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Aufhebungsvertrag untergejubelt

Plettbrett

Mitglied
Wie kann man und kann man sich überhaupt gegen so eine Vorgehensweise wehren?
Mein Sohn war seit dem 01.09.04 in einer Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann.
Gestern kam er zu mir ins Büro mit der Nachricht das er keine Lehrstelle mehr hat. Hää????
Sein Bezirksleiter hatte ihn vorgestern ins Büro gerufen ihn mit einem Gespräch empfangen das so anfing: Sie haben doch eine eigene Wohnung? ... und dieses Gespräch führte dann dahin das vorige Woche Donnerstag 20 Euro in der Kasse gefehlt hätten. Schon irgendwann einmal 10 Euro gefehlt hätten und es auch einmal Schwierigkeiten mit einer Kreditkarte/Überweisung gab, wobei er jedesmal im Laden gewesen sein soll.
Mein Sohn hat definitiv kein Geld aus der Kasse genommen, das hat er mir versichert. Außerdem ist er sich sehr bewußt, wie wichtig diese Lehrstelle für ihn war. Noch vor 3 Wochen, sollte hat ihn seine Ausbildungsleiterin für eine Weiterbildung als Filialleiter eingetragen. Seine Leistungen waren also mehr als ok.
Dann stand auf einmal Aussage gegen Aussagen.
Der Bezirksleiter behauptete einfach das er meinem Sohn nicht glaubt. Dann hat er ihn rausgeschickt, hat mit der Personalleitung telefoniert und ihm direkt im Anschluß einen Aufhebungsvertrag unter die Nase gehalten, das auf Grund eines gestörten Vertrauenverhältnisses mein Sohn den Ausbildungsvertrag kündigt und er keine Klage einreichen wird (sinngemäß).
Mein Sohn war so maßlos schockiert über diese Anschuldigungen gegen ihn, dass er leider diesen Aufhebungsvertrag ohne richtig zu wissen, was er da unterschreibt, unterschrieben hat. Das Ganze lief innerhalb von 20 min ab.
Es gab vorab keinerlei Gespräche in Bezug auf diese Vorwürfe mit seiner zuständigen Ausbildungsleiterin, keine Abmahnung oder dergleichen.
Meiner Meinung nach ist diese Vorgehensweise völlig gesetzwidrig. Kein Auszubildender im 1. Lehrjahr wird meiner Meinung nach bei Überweisungen auf Konten allein gelassen - diese Anschuldigung ist mir sowieso schleierhaft, da normalerweise man lediglich eine Kreditkarte einliest mit einem Lesegerät. Wenn dabei etwas schief gegangen ist, hätte das doch sofort geklärt werden müssen.

Wie kann man so mit jungen Menschen umgehen? Einfach zu behaupten, nur weil er ne eigene Wohnung hat, dass er in die Kasse greift. Dieses eigene sehr preisgünstige Appartment habe ich ihm versorgt, da der Arbeitsweg zur Ausbildungsstätte einfach nicht zumutbar war. Wir wohnen auf dem Dorf und da sind die Verkehrsanbindung zu den Einzelhandelsgeschäftszeiten nicht mehr gegeben und allein das Monatsticket kostete 98 Euro nur damit er auf Arbeit kam. Um rechtzeitig da zu sein habe ich ihn morgens um 7.30 mitgenommen und abends war er gegen 20 Uhr zu Hause.
Wenn mein Sohn weiteres Geld benötigt hat, hat er es von mir erhalten.
Er kam gut zurecht.
Ich weis, dass in dieser Filiale in den letzten 2 Monaten noch zwei Mitarbeiterinnen gekündigt wurden, und diese Filiale die Restware einer anderen nunmehr geschlossen Filiale dieses Bettendiscounters mitverticken mußte. Ist das jetzt die neue Masche sich seines Personals zu entledigen?

Mir fehlen echt die Worte.
 
Hi,

so unüblich sind diese Machenschaften leider nicht.

Hier hilft nur schnellstmöglich einen Anwalt einzuschalten, vielleicht kann man noch etwas machen. Aber wenn er einen rechtlich einwandfreien Auflösungsvertrag unterschrieben hat, wird es schwierig werden.

