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betreuung bachelorarbeit

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Hallo

Ich bin im 10. Semester von 6.
Das hat zwei Gründe: 1. Ich kann kein englisch. In der schule hatte ich in englisch ne 2 und meine Mutter sorgte für reichlich Auslandskontakte. Ich konnte eigentlich gut üben. Merkte da zwar schon, dass ich an gewisse Grenzen stieß, schob das aber auf Faulheit.
Im Studium ging es bisher auch gut. Englisch ist zwar Fachsprache, aber ich konnte meine Defizite durch Kommilitonen kompensieren.
Jetzt sind alle Kommilitonen fertig und ich habe den Anschluss verloren, zudem ich mich furchtbar schäme, schon seit zwei Jahren zu überziehen und da nicht drüber reden will.
2. Kam mein zweiter Sohn im 5. Semester zu Welt. Ich hätte pausieren sollen, versuchte es aber trotzdem weiter und rasselte erst mal scjön durch sämtliche noch anstehende Prüfungen. Er kam erst im 8. Semester in die Krippe vorher gab es keine Betreuungsmöglichkeit. Seit dem geht es bergauf. Alle Prüfungen bestanden.

Die bachelorarbeit steht an. Nach 2 jahren bin ich mit der erhebung fertig und muss "nur" noch schreiben. Von meinem englisch-problem habe ich meiner Betreuerin erzählt. Ich komme partout nicht über ein gewisses level hinaus. Für 20 seiten brauch ich mindestens 8 stunden.

Jetzt habe ich ein Problem. Und zwar kann ich einen Fragebogen nicht nachvollziehen. Ursprünglich hat der fragebogen 5 skalen. Ich war an der zusammenstellung des fragebogens nicht besonders beteiligt, ich hatte mich um zwei andere gekümmert.
Jedenfalls hat sie den fragebogen recht.... frei .... zusammengestelllt. 1 skale von autor a, 2 skalen von autor b und 2 skalen entfernt. Die 2 skalen von autor b wurden zu einer zusammen gefasst.
Mein problem ist, dass ich das durcheinander nicht nachvollziehen kann. Gut. Dann frag ich sie halt.
Antwort: "Google mal!"
:-[
Das problem besteht seit 1 jahr. Und ich komme nicht drauf und sie sagt "Google mal!"
Es gibt über den Fragebogen nun mal nur englische Literatur. Sie weiß von meinem Problem.
Wenn sie mir einfach mal die arbeiten dazu schicken könnte, dann komme ich damit klar. Aber wenn ich selbst suchen soll, muss ich ja wenigstens die Einleitungen durchlesen und VERSTEHEN. Häufig passiert es auch, dass ich glaube einen text verstanden zu haben und dann im ergebnisteil merke, dass ich auf der falschen Fährte bin. Wieder 1-2h sinnlos verplempert.

Ich finde das Verhalten meiner betreuerin unfair. Sie geht bald in den mutterschutz und kündigte an, dass mich meine neue Betreuerin reduziert unterstützen würde... wie reduziert? Redet die dann gar nicht mehr mit mir??

Was denkt ihr? Bin ich einfach nur verweichlicht und hätte nie studieren dürfen, oder ist mein Empfinden von unfairer Behandlung richtig?

LG
Fusselhirn
 
Also das Problem verstehe ich jetzt nicht so ganz. Ist aber vielleicht auch nicht so wichtig. Wenn deine Betreuerin dir sagt "google mal", obwohl ich glaube dass sie das so nicht sagen würde, will sie vielleicht einfach nur sehen wie du selbst ein Problem löst. Wenn du nicht so gut in Englisch bist, wieso hast du dann unterlagen auf Englisch? Oder schreibst du die Bachelorarbeit auf Englisch? Gibt es nicht noch irgendjemand anders der dir diesen Zettel den du nicht verstehst übersetzen oder erklären kann. Was ist mit deinen alten Kommilitonen? Können die dir vielleicht helfen? Hast du schon mal versucht in der Uni andere Studenten zu fragen ob sie dir das übersetzen können? Ich glaube daran sollte es nicht scheitern, oder was meinst du?
 
