Hallo zusammen,
ich bin 35 Jahre alt und seit fast zwei Jahren mit meiner Freundin zusammen. Wir haben uns relativ schnell ineinander verliebt – es war intensiv, vertraut und etwas Besonderes. Wenn es zwischen uns gut läuft, ist unsere Beziehung wirklich schön: Wir lachen viel, haben ähnliche Interessen, ähnliche Vorstellungen vom Leben und verstehen uns grundsätzlich gut.
Trotzdem gibt es von Anfang an immer wieder große Probleme, vor allem rund um Ordnung, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Struktur.
Ich bin ein sehr ordentlicher, strukturierter, direkter und ehrlicher Mensch. Für mich sind Absprachen wichtig und ich lege viel Wert auf Sauberkeit und Verlässlichkeit. Meine Freundin kommt aus einer schwierigen Vergangenheit mit Depressionen und Überforderung, was ich heute auch besser verstehen kann.
In der Anfangszeit unserer Beziehung hat sie mir fast elf Monate lang verheimlicht, wie es in ihrer Wohnung wirklich aussah. Aus Scham und Angst, mich zu verlieren, hat sie mich nie zu sich gelassen und immer Ausreden gefunden. Später hat sie mir gestanden, dass sie in dieser Zeit quasi ein Messi war und komplett überfordert. Das war für mich ein riesiger Vertrauensbruch. Ich habe Verständnis für ihre psychische Situation – aber diese lange Lüge hat etwas Grundlegendes in mir zerstört.
Nach dieser Beichte habe ich mich damals auch getrennt. Danach folgte eine lange On-off-Phase mit vielen Gesprächen, Streitigkeiten und Neuanfängen. Im September letzten Jahres haben wir beschlossen, es noch einmal ernsthaft miteinander zu versuchen.
Sie hat in der Zwischenzeit viel verändert: neue Wohnung, Haushalt im Griff, Therapie, aktive Arbeit an sich selbst. Das sehe ich und weiß ich auch zu schätzen.
Trotzdem geraten wir im Alltag immer wieder in dieselben Konflikte – meist wegen Kleinigkeiten, die sich aber ständig wiederholen.
Ich habe oft das Gefühl, dass sie sich nicht an Absprachen hält oder Dinge nicht zu Ende denkt. Beispiele dafür sind:
– Sie kauft etwas ein, obwohl sie sich nicht sicher ist, ob ich genau das meinte – obwohl wir eigentlich abgesprochen haben, dass sie es dann lieber weglässt oder mich vorher anruft
– Sie macht viele Dinge im Haushalt anders, als ich sie logisch und sauber finde (z. B. Milch eingießen, Flaschen nicht richtig ausspülen, Türen offen lassen, Fenstergriffe nicht richtig schließen, Abspülen nicht gründlich genug)
– Sie vergisst Absprachen oder Kleinigkeiten
– Sie ist oft schusselig: Beim Kochen spritzt Essen daneben, sie hat Essensreste an den Fingern und fasst damit Griffe an, wäscht sich nicht direkt die Hände, hat manchmal Schnodder in der Nase usw.
Das sind alles Kleinigkeiten – aber sie passieren fast täglich.
Und genau das triggert mich extrem.
Für mich fühlt es sich so an, als müsste ich ihr ständig erklären, wie man Dinge richtig macht oder wie Alltag funktioniert. Oft habe ich das Gefühl, ich rede mit einem Kind und nicht mit einer erwachsenen Partnerin. Das frustriert mich sehr und macht mich auf Dauer wütend und hilflos.
Sie bemüht sich wirklich und nimmt meine Kritik grundsätzlich an. Sie sagt selbst, dass sie vieles nie richtig gelernt hat und länger braucht, bis neue Routinen sitzen. Ich sehe ihre Entwicklung auch und weiß das zu schätzen.
Aber trotzdem passiert immer wieder dasselbe.
Dazu kommt, dass sie auch heute noch manchmal wegen Kleinigkeiten lügt – völlig unnötig. Und genau das reißt jedes Mal wieder alte Wunden auf, weil mich diese große Lüge am Anfang unserer Beziehung bis heute sehr beschäftigt.
Ich habe dadurch oft das Gefühl, dass ich mich nicht auf sie verlassen kann. Dass ich alles kontrollieren und die Verantwortung für Struktur, Planung und Ordnung alleine tragen muss. Das überfordert mich zunehmend.
Wenn mir alles zu viel wird, brauche ich Abstand. Ich ziehe mich dann zurück, um runterzukommen und nicht noch mehr zu eskalieren. Für sie fühlt sich dieser Abstand wie Ablehnung oder Liebesentzug an. Sie bekommt dann Angst, schreibt viele Nachrichten und klammert – was den Druck für mich noch verstärkt.
Was es für mich zusätzlich schwer macht: Meine frühere Beziehung (fünf Jahre) hatte diese Probleme nicht. Meine Ex war sehr ordentlich, zuverlässig und strukturiert. Ich konnte mich immer auf sie verlassen. Der Vergleich passiert automatisch, auch wenn ich ihn nicht bewusst will.
Grundsätzlich liebe ich meine Freundin sehr. Sie ist ein fürsorglicher, liebevoller Mensch, aufmerksam, warmherzig und emotional sehr nah bei mir. Wir passen in vielen Dingen gut zusammen – sonst würde ich diesen Kampf nicht seit so langer Zeit führen.
Aber mir reicht es mittlerweile nicht mehr, dass sie sich Mühe gibt. Ich brauche, dass Absprachen wirklich eingehalten werden und dass ich mich dauerhaft auf sie verlassen kann. Für mich bedeutet Verantwortung übernehmen genau das.
Durch die vielen kleinen Alltagssituationen stauen sich bei mir immer mehr Frust, Wut und Enttäuschung auf. Und weil sie fast täglich passieren, wird dieses Gefühl immer stärker.
Ich wünsche mir sehr, dass wir diese Themen gemeinsam in den Griff bekommen, ohne dass sich immer mehr negative Gefühle aufbauen und unsere Beziehung kaputt machen.
ich bin 35 Jahre alt und seit fast zwei Jahren mit meiner Freundin zusammen. Wir haben uns relativ schnell ineinander verliebt – es war intensiv, vertraut und etwas Besonderes. Wenn es zwischen uns gut läuft, ist unsere Beziehung wirklich schön: Wir lachen viel, haben ähnliche Interessen, ähnliche Vorstellungen vom Leben und verstehen uns grundsätzlich gut.
Trotzdem gibt es von Anfang an immer wieder große Probleme, vor allem rund um Ordnung, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Struktur.
Ich bin ein sehr ordentlicher, strukturierter, direkter und ehrlicher Mensch. Für mich sind Absprachen wichtig und ich lege viel Wert auf Sauberkeit und Verlässlichkeit. Meine Freundin kommt aus einer schwierigen Vergangenheit mit Depressionen und Überforderung, was ich heute auch besser verstehen kann.
In der Anfangszeit unserer Beziehung hat sie mir fast elf Monate lang verheimlicht, wie es in ihrer Wohnung wirklich aussah. Aus Scham und Angst, mich zu verlieren, hat sie mich nie zu sich gelassen und immer Ausreden gefunden. Später hat sie mir gestanden, dass sie in dieser Zeit quasi ein Messi war und komplett überfordert. Das war für mich ein riesiger Vertrauensbruch. Ich habe Verständnis für ihre psychische Situation – aber diese lange Lüge hat etwas Grundlegendes in mir zerstört.
Nach dieser Beichte habe ich mich damals auch getrennt. Danach folgte eine lange On-off-Phase mit vielen Gesprächen, Streitigkeiten und Neuanfängen. Im September letzten Jahres haben wir beschlossen, es noch einmal ernsthaft miteinander zu versuchen.
Sie hat in der Zwischenzeit viel verändert: neue Wohnung, Haushalt im Griff, Therapie, aktive Arbeit an sich selbst. Das sehe ich und weiß ich auch zu schätzen.
