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Baujahr 1968 - Energetische Sanierung

Andreas900

Sehr aktives Mitglied
Hallo liebe Community,

ich weiß nicht ob es ins Finanzforum passt, aber es geht zumindest dabei um Geld ^^
Ich habe ein alleinstehendes Haus, Baujahr 1968 und möchte es energetisch sanieren.

Ich stehe dabei noch ganz am Anfang und habe jetzt erstmal einen Termin mit der Verbraucherzentrale gemacht. Mein erstes Ziel ist überhaupt mal eine energetische Beurteilung. Was ist gut, was ist schlecht?

ALs nächstes überlege ich die "Low Hanging Fruits" zu ernten. Kann ich mit einfachen Mitteln bereits etwas erreichen? Mir fallen z.B. die Jalousienkästen ein, durch die es zieht. Oder die alten Kellerfenster, an deren Rändern es sehr kalt ist. Also einfach Dämmungsmaßnahmen, die auch ohne neue Heizung bereits jetzt etwas bringen.

Über die Jahre wurde einiges am Haus gemacht. Um die Jahrtausendwende kam ein neues Dach und neue doppelt verglaste Fenster. 2014 folgte eine neue Haustür.

Mein Ziel ist keine maximal Energieeffizienz zu jedem Preis sondern eine Kosten/Nutzen Rechnung. Wenn man Haus jetzt vielleicht eine Energieeffiziensklasse F oder G hat, vielleicht auf C oder D hoch zu kommen. Zum einen senkt das dann bereits heute die Kosten meiner Gasheizung und zum anderen ermöglichst es mir mehr Optionen beim Einbau einer neuen Heizung: Neue Gastherme? Wärmepumpe? Tiefenbohrung etc.
Denn die aktuelle Gasheizung ist knapp 25 Jahre alt und ich denke vielleicht noch 5 Jahre und dann sollte ich auch über einen neue Heizung nachdenken.

Ich freue mich über einen Austausch oder wenn ihr Erfahrungen zu dem Thema habt. Ich bitte um eine respektvolle Diskussion ohne gesellschaftsrelevante Dinge wie z.B. Klimaschutz, da dies kein Gesellschaftsthread sein soll.

LG
Andreas
 
Hallo Andreas,
also ich habe mir kürzlich sagen lassen das der Tausch von Jalosienkästen nichts nützt wenn man keine Fassadendämmung vornimmt.

Schwebt dir ein bestimmtes Budget vor?
Ich habe kein festes Budget und stehe noch am Anfang. Mit allem inklusive Heizung wäre aber auch eine große Summe aller 100.000 € denkbar, zumal Dämmen und Heizung natürlich sehr teuer werden können. Fassadendämmung und co. schwebt mir aber bislang nicht vor.

Aber es geht mir um genau sowas was du gerade sagst: Bringt mir der Tausch von Jalosienkästen überhaupt was? Oder wo fange ich an? Wie du völlig richtig sagst, muss man die Gesamtimmobilie betrachten.

Mit der Verbraucherzentrale habe ich demnächst ein Videoberatung, darauf soll ein Vor-Ort Termin folgen.
 
Möchtest du sie irgendwann verkaufen oder selbst nutzen?
Das spielt finde ich, auch eine nicht unwichtige Rolle.

Die doppelverglasten Fenster würde ich nämlich auch so lassen wenn ich wüsste das ich das Haus in den kommenden Jahren abstoße.

Fassadendämmung ist sehr teuer. Hat das Dach überhaupt einen Überstand? Sonst würde das Thema ohnehin sehr schwierig werden. Da die Außenwand ja dicker wird und trotzdem unters Dach passen sollte.
 
Hallo @Andreas900 ,
da Du noch am Anfang stehst, möchte ich ein paar Punkte einbringen über die man sich im Klaren sein sollte.

Bei dem Budget spielt es auch eine Rolle auf was es sich bezieht. Material kann teuer werden, aber Arbeitsstunden hauen auch gut rein. Kannst Du kleinere Maßnahmen alleine oder mit befreundeten Handwerkern umsetzen? Oder bist Du auf Firmen angewiesen?

Beim Ersetzen der Heizung sollte beachtet werden, ob das Haus überhaupt dafür geeignet ist. Für eine Wärmepumpe müssen ein paar Voraussetzungen erfüllt sein, die könnten entsprechend große Umbaumaßnahmen erfordern.
(interessanter Link dafür: https://www.finanztip.de/waermepumpe/altbau/ )

Die alten Kellerfenster zu tauschen, ist in meinen Augen sinnvoll und überschaubar von Aufwand+Kosten.

