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Ausbildungsberuf nicht das Richtige für mich.

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metamorphose

Gast
Zu meiner Person: Ich bin 19 Jahre alt, habe mein Abitur abgeschlossen und danach eine Ausbildung in einem kaufmännischen Beruf begonnen, welche ich nun seit September (also knappe 5 Monate) bestreite.

Das Problem dabei ist, dass ich einfach jeden Tag seit Beginn meiner Ausbildung merke, dass dieser Beruf nicht mein Ding ist. Ich bin kein Mensch, der 9 Stunden am Tag vor einem PC sitzen kann und in seine Tastatur hackt. Ich mag es nicht mit Kunden zu telefonieren noch finde ich das ewige Akten wälzen und so weiter in irgendeiner Weise interessant und arbeitsmäßig befriedigend. Hinzu kommt, dass ich die Leute die dort arbeiten einfach nicht mag.
Die Zeit bis jetzt war der regelrechte Horror für mich. Ich wurde als dumm beschimpft, etc. nur weil ich nach 2 Wochen nicht alles konnte, was sie forderten. Es wurde von mir verlangt Dinge zu können, die mir noch nie jm gezeigt hatte und als ich dieses Argument vorbrachte wurde es als motzige und trotzige Art von mir abgestempelt. Es war von Anfang an eine Lästerei und immer wurde erzählt was ich falsch gemacht hatte. Die ganze Firma wusste immer sofort alles. Ich wurde jeden Tag regelrecht runtergemacht, wenn auch nur ein Fehler in meiner Arbeit zu finden war. Ich hatte bereits keine Kraft mehr mich jeden Tag dorthin zu schleppen. Ich gab mir selber die Schuld daran, obwohl ich wirklich nicht dumm bin oder schwer von Begriff. Nun wurde ich einem Anderen Gebiet der Firma zugeteilt. Die Arbeit dort ist okay. Aber dennoch nichts was ich gerne mache. Mein Berufsalltag mach mir wirklich keinen Spaß und ich muss mir eingestehen, dass ich absolut den falschen Beruf erlene und auch keine Zukunft in einem Büro sehe.

Ein bisschen liegt dass wohl daran, dass ich ein ziemlich naturverbundener Mensch bin und mit dem Tag nicht wirklich viel anfangen kann wenn ich im Büro "eingesperrt" bin. Da wir zu Hause eine Landwirtschaft (allerdings nur im Nebenerwerb also Hobbymäßig) betreiben, habe ich überlegt Agrarwissenschaften zu studieren, mich interessiert dieses Gebiet wirklich sehr und ich möchte später auf jeden fall etwas Beruflich in diese Richtung machen. Der Haken am Studum ist aber, dass ich nicht glaube psychisch stabil genug zu sein um von zu Hause auszuziehen geschweige den ein so anspruchsvolles Studium mit Mathematik, Chemie, Physik usw. durchzuziehen. Ich dachte bereits daran die Strecke zu pendeln und mich einfach durchzu beißen. Aber ob dies Realistisch ist, weiß ich nicht...

Eine Ausbildung zur Landwirtin, war auch ein Gedanke von mir, jedoch bin ich ziemlich zierlich und habe öfter Rückenprobleme. Ich glaube nicht diese Ausbildung körperlich zu verkraften.

Ich stehe also in einer ziemlichen Zwickmühle. Andererseits weiß ich was mich interessiert, was ich gern machen würde, woran ich wirklich Interesse habe und doch spricht so viel dagegen.

Ich weiß wirklich nicht weiter. Ich denke mir jeden Tag, dass ich jetzt einfach die Ausbildung durchziehe, aber jeden Abend bin ich wieder an dem Punkt an dem ich nicht mehr - ich passe in diese Rolle einfach voll und ganz nicht hinein und quäle mich jeden Tag.
 
Mahlzeit.

Wenn Dich Deine Ausbildung mehr fertig macht, als das sie Dich etwas lehrt, dann hängt sie an den Nagel und orientiere Dich beruflich neu. Über lege Dir ob Du studieren willst, oder eine alternative Ausbildung. Hast Du Dein Fach gefunden, bewerbe Dich und suche Dir für die Zwischenzeit einen Aushilfsjob in dem Bereich. So kannst Du ihn schon mal beschnuppern und schon einiges lernen.

Was die Landwirtschaft angeht, gibt es als Lehrberuf nicht nur die Landwirtin. Weitere Ausbildungsberufe im landwirtschaftlichen Bereich sind etwa Gärtnerin, Pferdewirtin, Tierwirtin, Fischwirtin, Forstwirtin, Revierjägerin, Winzerin, Brennerin, Milchtechnologin, Milchwirtschaftliche Laborantin. Nicht jeder davon ist schwer körperlich. Aber fast jeder davon bietet spätere Ausbaumöglichkeiten. Zudem sind viele davon eine erstklassige Wissensgrundlage für ein späteres Agarstudium.

Und es gibt mit landwirtschaftlichem Bezug nicht nur den Agaringenieur als Studienberuf. Mikrobiologie, Biologie, Botanik, Entomologie, Hydrologie und einige mehr sind im landwirtschaftlichen Umfeld ebenfalls sehr gefragte Studienberufe.

Wichtig ist nur, dass Du einen Beruf bzw. eine Ausbildung wählst, bei der Du an guten wie auch an schlechten Tagen mit Freude dabei bist. Auch das spräche dafür, die aktuelle Ausbildung aufzugeben und die Zeit bis zu einer neuen für, z.B. Praktika in verschiedenen Berufsfeldern zu nutzen.

Eine Ausbildung die Dich täglich auf´s neue fertig macht mit aller Gewalt fortzusetzen, nur um eine zu haben, ist dagegen sicherlich keine gute Idee.

HiH

Lestidae de André
 

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