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Berufswechsel NFZ-Mechatroniker

l2511

Neues Mitglied
Hallo Zusammen,
Mein Freund ist derzeit sehr unzufrieden mit seinem Beruf als NFZ-Mechatroniker. Neben dem sozialem Miteinander in der Werkstatt gefällt ihm auch die Arbeit nicht mehr so, wie zu Beginn der Ausbildung (vor ca. 8 Jahren). Jetzt stellt sich die Frage ob es irgendwelche anderen Berufsfelder gibt. Gegebenenfalls außerhalb der Werkstatt und eventuell auch ohne Weiterbildung/ neuer Ausbildung. Hat jemand Erfahrungen in dem Bereich oder stand selbst schon einmal vor so einer Entscheidung?

Vielen Dank!
 
Zu der Fragestellung fallen mir spontan mehrere Möglichkeiten ein:

1. Neue Büro-Kaufmännische Ausbildung, speziell in einer Firma im Kfz Bereich-
dazu kann ggfls. BAB bei der Arbeitsagentur beantragt werden. Seine einschlägigen Vorkenntnisse sorgen hier auf jeden Fall für bessere Chancen gegenüber Mitbewerbern ohne solche berufsbezogene Kenntnisse.

2. Umstieg in den KFZ-Teile- oder Reifenhandel - ggfls. mit Anpassungsqualifizierungen auch von der Arbeitsagentur.

3. Bewerbung als Busfahrer bei den örtlichen Verkehrsbetrieben - hier werden technische Grundkenntnisse vorausgesetzt, die er als NFZ-Mechatroniker oder Mechaniker auf jeden Fall mitbringt. Eventuell auch hier eine Anpassungsqualifizierung durch die Arbeitsagentur für den Umgang mit Elektrofahrzeugen. Gerade in diesem Bereich werden aktuell sehr viele Fachleute gesucht.

Falls er irgendwelche gesundheitlichen Einschränkungen OHNE Auswirkungen auf seine Fahr-, Steuer- und Überwachungsfähigkeit einbringen kann, erhöht das die Chancen auf Umschulung oder Weiterbildung durch die BA sehr deutlich.

Mit seinem Anliegen kann er sich bei seiner zuständigen Arbeitsagentur "Arbeits- und Ratsuchend" melden und nach einen Beratungstermin bei einer für berufliche Entwicklung spezialisierten Arbeitsvermittlung fragen.

Was er vermeiden sollte, ist, zu kündigen, ohne eine Anschluss-Beschäftigung zu haben, da er sonst im Arbeitslosengeld eine Sperre bekommt.

Falls er vor der Ausbildung einen höheren Schulabschluss erreicht hat, wären hier auch noch ganz andere interessante Optionen möglich.

Ich wünsche gutes Gelingen und viel Erfolg 👍
 
Hallo 12511 😊,
dein Freund ist mit der Situation absolut nicht allein. Viele, die eine handwerkliche Ausbildung gemacht haben, merken nach ein paar Jahren, dass sich Interessen, Prioritäten oder auch das Arbeitsumfeld stark verändern.

Als NFZ-Mechatroniker bringt er bereits viele übertragbare Fähigkeiten mit, die auch außerhalb der Werkstatt gefragt sind, teils sogar ohne direkte Weiterbildung oder neue Ausbildung.
Ein paar mögliche Richtungen:

1. Technische Berufe außerhalb der klassischen Werkstatt
Serviceberater / technischer Sachbearbeiter (z. B. bei Herstellern, Fuhrparks, Leasingfirmen)
Technischer Außendienst (Einweisung, Wartung, Kundenbetreuung)
Qualitätssicherung / Fahrzeugprüfung (intern bei Firmen, Prüforganisationen)
Ersatzteilmanagement / technische Disposition

2. Industrie & Logistik
Instandhaltung in Industriebetrieben (oft strukturierter als Werkstattarbeit)
Fuhrparkmanagement bei größeren Unternehmen oder Kommunen
Produktionsbegleitende Tätigkeiten im Fahrzeug- oder Maschinenbau

3. Technisch-kaufmännische Schnittstellen
Vertrieb technischer Produkte
Arbeitsvorbereitung / Planung
Technischer Support (Telefon / Remote)

Gerade wenn das soziale Klima in der Werkstatt ein Hauptproblem ist, kann schon ein Wechsel des Umfelds (größerer Betrieb, Industrie, Büro-/Außendienstanteil) viel bewirken ohne gleich alles "neu lernen" zu müssen.
Was vielen geholfen hat:
Gespräche mit Leuten aus anderen Bereichen (LinkedIn, Bekannte, ehemalige Kollegen)
Stellenausschreibungen lesen, auch wenn nicht alles 100 % passt
Ehrlich klären: Ist es der Beruf an sich oder das aktuelle Umfeld?

Ein kompletter Neuanfang ist möglich, aber oft nicht sofort nötig.
Ein seitlicher Wechsel ist für viele der bessere erste Schritt.
 

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