Regelmäßige Reinigung der Heizkörper macht diese effizienter. Fals Du also nicht einmal jährlich eine gründliche Reinigung durchführst, fang damit an. 😉
Wenn die Heizkörper schon alt sind, kann sich ein Austausch lohnen.
Bei der Heizung spielt auch das System eine Rolle, ist das ein Einrohrsystem oder ein Zweirohrsystem? Bei einem Einrohrsystem wäre zu prüfen, wie aufwändig ein Wechsel zu einem Zweirohrsystem ist. Bei älteren Häusern hat man da ja oft den Vorteil, dass die Rohre leicht zugänglich sind.

Ist der Dachboden vollständig gedämmt?
Wie steht es um die Bodendämmung vom 1.OG?

Solarthermie könnte vielleicht eine gute Ergänzung sein.

LG
 
Danke für alle bisherigen Antworten. Wie gesagt ich stehe noch am Anfang und kann deswegen wenig konkretes Sagen. Der Thread ist also eher ein Brainstorming, ich hoffe nicht eure Zeit zu verschwenden ;-)

Zu euren Fragen:
  • Das Haus möchte ich dauerhaft bewohnen bis man mich in 50 Jahren mit den Füßen vorwärts rausträgt ;-)
  • Das Dach wurde neu gemacht und gedämmt (etwas höher gesetzt für die Dämmschicht)
  • Heizkörper sind alte Gusseisen. Austausch nur eingeschränkt möglich, da diese 60er Jahre typisch unter den Fensterbänken verbaut sind. Ich vermute, dass ich die Heizfläche nicht wesentlich vergrößern kann und deswegen eine normale Wärmepumpe mit niedrigen Vorlautemperaturen kaum umsetzbar ist.
  • Haus ist Massivbau mit dicken Wänden aber nicht gedämmt
  • Bodendämmungen gibt es nicht, weder zum Dachgeschoss noch Kellerdecke
  • Sanierungsmaßnahmen würde ich von Handwerkern durchführen lassen ohne Eigenleistung
  • Solaranlage bin ich nicht von überzeugt. Ich hatte verschiedene Angebote eingeholt, fühlte mich hier aber mehrfach ver*rscht. Entweder mir wurden Kosten verschwiegen oder das Dach in eigentlich guter Südlage war den Firmen zu giebel-reich. Auch die alten Stromleitungen möchte ich nicht unbedingt mit mehr Strom belasten. Wobei das ein Thema für sich ist, ob ich irgendwann mal die Stromleitungen erneuere. Elektriker sagt: Solange die Stromleitungen fest im Putz liegen und ich keine Probleme habe, soll ich sie nicht tauschen.
Zur Heizung:
  • Heizung ist ca. 25 Jahre alte Gasheizung aber sehr solides Modell von Vissmann. Vor ca. 2 Jahren wurde der Elektronikblock getauscht und Monteur sagt: "Die kann auch noch 10 Jahre halten"
  • Gaskosten sind ok. Ich habe 2025 17.507 kWh Gas für 1.833 € verbraucht, für etwas über 140m². Im Vergleich: Ein 130m² Haus verbraucht im Schnitt 18.850 kWh.
  • Natürlich kann man die Zukunft nicht sicher vorhersagen aber Stand heute wäre auch eine neue Gasheizung vorstellbar. Aufgrund des großen Kellerraumes wäre aber auch Pellet Heizung möglich oder eine Wärmepumpe mit Tiefenbohrung oder Flächenkollektor (Garten ist groß) wie es in deinem Link steht @Lyta
Ich bin vollkommen ergebnisoffen. Aufgrund der Südlage könnte ich mir auch gut Split Klimageräte vorstellen, die im Sommer kühlen und im Winter heizen, vielleicht als Ergänzung zu einer Heizung.
 
  • Heizkörper sind alte Gusseisen. Austausch nur eingeschränkt möglich, da diese 60er Jahre typisch unter den Fensterbänken verbaut sind. Ich vermute, dass ich die Heizfläche nicht wesentlich vergrößern kann und deswegen eine normale Wärmepumpe mit niedrigen Vorlautemperaturen kaum umsetzbar ist.
In meinem Miethaus, Baujahr 1970 habe ich gerade die Nischen unter den Fensterbänken verschlossen, denn hier ist die Hauswand besonders dünn und bildet sich gerne Schimmel. Eine überflüssige Kältebrücke. Die (nun wesentlich dünneren) Heizkörper habe ich davor montieren lassen.

Was Rollladen angeht, frage ich mich immer wieder, ob es die wirklich braucht. An meinem eigenen Haus nutze ich sie gar nicht.
 

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