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Berufseinstieg als Softwareentwickler nach Mathemaitk Master

lea2

Mitglied
Hallo liebe Community,

ich bin im Januar mit meinem Mathestudium fertig geworden und arbeite seit dem 1.März und zwar als Softwareentwickler in Java. Ich hab während meines Studiums fast nichts mit Informatik am Hut gehabt, hab mir zwar nebenbei die Grundlagen in Java beigebracht, aber damit komme ich nicht weit.

Ich komme jeden Tag an meine Grenzen, verstehe nur Bahnhof und es ist für mich total schwer reinzukommen, weil ich schon an den allereinfachsten Dingen scheitere. An sich hab ich eine gute Arbeitsumgebung, niemand setzt mich unter Druck, ich habe nette Kollegen, die ich fragen kann. Trotzdem habe ich das Gefühl kaum voran zu kommen, weil alles neu ist und ich mir oft Sachen, die mir andere erklären schwer merken kann, weil ich mich momentan schlecht konzentrieren kann.

Einerseits denke ich mir immer, dass ich das hinbekommen sollte, schließlich hab ich auch ein Mathestudium geschafft und kann mich daher mit abstrakten Dingen gut auseinander setzen und sollte mich auch in komplexe Sachverhalte leichter einarbeiten können. Aber anderseits sitz ich da und seh einfach keinen Erfolg und hab das Gefühl gar nicht voranzukommen. Ich hab das Gefühl an meine geistigen Grenzen zu kommen, weil es einfach so viel ist, das man beachten muss und wissen muss und es mich einfach überfordert.

Ich weiß grad einfach nicht, wie ich das gut hinbekommen soll und meine Situation zu verbessern. Ich versuche mich abends und am Wochenende noch ein bisschen damit zu beschäftigen, um besser reinzukommen, aber auch das hat mich bisher nicht viel weitergebracht.

In meinem Projekt wissen meine Kollgegen auch oft nicht, wie sie mich sinnvoll einsetzen können, da ich so wenige Vorkenntnisse habe. Oft schaue ich jemanden zu, der mir erklärt, was er gerade macht. Das kann ich dann größtenteils nachvollziehen, aber wenn ich das ganze selber versuche komme ich auf nichts und muss dauernd bei den allereinfachsten Sachen nachfragen und das frustriert mich, weil ich davor eigentlich gedacht habe, dass ich es verstanden habe.

An sich finde ich Programmieren total fasznierend. Es steckt oft so viel Kreatitivät drin und was ich alles mitbekomme finde ich echt spannend. Aber manchmal weiß ich nicht, ob ich das überhaupt kann oder ob das nicht zu hoch für mich ist.

Danke fürs lesen 🙂.
 
Ich finde Programmieren auch total spannend, aber es liegt mir kein bisschen. Wenn du es lernen willst, dann klemm dich dahinter, mach vielleicht ein zweites Studium, wenn es dir zu viel wird, dann such dir einen anderen Job. Jedenfalls solltest du dich nicht mit etwas quälen, mit dem du nicht weiter kommst.
 
Wie kommt man als Mathematiker dazu, sich als Softwareentwickler zu verdingen? Verstehe ich nicht?
 
Wie kommt man als Mathematiker dazu, sich als Softwareentwickler zu verdingen? Verstehe ich nicht?

Mit genug Weiterbildung ist das sogar eine sehr gute Idee - es gibt in der Informatik sehr viel mathematische Grundlagen - und speziell Kryptografie auf dem Computer wäre ohne Mathematik so nicht möglich heute.

Was dich angeht TE:
Steck den Kopf nicht in den Sand ;-) Du musst bei allem was du jetzt siehst im Hinterkopf behalten, dass viele Softwareentwickler seit dem Jugendalter sich mit sowas rumschlagen. Jeder einzelne davon sicher hunderte echt miese Programme gebaut sich, sich tausende Artikel und Techniken angelesen und ausgetestet hat. Immer gerne geschaut hat, wie andere arbeiten.
Natürlich kannst du am Anfang keinen Durchblick haben - und unter Garantie wird das auch noch ein bisschen dauern - aber im Grunde genommen ist Programmieren die Kunst ein Problem zu lösen. Und ich bin sicher, dass du das hin bekommst 😉 Du musst nur auch versuchen selbst mal in diese Kreativität einzusteigen - denn verstehen tust du es ja offensichtlich.