Gerhard
 
SOFORT mit Einschreiben Rückschein die Unterschrift widerrufen!
Es war ÜBERRUMPELUNG...Ausnutzung der Drucksituation...
Zum Anwalt...beim Arbeitsgericht gibts kostenlos Beratung!
Nur mit Zeugen zu evl.Gesprächen!
Schnell handeln!
Anzeige wegen Verleumdung/Beleidigung...machen lassen durch Anwalt!!!
Das ist OBERÜBEL !!!
Bitte mach mal Info,wie es weiterging...
 
habe jetzt noch einmal die Papiere von meinem Sohn eingesehen - es handelt sich nicht um einen Aufhebungs- sondern um einen Abwicklungsvertrag.
Ich habe mich jetzt ersteinmal kundig gemacht, wo der Unterschied liegt.
Der Unterschied liegt wohl darin, das dem Abwicklungsvertrag eine Kündigung von AG-Seite vorausgegangen sein muß.
Die ist dann wohl nur mündlich und ohne vorhherige Abmahnung etc. ausgesprochen worden. Der Passus, das mein Sohn damit einverstanden ist, das er keine Kündigungsschutzklage einreicht scheint zulässig zu sein. Jedenfalls nach einer Quelle, die ich gefunden hab.
Die Gewerkschaft hat aber den Teil, das er auch auf seine Urlaubsansprüche verzichtet als unrechtmäßig erkannt und versucht diese noch geltend zu machen. Ich habe meinem Sohn dennoch empfohlen zum Anwalt zu gehen und Widerspruch einzureichen.

Ich werde sehen was wird.
 
Auch,wenn er über 18 ist,würde ich an seiner Stelle der Unterschrift widersprechen! Er ist überrumpelt worden! BEACHTE FRIST!!!!
Außerdem durch die Abhängigkeit vom Ausbilder in psychischer Ausnahmesituation!
Er hat doch nicht VON SICH AUS den Abwicklungsvertrag unterschrieben!
Beantragt: Einsetzung in den vorherigen Stand oder so!

Er war sich doch der Tragweite der Unterschrift nicht bewußt!!!

Wenn unter 18 gilt sowieso seine Unterschrift nur mir Deiner Bestätigung.
Ich bin der Meinung,einen Ausbildungsvertrag kann man nicht so ohne weiteres seitens des Arbeitgebers/Ausbilders kündigen!
Noch nicht mal Anschlußausbildung wurde angeboten!
Guck in den Lehrvertrag!Vielleicht hast auch DU(!!) den noch unterschrieben,so daß evl.zur Kündigung des Vertrages zwingend Deine Unterschrift nötig ist!
Evl.ist Dein Sohn(wenn unter 18 bei Vertragsabschluß)nicht AUTOMATISCH alleiniger Vertragspartner???
Er soll zum Anwalt für Arbeitsrecht gehen! Er bekommt doch Prozeßkostenhilfe!
Einer wirksamen Kündigung muß auch eine Reihe schriftlicher(!) Abmahnungen vorraus gehen! Der Betrugsverdacht ist ja nicht RECHTSKRÄFTIG,nur GERÜCHT!!! Das reicht NIE zum Rausschmiß!!Es ist VERLEUMDUNG,üble Nachrede--solange nicht BEWIESEN!!!!
Macht Anzeige gegen den Arbeitgeber--sonst zählt es als EINGESTÄNDNIS!!!
(Mit sowas bekommt er sehr schwer neue Ausbildung!)
Er soll nur mit Zeugen zu allen Verhandlungen/Beratungen gehen...es ist angesichts der Lehrstellenlage eine ganz oberübel fiese Masche(um sich vor Ausbildungskosten zu drücken?).IHK hat auch Juristen!!
Laßt das Euch das nicht gefallen!!!!

Gruß von der
Micky
 
Er ist 19. Er hat vor der Ausbildung die Handelsschule besucht.
Er hätte ja schon eher eine Ausbildung angefangen, aber so einfach ist das ja nicht ne Lehrstelle zu finden. Mit der Handelsschule hat er die Zeit überbrückt, als er noch keine Lehrstelle hatte. Das ist ja auch der Grund, warum er sich sehr bewußt war, was der Ausbildungsplatz für ihn bedeutet.

Jetzt bewirbt er sich völlig artfremd um einen neuen Ausbildungsplatz, weil er so gefrustet ist.
 
Wegen des Alters, hatte gehofft, die Eltern könnten mehr ausrichten.

Wie reagiert denn die IHK darauf. Die müssten doch auch was gegen solche Machenschaften unternehmen. Schließlich gibt es dort Betreuer für die Auszubildenden. Ist da gar nichts rübergekommen.

Ansonsten bleibt echt nur der Weg zum RA. Diesen Weg würde ich auch gehen. Soviel Unverschämtheit der Arbeitgeber darf nicht weiter Schule machen. Es ist so schon schlimm genug auf dem Arbeitsmarkt.

Dein Sohn soll kämpfen. Es gibt schon genug Menschen, die vor lauter Frust aufgegeben haben. Doch diese Aufgabe hilft im Leben nicht weiter. Also ran an den Feind. Heizt dem Arbeitgeber tüchtig ein. Wünsche euch viel Glück dabei.
 

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