Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

ausziehen mit 18 - was brauche ich? (dokumente, geld)

bonjour

Neues Mitglied
Ich bin derzeit 15 und möchte mit 18 ausziehen. Ich habe mit meinem Stiefvater schon seit Jahren permanent Stress und Ärger, wir streiten uns täglich. Wir sind zwei Menschen, die grundverschiedene Weltanschauungen haben und einfach keinen Kompromiss schließen können, weil er nicht bereit ist, einen Nanometer von seinen Idealen und Standpunkten abzuweichen. Und ich stelle mir mein Leben nicht als Muslimin vor, die fünf Mal am Tag betet, später arbeitet, um ihre Eltern zu finanzieren und dann einen Mann heiratet, den die Eltern einem aussuchen. Das Problem ist auch, dass ich mit ihm einfach nicht reden kann, weil er einfach so verbohrt ist. Er ignoriert eigentlich immer das, was ich sage, und fährt mit seinem Monolog fort, der immer in einer Korangeschichte endet. So viel zu meiner Situation.
Jetzt frage ich mich, was auf mich zukommt, wenn ich mit 18 ausziehen möchte.
Welche Dokumente brauche ich? Mir fallen jetzt spontan nur Geburtsurkunde, Impfpass und Zeugnisse ein.
Welche Kosten kommen auf mich zu? Ich werde exakt im August 2015 18, wenn ich die zwölfte Klasse abgeschlossen habe. Danach würde ich gern studieren. Mal angenommen, ich würde mir eine eigene Wohnung suchen und nicht bei einer Freundin bleiben, wie viel kostet mich das?
Gibt es etwas, womit ich jetzt schon anfangen kann, damit mir das Ausziehen später leichter fällt?
Können sich meine Eltern weigern, mir die Dokumente auszuhändigen, die ich unbedingt brauche? Und wie sieht es mit dem Sparkassenkonto aus, wo für mich immer draufgezahlt wurde? Ist das dann meins oder habe ich da keinen Anspruch darauf?
Ich bedanke mich im Voraus für eure Antworten. 🙂
 
Hallo bonjour,

gut, dass du deinen eigenen Weg gehen willst 🙂

Ich denke, es wäre erst mal am Wichtigsten, wenn du jetzt anfängst, dir Unterstützung zu holen.

Zum Beispiel hier:

Hilfe fr muslimische Frauen und Mdchen - Verbndete gegen Gewalt-------Snowflakes Verbndete

Oder auch ähnliche Hilfsgruppen. Kannst selbst mal beim Gockel 'Hilfe für Muslime' eingeben. Du wirst auch ein soziales Netzwerk brauchen für deinen Auszug.

Eine genaue Beratung, was du für Unterlagen brauchst, bekommst du sicher auch dort.

Wenn du nachweisen kannst (was in deinem Fall nicht so schwer sein dürfte), dass es für dich unzumutbar ist, wenn du zu Hause wohnst, müssen deine Eltern Unterhalt zahlen. Nicht dein Stiefvater, aber deine Mutter und dein leiblicher Vater.

Wenn die nicht zahlen können, steht dir Unterstützung vom Staat zu.

Rein rechtlich gesehen, hat dir dein Stiefvater in Deutschland nicht die Bohne zu sagen. Er ist nicht erziehungsberechtigt und hat auch sonst keine Rechte irgendetwas, was dich betrifft zu bestimmen. Im Gegenteil, wenn er dich z.B. mit Gewalt zwingt kannst du ihn wegen Körperverletzung anzeigen.

Aber vielleicht wäre es auch eine Idee, du holst dir jetzt schon Hilfe und kommst da so schnell wie möglich raus? Nicht erst mit 18 Jahren.

Was sagt denn deine Mutter dazu? Magst sagen?

Also dazu wie dein Stiefvater mit dir umgeht?

