Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Auch das Sexualleben ist auf ,,Einzelgänger" programmiert

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

NutzerOhneName

Neues Mitglied
Hallo,
ich habe so einige Forenbeiträge durchgelesen und mich interessiert nun eure Meinung zu meinem Problem bzw. wie ich nun handeln sollte. Deswegen habe ich mich hier nun angemeldet und ich freue mich auf eure Antworten.

Erstmal bevor ihr euch gleich erschreckt: Alles geschieht vollständig auf legaler Basis und es kommen weder ich noch andere Menschen zu Schaden. Es ist zwar ungewöhnlich und ein ganz spezieller Sonderfall, aber auch nichts sehr seltenes.

Zunächst über mich: Ich bin 25 Jahre alt und ein Student eines komplexen Studiengangs und arbeite zusätzlich als wissenschaftlicher Mitarbeiter direkt an der Universität. Ich bin kurz vor meinem Master-Abschluss. Die meisten Sachen im Studium und Beruf mache ich alleine.

In meinem Privatleben bin ich eher ein introvertierter Einzelgänger. Ich habe zwar viele Freunde und Familie, aber ich verbringe gerne alleine viel Zeit und unternehme nur mit mir selbst vieles. Der größte Vorteil ist, dass dadurch alles viel leichter ist, für mich als hektischer Mensch schneller geht und ich immer alles selbst entscheiden kann. Weil ich mich aber in der Öffentlichkeit schäme, alleine im Restaurant zu sitzen oder alleine Achterbahn zu fahren, mache ich solche Dinge doch noch mit anderen Leuten, obwohl ich das auch gerne alleine machen würde.

Ich verstehe mich mit allen Leuten sehr gut und bin nicht schüchtern, aber mit sehr nahestehenden Personen wie mit meinem Bruder, meinen Eltern oder bei Beziehungen kommt mein innerer Choleriker raus und es kommt häufig zu einem Streit. Deswegen bin ich quasi so programmiert, dass ich auch in diesem Punkt besser ein Einzelgänger bin. Ich werde hier bald auch ausziehen und freue mich auf meine Wohnung nur für mich allein.

Sooo, jetzt kommt der eigentliche Teil: Wie oben beschrieben, bin ich in den drei Punkten Arbeit, Freizeit und Beziehungen ein Einzelgänger. Im vierten Punkt ,,Sexualleben" kommt hinzu, dass ich da auch ein Einzelgänger bin. Wie das geht? Darauf würde keiner kommen. Durch meine sehr spezielle Neigung ist das möglich, denn ich bin ein Exhibitionist und ein Spanner! (Bitte nicht erschrecken, ich habe eine Erklärung!).

Diese Neigung übe ich vollständig auf legaler Basis aus und die Klischees über Exhibitionisten und Spanner können wir erstmal beiseite legen. Durch Nacktheit in Saunen, Thermen und FKK-Stränden ist es nicht schwer, sich vor vielen Menschen auszuziehen. Ich empfinde einen riesigen Spaß daran, mich vor so vielen Leuten auzuziehen und ich weiß nicht wieso. Ich liebe es also meinen Körper vollständig ohne Kleidung der Öffentlichkeit zu zeigen. Auf keinen Fall habe ich dabei einen Ständer. Das ist an solchen Orten tabu und das respektiere ich auch. Dazu kommt, dass ich nebenbei auch andere nackte Frauen mir anschauen kann. Nachdem ich dann zu Hause bin, mastrubiere ich auf diese Erlebnisse und auf die gespeicherten Bilder im Kopf und ich erlebe einen gewaltigen Orgasmus. Ich muss noch erwähnen, dass solche Nackt-Orte und insbesondere mein Lieblings-FKK-Strand unter den Begriffen ,,Naturismus" und ,,Freiheit" entsexualisiert und schöngeredet werden, aber ich habe mit vielen Männern und Frauen da geredet und über 80% von denen geht es da nur ums sehen und gesehen werden (also um Sexualität und nicht um Naturismus). Sogar Frauen wissen davon bescheid und meinen, dass sie Spaß dran haben, dass Männer sie anglotzen, während sie sich exhibitionieren. Neben diesem FKK-Strand ist sogar noch ein Wald wo Pärchen GV haben und sich beobachten lassen. Sogar die Stadt weiß von diesem Wald bescheid und dieser hat einen Duldungsstatus, so dass quasi dort alles legal geschieht. Kein Ordnungsamt, keine Polizei! Es ist sogar so, dass vier Männer dort jeden Tag sind und den Wald komplett auf Pärchen absuchen und sich gegenseitig sofort rufen, sobald einer fundig geworden ist. Ich selbst geile mich nicht auf das Beobachten von Pärchen auf. Irgendwie reizt mich nur die Tatsache, dass alle vollständig nackt sind. Ich schaue auch nicht großartig auf Brüste, Ärsche oder Scheiden, sondern auf den Körper als Gesamtpaket. Ich glaube, dass mich dieser Kontrast aufgeilt: Auf der einen Seite gibt es überall geschlossene Umkleidekabinen, Toilettenräume oder generell ist es ein Standard, dass jeder 24/7 angezogen ist. Aber an diesem Strand und Wald ist es quasi das komplette Gegenteil. Genau das geilt mich total auf, also dieser Kontrast! Hinzu kommt, dass es noch nichteinmal eine Geschlechtertrennung gibt und beide Geschlechter zusammen an einem Ort vollständig nackt sind. Also ich kann sowohl mich selbst exhibitionieren also auch etwas spannen. Dadurch, dass es sozusagen legal ist, haben ich und die ganzen anderen Exhibitionisten und Spanner vor Ort eine Möglichkeit gefunden, diese Neigung legal auszuleben.

