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Gast
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Guten Morgen!
Kurz vorweg: Ich wollte mich für ein Thema nicht extra registrieren, hoffe ihr nehmt das nicht ganz so kritisch.
Ich habe momentan ein ziemlich großes Problem in meinen Leben und brauche mal die Meinung von außenstehenden, da ich sonst immer nur dasselbe zu hören bekomme.
Ich werde jetzt 23 Jahre alt und bin momentan mehr oder weniger arbeitslos. Zur Zeit habe ich einen 450€ Aushilfsjob um meinen Lebenslauf zu füllen und nicht arbeitslos eintragen zu müssen. Um das ganze besser zu verstehen erklär ich euch kurz meine Vorgeschichte.
Ich habe damals die Schule nicht wirklich ernst genommen. Ich verbrachte die Zeit lieber damit mit Freunden zu zocken und Spaß zu haben. Dennoch habe ich es geschafft die Hauptschule nach der 10. Klasse mit dem Realschulabschluss zu verlassen.
Zu dem Zeitpunkt war ich 16 Jahre alt. Ich hatte mir damals auch keine genaue Vorstellung gemacht was ich mal beruflich machen möchte. Sicher war nur das ich am PC arbeiten möchte, da ich sowieso den ganzen Tag davor saß und mir das Spaß gemacht hat, also Bürojob. Ich weiß nicht mehr warum, aber nach der Schule hatte ich den Wunsch Maler und Lackierer zur lernen und fand ich direkt nach den Sommerferien einen Ausbildungsplatz in einer kleinen Malerfirma. Ich war allerdings nicht sonderlich gut in diesem Job. Handwerklich bin ich nicht begabt und das "schnelle" arbeiten liegt mir nicht. Trotzdem machte es mir Spaß und ich wusste sowieso nicht was ich anderes machen sollte.
Die Firma ging dann nach einen Jahr pleite und ich musste mir eine neue Firma suchen, in der ich meine Ausbildung fortsetzen konnte. Ich fand auch relativ schnell etwas und ging weiter arbeiten. Im Gegensatz zur alten Firma war dies die größte Malerfirma der Stadt. Dort wurde viel mit Wärmedämmung und Fassaden gearbeitet, worin ich noch absolut keine Erfahrung drin gesammelt habe. Ich war noch schlechter als vorher und wurde von den Kollegen regelrecht fertig gemacht. Da ich damals noch ziemlich schüchtern war, hab ich mein Mund nicht aufgemacht und mir alles gefallen lassen. Irgendwann hab ich mich täglich gequält zur Arbeit zu gehen und die Sache dann letztendlich abgebrochen. Ich konnte nicht mehr.
Meine Eltern waren stinksauer, haben es dann aber irgendwann auch verstanden. Ich fing also wieder bei Null an. Zu dem Zeitpunkt war ich dann 18 Jahre alt. Ich wollte dann eine neue Ausbildung zum Bürokaufmann machen, um meinen ursprünglichen Wunsch wieder nachzugehen. Durch meine eigene Blödheit fing ich dann allerdings eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel an. Ein schwerwiegender Fehler!
Ich absolvierte erst ein 6 Monatiges Praktikum und bekam dann den Ausbildungsplatz. Anfangs machte mir das ganze auch sehr viel Spaß. Die Kollegen waren alle sehr freundlich, die Vergütung war gut und die Arbeit lag mir sehr. Ich war in meiner Ausbildung sehr gut! Ich lernte schnell und die Kollegen schätzten mich. Irgendwann wurde es allerdings sehr stumpf. Ich wurde nicht mehr wirklich gefördert und die Arbeit war jeden Tag dasselbe. Es gab schlichtweg keine Abwechslung mehr, da ich einfach alles konnte. Meine Leistung nahm immer weiter ab, war aber was den Verkauf anging weiterhin sehr gut! Die Beratung direkt am Kunden hat mir weiterhin Spaß gemacht, der Rest war pure langeweile. Regale aufräumen/auffüllen, den Laden ordentlich halten. Das war im Grunde genommen schon fast alles. Die wirklich wichtigen Aufgaben übernahm der Filialleiter oder unsere Handelsfachwirte die auch in der Ausbildung waren. Mehrere Gespräche mit dem Filialleiter halfen da leider auch nicht. Es wurde viel versprochen aber nichts gehalten! Am meisten kotzte mich allerdings die Arbeitszeit an. Frühschicht ging von 09🤐5 - 18:30, spätschicht von 11:30 - 20:00. Ich hatte ein Samstag im Monat frei, den ich aber auch nicht immer bekommen habe. Während meine Freunde frei hatten war ich arbeiten. Ich hatte gar keine Freizeit mehr und erlebte auch rein gar nichts mehr. Ich dachte ich gewöhn mich daran, aber es war nicht so. Zumal der Lohn nach der Ausbildung echt ein Witz ist! Viele Stunden für ein Hungerlohn.
Während der Ausbildung lernte ich meine derzeitige Freundin kennen. Wir sind mittlerweile über 1 Jahr zusammen und ich liebe sie von ganzen Herzen! Ich hätte nie gedacht mal so eine tolle Person kennenzulernen und bin immernoch sehr glücklich mit ihr. Damit kommen wir auch eigentlich schon zum Punkt!
Sie macht ein duales Studium und hat einen Job den ich schon immer haben wollte. Ihre Arbeit ist sehr abwechslungsreich und interessiert mich sehr. Die Firma ist weltbekannt und erfolgreich. Sie hat natürlich auch hart dafür gearbeitet. Gutes Abitur, dazu noch Nebenjobs und Auslandserfahrung da sie erst seit ein paar Jahren nach Deutschland gezogen ist. Sie hat geregelte Arbeitszeiten, am Wochenende frei und eben die vielfältigen Aufgaben und eine vorbildliche Ausbildung.
Mit 20 ist sie fertig mit Ausbildung und Studium, bekommt direkt ne gute Stelle und ein verdammt gutes Gehalt. Natürlich bin ich neidisch darauf - wer wäre das nicht? Jedenfalls brachte mich das zum umdenken und zu dem Punkt an dem ich jetzt stehe.
Ich habe meine Ausbildung dieses Jahr abgeschlossen. Zwar schlecht in der Schule (Lustlosigkeit) aber dafür mit einem vernünftigen Arbeitszeugnis. Ich hätte übernommen werden können, allerdings in einer anderen Stadt (30km entfernt) und nur Teilzeit (1200€ Brutto). Hätte für mich zum Leben nicht gereicht und ich wollte in dem Beruf eigentlich sowieso nicht weiter arbeiten.
Ich hab mit ihr sehr viel über dieses Thema gesprochen. Sie hat stets ein offenes Ohr für mich und kann meine Situation auch nachvollziehen.
Da ich mich nach meiner Ausbildung dazu entschieden hatte mein Fachabitur nachzuholen, um hinterher auch studieren gehen zu können, musste ich mit meinen Eltern einen halben Krieg führen. Seitdem ist der Familienfrieden total im A****. Ich sollte nach ihrer Meinung einfach arbeiten gehen und ausziehen, egal ob ich glücklich bin oder nicht.
Letztendlich bekam ich dann doch noch ihre Zustimmung - die letzte Chance! Meine Eltern machten mir unweigerlich klar das sie mich in keinster Weise unterstützen werden und ich keinen Cent von denen zu Gesicht bekomme. Ich dachte das ich mich mit Schüler-BaFög und Nebenjob ganz gut über Wasser halten konnte, dem war aber nicht so. Mein Vater verdient jährlich ganz ordentlich was natürlich angerechnet wird und mir letztendlich nur 54€ BaFög im Monat einbrachte.