Lieben Gruß
Fragende
 
Zuletzt bearbeitet:
mhh, ist es bei die der fall, so wie man ihn öfter aus den Medien entnehmen kann??? bist du in der religion deiner Eltern "gefangen", obwohl du einen ganz anderen Lebensstil anstrebst, der sich aber der Ideologie deiner Eltern widersetzt?? das ist sicherlich sehr schwierig für dich, da dein Vater wahrscheinlich den koran als das einzig wahre ansieht, ohne darauf Rücksicht zu nehmen, dass du ein Mädchen bist, dass sich damit nicht identifiziert.

mit dem ausziehen ist sehr schwierig, da du finanziell ja noch nicht unabhängig bist. du könntest dich an bestimmte vereine richten, die Mädchen in deiner situation helfen. gerade für muslimische Mädchen ist es schwer, sich von den eltern lösen zu können, wenn die Eltern eine bestimmte religiöse Vorstellung haben.

vielleicht könntest du nach dem Abi ein soziales Jahr machen. eine Freundin von mir hat auch so ein soziales Jahr gemacht in Spanien. die organisation hat dann die Unterbringung gestellt und finanziert. ebenfalls hat meine Freundin eine Vergütung von 600 euro pro Monat erhalten für ihre Tätigkeit. ein Jahr war sie in Spanien in einem Kinderheim, hat sich dort sozial angagiert. so könntest du schonmal ein wenig abstand zu deinem Vater gewinnen ohne dir sorgen über die finanzielle Absicherung zu machen. solche stellen für ein soziales Jahr in einer anderen Stadt oder in einem anderen land, kannst du beim Arbeitsamt erfragen oder im internet suchen.

nach dem sozialen Jahr müsstes du dann schauen, welche Möglichkeiten du hast, bezüglich studieren, ohne wieder zu hause einziehen zu müssen.
 
Rein rechtlich gesehen, hat dir dein Stiefvater in Deutschland nicht die Bohne zu sagen. Er ist nicht erziehungsberechtigt und hat auch sonst keine Rechte irgendetwas, was dich betrifft zu bestimmen. Im Gegenteil, wenn er dich z.B. mit Gewalt zwingt kannst du ihn wegen Körperverletzung anzeigen.

Aber vielleicht wäre es auch eine Idee, du holst dir jetzt schon Hilfe und kommst da so schnell wie möglich raus? Nicht erst mit 18 Jahren.

Was sagt denn deine Mutter dazu? Magst sagen?

Also dazu wie dein Stiefvater mit dir umgeht?

Lieben Gruß
Fragende

Leider hat er mir doch etwas zu sagen, weil er mich adoptiert hat. D. h. er ist erziehungsberechtigt und bleibt nicht sonderlich passiv. Er übernimmt eigentlich die Erziehung, meine Mutter ordnet sich unter. Sie weiß von allem, was passiert und sagt nichts dazu.
Das Verhältnis zu meiner Mutter ist auch nicht das beste. Ich habe kein Vertrauen in sie, ich würde mit meinen Problemen nie zu ihr kommen.

Ich möchte nicht vor 18 ausziehen. Für diesen Bruch bin ich nicht bereit und ich möchte an meiner Schule bleiben, alles einfach noch fertig machen und dann damit abschließen.

kommst mir mehr wie der übliche teenie vor, der ein wenig streit mit den eltern hatte, und nun schon die spektakuläre flucht aus dem elternhause plant 🙄. in drei jahren sieht die welt nochmal ganz anders aus, also bleib aufn teppich und beruhig dich erstmal.

Hmm, also teilweise spielt da schon die Pubertät und so mit. Ich könnte viel vermeiden, wenn ich mich nicht so "ungeschickt" verhalten würde und einfach alles hinnehmen würde, wie es mir vorgegeben wird.
Aber ich habe einfach so einen Hass auf ihn entwickelt. Das, was du vermutest, stimmt nicht. Ich wurde von ihm oft genug geschlagen, das schon am Anfang der Grundschule. Ich habe nichts davon vergessen und dadurch Stück für Stück das Vertrauen in ihn verloren. Er bezeichnet es als seine Erziehungsmethoden und was der Staat sagt, ist ihm egal. Ich war damit auch nie beim Jugendamt oder so. Wir haben es in der Familie geregelt, sodass es seit etwa einem Jahr zu keiner körperlichen Gewalt mehr gekommen ist.
Außerdem hat er einen Charakter, mit dem ich überhaupt nicht klarkomme. Er sagt von sich, dass er der perfekte Mensch sei. Er ist sehr von sich und seinen Idealen überzeugt, ein Muslim, wie er im Buche steht. Wäre ich ihm im Leben irgendwann einmal begegnet, wäre ich ihm aus dem Weg gegangen.
In drei Jahren sieht die Welt ganz anders aus? Die Welt sieht seit 5 Jahren gleich aus.

