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Aufenthaltslänger in einer Psychosomatischen Klinik

  • Starter*in Starter*in Lua
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L

Lua

Gast
Hallo,

meine Freundin ist schon seit ca 2 Jahren arbeitsunfähig aufgrund eines Burnouts. Dieses hat sich in der ganzen menifestiert, sie schläft nicht (schon seit fast einem jahr) und hat mittlerweile auch Panikanfälle und verschiedene symptome.Sie ist nun (nach 3 monatiger Wartezeit auf einen Platz) in einer psychosomatischen Klinik. Dort macht sie nur schleppend Fortschritte, aber sie hat den Willen da zu bleiben und sich durchzubeißen.

Nun hatte die Klinik ihr bei der Aufnahme und er Vergabe des Termins damals gesgat, dass die Aufenthaltszeit normalerweise so 4 Wochen sind. Meine eigene Psychotherapeutin aber sagte mir schon das wäre sehr kurz und normalerweise kann man in so einer Klinik bis zu 12 Wochen bleiben.

Die Klinik sagt meiner Freundin aber nun, dass ihre 4 Wochen nächste Woche um sind und das Bett dann belegt ist und sie nach Hause muss. Verlängern kann sie nur, wenn jemand abspringen sollte.

Kann mir da jemand von euch sagen wie es normalerweise ist und was sie da für Rechte hat? Wenn sie am Wochenende nach Hause muss, dann fürchte ich, wird sie ganz aufgeben. Sie braucht unbedingt die Hilfe der Klinik.

Da ich weit weg wohne kann ich auch nur bedingt helfen. Bei ihr zu Hause wird sie alleine nicht voran kommen, das versucht sie schon seit Monaten.

Bitte schreibt mir hier nur, wenn ihr Fakten wisst, Vermutungen und Meinungen die aber nicht belegt sind haben wir schon ganz viele.

Danke!

Lua
 
Kommt auf die Klinik an und auch deren Programm. Anfangs war ich selbst für 12 Wochen regulär, was man mit guter Begründung für die KK um zwei Wochen verlängern konnte, später war ich noch mal dort und es wurden ganz offiziell nur noch 10 Wochen geplant, ging aber auch noch mal um zwei Wochen zu verlängern. Das Programm war tiefenpsychologisch orientiert und die Gruppen dynamisch, es ging also immer mal jemand und es kam jemand Neues hinzu, so dass Verlängerungen möglich waren.

Vor kurzem war ich in einer anderen Klinik, verhaltenstherapeutisch orientiert und da waren 8 Wochen geplant ohne die Möglichkeit, auch nur einen Tag zu verlängern. Alle kamen zur gleichen Zeit, alle gingen zur gleichen Zeit.

Es gibt aber auch psychosomatische Stationen in Psychiatrien, da ist das nicht so festgelegt und da kann es auch sein, dass man 4 Wochen zur Krisenintervention bekommt, nach Möglichkeit verlängern kann oder später wieder kommt.

Rehas sind meines Wissens meistens auf 6 Wochen ausgelegt, manchmal auch mit der Option zu verlängern.

Rechte als Patient - hat man nicht, denk ich, wie man sich das so vorstellt. Man ist durchaus darauf angewiesen, wie das die Klinik halten möchte oder kann.

Vielleicht muss sie einen weiteren Termin vereinbaren oder eine andere Klinik suchen. Ich weiß ja nicht, was vereinbart worden ist vor Aufnahme. Vielleicht könnte sie auch in die Tagesklinik wechseln, wenn es an der Bettenkapazität liegt.

Lieben Gruß, kiablue
 
Hallo Lua

über die Aufenthaltsdauer entscheiden die Ärzte der Klinik, aber der Spardruck der Rentenversicherungsträger wird immer größer, wo die Kliniken immer mehr nachgeben müssen. Eine psychosomatische Reha kann max. 12 Wochen dauern. (Dies ist mein aktueller Stand) Die durchschnittliche Dauer was so in der jeweil. Gruppe war in meinen letzen 2 Rehas, (2009 orthop. 2011 psychos.) 2009 = 3 Wochen, 2011= 6 Wochen (Depri und Verhaltenstherapie). Also gerade in der psychos. Reha, weit unter den Möglichkeiten, die der Gesetzgeber vorsieht, wie deine Freundin leider gerade erfährt.

Deine Freundin hat aber die Möglichkeit, wenn es ganz dringend ist, gibt es in vielen Krankenhäusern mittlerweile Psychosomatische Abteilungen wo der behandelnde Arzt deiner Freundin sie einweisen kann. Oder, wie in Rheinland - Pfalz die Rheinhessen Fachklinik in Alzey, ist auch eine Klinik, die mit Überweisung Patienten aufnimmt. Da ist allerdings oft eine Wartezeit, es sei denn sie möchte auf die geschlossene. Ein Recht, die Reha zu verlängern gibt es, meines Wissens nicht, da die Entscheidung der Arzt/Therapeut, oft in Absprache mit der Klinikleitung trifft und dann das ganze an den Rentenversicherungträger weiterreicht. Der dann widerrum genehmigt oder ablehnt. Ist also auch oft eine Frage der Begründung.

Es ist aber oft so dass auch die Ärzte am Ende nicht frei entscheiden können, wer eine Verlängerung bekommt, siehe Kostendruck. Die Verlängerung muss auch durch den Rentenversicherungsträger genehmigt werden. So wurde es mir durch meine Therapeutin erklärt.

Aber alleine ist deine Freundin nach ihrer Reha nicht, da gibt es also noch Möglichkeiten. Sie sollte sich mal mit dem Sozialen Dienst der Rehaklinik auseinander setzen...ihren behandelnden Arzt zu Hause ansprechen. Event. ist ein Antrag auf eine Teilhabe zum Arbeitsleben sinnvoll ("Umschulung"), berufsbegleitender Dienst oder der VDK können unter umständen da Helfen.

hth
Jo
 

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