Mit Kommilitonen ist eben das problem, dass die, die ich kenne alle weggezogen sind. Einige sind ja jetzt im Beruf, andere arbeitem am Master in anderen unis.
Ich selbst musste 2012 vom studienort wegziehen. Eig. Wollte ich ja 2012 fertig sein... mein mann begann hier ein studium, daher der umzug. Ich müsste jetzt neue Kontakte knüpfen und pflegen. Das ist mit der entfernung einfach nicht drin. Ich bin an nem uni-tag allein 4h unterwegs und muss mich auf grund der famienunfreundlichen vorlesungszeiten meines mannes komplett allein um die unterbringung der kiddies kümmern. Ich kann als zweifache mutter keine kontakte zu 20jährigen kinderlosen mädels pflegen, geschweige denn zu anderen muttis, deren gesellschaftliches leben am wochenende stattfindet, wo ich natürlich auch gern zeit mit meinem mann und den kiddies verbringe.

Doch. Sie sagte "google mal".

Primärliteratur ist in meinem fach immer in englisch. Das ist hier nun mal fachsprache. Meine arbeit schreibe ich in deutsch.
Ich sitze momentan über deutscher sekundärliteratur und driesel das konstrukt, was wir gemessen haben noch mal vom urschleim her auf. Ich fasse das zusammen und schreibe meiner betreuerin meine vermutungen, warum sie den fragebogen so konstruiert hat. Aber ich finde, dass sie mir schon mal sagen könnte, auf welchen grundlagen ihr vorgehen steht. Es ist nämlich nicht so, dass unser konstrukt eindeutig wäre - ehrlich gesagt tun sich bei mir immer mehr fragezeichen auf, jeh mehr ich lese, weil jeder wissenschaftler ne andere meinung dazu hat, jeder misst, wie er lustig ist und am ende gleich mal ein neues konstrukt entsteht.

Ich weiß nicht... vielleicht bin ich tatsächlich einfach zu doof um es zu verstehen... wär schön wenn nicht. Und es wär schön, wenn ich mich mal mit jemandem vernünftig darüber unterhalten könnte. Klar verstehe ich hier irgendwas nicht... ich hab irgendein brett vorm kopf... und es wäre echt genial, wenn ich Kommilitonen hätte, die mich nicht doof von der seite angucken, wenn sie merken, wie lange ich schon dabei bin... man sieht es ja sofort an der e-mail-adresse, bzw ist man ja in der personensuche der uni gläsern...
 
Du machst es dir insgesamt aber auch nicht gerade leicht. Kinder bekommen während des Studiums ist nicht unbedingt die beste Idee um zeitnah fertig zu werden. Bei mir an der Uni gab es auch ein paar Mädels mit Kindern und von denen ist niemand in der Regelstudienzeit fertig geworden. Ist jetzt ja auch keine großartige Überraschung. Kinder sind ein 24/7 Job.

Ich selbst musste 2012 vom studienort wegziehen

Falsch. Du hast dich zusammen mit deinem Mann dazu entschieden. Und jetzt kann er entspannt studieren, während du dich um die Kiddies kümmern- und eine ewig lange Strecke fahren musst. Na klasse.

Ich glaube nicht, dass du zu doof für den Stoff bist. Aber man muss sich halt manchmal den A**** aufreißen. Wenn ich irgendwelche kryptischen Formel durchackern muss ist das ja auch der Fall. Allerdings würde ich mal mehr Druck auf deine Betreuerin ausüben. Manchmal gibt es halt Dinge, die man einfach nicht verstehen will, egal wie lange man sich den Stoff anguckt. Und genau da muss sie dich unterstützen, und zwar mit mehr als nur "google mal". Das geht gar nicht.

und es wäre echt genial, wenn ich Kommilitonen hätte, die mich nicht doof von der seite angucken, wenn sie merken, wie lange ich schon dabei bin

Diese Kommilitonen haben aber auch keine Kinder. Da solltest du drüberstehen können. Im Beruf wird es später auch nicht einfacher mit den Menschen.
 
Ja, Du bist verweichlicht. Mit Deiner Einstellung kommt man halt nur sehr schwer durch ein Studium!
Du musst halt selbst auch was leisten und nicht immer auf Umstände verweisen, die Du selbst verschuldest.

Solchen platten quatsch muss ich mir natürlich öfters antun. Deswegen vermeide ich inzwischen Gespräche über mein Studium. Allerdings begegnen mir solche aussagen in der sozialverträglicheren Variante „10. Semester??? Wieso DAS denn???“
Ab dem Punkt kann ich jemandem, der meine Situation nicht kennt, erzählen was ich will, am Ende stehe ich trotzdem blöd da.
Ganz besonders mag ich dann die Ratschläge wie: „ gib dein Kind zur Oma/Freunden /Nachbarn“ (nach 4 überzogenen Semestern bin ich natürlich noch nie selbst auf diese Idee gekommen…)
Oder: „Wieso lernst du nicht abends, wenn die Kiddies im Bett sind?“ (s.o.)
Oder, der beste Vorschlag bisher: nimm dir ne Zweitwohnung in deinem Studienort. (*rofl* hach.. immer wieder gut…)
Ich verkneife mir jetzt eine Abhandlung darüber warum alles so ist, wie es ist und wieso ich damit nicht klar komme.

Eine Rechnung, die ich auch schon gemacht habe, die aber irgendwie nicht aufgeht: „Du hast doch am Tag mindestens 7h Zeit zum arbeiten!“ – Theoretisch ja. Die Kiddies sind tagsüber in Krippe und Hort untergebracht.
Hier gerate ich in Erklärungsnot. Keine Ahnung, wieso andere das hinbekommen, und wieso ich im Arbeitskontext mit den 7h gut klar komme, aber allein zu Hause regelmäßig verzweifle und am Ende effektiv 2h gearbeitet habe.
Da habe ich keine Erklärung für und fühle mich entsprechend wertlos, minderwertig und mutlos.

Momentan neige ich allerdings dazu, weniger von der Unfairness meiner Betreuerin auszugehen, sondern eher von meinen mangelnden Fachkenntnissen. Hilft mir immer schon, wenn ich mal meine Sicht niederschreibe, ein paar Kommentare dazu bekomme und noch mal über das nachdenke, was ich gesagt habe.

Ich sitze jetzt an den mangelnden Fachkenntnissen und arbeite auch einiges aus. Ich merke, dass ich unser Konstrukt definitiv nicht in Gänze verstanden habe, obwohl ich es total spannend finde und mir das auch aktiv selbst ausgesucht habe. Ich frag mich, wie mir das im restlichen Studium nicht auffallen konnte. Gab ja in jedem Fach ne Prüfung und ich bin ja durch alle durch gekommen. Evtl. war meine Prüfungsvorbereitung nicht nachhaltig – einige Sachen liegen ja jetzt schon über 4 Jahre zurück und sind entsprechend in Vergessenheit geraten…

Achja,.. wär schön, wenn zumindest jemand da wäre, der mir bei der Lösung der anderen Probleme, die ich so habe, helfen würde. Hier schwirrt irgendwie so viel rum und alles ist irgendwie gleich dringend… es ist zum verzweifeln. :-( Geht ja nicht nur ums Studium.. Kinder, Geld, Schule, Gesundheit….uff… und alles muss ich alleine machen :-(

LG
Fusselhirn
 
Dann arbeite an deinem Zeitmanagement und deiner Disziplin: schau auf die Uhr und setz dich 1 Stunde dran. In dieser Stunde darfst du nicht auf Facebook, nicht auf dein Handy schauen, nicht mal schnell eben "was aus der Küche holen". Dann halbe Stunde Pause. Wieder eine Stunde arbeiten usw.

Zu deinem Englischproblem: Wenn ich etwas nicht verstehe nehme ich mir ein Wörterbuch. Warum machst du das nicht? Und dann schreib dir doch JEDES einzelene Wort heraus. Mach dir eine Vokabelliste. Irgendwann wiederholen sich die Wörter. Die Grammatik ist erstmal Nebensache. Dann wärest du eigentlich über die Jahre schon besser geworden...

Sollte es alles nichts werden, auch wegen deinem selbst erschaffenen Zeitproblem: Mach einen Aushang am schwarzen Brett: "Wer hat sehr gute Englischkenntnisse und kann mich bei meiner Bachelorarbeit gegen ein Entgeld unterstützen?" da werden sich sicherlich einige darauf melden...
 
Ich sitze jetzt an den mangelnden Fachkenntnissen und arbeite auch einiges aus. Ich merke, dass ich unser Konstrukt definitiv nicht in Gänze verstanden habe, obwohl ich es total spannend finde und mir das auch aktiv selbst ausgesucht habe. Ich frag mich, wie mir das im restlichen Studium nicht auffallen konnte. Gab ja in jedem Fach ne Prüfung und ich bin ja durch alle durch gekommen. Evtl. war meine Prüfungsvorbereitung nicht nachhaltig – einige Sachen liegen ja jetzt schon über 4 Jahre zurück und sind entsprechend in Vergessenheit geraten…

Du hast bei der Arbeit 2 Probleme. Deinen Ansatz, ersteinmal das fachliche Problem zu lösen, halte ich für sinnvoll.

Erst dann macht es Sinn, sich mit den Sprachproblemen zu beschäftigen da du dann verstehst, um was es fachlich geht.

Nur Mut, wird schon!
 
Zu deinem Englischproblem: Wenn ich etwas nicht verstehe nehme ich mir ein Wörterbuch. Warum machst du das nicht? Und dann schreib dir doch JEDES einzelene Wort heraus. Mach dir eine Vokabelliste. Irgendwann wiederholen sich die Wörter. Die Grammatik ist erstmal Nebensache. Dann wärest du eigentlich über die Jahre schon besser geworden...

An den Vokabeln liegt es nun wirklich nicht. leo sei dank.
Ich schreibe schon immer alle unbekannten Vokabeln an den Rand und die Übersetzung dazu und kennzeichne auch alles mit Zahlen im Text und in der Liste, damit ich nicht immer wieder alles nachschlagen muss.
Allerdings kann ich mir irgendwie immer aus ner Liste von 10 Vorschlägen für ein Wort einen raussuchen, der EVTL passt.

Grammatik ist nicht nebensächlich. Gerade im Englischen ist sie ziemlich wichtig, weil Substantive nicht durch Großschreibung gekennzeichnet werden und Nebensätze nicht immer durch Kommas abgetrennt werden.
Außerdem kommen im Text viele Redewendungen vor, die wort für wort übersetzt was ganz anderes ergeben, als im Zusammenhang übersetzt.
Ich hab auch schon mal versucht die Texte mit google-übersetzer zu übersetzen. Da kommt nur Quatsch raus. Auch weil die ganzen Fachwörter ja in Englisch sind, und nicht übersetzt werden.

Nimm dir mal nen italienischen Tet vor und übersetze den mal Wort für Wort. Da wirst du auch merken, dass Grammatik nicht nebensächlich ist.
Ich hab mich mal extra in eine Linguistik-Vorlesung gesetzt umd zumindest mal hinter die deutsche Grammatik zu steigen, weil ich ein Schulkind betreut habe, was kaum deutsch gesprochen hat... nach 3 Vorlesungen bin ich schlicht nicht mehr mitgekommen. Ich bin zu doof für Grammatik :-/

Und wegen des Vorschlags, jemanden dafür zu bezahlen, dass er mir bei der Literaturrecherche hilft, kann ich mich nur lachend auf dem Boden krümmen. Mein Mann und ich sind Studenten und wir haben 2 Kinder. Welche Bank soll ich denn ausrauben, um mein Helferlein finanzieren zu können?


@Biddi: das ist lieb.
Ja. wird schon. Schrittchen für Schrittchen ;-)
 
Warum studiert man etwas, wozu man vornehmlich Englisch braucht, wenn man eben das nicht gut kann? Dein Problem ist hausgemacht. Du hast dir immer von anderen helfen lassen und stehst jetzt alleine da.

Zwei Kinder zu bekommen war deine Entscheidung, den Stoff von vor vier Jahren in Vergessenheit geraten zu lassen, auch. Auch dein schlechtes Zeitmanagement ist dein Problem. Da kann niemand was dafür außer dir. Wenn du nicht das Geld hast, jemanden für eine Übersetzung zu bezahlen, dann hör auf zu jammern und sprich nochmals mit deiner Betreuerin. Sag ihr, dass du dich bemüht hast, dahinter zu steigen, aber du jetzt wirklich unbedingt einen Tipp brauchst.

Du machst dich über alle Lösungsvorschläge nur lustig. Das wirkt ziemlich respektlos, zumal du dich selbst in die Scheiße geritten hast. Vielleicht ist Studieren einfach nichts für dich, bzw. dieses spezielle Studienfach. Reiß dich zusammen, nimm Hilfe an, grab deine Betreuerin an bis sie mit den infos rausrückt, wechsle dein Studienfach oder lass das Studieren ganz und such dir 'ne Ausbildung.

Gruß
Rosie
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich muss auch sagen, dass du dich gerade nicht wirklich auf das geschriebene hier einlässt. Ich würde trotzdem gerne mal das Blatt sehen mit dem du nicht zurecht kommst. Vielleicht kann ich, oder jemand anderes dir hier mit diesem Problem doch helfen. Lade es doch mal hoch und dann gucken wir mal. Was studierst du genau?
 

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