lagarconne
Mitglied
Hallo, ich hoffe ich schreibe hier nicht eine Geschichte, die schon 100mal hier geschrieben wurde. Bin noch ziemlich neu hier.
Ich hoffe jemand mutet sich diesen sehr, sehr langen Text zu..
Zu meiner Geschichte.
Meine Freundin hat nach über einem Jahr Beziehung unsere Beziehung beendet. Schon zu Beginn der Beziehung hatten wir beide nach und nach immer größere Probleme psychischer Natur. Ich habe nach einem kleinen Trauma eine Angststörung ausgebildet, das war so im September 2009, sie war ungefähr im Dezember '09 schon leicht depressiv. Meine Angst wurde immer schlimmer, ich konnte fast nie alleine sein, geschweige denn alleine in meiner Wohnung schlafen. Sie hat mich kurzfristig bei sich aufgenommen, aber ich stellte schnell fest, dass sie mir zwar helfen wollte, sie das aber auch überforderte. Nach kurzer Zeit versuchte ich dann wieder in meiner Wohnung klar zu kommen und nahm auch im Dezember '09 eine Therapie auf. Sie distanzierte sich immer mehr von mir, ich fühlte mich total überflüssig und kam gar nicht mehr an sie heran. Gleichzeitig hatte ich Angst, dass sie sich vielleicht etwas antun wird. Wir hingen trotzdem nur aufeinander rum, was ich zunächst als sehr schön empfand, sie aber wohl immer mehr stresste. Ich riet ihr schon früh wieder ihre ehemalige Therapeutin aufzusuchen.
Dazu kamen immer wieder Geschichten von diversen ONS die sie im Sommer 2009 hatte als ich sie gerade kennengelernt hatte. Ich fragte immer mehr nach, weil ich dachte, dass sie vielleicht doch lieber mit einem Mann zusammen sein wollte und das alles nur ein Experiment für sie sei. Sie reagierte zunehmend gereizt und aggressiv, flehte mich manchmal sogar an das Thema endlich sein zu lassen. Fast gleichzeitig passierten aber immer wieder für mich sehr verunsichernde Sachen, sie lies mich mal in einem Club sitzen um mit einem Typen zu reden mit dem sie mal was hatte, schwärmte immer wieder wie attraktiv sie ihn doch mal fand etc. Es passierte insgesamt 3mal dass sie mich sitzen lies um mit ihm zu reden und anschließend wieder zu mir zu kommen und so zu tun als wenn nichts passiert wäre.
Meine Eifersucht wurde immer schlimmer, ich wollte einfach nur wissen woran ich bin, sie zog sich immer mehr zurück. Zwischendrin haben wir auch gute Zeiten gehabt, aber bei mir blieb immer dieses miese Gefühl nur die 2. Wahl zu sein. Ich wurde immer ängstlicher und entwicklte mich zu regelrechten Klette, was sie zunächst tolerierte. Gleichzeitig wurde sie immer depressiver, zog sich komplett zurück, schrieb ihren Freunden nicht mehr und setzte sich gleichzeitig wegen ihrem Studium total unter Druck. Zu dieser Zeit bin ich schon gar nicht mehr an die Uni gegangen, so stark war meine Angst vor Menschenmassen und öffentlichen Verkehrsmitteln geworden. Im Sommer '10 wohnte ich dann eine zeitlang bei ihr, wir stritten fast jeden Tag, immer um die selbe Sache. Meist initiierte ich diese Streitereien indem ich sie immer wieder mit ihren Fehltritten konfontierte. Danach vertrugen wir uns meist wieder, ich sagte, dass es mir Leid tun würde, ich aber auch sehr sehr unsicher sei. Dazu sagte sie meist nichts, sie sagte nie "du brauchst die keine Sorgen machen, ich möchte mit dir zusammen sein" o.ä. was mich vielleicht friedlich gestimmt hätte. Dazu kam, dass ihre Depressionen immer schlimmer wurden, sie sich stundenlang im Bad einsperrte und spgar einmal im Laufe eines Streits sich fast aus dem Fenster gestürzt hatte. Ich hatte immer mehr Angst, sie alleine zu lassen, weil ich dachte, dass sie sich dann eventuell umbringt. Meine Appelle sich wieder in Behandlung zu begeben führten zu nichts. Ich schlug ihr sogar vor, für sie bei ihrer Therapeutin anzurufen, weil sie viel zu kraftlos war um irgendwas zu regeln. Das wollte sie nicht - sie machte mir sogar Vorwürfe, ich würde ihr jegliche Selbstständigkeit absprechen. Irgendwann eskalierten die Streits immer mehr, führten sogar zu körperlichen Auseinandersetzungen. Danach beschlossen wir uns weniger zu sehen, woran sich auch beide hielten. Ich verbrachte meine Abende meist bei meiner Mutter, da ich immer noch weit genug war um wieder in meiner Wohnung zu schlafen. Dazu sei noch gesagt, dass ich mit 19 wegen meiner Mutter ausgezogen bin, weil wir schon immer wieder sehr krasse Auseinandersetzungen hatte und sie mich insbesondere nach meinem Coming Out total terrorisierte. So steigerte sich meine Anspannung immer mehr, ich fühlte mich immer mehr abhängig von meiner Mutter und meiner Freundin. Das machte mich oft aggressiv. Durch den räumlichen Abstand hatte ich den Eindruck, dass sich die Beziehung entspannte, obwohl wir oft Missverständnisse hatten - wir redeten oft aneinander vorbei, was sonst nie der Fall war.
Im Dezember '10 schaffte sie es schließlich wieder zu ihrer ehemaligen Therapeutin zu gehen, die sie sofort in eine psychosomatische Klinik verwies. Mitte Dezember ging sie in die Klinik und kam jedes Wochenende nach Hause. Ich merkte, dass sie begann sich zu entspannen und spürte, dass sie wieder mehr in Kontakt mit sich stand, was mich zunächst sehr froh machte. Weihnachten und Sylvester verbrachten wir dann zusammen, ich machte allerdings immer wieder kleinere Aufstände, weil sie z.B. an Weihnachten unbedingt etwas mit einer Bekannten machen wollte, die sich irgendwann vorher in ihrer Gegenwart Homosexuellen- und Ausländerfeindlich äußerte und sie zudem schon lange keinen Kontakt mehr hatten. Ich war sehr enttäuscht, dass sie den Abend nicht mit mir alleine verbringen wollte, es war Weihnachten und sie fehlte mir da schon sehr. Zudem verstand ich nicht, warum sie sich mit dieser Person treffen wollte, die sie gleich in doppelter Hinsicht unwissentlich beleidigt hatte. Heiligabend verlief dennoch halbwegs harmonisch. Sylvester hatten wir auch wieder einen kleinen Streit, ich entschuldigte mich und merkte, dass ich ihre Grenzen wieder überschritten hatte. Als sie in der Klinik war, wurde unser Kontakt immer unregelmäßiger, sie schlug vor konkrete Absprachen zu treffen, hielt sich aber fast nie an, es beunruhigte mich immer sehr, wenn ich nichts von ihr hörte - ich dachte, dass sie vielleicht überfordert war mit der Therapie, was sie auch oft anklingen lies und vielleicht wieder auf dumme Gedanken kommen würde.
Irgendwann gab ich dann die Idee von Absprachen auf, schlug ihr vor sich zu melden, einfach dann wenn sie Lust danach hätte. Vor 3 Wochen, sie hatte sich plötzlich wieder sehr von mir distanziert, sagte sie dass sie sich nicht mehr sicher wäre, was sie für mich empfinden würde und reichte eine "Beziehungspause" ein. Vor 2 Wochen trafen wir uns wieder, mir ging es sehr schlecht und ich fing an in ihrer Gegenwart zu weinen und zu beteuern, dass vieles falsch gelaufen sei - von beiden Seiten - dass ich aber bereit wäre etwas zu ändern. Sie sagte, dass sie immer an diese Beziehung geglaubt hätte und das nie beendet hätte und sie "froh sei, diesen Schritt jetzt gehen zu können". Es hörte sich schon fast danach an, als wenn das ein besonderer Therapieerfolg sein sollte. Sie berichtete mir außerdem, dass die Ärzte und Therapeuten sie immer wieder auf diese Beziehung ansprachen, wovon sie sehr genervt sie, weil das nichts mit ihren Problem zu tun hätte, sie wäre mittlerweile klarer und würde einige Sachen die passiert seien auch anders sehen.
