sich nicht mehr den Kopf zerbrechen oder gar an Suizid denken muss, weil er nicht weiss, was mit ihm los ist.
 

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