LG
 
Hallo lea,

cool jemand aus der Branche, ick freu mir 🙂. Deine erste Pflicht: entspannen und gleich nochmal ... entspannen. Programmieren hat wenig mit der Sprache (Java, PHP, C, .. ) zu tun. Ich sehe es eher als eine Philosophie die sich stetig an der Praxis reibt. Ein guter Programmierer zu werden braucht Zeit!

Woher ich das so genau wissen will? Naja, ich bin jetzt 8 Jahre dabei und mich gruselt es, wenn ich an meinen ersten laufenden Code zurück denke. Selbst Anwendungen die heute laufen, haben ihre Unschönheiten. Es gibt immer etwas zu verbessern 🙂. Das ist im Handwerk so üblich.

Du bist Mathematikerin, strukturiertes Denken bringst Du also mit. Softwareentwicklung interessiert Dich. Das ist deine Wegzehrung. Was Dir vielleicht fehlt sind eher grundlegende Fähigkeiten um in dieser noch neuen Umgebung gut klar zu kommen. Wenn man in der Wildnis ist, sollte man ein Gefühl dafür entwickeln, woher man Wasser bekommt, wie man Feuer macht, einen Kompass liest, sich nach der Sonne orientieren kann ... .

Software hat für mich viel mehr mit der Pflege eines Gartens zu tun, als mit der Konstruktion eines Bauwerkes. Wenn man in einem Garten ein Beet umgraben muss, dann tut man es, man achtet auf die Wegsteine, eventuell auch auf größere Pflanzen. Wenn man hingegen bei einem Bauwerk den Keller einreißen muss, steht man vor einem mächtigen Dilemma. Deswegen mag ich es, wenn Software sich eher wie ein Garten verhält. Hier einen Baum beschneiden, dort ein Beet erweitern ... .

Dir würde ich das Buch "Der Pragmatische Programmierer" empfehlen. Der Inhalt ist zum Beispiel: "Der Hund hat meinen Quelltext gefressen" und "Gut ist gut genug". Letzteres kann ich nur unterstreichen, ich muss mich immer mal wieder und wieder neu daran erinnern. Der Code ist der Diener deines Verstehens, deiner Philosophie. Zum Beispiel der Philosophie "Keep it simple and stupid" = KISS 😉.

zum Buch:
Der Pragmatische Programmierer: Amazon.de: David Thomas, Andrew Hunt, Andreas Braig, Steffen Gemkow: Bücher

Anfangen, dran bleiben, ein Jahr mindestens Zeit mitbringen und in 3 Jahren lernst Du wieder etwas Neues dazu und schaust kritisch auf deine bisherige Arbeit zurück. Du wirst Schönes finden und Unebenheiten. Gehört alles dazu.
 
Hallo Lea,

ich nehme an, dass die Probezeit noch läuft?

Wenn Du die überstehen willst, dann wäre es wohl sinnvoll, wenn Du nicht nur passiv zusiehst, sondern versuchst, Dich nützlich zu machen. Vielleicht fällt Dir ja doch noch irgendein Mangel in diesem Betrieb ein, für den Du die richtige Frau wärst.

Was Du unter Java-Grundlagenwissen verstehst, kann ich nicht beurteilen. Ich denke mal, dass Du mit dem Wissen eines ca. 400-seitigen Anfängerbuchs schon weit kommen müßtest, wenn Du das beherrschst. Also zB eine Arraylist einer selbst definierten Klasse anlegen. Die Enterprise-Edition ist dann wohl schon etwas umfangreicher. Auch wird nicht jeder Anfänger gleich auch mit FX klar kommen und wird eher das ältere Swing benutzen.

Ich frage mich auch, ob Dein Arbeitgeber bei der Einstellung genau genug Deine Kenntnisse überprüft hat. Mathematiker macht natürlich schon Eindruck. Aber "Selbststudium von Java" als Mathematiker würde mich noch nicht überzeugen. Nach meiner Erfahrung überschätzen sich hier viele auch.

Eine andere Frage ist noch, ob die Informatik wirklich das Richtige für Dich ist. Bist Du dafür motiviert? Wieviele Stunden hast Du Dich eigentlich schon mit der Java-Programmierung vor Deinem Job befaßt?

Dir wird jetzt nicht viel mehr übrig bleiben als einfach abzuwarten (und zu schauen, wo Du im Rahmen dieses Unternehmens vielleicht doch eine Nische findest).