Dann kam eine sehr anstregende Woche, ich schrieb mehrere Klausuren dazu kam die ganze Unklarheit über unsere Beziehung, die ich fast nicht mehr aushalten konnte. Ich rief sie spontan abends an und fragte sie ob sie mich noch lieben würde, sie sagte sie müsse darüber nachdenken und meldete sich darauf nicht mehr. Letztes Wochenende schlug sie dann ein Treffen vor, in dessen Lauf sie Schluss machte, weil ihre Gefühle nicht mehr für eine Beziehung ausreichen würden wie sagte. Sie machte mir schwere Vorwürde, ich hätte sie allein gelassen und das alles wären Konsequenzen aus meinem Verhalten, die sie jetzt ziehen würde. Sie war sehr aggressiv,kalt und unbeteiligt ich hatte sie schon seit Wochen nicht mehr erlebt. Es war genau so, wie es vor ihrem Klinikaufenthalt war. Ich sah ihr an, dass sie genervt war und sich wohl irgendwie unter Druck gesetzt fühlte, wobei ich dafür tatsächlich keinen Anlass gegeben hatte. Ich blieb dennoch den Abend über bei ihr, wollte wissen wie es ihr geht und was sie so die Woche in der Klinik gemacht hatte. Plötzlich änderte sich ihre Stimmung total, sie lachte und schien plötzlich total gut gelaunt. Sie sagte und das machte mich wirklich stutzig, dass sie nicht glauben würde, dass sie, wie ihr gesagt wurde, ihre Selbstliebe finden könne und dabei gleichzeitig eine Beziehung führen könne. Ich sagte ihr, dass sie alle Zeit der Welt hätte um sich erstmal um sich zu kümmern, ich muss schließlich das Gleiche tun. Wir teilten uns am selben Abend sogar noch ein Bett, wie auch die ganzen Wochen davor. Am nächsten Tag schien sie schlecht gelaunt zu sein, ihr Blick war sehr betrübt und ich fragte sie ob sie schlecht drauf sei, das verneinte sie vehement.
Ich weiß nicht was ich jetzt tun soll, ich habe immer noch sehr starkte Gefühle für sie, habe auch einiges eingesehen und bin bereit mich zu ändern. Sie wird diese Woche entlassen und ich mache mir große Sorgen, dass sie sich vielleicht was vormacht und ihre schlimme Phase noch nicht ganz rum ist. Als sie vor etwa einem Jahr immer mehr abbaute, redete sie sich auch ein, dass das alles wieder rum gehen würde und sie ja schließlich schon mal eine Therapie gemacht hätte, diesen Zustand also schon kennen würde, sodass es ihr bald wieder besser gehen würde, wenn sie abwarten würde.
Sie sagte auch zu mir, dass sie es sehr traurig finden würde, wenn wir jetzt gar keinen Kontakt mehr hätten. Ich habe allerdings auch das Gefühl, dass sie mich gar nicht an sich heran lassen will. Sie verstrickt sich schon mal in Widersprüche, einseits schwärmt sie total von ihren Mitpatienten, mit denen sie auch über diese Beziehung geredet hat, andererseits sagte sie auch immer wieder dass sie genervt sei von eben diesen.
Soll ich mich jetzt total von ihr distanzieren, oder wäre es vielleicht besser dennoch für sie da zu sein?
Ich denke, dass wir trotz allem ein sehr gutes Paar sein könnten, wenn nur die ganzen psychischen Probleme auf beiden Seiten wären. Wir haben eigentlich genau die richtige Mischung aus Gemeinsamkeiten und Unterschieden, ich liebe sie wirklich sehr.
Ich weiß nicht was besser ist: Weiter für sie da zu sein, auf die Gefahr hin, dass das mit mir und ihr immer reizloser wird und in einer Freundschaft endet oder mich total zu distanzieren, auf die Gefahr hin, dass das kleine Fünkchen, was noch da ist, komplett verschwindet...
Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen wie ich und vielleicht einen Tipp für mich?
Ich bin für alles was da vielleicht an Antworten kommt sehr dankbar.
Ich hoffe jemand mutet sich diesen sehr, sehr langen Text zu..
Zu meiner Geschichte.
Meine Freundin hat nach über einem Jahr Beziehung unsere Beziehung beendet. Schon zu Beginn der Beziehung hatten wir beide nach und nach immer größere Probleme psychischer Natur. Ich habe nach einem kleinen Trauma eine Angststörung ausgebildet, das war so im September 2009, sie war ungefähr im Dezember '09 schon leicht depressiv. Meine Angst wurde immer schlimmer, ich konnte fast nie alleine sein, geschweige denn alleine in meiner Wohnung schlafen. Sie hat mich kurzfristig bei sich aufgenommen, aber ich stellte schnell fest, dass sie mir zwar helfen wollte, sie das aber auch überforderte. Nach kurzer Zeit versuchte ich dann wieder in meiner Wohnung klar zu kommen und nahm auch im Dezember '09 eine Therapie auf. Sie distanzierte sich immer mehr von mir, ich fühlte mich total überflüssig und kam gar nicht mehr an sie heran. Gleichzeitig hatte ich Angst, dass sie sich vielleicht etwas antun wird. Wir hingen trotzdem nur aufeinander rum, was ich zunächst als sehr schön empfand, sie aber wohl immer mehr stresste. Ich riet ihr schon früh wieder ihre ehemalige Therapeutin aufzusuchen.
Dazu kamen immer wieder Geschichten von diversen ONS die sie im Sommer 2009 hatte als ich sie gerade kennengelernt hatte. Ich fragte immer mehr nach, weil ich dachte, dass sie vielleicht doch lieber mit einem Mann zusammen sein wollte und das alles nur ein Experiment für sie sei. Sie reagierte zunehmend gereizt und aggressiv, flehte mich manchmal sogar an das Thema endlich sein zu lassen. Fast gleichzeitig passierten aber immer wieder für mich sehr verunsichernde Sachen, sie lies mich mal in einem Club sitzen um mit einem Typen zu reden mit dem sie mal was hatte, schwärmte immer wieder wie attraktiv sie ihn doch mal fand etc. Es passierte insgesamt 3mal dass sie mich sitzen lies um mit ihm zu reden und anschließend wieder zu mir zu kommen und so zu tun als wenn nichts passiert wäre.
Meine Eifersucht wurde immer schlimmer, ich wollte einfach nur wissen woran ich bin, sie zog sich immer mehr zurück. Zwischendrin haben wir auch gute Zeiten gehabt, aber bei mir blieb immer dieses miese Gefühl nur die 2. Wahl zu sein. Ich wurde immer ängstlicher und entwicklte mich zu regelrechten Klette, was sie zunächst tolerierte. Gleichzeitig wurde sie immer depressiver, zog sich komplett zurück, schrieb ihren Freunden nicht mehr und setzte sich gleichzeitig wegen ihrem Studium total unter Druck. Zu dieser Zeit bin ich schon gar nicht mehr an die Uni gegangen, so stark war meine Angst vor Menschenmassen und öffentlichen Verkehrsmitteln geworden. Im Sommer '10 wohnte ich dann eine zeitlang bei ihr, wir stritten fast jeden Tag, immer um die selbe Sache. Meist initiierte ich diese Streitereien indem ich sie immer wieder mit ihren Fehltritten konfontierte. Danach vertrugen wir uns meist wieder, ich sagte, dass es mir Leid tun würde, ich aber auch sehr sehr unsicher sei. Dazu sagte sie meist nichts, sie sagte nie "du brauchst die keine Sorgen machen, ich möchte mit dir zusammen sein" o.