mhh, ist es bei die der fall, so wie man ihn öfter aus den Medien entnehmen kann??? bist du in der religion deiner Eltern "gefangen", obwohl du einen ganz anderen Lebensstil anstrebst, der sich aber der Ideologie deiner Eltern widersetzt?? das ist sicherlich sehr schwierig für dich, da dein Vater wahrscheinlich den koran als das einzig wahre ansieht, ohne darauf Rücksicht zu nehmen, dass du ein Mädchen bist, dass sich damit nicht identifiziert.

mit dem ausziehen ist sehr schwierig, da du finanziell ja noch nicht unabhängig bist. du könntest dich an bestimmte vereine richten, die Mädchen in deiner situation helfen. gerade für muslimische Mädchen ist es schwer, sich von den eltern lösen zu können, wenn die Eltern eine bestimmte religiöse Vorstellung haben.

vielleicht könntest du nach dem Abi ein soziales Jahr machen. eine Freundin von mir hat auch so ein soziales Jahr gemacht in Spanien. die organisation hat dann die Unterbringung gestellt und finanziert. ebenfalls hat meine Freundin eine Vergütung von 600 euro pro Monat erhalten für ihre Tätigkeit. ein Jahr war sie in Spanien in einem Kinderheim, hat sich dort sozial angagiert. so könntest du schonmal ein wenig abstand zu deinem Vater gewinnen ohne dir sorgen über die finanzielle Absicherung zu machen. solche stellen für ein soziales Jahr in einer anderen Stadt oder in einem anderen land, kannst du beim Arbeitsamt erfragen oder im internet suchen.

nach dem sozialen Jahr müsstes du dann schauen, welche Möglichkeiten du hast, bezüglich studieren, ohne wieder zu hause einziehen zu müssen.

Eigentlich ist es nur mein Stiefvater, der Muslim ist. Seine Familie wohnt bei Albanien. Hier ist nur die Familie meiner Mutter und die ist christlich. Meine Mutter lässt ihn aber machen. Er reißt praktisch alles an sich und erzieht mich und seine eigenen zwei Kinder nach seinen Prinzipien. Wobei es bei mir nicht klappt.
Trotzdem dominiert mein schlechtes Verhältnis zu ihm alles, es zieht mich generell runter und lässt mich nur existieren statt leben.

Ich bin nicht Muslim, ich praktiziere den Islam nicht. Aber mein Stiefvater übt kontinuierlich Druck aus, weil er will, dass ich es tue. Ich darf zum Beispiel nichts Knapperes als T-Shirts und Hosen bis zum Knie anziehen, darf kein Schweinefleisch essen (wobei das jetzt nicht so tragisch ist) und darf keine Jungs treffen, etc.

Über ein soziales Jahr habe ich auch schon nachgedacht, ich recherchiere diesbezüglich auch schon ein Weilchen.

Das Problem ist für mich glaube ich eher nicht das Ausbrechen aus dem Kulturkreis. Im Streit hat mein Stiefvater mir schon einmal gesagt, bzw. entgegengeschrieen, dass ich, wenn ich wolle, doch mit 18 ausziehen solle, aber danach sei ich für ihn gestorben. Das wärs dann gewesen. Dann gibts kein Zurück mehr.

Was den Unterhalt angeht, weiß ich nicht so recht. Ich lasse meine Mutter mit einem Frührentner und zwei Kindern, die zurzeit beide im Kindergartenalter sind, zuhause sitzen und zwacke mir dann auch noch Geld ab, um über die Runden zu kommen? Das muss ich mir durch den Kopf gehen lassen.
Mein Vater ist weg, er will nichts von mir wissen und ist auch auf einem anderen Kontinent. Da ist nichts zu machen.

Danke für eure Antworten jedenfalls 🙂
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
R Stress mit Mutter, ausziehen? Familie 21
N Ich (18) will ausziehen Familie 17
R Mutter mit narzistischen Zügen mag meine Frau nicht Familie 18

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben