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Gast22
Gast
Hallo, ich mache jetzt seit einem jahr eine Ausbildung im chemischen Bereich. Nun stehe ich vor der Entscheidung diese abbzubrechen.
Als ich die Suche nach einem geeigneten Beruf begonnen und mich beworben habe, habe ich mich für zwei Dinge interessiert, Konditor oder Chemie. Beides macht mir Spaß. In der Schule hatte ich nie Probleme mit Mathematik oder naturwissenschaftlichen Fächern. Mir macht es Spaß etwas zu "ergründen". Ich bin jemand der alles hinterfragt und so ist Chemie etwas was richtig für mich ist. Doch das zweite ist, ich backe für mein Leben gerne. Immer, zu jeder Situation, viel und versuche alle Backwaren für das alltägliche Leben selber zu machen, also Brot oder ähnliches. Soweit ich es von anderen Seiten gesagt bekomme, habe ich dafür Talent. Deshalb standen anfangs beide Laufbahnen zur Auswahl. Der eigentliche Grund dafür, dass ich mich für die Chemie entschieden habe, ist, dass es kein "einfacher Handwerksberuf" ist, sondern etwas besonderes, und dass in der Branche ein gutes Gehalt gezahlt wird, und somit später ein "gutes Leben" .
Nun mache ich diese Ausbildung, meine Kollegen sind nett, die Schule ist , naja, in Ordnung. Nur sind meine Kollegen, also die anderen Azubis einfach besser(Noten). Ich bin ehrgeizig und habe mir vorgenommen , egal welche Ausbildung, sie mit Bestleistung abzuschließen. In der Schule war das in den Fächern möglich, doch jetzt muss ich soviel lernen damit ich dies erreichen kann. Doch die ganzen Dinge, die ich lernen muss, überfordern mich mittlerweile. Ich habe KEINE Freizeit mehr, das heißt ich muss um halb sechs morgens los, weil meine Arbeitsstelle weit weg ist, ich bin abends um 7 wieder zu Hause und muss noch mindestens 3-4 Stunden lernen, sodass ich mit dem ganzen Stoff mitkomme. In einem halben Jahr ist Prüfung, doch die Übungsprüfungen die wir gemacht haben geben mir den Rest, ich kann es nicht. Soviele Dinge zu wissen ist für mich unmöglich. Das macht mich fertig. Sogar am Wochenende muss ich nur lernen, habe keine Zeit für irgendetwas anderes.
Das praktische ist nicht das große Problem. Ich komme nach Hause und denke: Das war aber heute genial, das macht mir Spaß. Aber das kommt so selten vor. Meistens ist es etwas, was man nie gebrauchen kann im realen Leben. Also Dinge, die für Verständnis wichtig sind, aber sonst nichts. Sobald man etwas einmal gemacht hat, wird es als selbstverständlich angesehen, dass man es perfekt kann.
Ich mache viele Dinge gerne aus diesem Beruf, und denke, später im wirklichen Berufsleben wird es bestimmt anders. Aber ich bin jetzt schon am Ende mit dem ganzen lernen. Deswegen meine Überlegung die Ausbildung abbzubrechen.
Noch ein großer Punkt ist, dass ich nach der Ausbildung auswandern werde, und in dem Chemieberuf kaum Chancen im diesem Land habe, wenn jedoch viel geld verdienen würde.
Nun denke ich daran eine Ausbildung zum Konditor anzufangen. Natürlich sind andere abreitszeiten etc. vorraussetzung. Aber ich habe das Gefühl, dass ich nach hause komme und denke: Ich hab heute dies gelernt, und das war total toll. Die theorie dazu ist für mich gar kein problem, denn das sind Dinge, die ich zu Hause auch nachmachen kann, üben kann, im wahren Leben auch "brauche". In diesem Beruf hätte ich im anderen Land Chancen, würde aber kaum etwas verdienen. Genauso wie hier, man verdient als Konditor nicht viel.
Die Entscheidung fällt mir extrem schwer. Einerseits bin ich wie gesagt überfordert etc. und meine Familie und alle Bekannten sind stolz auf mich , dass ich den derzeitigen Beruf lerne, weil sie selber alle "nur einen handwerklichen Beruf" gelernt haben, sie wären sehr enttäuscht wenn ich die Ausbildung aufgebe. Der finanzielle Punkt ist auch eine wichtige Sache.
Ebenfalls habe ich das Gefühl, dass, wenn ich diese Ausbildung abbreche, verpasse ich etwas und bereue es wahrscheinlich später.
Andererseits bin ich später vielleicht total unglücklich in der Chemiebranche weil es dort soviele Sachen gibt, die ich nicht gerne mache. Und als Konditormeister könnte ich mich sogar selbstständig machen.
Ich weiß absolut nicht was ich machen soll, und der Druck vom lernen lastet extrem auf mir. Bitte gebt mir einen Rat, ich komme so alleine nicht weiter.
Vielen lieben dank.
Als ich die Suche nach einem geeigneten Beruf begonnen und mich beworben habe, habe ich mich für zwei Dinge interessiert, Konditor oder Chemie. Beides macht mir Spaß. In der Schule hatte ich nie Probleme mit Mathematik oder naturwissenschaftlichen Fächern. Mir macht es Spaß etwas zu "ergründen". Ich bin jemand der alles hinterfragt und so ist Chemie etwas was richtig für mich ist. Doch das zweite ist, ich backe für mein Leben gerne. Immer, zu jeder Situation, viel und versuche alle Backwaren für das alltägliche Leben selber zu machen, also Brot oder ähnliches. Soweit ich es von anderen Seiten gesagt bekomme, habe ich dafür Talent. Deshalb standen anfangs beide Laufbahnen zur Auswahl. Der eigentliche Grund dafür, dass ich mich für die Chemie entschieden habe, ist, dass es kein "einfacher Handwerksberuf" ist, sondern etwas besonderes, und dass in der Branche ein gutes Gehalt gezahlt wird, und somit später ein "gutes Leben" .
Nun mache ich diese Ausbildung, meine Kollegen sind nett, die Schule ist , naja, in Ordnung. Nur sind meine Kollegen, also die anderen Azubis einfach besser(Noten). Ich bin ehrgeizig und habe mir vorgenommen , egal welche Ausbildung, sie mit Bestleistung abzuschließen. In der Schule war das in den Fächern möglich, doch jetzt muss ich soviel lernen damit ich dies erreichen kann. Doch die ganzen Dinge, die ich lernen muss, überfordern mich mittlerweile. Ich habe KEINE Freizeit mehr, das heißt ich muss um halb sechs morgens los, weil meine Arbeitsstelle weit weg ist, ich bin abends um 7 wieder zu Hause und muss noch mindestens 3-4 Stunden lernen, sodass ich mit dem ganzen Stoff mitkomme. In einem halben Jahr ist Prüfung, doch die Übungsprüfungen die wir gemacht haben geben mir den Rest, ich kann es nicht. Soviele Dinge zu wissen ist für mich unmöglich. Das macht mich fertig. Sogar am Wochenende muss ich nur lernen, habe keine Zeit für irgendetwas anderes.
Das praktische ist nicht das große Problem. Ich komme nach Hause und denke: Das war aber heute genial, das macht mir Spaß. Aber das kommt so selten vor. Meistens ist es etwas, was man nie gebrauchen kann im realen Leben. Also Dinge, die für Verständnis wichtig sind, aber sonst nichts. Sobald man etwas einmal gemacht hat, wird es als selbstverständlich angesehen, dass man es perfekt kann.
Ich mache viele Dinge gerne aus diesem Beruf, und denke, später im wirklichen Berufsleben wird es bestimmt anders. Aber ich bin jetzt schon am Ende mit dem ganzen lernen. Deswegen meine Überlegung die Ausbildung abbzubrechen.
Noch ein großer Punkt ist, dass ich nach der Ausbildung auswandern werde, und in dem Chemieberuf kaum Chancen im diesem Land habe, wenn jedoch viel geld verdienen würde.
Nun denke ich daran eine Ausbildung zum Konditor anzufangen. Natürlich sind andere abreitszeiten etc. vorraussetzung. Aber ich habe das Gefühl, dass ich nach hause komme und denke: Ich hab heute dies gelernt, und das war total toll. Die theorie dazu ist für mich gar kein problem, denn das sind Dinge, die ich zu Hause auch nachmachen kann, üben kann, im wahren Leben auch "brauche". In diesem Beruf hätte ich im anderen Land Chancen, würde aber kaum etwas verdienen. Genauso wie hier, man verdient als Konditor nicht viel.
Die Entscheidung fällt mir extrem schwer. Einerseits bin ich wie gesagt überfordert etc. und meine Familie und alle Bekannten sind stolz auf mich , dass ich den derzeitigen Beruf lerne, weil sie selber alle "nur einen handwerklichen Beruf" gelernt haben, sie wären sehr enttäuscht wenn ich die Ausbildung aufgebe. Der finanzielle Punkt ist auch eine wichtige Sache.
Ebenfalls habe ich das Gefühl, dass, wenn ich diese Ausbildung abbreche, verpasse ich etwas und bereue es wahrscheinlich später.
Andererseits bin ich später vielleicht total unglücklich in der Chemiebranche weil es dort soviele Sachen gibt, die ich nicht gerne mache. Und als Konditormeister könnte ich mich sogar selbstständig machen.
Ich weiß absolut nicht was ich machen soll, und der Druck vom lernen lastet extrem auf mir. Bitte gebt mir einen Rat, ich komme so alleine nicht weiter.
Vielen lieben dank.