ä. was mich vielleicht friedlich gestimmt hätte. Dazu kam, dass ihre Depressionen immer schlimmer wurden, sie sich stundenlang im Bad einsperrte und spgar einmal im Laufe eines Streits sich fast aus dem Fenster gestürzt hatte. Ich hatte immer mehr Angst, sie alleine zu lassen, weil ich dachte, dass sie sich dann eventuell umbringt. Meine Appelle sich wieder in Behandlung zu begeben führten zu nichts. Ich schlug ihr sogar vor, für sie bei ihrer Therapeutin anzurufen, weil sie viel zu kraftlos war um irgendwas zu regeln. Das wollte sie nicht - sie machte mir sogar Vorwürfe, ich würde ihr jegliche Selbstständigkeit absprechen. Irgendwann eskalierten die Streits immer mehr, führten sogar zu körperlichen Auseinandersetzungen. Danach beschlossen wir uns weniger zu sehen, woran sich auch beide hielten. Ich verbrachte meine Abende meist bei meiner Mutter, da ich immer noch weit genug war um wieder in meiner Wohnung zu schlafen. Dazu sei noch gesagt, dass ich mit 19 wegen meiner Mutter ausgezogen bin, weil wir schon immer wieder sehr krasse Auseinandersetzungen hatte und sie mich insbesondere nach meinem Coming Out total terrorisierte. So steigerte sich meine Anspannung immer mehr, ich fühlte mich immer mehr abhängig von meiner Mutter und meiner Freundin. Das machte mich oft aggressiv. Durch den räumlichen Abstand hatte ich den Eindruck, dass sich die Beziehung entspannte, obwohl wir oft Missverständnisse hatten - wir redeten oft aneinander vorbei, was sonst nie der Fall war.
Im Dezember '10 schaffte sie es schließlich wieder zu ihrer ehemaligen Therapeutin zu gehen, die sie sofort in eine psychosomatische Klinik verwies. Mitte Dezember ging sie in die Klinik und kam jedes Wochenende nach Hause. Ich merkte, dass sie begann sich zu entspannen und spürte, dass sie wieder mehr in Kontakt mit sich stand, was mich zunächst sehr froh machte. Weihnachten und Sylvester verbrachten wir dann zusammen, ich machte allerdings immer wieder kleinere Aufstände, weil sie z.B. an Weihnachten unbedingt etwas mit einer Bekannten machen wollte, die sich irgendwann vorher in ihrer Gegenwart Homosexuellen- und Ausländerfeindlich äußerte und sie zudem schon lange keinen Kontakt mehr hatten. Ich war sehr enttäuscht, dass sie den Abend nicht mit mir alleine verbringen wollte, es war Weihnachten und sie fehlte mir da schon sehr. Zudem verstand ich nicht, warum sie sich mit dieser Person treffen wollte, die sie gleich in doppelter Hinsicht unwissentlich beleidigt hatte. Heiligabend verlief dennoch halbwegs harmonisch. Sylvester hatten wir auch wieder einen kleinen Streit, ich entschuldigte mich und merkte, dass ich ihre Grenzen wieder überschritten hatte. Als sie in der Klinik war, wurde unser Kontakt immer unregelmäßiger, sie schlug vor konkrete Absprachen zu treffen, hielt sich aber fast nie an, es beunruhigte mich immer sehr, wenn ich nichts von ihr hörte - ich dachte, dass sie vielleicht überfordert war mit der Therapie, was sie auch oft anklingen lies und vielleicht wieder auf dumme Gedanken kommen würde.
Irgendwann gab ich dann die Idee von Absprachen auf, schlug ihr vor sich zu melden, einfach dann wenn sie Lust danach hätte. Vor 3 Wochen, sie hatte sich plötzlich wieder sehr von mir distanziert, sagte sie dass sie sich nicht mehr sicher wäre, was sie für mich empfinden würde und reichte eine "Beziehungspause" ein. Vor 2 Wochen trafen wir uns wieder, mir ging es sehr schlecht und ich fing an in ihrer Gegenwart zu weinen und zu beteuern, dass vieles falsch gelaufen sei - von beiden Seiten - dass ich aber bereit wäre etwas zu ändern. Sie sagte, dass sie immer an diese Beziehung geglaubt hätte und das nie beendet hätte und sie "froh sei, diesen Schritt jetzt gehen zu können". Es hörte sich schon fast danach an, als wenn das ein besonderer Therapieerfolg sein sollte. Sie berichtete mir außerdem, dass die Ärzte und Therapeuten sie immer wieder auf diese Beziehung ansprachen, wovon sie sehr genervt sie, weil das nichts mit ihren Problem zu tun hätte, sie wäre mittlerweile klarer und würde einige Sachen die passiert seien auch anders sehen.
Dann kam eine sehr anstregende Woche, ich schrieb mehrere Klausuren dazu kam die ganze Unklarheit über unsere Beziehung, die ich fast nicht mehr aushalten konnte. Ich rief sie spontan abends an und fragte sie ob sie mich noch lieben würde, sie sagte sie müsse darüber nachdenken und meldete sich darauf nicht mehr. Letztes Wochenende schlug sie dann ein Treffen vor, in dessen Lauf sie Schluss machte, weil ihre Gefühle nicht mehr für eine Beziehung ausreichen würden wie sagte. Sie machte mir schwere Vorwürde, ich hätte sie allein gelassen und das alles wären Konsequenzen aus meinem Verhalten, die sie jetzt ziehen würde. Sie war sehr aggressiv,kalt und unbeteiligt ich hatte sie schon seit Wochen nicht mehr erlebt. Es war genau so, wie es vor ihrem Klinikaufenthalt war. Ich sah ihr an, dass sie genervt war und sich wohl irgendwie unter Druck gesetzt fühlte, wobei ich dafür tatsächlich keinen Anlass gegeben hatte. Ich blieb dennoch den Abend über bei ihr, wollte wissen wie es ihr geht und was sie so die Woche in der Klinik gemacht hatte. Plötzlich änderte sich ihre Stimmung total, sie lachte und schien plötzlich total gut gelaunt. Sie sagte und das machte mich wirklich stutzig, dass sie nicht glauben würde, dass sie, wie ihr gesagt wurde, ihre Selbstliebe finden könne und dabei gleichzeitig eine Beziehung führen könne. Ich sagte ihr, dass sie alle Zeit der Welt hätte um sich erstmal um sich zu kümmern, ich muss schließlich das Gleiche tun. Wir teilten uns am selben Abend sogar noch ein Bett, wie auch die ganzen Wochen davor. Am nächsten Tag schien sie schlecht gelaunt zu sein, ihr Blick war sehr betrübt und ich fragte sie ob sie schlecht drauf sei, das verneinte sie vehement.
Ich weiß nicht was ich jetzt tun soll, ich habe immer noch sehr starkte Gefühle für sie, habe auch einiges eingesehen und bin bereit mich zu ändern. Sie wird diese Woche entlassen und ich mache mir große Sorgen, dass sie sich vielleicht was vormacht und ihre schlimme Phase noch nicht ganz rum ist. Als sie vor etwa einem Jahr immer mehr abbaute, redete sie sich auch ein, dass das alles wieder rum gehen würde und sie ja schließlich schon mal eine Therapie gemacht hätte, diesen Zustand also schon kennen würde, sodass es ihr bald wieder besser gehen würde, wenn sie abwarten würde.
Sie sagte auch zu mir, dass sie es sehr traurig finden würde, wenn wir jetzt gar keinen Kontakt mehr hätten. Ich habe allerdings auch das Gefühl, dass sie mich gar nicht an sich heran lassen will. Sie verstrickt sich schon mal in Widersprüche, einseits schwärmt sie total von ihren Mitpatienten, mit denen sie auch über diese Beziehung geredet hat, andererseits sagte sie auch immer wieder dass sie genervt sei von eben diesen.
Soll ich mich jetzt total von ihr distanzieren, oder wäre es vielleicht besser dennoch für sie da zu sein?
Ich denke, dass wir trotz allem ein sehr gutes Paar sein könnten, wenn nur die ganzen psychischen Probleme auf beiden Seiten wären. Wir haben eigentlich genau die richtige Mischung aus Gemeinsamkeiten und Unterschieden, ich liebe sie wirklich sehr.
Ich weiß nicht was besser ist: Weiter für sie da zu sein, auf die Gefahr hin, dass das mit mir und ihr immer reizloser wird und in einer Freundschaft endet oder mich total zu distanzieren, auf die Gefahr hin, dass das kleine Fünkchen, was noch da ist, komplett verschwindet...
Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen wie ich und vielleicht einen Tipp für mich?
Ich bin für alles was da vielleicht an Antworten kommt sehr dankbar.