Trotzdem geraten wir im Alltag immer wieder in dieselben Konflikte – meist wegen Kleinigkeiten, die sich aber ständig wiederholen.
Ich habe oft das Gefühl, dass sie sich nicht an Absprachen hält oder Dinge nicht zu Ende denkt. Beispiele dafür sind:
– Sie kauft etwas ein, obwohl sie sich nicht sicher ist, ob ich genau das meinte – obwohl wir eigentlich abgesprochen haben, dass sie es dann lieber weglässt oder mich vorher anruft
– Sie macht viele Dinge im Haushalt anders, als ich sie logisch und sauber finde (z. B. Milch eingießen, Flaschen nicht richtig ausspülen, Türen offen lassen, Fenstergriffe nicht richtig schließen, Abspülen nicht gründlich genug)
– Sie vergisst Absprachen oder Kleinigkeiten
– Sie ist oft schusselig: Beim Kochen spritzt Essen daneben, sie hat Essensreste an den Fingern und fasst damit Griffe an, wäscht sich nicht direkt die Hände, hat manchmal Schnodder in der Nase usw.
Das sind alles Kleinigkeiten – aber sie passieren fast täglich.
Und genau das triggert mich extrem.
Für mich fühlt es sich so an, als müsste ich ihr ständig erklären, wie man Dinge richtig macht oder wie Alltag funktioniert. Oft habe ich das Gefühl, ich rede mit einem Kind und nicht mit einer erwachsenen Partnerin. Das frustriert mich sehr und macht mich auf Dauer wütend und hilflos.
Sie bemüht sich wirklich und nimmt meine Kritik grundsätzlich an. Sie sagt selbst, dass sie vieles nie richtig gelernt hat und länger braucht, bis neue Routinen sitzen. Ich sehe ihre Entwicklung auch und weiß das zu schätzen.
Aber trotzdem passiert immer wieder dasselbe.
Dazu kommt, dass sie auch heute noch manchmal wegen Kleinigkeiten lügt – völlig unnötig. Und genau das reißt jedes Mal wieder alte Wunden auf, weil mich diese große Lüge am Anfang unserer Beziehung bis heute sehr beschäftigt.
Ich habe dadurch oft das Gefühl, dass ich mich nicht auf sie verlassen kann. Dass ich alles kontrollieren und die Verantwortung für Struktur, Planung und Ordnung alleine tragen muss. Das überfordert mich zunehmend.
Wenn mir alles zu viel wird, brauche ich Abstand. Ich ziehe mich dann zurück, um runterzukommen und nicht noch mehr zu eskalieren. Für sie fühlt sich dieser Abstand wie Ablehnung oder Liebesentzug an. Sie bekommt dann Angst, schreibt viele Nachrichten und klammert – was den Druck für mich noch verstärkt.
Was es für mich zusätzlich schwer macht: Meine frühere Beziehung (fünf Jahre) hatte diese Probleme nicht. Meine Ex war sehr ordentlich, zuverlässig und strukturiert. Ich konnte mich immer auf sie verlassen. Der Vergleich passiert automatisch, auch wenn ich ihn nicht bewusst will.
Grundsätzlich liebe ich meine Freundin sehr. Sie ist ein fürsorglicher, liebevoller Mensch, aufmerksam, warmherzig und emotional sehr nah bei mir. Wir passen in vielen Dingen gut zusammen – sonst würde ich diesen Kampf nicht seit so langer Zeit führen.
Aber mir reicht es mittlerweile nicht mehr, dass sie sich Mühe gibt. Ich brauche, dass Absprachen wirklich eingehalten werden und dass ich mich dauerhaft auf sie verlassen kann. Für mich bedeutet Verantwortung übernehmen genau das.
Durch die vielen kleinen Alltagssituationen stauen sich bei mir immer mehr Frust, Wut und Enttäuschung auf. Und weil sie fast täglich passieren, wird dieses Gefühl immer stärker.
Ich wünsche mir sehr, dass wir diese Themen gemeinsam in den Griff bekommen, ohne dass sich immer mehr negative Gefühle aufbauen und unsere Beziehung kaputt machen.