Meine Eltern wussten das ich nie besonders gut in der Schule war und lernen für mich ein Fremdwort war. Ich besuchte die 12. Klasse der Fachoberschule Technik. Ich dachte das ein Jahr Fachabi schon schaffbar wäre, selbst im Fachfremden Bereich (Wirtschaft war voll, deswegen habe ich Technik gewählt, obwohl ich von Technik echt keine Ahnung habe). Ich war in den Hauptfächer auch sehr gut, nur in den Technikfächern bin ich total abgesackt. Letztendlich schmiss ich die Schule nach 2 Monaten und ich stehe an dem Punkt an dem ich jetzt bin.
Ich habe jetzt ein Paar Bewerbungen in den Einzelhandel geschickt und auch prompt zusage zu einem Bewerbungsgespräch bekommen. Das ganze ist nächste Woche und ich bin auch zuversichtlich das ich den Job bekommen werde, da das Telefoninterview schon sehr positiv verlaufen ist.
Das Problem ist das ich den Job eigentlich gar nicht machen will. Es endet genauso wie in meiner Ausbildung. Zuviel Stunden für zuwenig Geld. Dazu die stumpfe Arbeit die jeden Tag gleich ist und mich total unterfordert.
Wenn ich den Job bekommen werde haben mir meine Eltern schon klar gemacht das ich ich bis Juni ausgezogen sein MUSS! Es wird monatlich allerdings nur für eine ein Zimmer Wohnung reichen, da ich nicht nur nur allein für die Wohnung arbeiten möchte, sondern mir auch mal was "gönnen" möchte. An ein Auto ist sowieso nicht zu denken.
Eigentlich wollte ich nächstes Jahr zurück auf die Wirtschaftsschule um mein Fachabitur zu machen, diesmal im richtigen Bereich den ich gelernt habe und mich auch interessiert. Danach dann halt ein Studium dranhängen. Wird allerdings dann mit einer eigenen Wohnung nicht finanzierbar sein, da ich wohl auch diesmal nicht mit genug BaFög rechnen kann. Selbst mit einer WG wirds wohl nicht schaffbar sein, da ich mit keiner finanzieller Unterstützung meiner Eltern rechnen kann und den letzten Rest Familienfrieden zerstören würde.
Meinen Eltern ist es egal ob ich unglücklich bin. Ich soll einfach arbeiten gehn und fertig. "So ist das Leben. Du hast das gelernt, also hast du jetzt Pech gehabt!" Sie sind nicht daran interessiert das ich mich weiterbilden möchte.
Ich könnte zwar neben dem Beruf meinen Handelsfachwirt machen, allerdings will ich komplett raus aus dem Handel. Das ganze geht auch immerhin 1,5 - 2 Jahre und danach müsste ich den Betriebswirt dranhängen um wirklich etwas "handfestes" zu haben. Solange halte ich es in dem Beruf allerdings nicht wirklich aus. Ich bin jetzt schon komplett unglücklich und finde keinen wirklichen Spaß mehr im Leben. Das ich den Job erstmal annehme steht außer Frage, schließlich brauch ich das Geld um hier raus zu kommen.
Alle meine Freunde sitzen fest im Sattel und sind glücklich mit ihrem Leben, meine Freundin ist auch erfolgreich und ich steh daneben und fühl mich wie der letzte Idiot.
Ich weiß momentan gar nicht mehr was ich machen soll. Ich werd den Job nehmen, und dann ? Ich hab schon wieder Angst noch unglücklicher zu werden als ich es eh schon bin.
Dazu muss ich sagen das meine Freundin bei jedem Schritt hinter mir steht und mich immer unterstützt. Ohne sie wüsste ich gar nicht mehr weiter.
Könnt ihr mir dazu noch etwas sagen? Versteht mich überhaupt jemand oder seht ihr das genauso wie meine Eltern?
Gebt mir mal eine paar Meinungen. Falls ihr fragen habt gebe ich gerne Antwort.
Liebe Grüße
Kurz vorweg: Ich wollte mich für ein Thema nicht extra registrieren, hoffe ihr nehmt das nicht ganz so kritisch.
Ich habe momentan ein ziemlich großes Problem in meinen Leben und brauche mal die Meinung von außenstehenden, da ich sonst immer nur dasselbe zu hören bekomme.
Ich werde jetzt 23 Jahre alt und bin momentan mehr oder weniger arbeitslos. Zur Zeit habe ich einen 450€ Aushilfsjob um meinen Lebenslauf zu füllen und nicht arbeitslos eintragen zu müssen. Um das ganze besser zu verstehen erklär ich euch kurz meine Vorgeschichte.
Ich habe damals die Schule nicht wirklich ernst genommen. Ich verbrachte die Zeit lieber damit mit Freunden zu zocken und Spaß zu haben. Dennoch habe ich es geschafft die Hauptschule nach der 10. Klasse mit dem Realschulabschluss zu verlassen.
Zu dem Zeitpunkt war ich 16 Jahre alt. Ich hatte mir damals auch keine genaue Vorstellung gemacht was ich mal beruflich machen möchte. Sicher war nur das ich am PC arbeiten möchte, da ich sowieso den ganzen Tag davor saß und mir das Spaß gemacht hat, also Bürojob. Ich weiß nicht mehr warum, aber nach der Schule hatte ich den Wunsch Maler und Lackierer zur lernen und fand ich direkt nach den Sommerferien einen Ausbildungsplatz in einer kleinen Malerfirma. Ich war allerdings nicht sonderlich gut in diesem Job. Handwerklich bin ich nicht begabt und das "schnelle" arbeiten liegt mir nicht. Trotzdem machte es mir Spaß und ich wusste sowieso nicht was ich anderes machen sollte.
Die Firma ging dann nach einen Jahr pleite und ich musste mir eine neue Firma suchen, in der ich meine Ausbildung fortsetzen konnte. Ich fand auch relativ schnell etwas und ging weiter arbeiten. Im Gegensatz zur alten Firma war dies die größte Malerfirma der Stadt. Dort wurde viel mit Wärmedämmung und Fassaden gearbeitet, worin ich noch absolut keine Erfahrung drin gesammelt habe. Ich war noch schlechter als vorher und wurde von den Kollegen regelrecht fertig gemacht. Da ich damals noch ziemlich schüchtern war, hab ich mein Mund nicht aufgemacht und mir alles gefallen lassen. Irgendwann hab ich mich täglich gequält zur Arbeit zu gehen und die Sache dann letztendlich abgebrochen. Ich konnte nicht mehr.
Meine Eltern waren stinksauer, haben es dann aber irgendwann auch verstanden. Ich fing also wieder bei Null an. Zu dem Zeitpunkt war ich dann 18 Jahre alt. Ich wollte dann eine neue Ausbildung zum Bürokaufmann machen, um meinen ursprünglichen Wunsch wieder nachzugehen. Durch meine eigene Blödheit fing ich dann allerdings eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel an. Ein schwerwiegender Fehler!
Ich absolvierte erst ein 6 Monatiges Praktikum und bekam dann den Ausbildungsplatz. Anfangs machte mir das ganze auch sehr viel Spaß. Die Kollegen waren alle sehr freundlich, die Vergütung war gut und die Arbeit lag mir sehr. Ich war in meiner Ausbildung sehr gut! Ich lernte schnell und die Kollegen schätzten mich. Irgendwann wurde es allerdings sehr stumpf. Ich wurde nicht mehr wirklich gefördert und die Arbeit war jeden Tag dasselbe. Es gab schlichtweg keine Abwechslung mehr, da ich einfach alles konnte. Meine Leistung nahm immer weiter ab, war aber was den Verkauf anging weiterhin sehr gut! Die Beratung direkt am Kunden hat mir weiterhin Spaß gemacht, der Rest war pure langeweile. Regale aufräumen/auffüllen, den Laden ordentlich halten. Das war im Grunde genommen schon fast alles. Die wirklich wichtigen Aufgaben übernahm der Filialleiter oder unsere Handelsfachwirte die auch in der Ausbildung waren. Mehrere Gespräche mit dem Filialleiter halfen da leider auch nicht. Es wurde viel versprochen aber nichts gehalten! Am meisten kotzte mich allerdings die Arbeitszeit an. Frühschicht ging von 09🤐5 - 18:30, spätschicht von 11:30 - 20:00. Ich hatte ein Samstag im Monat frei, den ich aber auch nicht immer bekommen habe. Während meine Freunde frei hatten war ich arbeiten. Ich hatte gar keine Freizeit mehr und erlebte auch rein gar nichts mehr. Ich dachte ich gewöhn mich daran, aber es war nicht so. Zumal der Lohn nach der Ausbildung echt ein Witz ist! Viele Stunden für ein Hungerlohn.
Während der Ausbildung lernte ich meine derzeitige Freundin kennen. Wir sind mittlerweile über 1 Jahr zusammen und ich liebe sie von ganzen Herzen! Ich hätte nie gedacht mal so eine tolle Person kennenzulernen und bin immernoch sehr glücklich mit ihr. Damit kommen wir auch eigentlich schon zum Punkt!
Sie macht ein duales Studium und hat einen Job den ich schon immer haben wollte. Ihre Arbeit ist sehr abwechslungsreich und interessiert mich sehr. Die Firma ist weltbekannt und erfolgreich. Sie hat natürlich auch hart dafür gearbeitet. Gutes Abitur, dazu noch Nebenjobs und Auslandserfahrung da sie erst seit ein paar Jahren nach Deutschland gezogen ist. Sie hat geregelte Arbeitszeiten, am Wochenende frei und eben die vielfältigen Aufgaben und eine vorbildliche Ausbildung.
Mit 20 ist sie fertig mit Ausbildung und Studium, bekommt direkt ne gute Stelle und ein verdammt gutes Gehalt. Natürlich bin ich neidisch darauf - wer wäre das nicht? Jedenfalls brachte mich das zum umdenken und zu dem Punkt an dem ich jetzt stehe.
Ich habe meine Ausbildung dieses Jahr abgeschlossen. Zwar schlecht in der Schule (Lustlosigkeit) aber dafür mit einem vernünftigen Arbeitszeugnis. Ich hätte übernommen werden können, allerdings in einer anderen Stadt (30km entfernt) und nur Teilzeit (1200€ Brutto). Hätte für mich zum Leben nicht gereicht und ich wollte in dem Beruf eigentlich sowieso nicht weiter arbeiten.
Ich hab mit ihr sehr viel über dieses Thema gesprochen. Sie hat stets ein offenes Ohr für mich und kann meine Situation auch nachvollziehen.
Da ich mich nach meiner Ausbildung dazu entschieden hatte mein Fachabitur nachzuholen, um hinterher auch studieren gehen zu können, musste ich mit meinen Eltern einen halben Krieg führen. Seitdem ist der Familienfrieden total im A****. Ich sollte nach ihrer Meinung einfach arbeiten gehen und ausziehen, egal ob ich glücklich bin oder nicht.
Letztendlich bekam ich dann doch noch ihre Zustimmung - die letzte Chance! Meine Eltern machten mir unweigerlich klar das sie mich in keinster Weise unterstützen werden und ich keinen Cent von denen zu Gesicht bekomme. Ich dachte das ich mich mit Schüler-BaFög und Nebenjob ganz gut über Wasser halten konnte, dem war aber nicht so. Mein Vater verdient jährlich ganz ordentlich was natürlich angerechnet wird und mir letztendlich nur 54€ BaFög im Monat einbrachte.
Meine Eltern wussten das ich nie besonders gut in der Schule war und lernen für mich ein Fremdwort war. Ich besuchte die 12. Klasse der Fachoberschule Technik. Ich dachte das ein Jahr Fachabi schon schaffbar wäre, selbst im Fachfremden Bereich (Wirtschaft war voll, deswegen habe ich Technik gewählt, obwohl ich von Technik echt keine Ahnung habe). Ich war in den Hauptfächer auch sehr gut, nur in den Technikfächern bin ich total abgesackt. Letztendlich schmiss ich die Schule nach 2 Monaten und ich stehe an dem Punkt an dem ich jetzt bin.
Ich habe jetzt ein Paar Bewerbungen in den Einzelhandel geschickt und auch prompt zusage zu einem Bewerbungsgespräch bekommen. Das ganze ist nächste Woche und ich bin auch zuversichtlich das ich den Job bekommen werde, da das Telefoninterview schon sehr positiv verlaufen ist.
Das Problem ist das ich den Job eigentlich gar nicht machen will. Es endet genauso wie in meiner Ausbildung. Zuviel Stunden für zuwenig Geld. Dazu die stumpfe Arbeit die jeden Tag gleich ist und mich total unterfordert.
Wenn ich den Job bekommen werde haben mir meine Eltern schon klar gemacht das ich ich bis Juni ausgezogen sein MUSS! Es wird monatlich allerdings nur für eine ein Zimmer Wohnung reichen, da ich nicht nur nur allein für die Wohnung arbeiten möchte, sondern mir auch mal was "gönnen" möchte. An ein Auto ist sowieso nicht zu denken.
Eigentlich wollte ich nächstes Jahr zurück auf die Wirtschaftsschule um mein Fachabitur zu machen, diesmal im richtigen Bereich den ich gelernt habe und mich auch interessiert. Danach dann halt ein Studium dranhängen. Wird allerdings dann mit einer eigenen Wohnung nicht finanzierbar sein, da ich wohl auch diesmal nicht mit genug BaFög rechnen kann. Selbst mit einer WG wirds wohl nicht schaffbar sein, da ich mit keiner finanzieller Unterstützung meiner Eltern rechnen kann und den letzten Rest Familienfrieden zerstören würde.
Meinen Eltern ist es egal ob ich unglücklich bin. Ich soll einfach arbeiten gehn und fertig. "So ist das Leben. Du hast das gelernt, also hast du jetzt Pech gehabt!" Sie sind nicht daran interessiert das ich mich weiterbilden möchte.
Ich könnte zwar neben dem Beruf meinen Handelsfachwirt machen, allerdings will ich komplett raus aus dem Handel. Das ganze geht auch immerhin 1,5 - 2 Jahre und danach müsste ich den Betriebswirt dranhängen um wirklich etwas "handfestes" zu haben. Solange halte ich es in dem Beruf allerdings nicht wirklich aus. Ich bin jetzt schon komplett unglücklich und finde keinen wirklichen Spaß mehr im Leben. Das ich den Job erstmal annehme steht außer Frage, schließlich brauch ich das Geld um hier raus zu kommen.
Alle meine Freunde sitzen fest im Sattel und sind glücklich mit ihrem Leben, meine Freundin ist auch erfolgreich und ich steh daneben und fühl mich wie der letzte Idiot.
Ich weiß momentan gar nicht mehr was ich machen soll. Ich werd den Job nehmen, und dann ? Ich hab schon wieder Angst noch unglücklicher zu werden als ich es eh schon bin.
Dazu muss ich sagen das meine Freundin bei jedem Schritt hinter mir steht und mich immer unterstützt. Ohne sie wüsste ich gar nicht mehr weiter.
Könnt ihr mir dazu noch etwas sagen? Versteht mich überhaupt jemand oder seht ihr das genauso wie meine Eltern?
Gebt mir mal eine paar Meinungen. Falls ihr fragen habt gebe ich gerne Antwort.
Liebe Grüße