Soooooo... jetzt zu meinen Fragen. Mir ist bewusst, dass das schon krankhaft ist und ich würde überhaupt nicht stolz dafür die Hand heben. Schon gar nicht deshalb, weil ich mich allein im Jahr 2018 bis jetzt genau 38 mal exhibitioniert habe (ja, ich habe gezählt). Ich möchte auch eher keine Diskussion darüber, ob diese Geschichte jetzt legal oder illegal ist. Schließlich erschrecke ich keine Frauen oder Kinder im Wald, indem ich einen Mantel aufmache, wie es andere Exhibitionisten tun. Auch sitze ich nicht mit einem Fernglas irgendwo, wo ich Leuten in das Schlafzimmer gucken kann. Ich finde es gut, dass diese Stadt diesen Wald dulden, weil dadurch werden die Spanner und Exhibitionisten aus der Siedlung vertrieben und können diese seltsame Neigung geschlossen an diesem einen Ort ausleben.

Was mich belastet ist, dass ich diese Neigung schon seit der Pubertät habe und es nun ,,endlich" auslebe und mich ,,normaler Sex" nicht mehr anmacht. Ich hatte sogar dieses Jahr zweimal normalen Sex und habe keinen hochbekommen. Es geilt mich einfach nicht an, obwohl ich sie überall anfassen darf und auch eindringen darf. Es war mir ultra unangenehm, aber ich konnte mich mit einer Ausrede retten, dass ich keinen hochbekommen habe. Bevor ich angefangen habe, meine eigentliche Neigung auszuleben, hatte ich nie Potenzprobleme. Einen hoch bekomme ich nun nur noch zu Hause alleine, wenn ich mich an diesen doofen Strand erinnere. Wenn zu viele Tage her sind, brauche ich dringend eine Auffrischung der Erinnerungen und gehe nochmal zu diesem Strand. Im Winter zur Not in die Sauna.

Sooooooo... ich habe genug geschrieben und komme nun zum Punkt. Ich bin also in allen Lebensbereichen (Arbeit, Freizeit, Beziehungen und Sexualleben) ein Einzelgänger, weil ich alles gerne alleine tue und sozusagen meine persönliche Definition von Sex auch alleine gemacht wird.

Sollte ich eurer Meinung nach so weiterleben bis an mein Lebensende oder seid ihr der Meinung, dass das vollkommen verrückt ist und ich mir sofort eine Lösung überlegen sollte? Ist das noch gesund? Habt ihr ähnliche Neigungen? Ihr habt vermutlich von dieser ,,legalen" Exhibitionisten- und Spanner-Szene zum ersten mal gehört - seid ihr der Meinung, dass solche geduldeten Örtchen okay sind oder sollte sowas sofort verboten werden bzw. was ist eure allgemeine Meinung über diesen Strand/Wald? Bin ich wirklich auf ein reines Einzelgänger-Leben programmiert oder gibt es sowas nicht und das eine hat mit dem anderen nichts zu tun? Ich bin gespannt auf eure Meinungen...
 
Mir ist bewusst, dass das schon krankhaft ist

Sehe ich nicht so. Es ist nicht krankhaft und du musst dich nicht dafür schämen. Die Frage ist nur, ob dich diese Vorliebe auf Dauer eher glücklich macht oder deinem Glück eher im Weg steht (siehe unten).


Was mich belastet ist, dass ich diese Neigung schon seit der Pubertät habe und es nun ,,endlich" auslebe und mich ,,normaler Sex" nicht mehr anmacht.

Das ist allerdings ein Problem. Ich würde an deiner Stelle sowohl im sexuellen als auch im sonstigen sozialen Bereich darauf hin arbeiten, dass du es auch mit Menschen auf die Reihe kriegst. Denn noch mit 40 oder 60 alles allein machen, ich weiß nicht, ob das so toll ist. Was die Sexualität angeht, könntest du es mal öfters probieren, mit der entsprechenden Stimulation und dirty talk oder Fantasien müsste da doch was gehen. Sonst such dir eine Frau, die auf ähnliche Sachen steht, vielleicht werdet ihr ja zusammen als Swinger glücklich. Du könntest auch mal ein Tantra-Seminar besuchen. Da werden gleich zwei Dinge geboten, die was für dich sein könnten: zum einen das Gruppenerlebnis und die Selbstverständlichkeit, mit der - anders als in der Gesellschaft üblich - mit Sex umgegangen wird. Zum anderen ein langsames, fühlendes, achtsam erlebendes Umgehen mit sexuellen Gefühlen, was dein "ist nicht mein Fetisch, macht mich also null an" vielleicht etwas aufbrechen könnte. Sexualität ist vielfältig, versuch dich nicht zu sehr auf eins festzulegen.
 
Wenn jemand einen Fetisch hat, hat er einen Fetisch, Punkt. Einen Fetisch zu haben, ist allerdings nicht krankhaft, sondern ein Fetisch.

Das es ein Fetisch ist siehst Du daran, daß "normaler Sex" nicht erregend ist, sondern die Erregung nur über diesen Fetisch stattfinden kann.

Es gibt die unterschiedlichsten Fetische, an den Erklärungen wo sie herkomen bzw. da eine allgemeingültige Lösung zu finden, daran beißen sich die Psychologen die Zähne aus.
Hat wohl damit zu tun, daß Fetische in der Regel eine sehr individuelle Sache sind, auch wenn sie sich vordergründig " gleichen".

Ich rate Dir Dich mit anderen Menschen auszutauschen, die ebenfalls exhibitionistisch veranlagt sind, was Du ja auch tust und rate Dir die Sache mal mit einem Psychologen zu besprechen, der sich auf das Thema Sexualität spezialisiert hat.

Das tu ich aus folgendem Grund , wenn Du da Unsicherheit verspürst oder das Problem hast in rechtliche Grauzonen zu kommen bzw. die rechliche Abgrenzung schwerfällt, dann könntest Du Probleme bekommen, die Du im Grunde nicht haben willst.

Andererseits ist es ein Unterschied, ob man einen Fetisch offen ausleben kann oder sich einer unterdrückten Minderheit zuordnen muß, die ungerne angenommen wird.

Vielleicht gibt es in Deinem Fall aber auch eine Möglichkeit , dieses Fokussieren auf eine Sache zu ändern, nur das übersteigt bei weitem die Kompetenz eines Laienforums, sondern gehört in die Hände eines Profis. Erst nach einer genauen Anamnese Deiner Situation und Deines persönlichen Empfindens ist es möglich die " Sache " genau zu beziffern und Dir die Richtung zu weisen, mit der alle glücklich sind .
 
Einen hoch bekomme ich nun nur noch zu Hause alleine, wenn ich mich an diesen doofen Strand erinnere. Wenn zu viele Tage her sind, brauche ich dringend eine Auffrischung der Erinnerungen und gehe nochmal zu diesem Strand. Im Winter zur Not in die Sauna.
Ich würde mal sagen, dass du dich erfolgreich auf deine Strandszene konditioniert hast. Du bist regelrecht süchtig danach und sehr festgefahren in deinem Sexualverhalten. Du hast dich so sehr daran gewöhnt, dass du es gar nicht mehr anders kennst.

Wenn das okay so für dich ist, dann kannst du das natürlich dabei belassen. Falls du aber mal vorhaben solltest, eine ganz normale Beziehung zu führen, dann musst du an deinem Verhalten arbeiten.

Da du zuvor allen Anschein nach keine Probleme hattest, Sex zu haben, sollte es möglich sein, zu diesem Zustand zurückzukehren. Geh nicht mehr an Nacktstrände oder Sauenen, entziehe dich diesen Gedanken und reduziere die Masturbation. Du musst deine Lust neu entdecken und sie muss von Innen kommen, nicht von Außen. Es ist allerdings schwer, eine solche Gewohnheit abzulegen.
 
Hallo,
auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen: Ich denke schon, dass ein Fetisch durchaus Symptom einer krankhaften Störung sein kann.
ich finde es immer bedenklich, irgendwelche Behauptungen als wissenschaftliche Wahrheiten in die Welt zu senden. Warum sollte ein fetisch prinzipiell nicht krankhaft sein? Wer behauptet das? Gibt es einen Beleg, eine Quelle dafür?

Natürlich kann auch ein Fetisch krankhaft sein, aber krankhaft sein, bedeutet nicht krank sein, sondern so zu sein " als wäre man krank" da Fetischismus ziemlich genau klassifiziert ist nach ICD10 kann man das natürlich auch nachlesen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sexueller_Fetischismus

beim sexuellen Fetischismus ist allerdings die genaue Anamnese der einzelnen Person sehr wichtig , um zu erfahren, ob beispielsweise dem Fetischismus eine krankheit zugrunde liegt, was durchaus sein kann, aber nicht sein "muss".

Krankheit ist allerdings ebenfalls ein Wort mit vielen Definitionen, von daher ist es natürlich erst einmal abzuklären wie Deine persönliche Definition von Krankheit aussieht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Krankheit
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
G Sex langweilt mich und wohl auch meine Frau Sexualität 12
H Meine Frau ist Polyamor Sexualität 25
B Hilfe mein Freund ist pornosüchtig Sexualität 12

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben