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bevormundet mit 20

G

Gast

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Ich bin 20 Jahre alt, studiere.
und ich werde noch irre.
Ich kann meine Mutter nicht mehr leiden,weil diese Frau mich nicht in Ruhe lässt.
Ja,sie liebt ihre Kinder,ist klar und schön.
Aber das heißt nicht,dass sie mein Leben bestimmen muss.
Ich lasse sie einfach mal in dem Glauben,dass sie 'alles' über mich weiß,damit sie Ruhe gibt.
Sie will in jeden Part meines Lebens eingeweiht sein.
Eine normale Beziehung führen?Keine Chance. Früher oder später verbietet sie mir den Umgang mit dem Kerl.Weil ihr etwas nicht gefällt. Oder weil ich nicht bei Jungs schlafen darf. Nicht mal nach Hause zu einem darf ich.
Ich mach es trotzdem. In der Angst, dass es rauskommt.

Meine letzten paar Lebensjahre waren eine Anreihung von Geheimnissen,Lügen und Ausreden.
Sie erdrückt mich. Nimmt jede kleinste Kritik,oder sogar Andeutung daran,dass ich Abstand von ihr brauche,als riesige Beleidigung, streitet lauthals mit mir,redet dann einige Zeit nicht mehr mit mir,um dann 2 Tage später damit anzufangen mir es nachzutragen und an die Nase zu binden.

Ich möchte ein paar Tage meine Verwandte besuchen,die weit weg wohnt (die mich sogar einlädt).Mutter findet es OK, um dann 1 woche vorher zu sagen: "Du,mir gefällt das nicht, ich möchte nicht dass du gehst,du warst schon vor 3 Monaten dort."

Ich rede total oft davon dass ich ausziehen möchte,in eine große Stadt,wo meine Uni ist. Ich wollte zum ersten Semester raus hier. 2 Monate vorher: Nein,ich möchte nicht dass du gehst,warte wenigstens zum 2ten. nun bin ich im 2ten ,und was kommt: Nein,geh nicht ,warte noch bis du deinen bachelor-abschluss hast (das sind 6 semester!). ich sagte: zum dritten bin ich weg. in einem halben jahr.Sie:" Ist es denn so schlimm bei uns? du möchtest doch nur raus,um die ständig Kerle mit nach hause nehmen zu können.gibs doch zu!"

Ich bin den ganzen tag an der uni. Ich komme heim, und was sehe ich: mein müll ist rausgebracht, mein Bett gemacht ,die klamotten eingeräumt. Ich: mutter, lass es. Sie: ich kann das nicht ansehen. ich: dann geh nicht in mein zimmer. Sie: aber ich mach das nebenbei,ist doch ok!

jetz mal was zum 'lachen',als ich 18 war,ein Date hatte, bekam ich meine Erlaubnis: " Du darfst ruhig küssen." ÄÄÄÄHHH, HALLO?!falscher film oder wie?

Meine Mutter hält patchwork familien für etwas schreckliches. lustig,dass mein jetziger freund aus einer stammt. " das gefällt mir absolut nicht, diese leute denen es so leicht fällt sich scheiden zu lassen und dann einfach neue partner finden samt kinder" Ich denke mir:nerv nicht, es interessiert nicht,was dir gefällt",sage aber: "mutter es ist doch klar,wenn jmd eine schlimme ehe hat,lässt er sich scheiden,dann findet man evtl jmd der gut zu einem passt."

Wisst ihr,viele raten mir: hau doch einfach ma aufn tisch und sag deine meinung!
aber wie? Sie ist schon kurz vorm herzinfarkt wenn ich kritik andeute! und manchma kracht es wegen kleinigkeiten heftig. wie sähe dann so ein streit aus?

im moment geht es mir absolut schlecht,weil ich wieder kurz davor bin meine beziehung zu beenden.
er lebt 600km entfernt,ich kann ihn nur sehen,wenn ich zu der schwester meiner mutter gehe und da schlafe(ich darf ja nicht zu ihm).ich freue mich schon endlich wieder hinzureisen. und was kam heute:" ich möchte das nicht"
3 monate habe ich ihn nicht gesehen. und jetzt das.
bei meiner mutter gibt es keine 'liebe',sie sieht alles als kurzes jugend-techtelmechtel. wenn ich mit großen gefühlen käme, würde sie nur lachen.
" na dann ist halt schluss, es gibt ja genügend andere"


Ich habe so einen hass auf diese frau,und wenn sie wegen normalen dingen zu mir kommt, dann zicke ich sie an.ich rede nur noch im grimmigen ton mit ihr. Ich kann sie nicht mehr sehen,nicht ertragen,bin die ganze zeit in meinem zimmer und lerne nur noch in der bibliothek,nur um nicht hier sein zu müssen.

und doch kann ich nicht einfach das machen was ich will. ich möchte nicht ihren hass auf mich ziehen. dann hätte ich den missmut der ganzen familie auf mir.


Ich werde irre.wie schon gesagt.
 
Auch wenns traurig für dich ist, aber ich muss doch über die Art wie du deine Mutter beschreibst, lachen.🙂
Tja, so sind Mütter nun mal. Ewig besorgt und wollen alles wissen.
Trotzdem glaube ich nicht,daß du sie nicht mehr leiden kannst, sie geht dir einfach verständlicherweise nur auf die Nerven.
Ich glaube, da hilft nur Klartext. Sag ihr, daß du kein kleines Kind mehr bist, sondern eine erwachsene Frau. Setz deinen Standpunkt durch. Tja und wenn alles nicht hilft, dann bleibt dir wirklich nur noch "Ausziehen" übrig,wenn du es dir finanziell leisten kannst, um die notwenige Distanz zu schaffen.
Alles Gute
Punto
 
Hi,

du musst dich entscheiden: willst du dein Leben leben oder die Marionette deiner Mutter sein? Es ist gleichgültig, wie die Familie über deine Abnabelung denkt. Du machst dich sehr abhängig von der Meinung anderer.
Informiere dich über finanzielle Hilfen und such dir ein WG-Zimmer in Uninähe.

Wenn du auf eine "Freigabe" durch deine Mutter wartest, wirst du bei ihr verschimmeln.

Liebe Grüße

Monarose
 
*so sind Mütter nun einmal*....neee,so sind wir nicht!
Was ich da lese,finde ich schon beängstigend und krankhaft.
Ich rate Dir echt,raus und eigenes Leben aufbauen.Und: schaff Dir einen Schildkrötenpanzer an gegen Tränen,Hysterie und Zoff.
Klar,Deiner Mom wirds erstmal ziemlich schlecht gehen..aber vielleicht findet sie eine Aufgabe für sich,die sie dann ausfüllt.

Liebe Grüsse und viel Glück

eine Patchworkmama 😛
 
Ja, etwas schmunzeln musste ich auch - und gleichzeitig den Kopf schütteln und das über euch BEIDE.😉

Ich bin ebenfalls Mutter u.a. eines 20jährigen, der ebenfalls eine liebe kleine Freundin hat.

Weder er noch ich würden eine solche Symbiose, wie sie bei euch vorliegt wollen und ich bin sicher, KEINE von euch fühlt sich in diesen Verstrickungen wirklich wohl, weiß nun aber nicht - weil zur Gewohnheit geworden -, wie da heraus kommen.

Ich kann mich nur anschließen, das das "auf den Tisch hauen" anbelangt - grenze dich ganz klr und unmissvertsändlich ab und zeige damit deine Mutter auch IHRE Grenzen.
Es wird für einen Moment kriseln und knistern, aber das legt sich wieder - die Befreiung, die daras erwächst, ist viel, viel größer und ihr könnt euch endlich als das begegnen, das ihr BEIDE seid:
unabhängige, einander liebende Erwachsene.

Hab den Mut - es dient euch BEIDEN!

LG Christa
 
Ja, irgendwie gehören zum Bevormunden halt auch zwei, einer, der es macht und einer, der es mit sich machen lässt🙂

Soll heißen: Du bist 20, es ist an dir, Grenzen zu setzen und dein eigenes Leben zu leben. Wenn Du ausziehen möchtest, tu es einfach. Niemand kann dich dran hindern. Klär vorher, wo du wohnen kannst und willst und wie du dein Leben finanzierst - und dann pack deine Sachen. So wie du deine Mutter beschreibst, wird sie wahrscheinlich komplett ausflippen - aber auch das geht vorbei und irgendwann wird sie verstehen (müssen), dass man Kinder nicht festhalten kann und sie - wenn mans mit Macht versucht - erst recht verliert.

Deine Mutter wird sie ohne Anlass sicher nicht ändern. Du musst also abwägen, was dir lieber ist: Zuhause leben (was ja auch Vorteile, z.B. finanzielle, hat) und mit der Gängelei leben oder sich aktiv abzunabeln.
 
Nein, so sind Mütter nicht, jedenfalls nicht alle.

Abnabelung ist ein schwieriger Prozess, für beide. Ich kann Dich nur in dem bestärken, was die anderen schon schrieben. Du bist 20, alt genug, Dein eigenes Leben in die Hand zu nehmen. Ich würde an Deiner Stelle ausziehen, wenn es finanziell irgendwie möglich ist.

Du kannst natürlich auch innerhalb der Wohnung versuchen, Dich abzugrenzen. Dein Zimmer abschließen, z.B. Fahren, wenn Du fahren willst. usw. Aber das wird dann ein ewiger Streit bei jeder Gelegenheit.

Für ihre Befindlichkeiten bist Du nicht zuständig. Achte für Dich darauf, dass Du sie nicht unnötig verletzt (anzicken, rummotzen usw.), aber mach Dein eigenes Ding. Besser wirds nicht von alleine.
 
Ich kann dich und deine Mutter verstehen. In abgeschwächter Form habe ich mich auch so verhalten, habe meine Tochter immer noch als Kind gesehen.
Es hat schon eine Weile gedauert bis ich mich aus dieser Rolle gelöst habe.

Richtig gelernt habe ich es erst, nachdem meine Tochter dann ausgezogen war. Jetzt haben wir wieder ein Superverhältnis.
Na, auch Mütter sind nur Menschen.

Alles Gute
Gisela
 
hi gast,

deine geschichte errinert mich an meine. ich bin mit 21 erst ausgezogen und da war die kontrolle nicht vorbei. Dafür hatte ich endlich ruhe was das schnüffeln in meinen sachen anging und vollmotzen, weil ich ne bahn verpasst habe usw..

Wäre es dir möglich auszuziehen, finanziell meine ich? Dann nichts wie raus. Kann natürlich sein, dass deine mum auf dich hört wenn du ihr "grenzen setzt" - wenn es jedoch so ähnlich wie bei mir war - schreianfälle, beleidigungen etc., dann hat es keinen zweck.

Ich würde sagen wenn es dir finanziell möglich ist -sag es ihr und auf all die fragen die kömmen - sagst du *Ich möchte es ausprobieren* keine diskussion, keine verteidigung. Hauptsache raus. Jedoch überstürze nichts und suche sorgfälltig eine wg oder wohnung aus - nicht dass du ein halbes jahr später wieder umziehen musst.

Bei mir waren der meinung meiner mutter nach zum schluss alle meine freunde daran schuld (umzug, diskussionen über mehr freiheit) dass ich so undankbar bin usw. und ich war einfach nur dumm um auf die zu hören.

Halt durch!

mfg
 
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