Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Bester Freund verändert sich und ignoriert mich

sjdmck

Neues Mitglied
Es begann alles vor einigen Wochen. Mein bester Freund, mitd em ich wirklich viel erlebt habe, und dem ich eigentlich immer zu 100%vertraut habe, und der auch mir immer wieder klarmachte, wie viel ich ihm doch bedeutete, wurde von seinen Eltern rausgeschmissen, weil er eine größere Summe an Schulden gemacht hat. Er ist 18, ich bin 19. Er wohnte deshalb bei mir, ich sagte ihm aber auch, dass wir uns jetzt zusammen hinsetzen müssen, und alles regeln müssen, sodass er sobald wie möglich wieder mit beiden Beinen im Leben stehen kann. Das akzeptierte er auch. Aber schnell bemerkte ich, dass meine Mutter und ich die ganze Arbeit für ihn machten. Er fuhr dann weg zu seiner Freundin und gab weiter munter Geld aus. Ich sagte ihm auch schon, dass mir das ziemlich missfällt, und dass wir ihm nur helfen können, wenn er Eigeninitiative zeige. Er entschuldigte sich mehrmals bei mir und versicherte mir, dass er sich darum kümmere und es wiedergutmachen wolle. Doch seit Samstag hat sich alles geändert. Er hatte einen wichtigen Termin heute. Am Samstag fuhr er wieder zu seiner Freundin, und ist seitdem auch nicht mehr gekommen. Wenn ich ihn frag,wann er wiederkomme, gibt er keine genauen Angaben, ist kurz angebunden, liest manchmal meine Nachrichten, aber antwortet nicht. Ich habe das Gefühl, die Freundschaft bedeute ihm nichts mehr. Nur um das klarzustellen, ich zwinge ihm meine Hilfe nicht auf, er bat mich um Hilfe, und als ich ihm damals sagte, dass ich es auch einfach sein lassen könnte, wenn er keine Initiative zeige,bettelte er mich förmlich darum an, es nicht zu tun. Ich bin mit meiner Geduld am Ende. Ich habe auch das Gefühl, dass seine Freundin, die von seiner schwierigen Situation weiß, keinen guten Einfluss auf ihn hat. Anstatt ihm dabei zu helfen, hängen sie weiterhin nur ab und geben Geld aus, das er eigentlich nicht hat. So durfte ich erfahren, dass er sich wieder von einem anderen Kumpel Geld geliehen hat. Der Großteil des Geldes war nach einem Tag schon wieder weg. Ich würde gerne mit ihm reden, und ihm klarmachen, dass ich von ihm maßlos enttäuscht bin. Ich fühle mich ausgenutzt und einfach nur missachtet. Ich denke darüber nach, ihn einfach in den Wind zu schießen, aber auch das wäre für mich ziemlich schwer, denn immerhin waren wir doch noch vor kurzer Zeit beste Freunde, vertrauten uns alles an und waren immer füreinander da. Wie kann es sein, dass jemand sich in so kurzer Zeit verändert, und das, obwohl ich ihm mit aller Kraft geholfen habe? Er bedankte sich auch sehr oft dafür,aber ganz plötzlich ist Funkstille. Es ist nicht so, dass der Alltag in den Wochen daraus bestand, ihn nur zu Terminen zu schleppen, die er ohne mich nicht gemacht wahrgenommen hätte, wir hatten immer noch viel Spaß miteinander.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ganz ehrlich? Bester Freund hin oder her, ich würde ihn vor die Tür setzen. Du hast ihm Hilfe angeboten, er scheint sie aber nicht haben zu wollen. Und ja, du hast durchaus das Recht, deine Hilfe an bestimmte Bedingungen zu knüpfen, wie z.B. dass er zuschaut, seine Finanzen in den Griff zu kriegen. Er kann ja bei seiner Freundin unterschlüpfen, dann können sie noch viel mehr miteinander abhängen 😀.

Er erinnert mich stark an einen Verwandten von mir. Der hat auch immer Geld geliehen, um es sofort wieder zu verplempern. Teilweise leihte er sich Geld "für Lebensmittel", weil der Beitrag zur Autoversicherung gar so plötzlich kam 🙄 und hinterher kam heraus, dass er mit irgendeinem Mädel davon in Urlaub gefahren ist. Oder man lieh im Geld, dass er Schulden bei der Bank tilgen kann und sah, dass man das Geld nicht nur nie wieder sah, sondern es anstelle der Schuldentilgung in eine neue Stereoanlage investiert wurde :mad:.

Geändert hatte er sich erst dann, als ihm niemand mehr half. Keiner ihm mehr einen Cent lieh oder ihm finanziell unter die Arme griff. Als das Konto leergepfändet war und er dank Schufa keinerlei Kredit mehr bekam, er also schon am Monatsanfang bei Verwandten betteln musste, wenigstens 2 Packungen Spaghetti (wenn schon kein Geld) zu bekommen, da ging er endlich zur Schuldenberatung, um in die Privatinsolvenz zu können.

Manchmal hilft man den Leuten mehr, indem man sie fallen lässt. Sollte sich daraufhin tatsächlich mal eine Einsicht bei ihm einstellen, kannst du dir immer noch überlegen, ob und falls ja, zu welchen Bedingungen, du zu Hilfe o.ä. bereit bist.
 
Ich denke mal dass seine Eltern ihn damals immer ordentlich mit Geld versorgt haben und er sich keine Sorgen darüber machen musste.

Ich habe damals von meinen Eltern 1€ die Woche bekommen, aber nur wenn ich in der Woche ordentlich gearbeitet habe und das ganze Haus am Wochenende geputzt habe.

Ich hatte ein einziges mal so ein Spielzeug-Pistolen-Set für etwa 8€ gekauft, habe dann gesehen wofür ich so viel Geld ausgegeben habe (quasi 2 Monatsgehälter) und habe daraus gelernt mir genau zu überlegen was ich mit dem Geld mache.

Seine Eltern werden Schuld daran haben dass er so geworden ist und die müssten es jetzt auch ausbaden und ihn nicht einfach raus schmeißen.

Du hingegen solltest ihn nicht mehr unterstützen, ihm sagen dass er jetzt wieder zu seinen Eltern zurück muss.
Durch deine Nettigkeit ist die Strategie der Eltern, dass er sich ändert und ihm seine Situation bewusst wird, gescheitert.
Ich würde meinen dass sie ihn im Sommer rausgeschmissen haben um ihn nicht so sehr der schlimmen Wirklichkeit auszusetzen.
Jetzt hast du seinen Lernprozess eben etwas verzögert und jetzt wird es draußen am Abend schon recht kalt.

Er hätte vielleicht nur einen einzigen Tag draußen sitzen sollen oder vielleicht auch nur die Nacht über bis er sich entschuldigt und ein Einsehen zeigt dass er sein Verhalten ändern muss.

Das ist für die Eltern jetzt natürlich viel schwerer als im Kindesalter, aber das haben die sich selbst durch zu viel Nettigkeit mit dem Kind eingebrockt, so verzieht man das Kind nur. Grenzen zeigen ist nichts böses, das ist sogar etwas (Lebens-)notwendiges.
 
Dass er nicht mit Geld umgehen kann, muss nicht an den Eltern liegen. Der von mir beschriebene Verwandte hat Geschwister, die nicht mehr oder weniger Taschengeld als er bekommen hatten. Und die können alle sparen, haben Rücklagen, bauen von diesen jetzt Häuser...
In seinem Fall war/ist das eher ein fehlendes Selbstwertbewusstsein, das er durch (übermäßigen) Konsum kompensieren wollte. Es ist irgendwo ja auch so, dass Versandhäuser und Elektronikmärkte etc. einem das Schulden machen recht einfach machen. Von daher würde ich mal den Eltern nicht die Schuld geben, die können nicht immer was dafür.

Ich denke aber ebenfalls, dass die Eltern mit dem Rauswurf ein Exempel statuieren wollten. Weniger, dass er auf der Straße sitzt (ich denke schon, dass die damit gerechnet haben, dass er bei Freunden unterschlüpft). Sondern dass er sieht, wie es ist, wenn man selber für seinen Unterhalt aufkommen muss.
Bzw. dass sie wohl auch schon unzählige Diskussionen mit ihm in puncto Geld hatten, auch mit der Drohung, ihn rauszuwerfen, sollte er sich nicht ändern. Der Filius hat diese Drohungen wohl nicht ernst genommen ("das würden die eh nie machen"), sodass den Eltern irgendwann nicht viel anderes übrig blieb, als ihre Drohungen wahr zu machen, um nicht unglaubwürdig zu werden.

