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Bekannter nach kurzem Krebskampf verstorben

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 119482
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G

Gelöscht 119482

Gast
Hallo zusammen,

heute bin ich sehr traurig, ein bekannter, kein Mensch mit dem ich jeden Tag Kontakt hatte ist heute morgens um 09:00 Uhr nach kurzem Kampf von Diagnose bis Tod (ca. 2 Monate) an Bauchspeicheldrüsenkrebs verstorben.

Ich werde aber Definitiv auf die Beerdigung gehen, da ich die paar male wo wir zusammen waren eine gute Zeit hatten.
Er war ein guter Familienfreund.

Mit meinen 38 Jahren wird mir immer wieder klar wie der Krebs durch unsere Gesellschaft wütet. Eine Auflistung der mir lieben Menschen die ich in den letzten Jahren an Krebs verloren habe:

1) Meine Mutter mit 65 an Krebs in 2017
2) Mein Onkel mit 67 an Krebs in 2016
3) Meine Tante mit 52 an Krebs in 2010
4) usw.....

Krebs die Volskrankheit Nr. 1.

Mit 38 wird mir immer klarer wie Fragil das Leben doch ist.

Bin echt Down. Aber ich muss ja weiter Arbeiten heute.

Wir haken das schnell ab in unserer Gesellschaft. Tot, Beerdigung und es geht weiter......das Hamsterrad.

Danke für aufmunternde Worte.
 
Hallo.

Bei uns ist Krebs auch ein großes Thema in der Familie leider.

Wie kommst du darauf, dass wir Gestorbene "einfach abhaken"?

Auch bei deinem verstorbenen Bekannten werden die engen Angehörigen noch lange Zeit trauern.

Aber das macht man für sich und das bekommt natürlich keiner groß mit. Was ich auch gut finde.

Um jeden Menschen, der stirbt, kann man natürlich nicht trauern. Du hast sicher um deine lieben Verstorbenen anders getrauert als um deinen Bekannten.

Aber ich kann verstehen, wie dir das durch und durch geht, weil Krebs wirklich so gnadenlos sein kann.
Ich finde es auch gut, dass du zu seiner Beerdigung gehst. Das ist ein schönes Zeichen von Wertschätzung.
Auch dass du an ihn denkst.
 
Hallo _cloudy_

das abhaken war nicht böse gemeint.

Ich habe nur das Gefühl das man viel früher in den "Normalen" Modus übergeht.
Früher auf dem Land hat man Tage getrauert, bzw. der Leichnam was Tage lang aufgebahrt.

Heute habe ich das Gefühl Tot ok, Beerdigung und weiter.
Aber ist nur so eine Beobachtung.

Ich leiste Trauerarbeit, aber ja, du hast recht man trauert um Bekannte anders als um Familenmenschen.

Trotzdem finde ich es traurig.

Und ja, ich finde Krebs zum Kotzen.

Ich habe das Gefühl die Menschen um mich rum sterben wie die Fliegen daran.
 
Ja, Krebs ist für mich auch ein ganz schreckliches Wort.

Mir fällt gerade eine Geschichte ein zum trauern.
Meine Tochter war in der tiefsten Türkei in einem Dorf, als dort ein Familienmitglied gestorben war.
Die alten Frauen im Dorf haben wirklich tagelang laut geweint und geschrien, und meine Tochter hat das total verstört.

Da sind wir einfach auch anders hier.

Aber das heißt eben nicht, dass wir nicht trauern können. Wer einen geliebten Menschen verliert, trauert natürlich schwer und auch lange.
Aber das weißt du ja - leider - auch schon.

Ich kann dich aber auch verstehen, dass solche Tage nachdenklich und traurig machen. Und natürlich ist das sehr traurig um deinen Bekannten.
 
Hallo Butterbirne,

Krebs ist eine schreckliche Krankheit. Sie lässt einen so unendlich hilflos zurück.

Mein Onkel - ein bis dahin kerngesunder Mann - ist vor vier Jahren an Krebs gestorben.
Erst vor ein paar Monaten starb ein guter Freund an Krebs. Er war erst Mitte 40.

Mir hilft es mich nach dem Tod von Angehörigen und Freunden ins "normale Leben" zu flüchten. Die tägliche Arbeit oder zu bewältigende Aufgaben geben mir in so einer Situation Halt, bis ich dann irgendwann wieder Zuhause ankomme, wo die Trauer auf mich wartet.

Vielleicht erscheint es nach außen hin, als würden Tod und Abschied heute schnell abgehakt. Aber im Inneren dauert es lange, bis man über den Tod hinwegkommt.
Heute ist trauern mehr zur Privatsache geworden. Früher z.B. trug man länger schwarz, so konnte jeder sehen, dass jemand trauert.
Ich habe das Gefühl die Menschen um mich rum sterben wie die Fliegen daran.
Dieses Gefühl habe ich dieses Jahr auch. Unabhängig von Krebs.
 
Zunächst mein Beileid!

Da eben das Leben sehr fragil ist, sollte man es mit seinen Liebsten verbringen, genießen und seine "Fußabdrücke" zu hinterlassen. Auch wenn Menschen sterben, wird es immer Situationen geben, wo man an den Verstorbenen denkt. Sei es eine lustige Situation oder eine Traurige.
 

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