Wenn es schief gehen sollte, so hätte das vielleicht auch etwas Gutes. Du könntest Dir klar werden, ob das wirklich Dein Weg ist etc.

Ich wünsche Dir jedenfalls, dass Du in dieser schwierigen Situation einigermaßen klar kommst. Lernen kannst Du bestimmt aus dieser Situation - egal, was dabei heraus kommt.
 
Hallo Lea,

jetzt wirf mal nicht gleich die Flinte ins Korn, wie heißt es unschön: Aller Anfang ist schwer. Nach so einer kurzen Zeit ist es wenig überraschend, dass du so wenig kannst und dementsprechend wenig eingesetzt wirst. Das Wichtigste beim Programmieren ist logisches Denken, alles andere ergibt sich dann schon. Beurteile dich selbst; hast du das?

Die zweite wichtige Eigenschaft hast du und die nennt sich Leidenschaft. D.h. jetzt fehlt es dir nur an Zeit und Geduld. Also setze dich nicht so unter Druck (das machen die anderen dann irgendwann eh) und üben, üben, üben. Vielleicht schriebst du dir einfach mal kleine Programme z.B. Stoppuhr, Wurzelberechnung oder irgendwas auf das du Lust hast. Gut finde ich auch zahlreiche Lehrvideos auf Youtube. Oder du lädst dir ein paar kleinere Sourcecodes von sourceforge.net oder github.com runter und versuchst zu verstehen, wie die Dinger funktionieren.

Viel Spass
 
Es gibt nur zwei Möglichkeiten für dich:

Entweder du opferst deine Freizeit und lernst Java (es gibt genug Tutorials auf Youtube oder wo anders) oder du suchst dir einen anderen Job.

Ich habe nichts gegen dich persönlich lieber TE aber an deinem Thread sieht man wiedermal deutlich, dass den Arbeitgebern von heute nur noch der Abschluss wichtig ist aber nicht das Können selber. Ich meine wie dumm kann man als Arbeitgeber bitte sein einen Mathematiker einzustellen nur weil dieser einen Master hat ohne Nachweis für die Javaprogrammierfähigkeit. Andere die vielleicht nur eine Ausbildung als Informatiker haben oder Hobbyprogrammierer sind dafür aber Java perfekt beherrschen schauen in die Röhre. Naja zum glück hängen von Java keine Menschenleben ab und du kannst froh sein wenn deine Kollegen deine Noobkenntnisse in Java nicht dem Chef verpetzen^^.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo liebe Community,

ich bin im Januar mit meinem Mathestudium fertig geworden und arbeite seit dem 1.März und zwar als Softwareentwickler in Java. Ich hab während meines Studiums fast nichts mit Informatik am Hut gehabt, hab mir zwar nebenbei die Grundlagen in Java beigebracht, aber damit komme ich nicht weit.

Ich komme jeden Tag an meine Grenzen, verstehe nur Bahnhof und es ist für mich total schwer reinzukommen, weil ich schon an den allereinfachsten Dingen scheitere. An sich hab ich eine gute Arbeitsumgebung, niemand setzt mich unter Druck, ich habe nette Kollegen, die ich fragen kann. Trotzdem habe ich das Gefühl kaum voran zu kommen, weil alles neu ist und ich mir oft Sachen, die mir andere erklären schwer merken kann, weil ich mich momentan schlecht konzentrieren kann.

Einerseits denke ich mir immer, dass ich das hinbekommen sollte, schließlich hab ich auch ein Mathestudium geschafft und kann mich daher mit abstrakten Dingen gut auseinander setzen und sollte mich auch in komplexe Sachverhalte leichter einarbeiten können. Aber anderseits sitz ich da und seh einfach keinen Erfolg und hab das Gefühl gar nicht voranzukommen. Ich hab das Gefühl an meine geistigen Grenzen zu kommen, weil es einfach so viel ist, das man beachten muss und wissen muss und es mich einfach überfordert.

Ich weiß grad einfach nicht, wie ich das gut hinbekommen soll und meine Situation zu verbessern. Ich versuche mich abends und am Wochenende noch ein bisschen damit zu beschäftigen, um besser reinzukommen, aber auch das hat mich bisher nicht viel weitergebracht.

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Danke fürs lesen 🙂.

Wenn du fuhlst, dass [...] dich entspannt und dort wirklich vieles zu entdecken ist, dann glaube ich, dass du in so ein Bereich arbeiten sollst. Man muss beim Arbeitsplatz mit Freude gehen 🙂
 

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