Man weiß ja auch nicht, wie er Schulden gemacht hat. Möglicherweise war er ja dreist genug, nicht nur sich selbst zu verschulden, sondern schlicht die Kontonummer der Eltern anzugeben, um ihnen die Schulden aufzuhalsen. Wenn schimpfen und "du gehst gefälligst arbeiten und zahlst und das zurück" nicht helfen, bleibt den Eltern auch gar nichts anderes übrig, als zu drastischen Maßnahmen zu greifen.

Und wie atmega schon sagt, solange er einfach anderen auf der Tasche sitzen kann, hat er keinen Grund, sich zu ändern. Ist doch schön bequem so, wenn andere einem den Lebensunterhalt zahlen und man sich nicht mal einschränken braucht...
 
Seine Eltern haben ihn rausgeschmissen, gut so! Soll er selbst klarkommen, es wird höchste Zeit.
Sein Benehmen ist frech und anmaßend, er lässt andere skrupellos für sich die Kohlen aus dem Feuer holen.

Er ist außerdem alt genug, um die Verantwortung für seine Schulden selbst zu übernehmen. Das bricht ihm keinen Zacken aus der Krone.
Eltern erziehen so ein Verhalten in der Regel nicht an.
Selbst bei Geschwistern ist der eine so, der andere so. Das sehe ich bei meinen beiden Neffen, 16 und 14.
Der eine spart und ist strukturiert und verantwortungsvoll, der andere ist leichtfertig und verlässt sich lieber auf andere.

Es ist eine Charakterfrage, ob jemand die Schuld für sein Handeln bei anderen sucht oder bei sich selbst.

Schulden kommen oft durch Süchte oder durch Nachläsdigkeit,
Oft sind solche Leute zu tröge und gleichgültig, um den von ihnen geschaffenen Schaden wieder gutzumachen.
Dabei sollte man sie nicht unterstützen.
Offensichtlich hilft es ihm ja nicht, wenn ihr ihm Dinge abnehmt, Termine macht usw
Dadurch wird er nur immer passiver.

Sich verweigern funktioniert für ihn, ohne dass er Konsequenzen daraus fürchten muss.

Zieht euch raus.
Er soll sich Hilfe von professionellen Schuldnerberatern suchen.
 
Zuletzt bearbeitet:
So, ich melde mich mal zurück, da es Neuigkeiten gibt.
Gestern habe ich einfach mal seine Mutter besucht, um die andere Seite zu hören. Was ich dabei herausfand, hat mich extrem schockiert und enttäuscht. So wie es aussieht, hat er uns über die ganze Zeit angelogen. Er wurde gar nicht rausgeschmissen. Als die Eltern den Kontoauszug fanden, kam es zum Streit und infolgedessen, sagte er wohl, es sei besser, wenn er ausziehe. Außerdem fand ich heraus, dass er schon lange kein Taschengeld mehr erhält, weil er nicht mit Geld umgehen kann. Außerdem hat er wohl schon vor mehreren Jahren jemanden im Internet um 500€ betrogen. Das Geld gab er wohl auch für Glücksspiel im Internet aus. Da morgen wieder die Schule beginnt, und ich davon ausging, dass er in den nächsten Tagen wieder zu mir kommen wolle, da die Freundin relativ weit entfernt wohnt, sagte ich ihm, dass er heute kommen muss. Er sagte, dass es ok sei, aber ich wartete auf ihn vergeblich. Zwar hatte ich vor, ihn rauszuwerfen, und ihm zu sagen, dass er wieder zu seinen Eltern ziehen solle, aber davor wollte ich ihn zur Rede stellen.

Seine Mutter und ich glauben mittlerweile, dass er gar nicht vorhatte, für immer auszuziehen. Er wollte bloß die letzten 2 Wochen der Sommerferien ungehindert bei seiner Freundin sein, da er allerdings bei seinen Eltern nicht immer weg darf, da er zu Hause auch Pflichten erfüllen muss, zog er einfach für 2 Wochen zu mir, da er nicht damit rechnete, dass auch wir Anforderungen stellen.
 
na klasse, da hat er euch ja schön gegen einander ausgespielt. :-(
Traurig, er scheint da keine Skrupel zu kennen.
Schmeiß ihn auf jeden Fall raus, er muss den Mist, den er verbockt hat, allein ausräumen.
Wirklich schade, wenn man von Freunden so hintergangen wird.
Glücksspiel kann schnell zur Sucht werden und da sind Lügengeschichten an der Tagesordnung. Damit kenne ich mich aus, mein Ex war spielsüchtig und hat mir und allen anderen täglich neue Lügen erzählt, um immer wieder an Geld zu kommen.
Schlimm, sowas. :-(
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben